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Systemische Familientherapie. Historische Entwicklung, Merkmale und Techniken

Title: Systemische Familientherapie. Historische Entwicklung, Merkmale und Techniken

Academic Paper , 2016 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stephanie Krampe (Author)

Social Work
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In der vorliegenden Ausarbeitung wird zunächst Bezug auf die historische Entwicklung und die Anfänge der systemischen Familientherapie genommen. Im Anschluss werden die Grundprinzipien sowie die Merkmale der systemischen Familientherapie vorgestellt. Darauf folgend werden die verschiedenen Techniken in Hinblick auf Funktion, Inhalt und Anwendung präsentiert. Die Ausarbeitung schließt mit einem Fazit, indem Bezug auf den aktuellen Diskurs der systemischen Familientherapie genommen wird, ab. Fokales Ziel der Ausarbeitung ist es, die systemische Familientherapie als ein Handlungsfeld der Erziehungsberatung unter Berücksichtigung ihrer verschiedenen Techniken und Methoden vorzustellen.

Die systemische Therapie ist neben der Verhaltenstherapie und der Tiefenpsychologie sowie der Psychoanalyse eines der wichtigsten psychotherapeutischen Verfahren. Der systemische Ansatz sieht Menschen nicht für sich allein, sondern als Teil eines sozialen Systems. Im Fokus der daraus entstandenen systemischen Familientherapie werden Symptome nicht als Eigenschaften einzelner Personen gesehen, sondern sind Ausdruck der aktuellen Kommunikations- und Beziehungsbedingungen in einem System.

Die systemische Familientherapie ist somit eine Therapieform, welche die gesamte Lebensqualität von Menschen im Zusammenhang mit ihren relevanten Beziehungen und Lebenskonzepten sieht. Dabei richtet sich die Familientherapie nicht nur an die klassische Familienkonstellation, sondern betrachtet ebenfalls umgebende Systeme wie Arbeitsfeld und Wohnwelt. Ziel der systemischen Familientherapie ist es, die Handlungsmöglichkeiten des Einzelnen und des Gesamtfamiliensystems zu erweitern.

Durch verschiedene Techniken versucht der Familientherapeut bisherige Muster und Vorannahmen in Frage zu stellen und zu neuen Sichtweisen und Interpretationsvarianten anzuregen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die historische Entwicklung der systemischen Familientherapie

Merkmale der systemischen Familientherapie

Techniken der systemischen Familientherapie

Fazit – aktueller Diskurs

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die systemische Familientherapie als ein zentrales Handlungsfeld der Erziehungsberatung vorzustellen, indem sie deren theoretische Grundlagen, methodische Merkmale und spezifische Interventionsmöglichkeiten detailliert erläutert und kritisch reflektiert.

  • Historische Herleitung und theoretische Wurzeln der systemischen Therapie
  • Zentrale Merkmale und Grundprinzipien des systemischen Ansatzes
  • Praktische Anwendung verschiedener systemischer Therapietechniken
  • Reflexion der Rolle des Therapeuten im systemischen Prozess
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Diskurs und therapeutischen Grenzen

Auszug aus dem Buch

Techniken der systemischen Familientherapie

Um in die Techniken der systemischen Familientherapie einzuleiten, wird zunächst das zirkuläre Fragen, eine klassische Methode der Mailänder Schule, vorgestellt. Das zirkuläre Fragen findet unteranderem zu Beginn einer systemischen Therapie statt, da es der Informationsbeschaffung dienen kann.

Symptome und Verhaltensmerkmale haben immer eine Funktion im Beziehungssystem eines Klienten und sind Teil eines interaktiven Musters (vgl. Levold, Martens-Schmid 1999: 10). Aus diesen Symptomen resultierende Krankheiten wie zum Beispiel Depressionen sind daher Ausdruck eines gestörten Systems. Das zirkuläre Fragen zielt nun darauf ab, diese Symptome und damit verbundenen Beziehungsmuster zu thematisieren und sichtbar zu machen.

Durch die Einführung unterschiedlicher Beobachterperspektiven und indirektes Fragen werden die Klienten dazu angeregt, sich in ihre Kommunikationspartner hineinzuversetzen, um einen anderen Blickwinkel auf die jeweilige Situation zu bekommen. Zirkuläres Fragen fokussiert damit ein Grundprinzip systemischen Denkens: über das Einbeziehen einer Außenperspektive wird deutlich, dass es unterschiedliche Sichtweisen über die Bedeutung und Wahrnehmung eines Problems und deren Lösung gibt (vgl. ebd.).

