Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Theologie - Sonstiges

Organspende aus christlicher und medizinischer Perspektive. Soll die Organspende zur Pflicht der Bürger werden?

Titel: Organspende aus christlicher und medizinischer Perspektive. Soll die Organspende zur Pflicht der Bürger werden?

Hausarbeit , 2019 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sina Schäfer (Autor:in)

Theologie - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die nachfolgende Arbeit untersucht den Vorgang der Organspende im Falle eines Hirntodes aus medizinischer und religiöser Perspektive und geht der Frage nach, ob eine Organspende für alle Bürger verpflichtend werden sollte.

Vielen Menschen konnte durch ein neues Organ das Leben gerettet werden. Derzeit warten rund 10.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Im letzten Jahr erreichte die Organspende in Deutschland einen Tiefpunkt. Um die Organe zu entnehmen, muss der Patient als hirntot erklärt werden. Doch ist ein Mensch, der als hirntot definiert wird tot? Gibt es keine Chancen mehr für ihn sein Leben weiterzuführen?

Damit mehr Menschen geholfen werden kann, möchte Gesundheitsminister Spahn mithilfe einer Widerspruchslösung die Zahl der Organspenden in Deutschland erhöhen. Dies würde bedeuten, dass jeder Verstorbene seine Organe spendet, es sei denn er hat vor seinem Tod widersprochen oder seine Familie wiederspricht nach dem Tod. Kann die Organspende zur Pflicht der Bürger werden?

Um auf diese Frage zu antworten, wird im Rahmen dieser Hausarbeit im ersten Teil das Hirntodkriterium behandelt. Im Fokus des zweiten Teils steht die Organspende und ihre pro und kontra Seiten und die Beurteilung der Organspende aus christlicher Perspektive. Abschließend wird die Regelung Spahns vorgestellt und bewertet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HIRNTOD

2.1 HIRNTOD AUS MEDIZINISCHER SICHT

2.2 BEDENKEN GEGENÜBER DER BEDEUTUNG DES HIRNTODS

2.3 ARGUMENTE FÜR DEN HIRNTOD ALS TODESKRITERIUM

2.4 ERLANGER BABY

3. ORGANSPENDE

3.1 KONTRA ORGANSPENDE

3.2 BERICHT EINER MUTTER, DIE IHREN SOHN ZUR ORGANSPENDE FREIGAB

3.3 PRO ORGANSPENDE

4. ORGANSPENDE AUS CHRISTLICHER PERSPEKTIVE

5. GESETZE ZUR ORGANSPENDE

5.1 AKTUELLE RECHTSLAGE IN DEUTSCHLAND

5.2 NEUE REGELUNGEN

6. SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ethische, medizinische und rechtliche Problematik der Organspende im Kontext der Hirntod-Definition. Zentral ist dabei die Auseinandersetzung mit der von Gesundheitsminister Spahn vorgeschlagenen Widerspruchslösung und die Frage, ob die Organspende zu einer moralischen Pflicht des Bürgers werden kann, ohne das Selbstbestimmungsrecht zu verletzen.

  • Medizinische Definition und ethische Kritik am Hirntodkriterium.
  • Pro- und Kontra-Argumente sowie persönliche Erfahrungsberichte von Betroffenen.
  • Organspende im Spannungsfeld zwischen Nächstenliebe und christlicher Anthropologie.
  • Analyse der aktuellen Rechtslage und der geplanten Reformen zur Widerspruchslösung.
  • Abwägung zwischen staatlichem Interesse an Organspenden und individueller Entscheidungsfreiheit.

Auszug aus dem Buch

2.4 Erlanger Baby

Bei einem Verkehrsunfall erlitt die 19-jährige Marion eine schwere Schädel-Hirn-Verletzung und wurde wenige Tage später für tot erklärt. Bei den Untersuchungen stellte sich heraus, dass sie sich in der 15. Schwangerschaftswoche befand. Da sich Marion zu Lebzeiten gegen eine Organspende äußerte, beschlossen die Ärzte sie weiterhin an den Beatmungsgeräten anzuschließen, sodass die Schwangerschaft aufrechterhalten werden konnte. Nach fünf Wochen stieg Marions Fieber, sodass ihre Lunge infiziert wurde und es zum Spontanabgang in der Leibesfrucht kam. Das ungeborene Kind starb. Dieser Vorfall wird häufig von Gegner des Hirntodkriteriums geschildert, da die Schwangerschaft trotz hirntoter Mutter fortgeführt werden konnte. Zu beachten an der Tatsache, dass die Schwangerschaft fortgeführt werden konnte ist, dass der Fötus bereits eigene Hormone produziert hatte und somit nicht mehr auf die Hormonregulation der Mutter angewiesen war. Der Fieberanstieg der jungen Frau ist damit zu erklären, dass die produzierte Wärme nicht mehr abgegeben werden konnte, da der Hypothalamus, der die für die Temperaturregulation zuständig ist, durch den Hirntod nicht mehr funktioniert. Die Schwangerschaft konnte zudem nur fortgeführt werden, da die junge Frau von den Ärzten mit Sauerstoff versorgt wurde. Ansonsten wäre das Kind ebenfalls nach kurzer Zeit gestorben. Ethisch ist dieser Vorgang natürlich sehr kritisch zu beurteilen, da die tote Mutter als Brutkasten für ihr Kind genutzt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Relevanz der Organspende ein, thematisiert das aktuelle Misstrauen gegenüber der Todesfeststellung und umreißt die geplante Widerspruchslösung als Gegenstand der Untersuchung.

