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Warum und wie entwickelt sich Sprache?

Titel: Warum und wie entwickelt sich Sprache?

Essay , 2017 , 9 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Olivia Mantwill (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll im Rahmen des Seminars zur Kulturphilosophie die Entwicklung der Sprache als Grundlage der Kultur erläutert werden, da diese ein wichtiger Grundstein der Kultur des Menschen ist und ihn als Gegensatz zur Natur laut Johann Gottfried Herder maßgeblich vom Tier unterscheidet.

Anhand seines Werks „Abhandlung über den Ursprung der Sprache“ soll daher erarbeitet werden, warum und wie sich die menschliche Sprache im Lauf der Zeit entwickelt. Dabei wird sowohl die allgemeingültige Entwicklung betrachtet als auch einige Einflüsse der heutigen Zeit, des 21. Jahrhunderts.

Leseprobe


Gliederung

1. Einleitung

2. Herders Theorie

3. Entwicklung der Sprache

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht im kulturphilosophischen Kontext, wie und warum sich Sprache als menschliches Grundelement entwickelt, wobei Johann Gottfried Herders "Abhandlung über den Ursprung der Sprache" als theoretische Basis dient.

  • Kulturphilosophische Einordnung der Sprache nach Herder
  • Anthropologische Voraussetzungen: Instinktlosigkeit, Besonnenheit und Reflexion
  • Wechselwirkung zwischen Kulturentwicklung und Sprachentwicklung
  • Einflussfaktoren des 21. Jahrhunderts (Globalisierung, Digitalisierung)
  • Die Rolle der Erziehung und des sozialen Umfelds

Auszug aus dem Buch

2. Herders Theorie

Herders Theorie der Sprache wird mit einem Zitat begonnen: “Schon als Tier hat der Mensch Sprache.“ (Herder 1966: 5) Damit wird dargestellt, dass Tiere und auch Menschen Laute aus einem Drang heraus erzeugen, der auf Leidenschaften oder starken Empfindungen wie beispielsweise Schmerzen beruht. Der Unterschied ist dabei, dass Tiere diese Laute ohne Verstand und Absicht erzeugen, also aus Reflexen und Instinkten heraus, während der Mensch meist auch etwas bezweckt mit dem Äußern von Lauten, etwa eine Reaktion seines Gegenübers. Tiere sind also eingeschränkt in der Wahrnehmung der Welt und können infolge dessen auch nur eingeschränkte Reaktionen hervorrufen mit ihren Lauten wie etwa das Zuhilfekommen anderer Tiere, haben aber keine ausgearbeitete Lautsprache, mit der sie mit ihren Artgenossen ganze Gespräche führen können wie der Mensch. Er hat dagegen keine festgelegten Laute, die anderen Personen automatisch mitteilen, was er braucht, sondern nur Laute aus Reflexen heraus.

Stattdessen besitzt er jedoch die Fähigkeit, ohne Gebrauch von festgelegten Lauten eine eigene Sprache zu entwickeln, mit der er diese Mängel wieder wettmacht und sogar übertrumpft. Auch die Laute der Tiere bezeichnet Herder als „Sprache der Empfindung“ (Herder 1966: 6), relativiert jedoch zugleich die Bezeichnung als Sprache und zeigt auf, dass auch der Mensch Teile dieser Sprache versteht und dass er gleichzeitig in Situationen starker Gefühle auf diese Lautsprache zurückfällt, da sie noch immer ein Teil der menschlichen Sprache ist. Diese Natursprache ist also allen Wesen gemein, aber der Mensch hat die Sprache seiner Gattung aufgrund seines mangelnden Instinktes noch weitergebildet (Herder 1966: 7). Dies ist die erste Entwicklungsstufe und der Grundstein der menschlichen Sprache.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die kulturphilosophische Relevanz der Sprache als Gegensatz zur Natur dar und definiert das Ziel, die Sprachentwicklung anhand von Herders anthropologischem Ansatz zu analysieren.

2. Herders Theorie: Das Kapitel erläutert Herders dualistische Anthropologie, in der der Mensch den Mangel an Instinkten durch Reflexion und Sprache ausgleicht und so zum Produzenten seiner eigenen Kultur wird.

3. Entwicklung der Sprache: Dieser Teil betrachtet, wie sich Sprache durch gesellschaftliche Faktoren, Globalisierung und stetigen Wissenszuwachs dynamisch und immer schneller weiterentwickelt.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Sprache eine notwendige Kompensation für den instinktarmen Menschen ist und aufgrund ständiger kultureller Wandlungsprozesse nie einen perfekten, abgeschlossenen Zustand erreicht.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärliteratur von Johann Gottfried Herder.

Schlüsselwörter

Sprache, Kulturphilosophie, Herder, Anthropologie, Instinkt, Reflexion, Sprachentwicklung, Erziehung, Bildung, Globalisierung, Lautsprache, Kommunikation, Kulturentwicklung, Sprachvariationen, Fachbegriffe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kulturphilosophischen Fragestellung, wie die menschliche Sprache entstanden ist und durch welche Mechanismen sie sich im Laufe der Zeit kontinuierlich weiterentwickelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der anthropologischen Begründung der Sprache bei Herder, der Interdependenz von Kultur und Sprache sowie den beschleunigenden Einflüssen der modernen Gesellschaft wie der Digitalisierung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, den Ursprung und die Dynamik der Sprachentwicklung als fundamentales Merkmal menschlicher Kultur zu erläutern und dabei die These zu stützen, dass sich Sprache heute schneller denn je entwickelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse des Werks „Abhandlung über den Ursprung der Sprache“ von Johann Gottfried Herder, ergänzt durch kulturphilosophische Reflexionen auf aktuelle Zeiterscheinungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Herders Theorie über das menschliche Vermögen zur Sprachentwicklung sowie eine Untersuchung der modernen Einflüsse auf sprachliche Variationen und Neuschöpfungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Sprache, Kultur, Herder, Instinktlosigkeit, Reflexion, Sprachbildung und der fortschreitende gesellschaftliche Wandel.

Wie unterscheidet Herder die Sprache von Menschen und Tieren?

Herder unterscheidet zwischen einer bloßen „Sprache der Empfindung“ bei Tieren, die auf Instinkten beruht, und der menschlichen Sprache, die durch Besonnenheit und gezielte Reflexion bewusst erzeugt wird.

Warum ist laut der Arbeit eine „perfekte Sprache“ unmöglich?

Da sich die Kultur und das menschliche Wissen ständig weiterentwickeln und durch neue Erfindungen sowie globalen Austausch fortlaufend neue Begriffe entstehen, ist eine statische, perfekte Sprache nicht realisierbar.

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Details

Titel
Warum und wie entwickelt sich Sprache?
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,3
Autor
Olivia Mantwill (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
9
Katalognummer
V466038
ISBN (eBook)
9783668942189
ISBN (Buch)
9783668942196
Sprache
Deutsch
Schlagworte
warum sprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Olivia Mantwill (Autor:in), 2017, Warum und wie entwickelt sich Sprache?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/466038
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Leseprobe aus  9  Seiten
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