Eine Variante zirkulären Fragens ist das Fragen nach Unterschieden. Es lädt dazu ein, dass Problemerleben differenzierter wahrzunehmen und von Problembeschreibungen zu Lösungsbeschreibungen zu kommen. Solche Unterschiedsfragen können zum Beispiel so lauten: „Wer würde sich am meisten wundern, wenn es Ihnen wieder besser ginge?“, „Fühlen sie sich heute anders als gestern?“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung verortet die systemische Familientherapie als ein wesentliches psychotherapeutisches Verfahren und definiert das Ziel der Arbeit, dieses Feld im Kontext der Erziehungsberatung zu beleuchten.

Die historische Entwicklung der systemischen Familientherapie: Dieses Kapitel zeichnet die Ursprünge der systemischen Therapie von der Psychoanalyse bis hin zu den wegweisenden Beiträgen der Palo Alto-Gruppe und der Mailänder Schule nach.

Merkmale der systemischen Familientherapie: Hier werden fünf zentrale Merkmale der systemischen Therapie erläutert, wobei insbesondere die Symptomfunktion, die Handlungsorientierung und die aktive Rolle des Therapeuten hervorgehoben werden.

Techniken der systemischen Familientherapie: Das Kapitel bietet eine praxisnahe Darstellung verschiedener Methoden wie zirkuläres Fragen, Genogrammarbeit, Skulpturarbeit, Aufstellungsarbeit und die Nutzung des Familienbretts.

Fazit – aktueller Diskurs: Das Fazit fasst die Relevanz des Ansatzes zusammen und diskutiert kritisch die Grenzen des Familienaufstellens sowie die Vorteile der systemischen Arbeit für die Erziehungsberatung.

Schlüsselwörter

Systemische Familientherapie, Erziehungsberatung, Mailänder Schule, Zirkuläres Fragen, Familienskulptur, Familienbrett, Systemtheorie, Kommunikationstheorie, Therapieformen, Psychotherapeutische Praxis, Genogrammarbeit, Interaktion, Handlungsorientierung, Symptomfunktion, Familienaufstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der systemischen Familientherapie und ihrer Anwendung als Handlungsfeld innerhalb der Erziehungsberatung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung, die systemischen Grundmerkmale, spezifische therapeutische Interventionstechniken und eine kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Fachdiskurs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die systemische Familientherapie und ihre methodischen Ansätze detailliert vorzustellen und aufzuzeigen, warum sie besonders für die Erziehungsberatung einen Mehrwert bietet.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf einer Literaturanalyse verschiedener Fachkonzepte (u.a. der Mailänder Schule und der Palo Alto-Gruppe) basiert.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Herleitung der systemischen Perspektive sowie die praktische Erläuterung und Einordnung verschiedener Techniken wie Genogramm- und Skulpturarbeit.

Was charakterisiert die systemische Familientherapie maßgeblich?

Die Arbeit charakterisiert diesen Ansatz vor allem durch die Betrachtung des Individuums als Teil eines sozialen Systems und die Ausrichtung auf lösungsorientiertes Handeln anstatt auf reine Symptomanalyse.

Was unterscheidet das Familienbrett von der klassischen Familienskulptur?

Das Familienbrett dient als Miniaturversion, bei der Holzfiguren stellvertretend für Familienmitglieder genutzt werden, was eine virtuelle Metakommunikationsebene ermöglicht.

Warum steht das "Familienaufstellen" in der Kritik der DGSF?

Die Kritik der DGSF bezieht sich primär auf die ungeschützte Verwendung des Begriffs, fehlende therapeutische Rahmungen bei Gruppenveranstaltungen und die von Vertretern wie Hellinger propagierte starre Rollendefinition.

Welchen Vorteil bietet die systemische Therapie im Vergleich zur klassischen Psychoanalyse?

Der Vorteil liegt in der höheren Handlungs- und Lösungsorientierung, die es ermöglicht, aktuelle Problemlagen ohne zwingend langwierige Aufarbeitung der gesamten Lebensgeschichte anzugehen.

Welche Rolle spielt der Therapeut in der systemischen Familientherapie?

Der Therapeut übernimmt eine aktive, steuernde Rolle, um Muster zu durchbrechen, Kommunikationsprozesse zu strukturieren und den Klienten zur Entwicklung eigener Problemlösungsstrategien anzuregen.

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Details

Title
Systemische Familientherapie. Historische Entwicklung, Merkmale und Techniken
College
University of Münster
Grade
1,3
Author
Stephanie Krampe (Author)
Publication Year
2016
Pages
14
Catalog Number
V469278
ISBN (eBook)
9783668951747
ISBN (Book)
9783668951754
Language
German
Tags
systematische Therapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Krampe (Author), 2016, Systemische Familientherapie. Historische Entwicklung, Merkmale und Techniken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/469278
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