2. HIRNTOD: Dieses Kapitel erläutert die medizinische Definition des Hirntods sowie die kritischen Gegenargumente, einschließlich ethischer Bedenken und problematischer Fallbeispiele wie dem „Erlanger Baby“.

3. ORGANSPENDE: Hier werden die pro- und kontra-Argumente der Organspende gegenübergestellt, gestützt durch persönliche Berichte von Angehörigen, Patienten und medizinischem Personal.

4. ORGANSPENDE AUS CHRISTLICHER PERSPEKTIVE: Das Kapitel beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Nächstenliebe und dem christlichen Menschenbild, insbesondere im Kontext von Auferstehung und der Unantastbarkeit des Leibes.

5. GESETZE ZUR ORGANSPENDE: Es erfolgt eine Analyse der aktuellen Rechtslage in Deutschland sowie eine kritische Bewertung der geplanten Widerspruchslösung und alternativer politischer Ansätze.

6. SCHLUSS: Der Autor resümiert den Erkenntnisgewinn der Arbeit, betont die Notwendigkeit der individuellen Entscheidungsfindung und plädiert gegen eine pauschale Pflicht zur Organspende.

Schlüsselwörter

Organspende, Hirntod, Widerspruchslösung, Transplantation, Ethik, Medizinrecht, Christliche Perspektive, Selbstbestimmungsrecht, Sterbebegleitung, Organspendeausweis, Eurotransplant, Patientenautonomie, Todeskriterium, Angehörigenbetreuung, Transplantationsgesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen und gesellschaftlichen Kontroverse rund um das Thema Organspende, insbesondere mit dem Hirntodkriterium und der Frage, ob eine Widerspruchslösung das richtige Mittel zur Steigerung der Spenderzahlen ist.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Schwerpunkten zählen die medizinische Definition des Hirntods, die psychologische und ethische Belastung für Angehörige, christliche Sichtweisen auf den Leib sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Reformpläne in Deutschland.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob die Organspende zu einer Pflicht der Bürger werden kann und darf, oder ob dies die ethischen und rechtlichen Prinzipien der Selbstbestimmung verletzt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von medizinischen Fachquellen und Fallberichten, um verschiedene Standpunkte zur Organtransplantation gegenüberzustellen und zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die medizinische Definition des Hirntods, bringt persönliche Fallbeispiele (darunter die Erfahrung einer Mutter bei einer Organspende) und diskutiert die moralische Einordnung aus christlicher sowie gesetzgeberischer Perspektive.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Hirntod“, „Widerspruchslösung“, „Selbstbestimmungsrecht“ und „Organtransplantation“ geprägt.

Welche Rolle spielt das „Erlanger Baby“ in der Argumentation?

Das Fallbeispiel dient als Argumentationsgrundlage für Kritiker des Hirntodkriteriums, da es zeigt, dass physiologische Prozesse des Körpers bei einer hirntoten Person trotz fehlender Gehirnfunktion unter technischer Unterstützung aufrechterhalten werden können.

Wie positioniert sich die Autorin zur Widerspruchslösung?

Die Autorin lehnt eine verpflichtende Widerspruchslösung ab und schlägt stattdessen vor, Bürger bei der Beantragung offizieller Dokumente direkt zur Entscheidung zu bewegen, um eine informierte und bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema zu fördern.

Wie verändert sich die Einstellung der Autorin durch die Recherche?

Durch das Studium von Fachliteratur, insbesondere dem Werk von Fuat Oduncu, konnte die Autorin ihre anfänglichen Zweifel hinsichtlich des Hirntods überwinden und sich sicher für das Ausfüllen eines Organspendeausweises entscheiden.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Organspende aus christlicher und medizinischer Perspektive. Soll die Organspende zur Pflicht der Bürger werden?
Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,3
Autor
Sina Schäfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
15
Katalognummer
V465867
ISBN (eBook)
9783668942295
ISBN (Buch)
9783668942301
Sprache
Deutsch
Schlagworte
organspende perspektive soll pflicht bürger
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sina Schäfer (Autor:in), 2019, Organspende aus christlicher und medizinischer Perspektive. Soll die Organspende zur Pflicht der Bürger werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465867
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  15  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum