Diese Stunde ist auf qualifikationsorientiertes Lernen ausgerichtet. Die SuS sollen befähigt werden gezielt und systematisch Orte im Atlas zu finden. Ein Element dieser Methodenkompetenz ist das Verstehen und Verwenden von Planquadratsangaben.
Inhaltsverzeichnis der Unterrichtseinheit
1. Vom Bild zur Karte
2. Wir orientieren uns auf einer Karte (Stadtplan Lichtenau)
3. Die Legende – Der Schlüssel zur Karte
4. Der Kompass weist den Weg
5. Karte oder Skizze? Unterschiede und Einsatzmöglichkeiten am Beispiel „Mein Schulweg“
6. Wie finde ich mich im Atlas zurecht?
7. Alles mit Maßen - Rechnen mit dem Maßstab
8. Wie kommt der Berg auf die Karte?
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist die Vermittlung von Methodenkompetenz im Geographieunterricht, wobei der Fokus darauf liegt, dass Schülerinnen und Schüler lernen, sich systematisch und zielgerichtet im Atlas zu orientieren und Planquadratsangaben korrekt anzuwenden.
- Grundlagen der Kartenarbeit und Orientierung
- Methodisches Vorgehen bei der Suche im Atlas-Namensregister
- Verständnis und Nutzung von Planquadraten
- Förderung des eigenständigen Lernens durch spielerische Elemente
- Erarbeitung einheitlicher Standards für die systematische Kartenarbeit
Auszug aus der methodischen Planung
3) Didaktischer Schwerpunkt der Unterrichtsstunde
SuS sind Karten aus ihrer Lebensumwelt bekannt: Sei es der Übersichtsplan im Freizeitpark, der Reiseatlas im Urlaub oder die Wetterkarte im Fernsehen. Jedoch impliziert die vielfache Bekanntheit dieses Mediums nicht ebenso das Verständnis darüber. Die SuS lernten die Karte in ihrer Funktion als Informationsträger und als Arbeitsmittel in dieser Unterrichtseinheit bereits kennen. Die Lernenden begreifen die Karte bereits als zweidimensionale Darstellungsweise der dreidimensionalen Wirklichkeit, denn es muss „der Arbeit mit der Karte ... die Arbeit an der Karte vorausgehen“.
Die SuS sollen in dieser Stunde den zielgerichteten Umgang mit Karten im Atlas einüben. Im Sinne der didaktischen Reduktion werden dazu exemplarische Orte im Atlas verwendet. Die Methodenkompetenz „sich im Atlas orientieren“ befähigt die SuS zum „obersten Ziel der schulischen Arbeit“, zum eigenständige Lernen. Die systematische Atlasarbeit ist eine Schlüsselqualifikation für eigenverantwortliches Lernen im Geographieunterricht, die SuS hilft sich im Raum zu orientieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vom Bild zur Karte: Einführung in die Transformation von realen Abbildungen in kartographische Darstellungen.
2. Wir orientieren uns auf einer Karte (Stadtplan Lichtenau): Anwendung praktischer Orientierungshilfen anhand eines lokalen Stadtplans.
3. Die Legende – Der Schlüssel zur Karte: Erarbeitung der Bedeutung von Symbolen und Zeichen als notwendiges Hilfsmittel zum Kartenlesen.
4. Der Kompass weist den Weg: Einführung in die Himmelsrichtungen und die Nutzung des Kompasses zur Bestimmung der Orientierung.
5. Karte oder Skizze? Unterschiede und Einsatzmöglichkeiten am Beispiel „Mein Schulweg“: Differenzierung zwischen exakter Karte und subjektiver Skizze durch praktische Anwendung am eigenen Schulweg.
6. Wie finde ich mich im Atlas zurecht?: Vermittlung systematischer Suchstrategien im Namensregister und der Planquadratsuche.
7. Alles mit Maßen - Rechnen mit dem Maßstab: Mathematische Grundlagen zur Bestimmung von Entfernungen in der Karte.
8. Wie kommt der Berg auf die Karte?: Einführung in die Darstellung von Höhenunterschieden und Reliefs in der zweidimensionalen Karte.
Wichtige Schlüsselbegriffe
Erdkunde, Atlasarbeit, Kartenkunde, Methodenkompetenz, Orientierung, Planquadrat, Namensregister, Geographieunterricht, Maßstab, Kartensymbole, Stadtplan, didaktische Reduktion, eigenständiges Lernen, Atlasrallye.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschreibt eine Unterrichtseinheit im Fach Erdkunde für die Jahrgangsstufe 5, die sich mit dem systematischen Erlernen der Arbeit mit Karten und Plänen auseinandersetzt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Orientierung in der Umwelt, dem Verständnis von kartographischen Darstellungen und der gezielten Informationsentnahme aus einem Atlas.
Was ist das primäre Ziel der beschriebenen Unterrichtsstunde?
Das Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, Orte systematisch über das Namensregister und Planquadrate im Atlas zu finden.
Welche methodischen Ansätze werden verwendet?
Es wird ein qualifikationsorientierter Ansatz verfolgt, der durch spielerische Übungen wie die „Atlasrallye“ die Eigenständigkeit und Motivation der Lernenden fördert.
Was wird im Hauptteil der Unterrichtseinheit vermittelt?
Der Hauptteil umfasst den Übergang von der Bildbetrachtung über die Nutzung von Legenden bis hin zur mathematischen Anwendung des Maßstabs und der Reliefdarstellung.
Durch welche Schlagworte lässt sich die Unterrichtsreihe charakterisieren?
Methodenkompetenz, Geographieunterricht, Kartenarbeit, Orientierung, Atlas, eigenständiges Lernen.
Warum spielt die Atlasrallye eine wichtige Rolle?
Die Atlasrallye dient der spielerischen Festigung der Suchmethode, was besonders bei lernschwachen Schülern die Behaltensleistung und die Motivation erhöht.
Wie gehen die Schüler beim Suchen im Atlas vor?
Sie nutzen das alphabetische Namensregister, um die Seitenzahl sowie die Koordinaten (Spalte und Zeile) zu ermitteln, mit denen der Zielort auf der Karte lokalisiert werden kann.
- Arbeit zitieren
- N. Hoffmeister (Autor:in), 2005, Methodentraining "So finde ich mich im Atlas zurecht" Unterrichtseinheit Erdkunde, Klasse 5, Erdkunde, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46403