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Die Erziehung zur idealen Spartanerin

Title: Die Erziehung zur idealen Spartanerin

Term Paper , 2016 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Luisina Nunez (Author)

World History - Early and Ancient History
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Sei es durch ihre athletischen Fähigkeiten, den Topos ihrer freizügigen Schönheit oder ihre rhetorische Schlagfertigkeit, die Spartanerinnen haben stets die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Um die Besonderheiten dieser Frauen zu verstehen, wird in dieser Arbeit nicht ihr Leben als erwachsene Frau, sondern ihre Erziehung als Wegbereiter dieser späteren Eigenschaften genauer betrachtet. Wie war die Erziehung der spartanischen Mädchen aufgebaut und wodurch zeichnete sie sich aus? Welche Ziele wurden dabei tatsächlich verfolgt und was verraten diese über das Idealbild einer Spartanerin?

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen werden zwei antike Hauptquellen Plutarchs und Xenophons zur Hilfe gezogen. Die darin beschriebenen Abläufe und Bestandteile der spartanischen Mädchenerziehung bis zum Heiratsalter von 18 Jahren werden betrachtet und diskutiert. Im Anschluss wird auf die konkreten Ziele und Absichten bei der Erziehung und somit die Definition einer idealen Spartanerin eingegangen.

Im Hinblick auf die Untersuchung der gesellschaftlichen Gruppe der Spartanerinnen ist die Quellenlage allgemein problematisch. Nicht nur die geringe Anzahl an zeitgenössischen Quellen, sondern auch die Tatsache, dass die vorhandenen Überlieferungen nicht Berichte aus der Perspektive spartanischer Frauen, sondern Sichtweisen von Außenstehenden oder verzerrte, anekdotische Umdeutungen aus späterer Zeit sind, erschwert die Analyse dieses Themenkomplexes.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die antiken Hauptquellen

3. Die spartanische Mädchenerziehung

3.1 Die Erziehungsbereiche

3.2 Die Erziehungsziele

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Erziehungssystem für Mädchen im antiken Sparta, um das Idealbild der spartanischen Frau zu rekonstruieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie diese Erziehung strukturiert war, welche Ziele sie verfolgte und inwiefern sie sich von der Erziehung in anderen griechischen Stadtstaaten unterschied.

  • Analyse der spartanischen Mädchenerziehung als Wegbereiterin für die Rolle als Ehefrau und Mutter.
  • Untersuchung der Rolle antiker Quellen wie Plutarch und Xenophon.
  • Betrachtung der Erziehungsbereiche, insbesondere Sport, Gymnastik und musische Bildung.
  • Erörterung der Erziehungsziele im Kontext der militärisch geprägten Gesellschaftsstruktur Spartas.
  • Einordnung des spartanischen Frauenbildes im Vergleich zu anderen antiken griechischen Polis-Modellen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Erziehungsziele

Geht man nun auf die Ziele der Erziehung ein, analysiert man somit zugleich das Idealbild einer Spartanerin, da die Erziehungsabsichten definieren, was für Fähigkeiten und Tugenden für eine spartanische Frau als erstrebenswert und sinnvoll galten. Worauf genau haben die zuvor beschriebenen Erziehungsbereiche also die Mädchen vorbereitet? Und was war die Definition einer idealen spartanischen Frau? Auch bezüglich dieser Frage liegen unterschiedliche, zum Teil kontroverse Sichtweisen vor. Die moderne mehrheitliche Meinung jedoch spiegelt sich treffend in Pomeroys Zitat „In archaic and classical Sparta, girls were raised to become the sort of mothers Sparta needed, just as boys were trained to become the kind of soldiers state required.“ wieder.

Um diese These zu erläutern, muss ein kurzer Blick auf die Gesellschaft Spartas in der archaischen und klassischen Zeit geworfen werden. Mit den zwischen 650 und 600 v. Chr. datierten Messenischen Kriegen als Ausgangspunkt, hat Spartas soziale und politische Struktur sich zu einer von anderen griechischen Polens stark abweichenden entwickelt. Nach den Kriegen brachte Sparta die Nachbarlandschaft Messenien unter dauerhafte Herrschaft und zum Zweck einer direkten Beherrschung teilte Sparta die Gesellschaft strikt in die Gruppen der Spartiaten, die spartanischen Vollbürger, der sklavenartigen Heloten und Periöken ein. Bis in die klassische Zeit hinein herrschte der Zwang des Behauptens gegen die zahlenmäßig überlegenen Heloten im angrenzenden Messenien. Hinzu kam der Dualismus zwischen Athen und Sparta und der Imperialismus, den Sparta betrieb, was zu einer allgemeinen Militarisierung des Lebens der Männer ab dem 7. Lebensjahr führte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das mystifizierte Bild der spartanischen Frau ein, stellt die Forschungsfrage nach den Inhalten und Zielen der Mädchenerziehung und erläutert die quellenkritische Problematik der Untersuchung.

