Der Frage, wie die gegenwärtigen Entwicklungen in Bezug zur Diversity vorteilhaft genutzt werden können, soll in dieser Arbeit schwerpunktmäßig nachgegangen werden.
Zu Beginn steht hierbei die Kultur im Fokus. Es werden verschiedene wissenschaftliche Definitionen und Darstellungen in Betracht gezogen. Der Begriff Diversity soll ebenfalls definiert werden. Dann wird ein Überblick über Forschungsbereiche zu diesem Thema gegeben und eine spezifische Charakterisierung zweier Bereiche folgt: Die Veränderung des Frauenbildes und verschiedene Generationen. Anschließend gilt den Nutzen und die Anwendbarkeit von Diversity für Unternehmen herauszukristallisieren.
Inhaltsverzeichnis
2. Einleitung
3. Kultur
3.1 Das Modell des mentalen Programmierens nach Hofstede
3.2 Die sechs kulturellen Dimensionen nach Hofstede
3.3 Das kulturelle Eisbergmodell nach Hall
4. Diversity und Diversity Management
4.1 Die Frauenförderung
4.2 Die verschiedenen Generationen
5. Wie lässt sich Diversity Management einsetzen?
6. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die wachsende Bedeutung von Diversity Management in Unternehmen angesichts globaler Veränderungen, kultureller Vielfalt und demografischer Verschiebungen. Das zentrale Ziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Unternehmen ein Bewusstsein für kulturelle Unterschiede schaffen, die Potenziale vielfältiger Belegschaften nutzen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit sowie Innovationskraft langfristig sichern können.
- Grundlagen des Kulturbegriffs und theoretische Modelle (Hofstede, Hall)
- Konzept und Dimensionen des Diversity Managements
- Herausforderungen und Chancen durch Frauenförderung
- Bedürfnisse unterschiedlicher Generationen in der Arbeitswelt
- Strategische Umsetzung und Implementierung von Diversity-Maßnahmen
Auszug aus dem Buch
3. Kultur
Der Begriff Kultur ist in der wissenschaftlichen Literatur umstritten. Es gibt unzählige unterschiedliche Definitionen aus verschiedenen Perspektiven und keine einheitliche Begriffsdefinition. Hans Nicklas, Professor für Gesellschaftswissenschaften, trennt etwa Kultur und Gesellschaft. Gesellschaft sei „das umfassende System menschlichen Zusammenlebens“1 und Kultur die „Werte und Normen, aufgrund derer die Individuen miteinander in Interaktion treten“2. Die Kultur ist demnach die inhaltliche Seite, in der sich manifestiert, was als richtig oder falsch angesehen wird. Der Gesellschaft kommt die Bedeutung der Gemeinschaft zuteil, sie ist ein Netzwerk von Personen. Alexander Thomas, Vertreter der interkulturellen Psychologie, argumentiert ähnlich. Er beschreibt Kultur als ein „Orientierungssystem“3 für die Gesellschaft, aber auch Organisationen und Gruppierungen. Die Vermittlung von Symbolen innerhalb dieses Systems wirken auf Handlungen, Ansichten und Werte der Menschen ein und bestimmen damit die „Zugehörigkeit zur Gesellschaft“4. Als Wissenschaftler des internationalen Managements definiert der niederländische Professor Geert Hofstede den Begriff Kultur als „the collective programming of the mind distinguishing the members of one group or category of people from others”5.
Er versteht darunter somit die Unterscheidung von Menschen im Hinblick auf deren Angehörigkeit zu einer Gruppe: einer Kultur. Die Anthropologen Kroeber und Kluckhohn vergleichen in ihrem Werk Culture: a Critical Review of Concepts and Definitions verschiedene Definitionen von Kultur und bilden auf Grundlage dessen eine Definition des Kulturbegriffs: Culture consists of patterns, explicit and implicit, of and for behaviour acquired and transmitted by symbols, constituting the distinctive achievements of human groups, including their embodiments in artefacts; the essential core of culture consists of traditional (i.e. historical derived and selected) ideas and especially their arrached values, culture systems may, on the one hand, be considered as products of action, on the other hand as conditioning elements of further action.6
Kultur bestehe mithin aus nicht sichtbaren und sichtbaren Merkmalen, welche durch Handlungen angewandt und durch Symbole weitergeleitet seien. Außerdem bestehe Kultur aus Traditionen und Werten. In ihrer Definition schließen sie des Weiteren den Aspekt der Zukunft mit ein und beschreiben Kultur als Produkt und gleichzeitig Ausdruck von Handlungen.
