Zur Darstellung des Terroristencharakters in Christoph Peters Roman "Ein Zimmer im Haus des Krieges"


Forschungsarbeit, 2015

151 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0.Einleitung
0.1 Vorüberlegung zur Begründung und zum Ziel der Arbeit
0.2 Methode und Aufbau der Arbeit

1. Das Thema “Terrorismus” in der deutschen Literatur
1.1 Zur Begriffsbestimmung des Terrorismus
1.2 Terrorismus und deutsche Literatur
1.2.1 Historischer Überblick
1.2.2 Das Thema „Terrorismus“ und die Literatur
1.2.3 Das Thema „Terrorismus“ in der deutschen Literatur
1.2.3.1 RAF-Terrorismus in der deutschen Literatur
1.2.3.2 Die deutsche 9/11-Literatur

2. Zum Autor Christoph Peters
2.1 Biographie
2.2 Werke
2.3 Christoph Peters literarische Tendenz
2.4 Christoph Peters und die Religiondkonzept
2.5 Preise und Auszeichnungen
2.6 Pressestimmen und Zitate zu Christoph Peters

3. Ein Zimmer im Haus des Krieges"
3.1 Aufbau und Inhalt des Romans
3.2 Titel des Romans
3.3 Der Stoff des Romans und seine Entstehungsgeschichte
3.4 Figuren des Romans
3.4.1 Jochen Sawatzky
3.4.2 Klaus Cismar
3.4.3 Mitglieder der Terrorgruppe
3.4.4 Andere Figuren des Romans
3.5 Die Symbolik im Roman
3.6 Das Bild Ägyptens im Roman
3.6.1 Kairo im Roman
3.6.2 Das Bild Mubaraks im Roman
3.7 Die Koran-Zitaten im Roman
3.8 Die zum Islam Konvertierten als anwachsendes Phänomen in Deutschland

4. Zur Darstellung des Terroristencharakters in Christoph Peters’ Roman „Ein Zimmer im Haus des Krieges“
4.1 Die Darstellung durch Erzählperspektive
4.1.1 Die Darstellung durch das Ich
4.1.1.1 Motive und Hintergründe des Terroristen
4.1.1.2 Die Gefühle und Gedanken des Terroristen
4.1.1.3 Umgang der Terroristen miteinander
4.1.1.4 Hinweise auf gesellschaftlichen Umstände anderer Figuren
4.1.2 Die Darstellung durch der Er-Erzähler
4.1.3 Die Darstellung durch die Gespräche
4.2 Zur Darstellung durch die Zeitauswahl
4.3 Zur Darstellung durch die Ortsauswahl
4.4 Zwischen Jochen Sawatzky und Fritz Gelowicz

5. Schlussfolgerung und Ergebnisse der Arbeit

7. Literaturverzeichnis

0. Einleitung

0.1 Einleitende Vorüberlegung zur Begründung und zum Ziel der Arbeit

„Der 11. September gilt als epochale Zäsur, kulturelles Trauma und globales Medienereignis, das die Verknüpfung von Politik, Visualität und Geschichte verdeutlicht hat.“ 1

Mit den Terroranschlägen vom 11. Septemper 2001, die die Weltöffentlichkeit erschüttert und die Gestalt der Weltpolitik geändert haben, wurde der „Terrorismus“ zu einem der Hauptthemen in den Medien. Die Formulierung „Kampf gegen den Terrorismus“ wird neben dem Thema „Terrorismus“ das größte mediale Intersse geschenkt.

Auch die Frage nach der Wirksamkeit und Legitimation der militärischen „Kampf gegen den Terrorismus“ wurde häufig in den Fernsehen-Talk-Shows und in den Schlagzeilen der Zeitungen und Zeitschriften aufgegriffen.

Das Phänomen „Terrorismus“ im Allgemeinen und der sog. „islamistische“ Terrorismus im Besonderen stehen heutezutage im Mittelpunkt des Intersses von Politikern, Journalisten, Historikern, Sicherheitsbehörden, Soziologen, Intellktuellen, Psychoanalytikern und Sprachwissenschaftlern.

Längst ist „Terrorismus” auch ein Modewort geworden, zugleich aber auch ein Kampfbegriff. Weltweit bezeichnen sich Gegner – ob katholische und protestantische Nordiren, Tschetschenen und Russen, Palästinenser und Israelis – gegenseitig als “Terroristen”.2

Literatur ist nicht weit weg von alledem, es werden viele literarischen Werke zum Thema „Terrorismus“ verfasst, vor allem Romane und Thriller-Romane.

Neben der Aktualität des Themas spielt die Veröffentlichung des in dieser Arbeit behandelten Romans eine grosse Rolle dabei, mich zu bewegen, eine Magisterarbeit zum Thema „Terrorismus“ zu schreiben.

Bei einer Internetrecherche bin ich den Roman „Ein Zimmer im Haus des Krieges“ von Christoph Peters aufmerksam geworden.

Nach dem Erhalt des Textes und genauer Lektüre habe ich festgestellt, dass er mir einen Wunsch erfüllt, da er das Bild des Terroristen nicht in der gewöhnlichen Form darstellt. Der Terrorist ist in diesem Fall ein deutscher Junge, ein Ex-Junkie der zum Islam übergetreten war, also ein Konvertit aus dem reichen, fortgeschrittenen Westen und kein geborener Muslim oder typischer Fanatiker aus dem armen, technisch rückständigeren Nahen-Osten.