2. Die antiken Hauptquellen: Dieses Kapitel stellt die primären antiken Quellen vor, namentlich Xenophons "Lakedaimonion politeia" und Plutarchs "Leben des Spartaners Lykurgos", und bewertet deren Eignung und Zuverlässigkeit für die Analyse.

3. Die spartanische Mädchenerziehung: Hier werden die Erziehungsstrukturen der Mädchen in Sparta analysiert, wobei der Fokus auf der staatlich organisierten, außerhäuslichen Ausbildung liegt.

3.1 Die Erziehungsbereiche: Dieser Abschnitt behandelt die konkreten Ausbildungsbereiche wie Lesen, Schreiben, musische Bildung und die für Sparta charakteristische sportlich-gymnastische Ausbildung.

3.2 Die Erziehungsziele: Das Kapitel untersucht die Zielsetzungen der Mädchenerziehung, wobei die Vorbereitung auf die Rolle als Mutter künftiger Hopliten und die Verteidigungsfähigkeit als zentrale Punkte hervorgehoben werden.

4. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert das Spannungsfeld zwischen der Frau als "Gebärmaschine" für den Staat und einer individuellen Emanzipation durch Bildung und Sport und zieht ein Fazit zur Außergewöhnlichkeit des spartanischen Erziehungssystems.

Schlüsselwörter

Sparta, Mädchenerziehung, Antike, Xenophon, Plutarch, Lykurg, Hopliten, Erziehung, Geschlechterrollen, Mousike, Athletik, polis, oikos, Sozialgeschichte, Frauenbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erziehung der Mädchen im antiken Sparta und analysiert, wie diese Erziehung als Vorbereitung auf ihre spätere Rolle als spartanische Ehefrau und Mutter diente.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Erziehungsbereiche, die staatlichen Vorgaben, die Rolle der Religion und Athletik sowie das definierte Idealbild der Spartanerin innerhalb der sozialen Hierarchie Spartas.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, durch die Untersuchung antiker Quellen die Inhalte und Absichten der spartanischen Mädchenerziehung zu rekonstruieren und zu prüfen, wie sich diese von anderen griechischen Stadtstaaten unterschied.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse der antiken Schriften von Xenophon und Plutarch unter Einbeziehung aktueller Forschungsliteratur zur griechischen Sozialgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Quellen vorgestellt, danach die einzelnen Erziehungsbereiche (Schreiben, Musik, Sport) detailliert beschrieben und anschließend die damit verbundenen Erziehungsziele analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sparta, Mädchenerziehung, soziale Rolle der Frau, Hopliten-Ideologie und antike Quellenkritik charakterisiert.

Warum war die Erziehung in Sparta für Mädchen anders als in anderen griechischen Städten?

Sparta war die einzige griechische Polis, die für Mädchen eine staatlich verordnete, öffentliche Erziehung vorsah, die auch athletische Wettkämpfe und intellektuelle Bildung beinhaltete, um die Frauen auf ihre staatlich wichtige Rolle vorzubereiten.

Welche Rolle spielt das Zitat von Gorgo, der Gattin des Leonidas, für die Arbeit?

Das Zitat dient als Einstieg, um das mystifizierte Bild der stolzen, rhetorisch gewandten und selbstbewussten spartanischen Frau zu verdeutlichen, welches in der Arbeit kritisch hinterfragt wird.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Athletik der Mädchen und ihrer Rolle im Staat?

Ja, laut der Untersuchung dienten Sport und Gymnastik vor allem dazu, den Körper zu kräftigen, um die Geburt gesunder, starker Krieger zu ermöglichen und somit den Fortbestand der Polis zu sichern.

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Details

Title
Die Erziehung zur idealen Spartanerin
College
University of Hamburg
Grade
1,3
Author
Luisina Nunez (Author)
Publication Year
2016
Pages
14
Catalog Number
V466006
ISBN (eBook)
9783668935204
ISBN (Book)
9783668935211
Language
German
Tags
erziehung spartanerin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luisina Nunez (Author), 2016, Die Erziehung zur idealen Spartanerin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/466006
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