Zusammenfassung der Kapitel
2. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz von Diversity ein und umreißt die Notwendigkeit eines bewussten Umgangs mit Vielfalt in modernen Unternehmen.
3. Kultur: Dieses Kapitel erläutert den komplexen Kulturbegriff anhand wissenschaftlicher Definitionen und stellt zentrale theoretische Konzepte wie das Modell von Hofstede und das Eisbergmodell von Hall vor.
4. Diversity und Diversity Management: Hier wird der Begriff Diversität definiert und das Managementkonzept "Four Layers of Diversity" vorgestellt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Menschen greifbar zu machen.
5. Wie lässt sich Diversity Management einsetzen?: Das Kapitel beschreibt praxisorientierte Ansätze, wie Organisationen Diversity-Strategien planen und umsetzen können, um Produktivität und Unternehmenserfolg zu steigern.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Diversity Management kein einmaliges Projekt, sondern eine dauerhafte, dynamische Aufgabe ist, die tief in der Unternehmensstrategie verankert werden muss.
Schlüsselwörter
Diversity Management, Interkulturalität, Kulturdimensionen, Geert Hofstede, Eisbergmodell, Unternehmensführung, Frauenförderung, Generationen, Mitarbeiterbindung, Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung, Organisationskultur, Diversität, Vielfalt, Personalmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Diversity Management als strategisches Konzept für Unternehmen, um den Herausforderungen einer zunehmend vielfältigen Gesellschaft zu begegnen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Kulturmodellen, der Definition und praktischen Anwendung von Diversity sowie spezifischen Handlungsfeldern wie Frauenförderung und dem Umgang mit verschiedenen Generationen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu analysieren, wie Unternehmen durch den gezielten Einsatz von Diversity Management ein Bewusstsein für kulturelle Andersartigkeit schaffen und daraus Wettbewerbsvorteile erzielen können.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse und der Aufbereitung wissenschaftlicher Definitionen sowie Managementmodellen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Kulturbegriffs, die Vorstellung von Diversity-Modellen sowie die Analyse von praktischen Anwendungsbereichen im Personalmanagement.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Diversity Management, Kulturdimensionen, Unternehmenskultur, Vielfalt, Frauenförderung und interkulturelle Führung geprägt.
Wie unterscheidet sich das Modell von Hofstede von dem Modell nach Hall?
Während Hofstede mit seinem Modell kulturelle Unterschiede anhand von sechs Dimensionen skalenbasiert messbar macht, verdeutlicht das Eisbergmodell von Hall, dass Kultur sowohl aus sichtbaren Merkmalen (Sachebene) als auch aus tief verwurzelten, verborgenen Werten (Beziehungsebene) besteht.
Welche Rolle spielt das Entgelttransparenzgesetz für das Diversity Management?
Das Gesetz dient als ein Instrument, um Lohngerechtigkeit zu fördern und die Gender Pay Gap zu verringern, was Unternehmen dazu zwingt, proaktiv in der Frauenförderung zu agieren.
Warum ist das "Downshifting" ein relevantes Thema für das Diversity Management?
Downshifting ermöglicht es Mitarbeitern, Arbeitszeiten an ihre Lebensumstände anzupassen, was besonders älteren Arbeitnehmern helfen kann, länger im Unternehmen zu verbleiben, und somit einen Beitrag zum generationenübergreifenden Wissenserhalt leistet.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Diversity Management. Erfolg durch Interkulturalität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465583