Des Weiteren ist bei diesem Roman interssant, dass seine Ereignisse in Ägypten stattfanden und besonders in der oberägyptischen Stadt Luxor, und zwar ein paar Kilometer von der Sekundarschule entfernt, die ich absolviert habe.

Genuge Kenntnisse und persönliche Erfahrung mit dem „Land und Leute“ des Hauptortes im ausgewählten Roman habe ich schon und das kann positiv auf meine Behandlung des Themas wirken und mir ein zusätzliches Motiv geben, mit dem Roman besonders zu beschäftigen.

Nicht nur das, der Autor selbst lebte bereit ein paar Jahre in den 1990er Jahren in Ägypten und hat Verwandte in Kairo. Es ist mir auch interssant zu untersuchen, wie der Autor das Bild Ägyptens in seinem Roman malt und wie er die Terrorismuswelle der 90er Jahren in Ägypten aus europäischer westlicher Perspektive betrachtet.

Das Ziel meiner Arbeit ist nicht nur, die Bedeutung des Themas zu veranschaulichen, sondern auch einen tieferen Einblick in dem Terroristencharakter zu vermitteln.

In erster Linie soll sich die Arbeit damit befassen, wie der Terroristencharakter im ausgewählten Roman vom Autor gesehen und literarisch dargestellt wird.

Diese Arbeit soll zum einen die verschiedenen Verhältnisse und Hintergründe eines ungewöhnlichen Terroristen zeigen.

Zum anderen soll diese Arbeit versuchen, Fragen wie „Wie sieht der Terroristencharakter im ausgewählten Roman aus?“ ,“Welche Faktoren spielen die wesentliche Rolle, einen gewöhnlichen Menschen zu einem gnadenlosen Terroristen umzuwandeln?“, „Welche Erzähltechnik hat der Autor verwendet, um den Terroristencharakter darzustellen?“, „Inwieweit ist diese Erzähltechnik erfolgreich?“, und „Inwieweit kann ein literarisches Werk ernst vor Verschärfung eines schrecklichen Phänomens warnen?“, zu beantworten.

0.2 Zur Methode und zum Aufbau der Arbeit

Die Methode, die in dieser Arbeit angewandt wird, basiert hauptsächlich auf Textanalyse des behandelten Romans.

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in fünf Kapiteln.

Im ersten Kapitel wird die Begriffsbestimmung des Terrorismus dargestellt. “Terrorismus“ ist das Hauptthema der vorliegenden Arbeit und es ist wichtig, die verschiedene Definitionen des Begriffs, die Begriffsgeschichte und die Arten des Terrorismus zu klären. Ziel dabei ist, diesen komplexen Begriff möglichst genau zu bestimmen. In diesem Kapitel wird auch ein historischer Blick auf das Thema „Terrorismus“ und dessen Behandlung in der deutschen Literatur geworfen. Dabei werden Beispiele dieser literarischen Behandlung dargestellt. Ziel des Kapitels ist es, eine Einleitung zum Thema der vorliegenden Arbeit anzubieten damit das Thema nähergebracht wird.

Das zweite Kapitel befasst sich mit einer Übersicht über Autor, seine Bieografie, seine Auszeichnungen und seine Werke.

Im dritten Kapitel soll der ausgewählte Roman analysiert werden. Die Textanalyse erfolgt durch eine Inhaltsangabe des Romans, seine Entstehungsgechichte, Charakterisierung der Figuren, Ort- und Zeitdarstellung, sowie das Aufzeigen der Symbolik im Roman.

Für das Verständnis des Textes ist diese Analyse unabddingbar.

Das vierte Kapitel bildet den Hauptteil dieser Arbeit. Dabei wird der Terroristencharakter im Roman durch das Analysieren der verschiedenen Erzählweisen des Autors sowie seine Ort- und Zeitwahl dargestellt.

Das fünfte Kapitel ist eine Schlussfolgerung, in der die Ergebnisse der Arbeit dargestellt werden.

1. Das Thema „Terrorismus“ in der deutschen Literatur

1.1 Zur Begriffsbestimmung des „Terrorismus“

„Terrorismus“ ist ein politisch sowie sprachwissenschaftlich umstrittener Begriff, wofür es keine allgemeingültige Definition gibt, weil jeder Terrorismusforscher den Begriff je nach politischer, soziologischer , psychologischer, juristischer oder sicherheitspolitischer Perspektive definiert.

Die Problematik beim Definieren des Begriffs kommt bei der Bestimmung der Legitimation von Gewalt einer terroristischen Tat sowie der Natur der Akteure und der Natur der Opfer klar zum Ausdruck.

Problematisch bleibt auch, die Motive, Hintergründe und Ziele der Terroristen zu bestimmen. Die Definition unterscheidet sich von einem Staat zum anderen, da „die Terroristen des einen seien eben die Freiheitskämpfer des anderen“.3

Bei der Bestimmung der Natur der Akteure beginnt das Problem beispielsweise mit der Frage, wer die Akteure des Terrorismus sind. Sind nur revolutionäre Gruppen, die Anschläge auf staatliche Einrichtungen ausüben, „Terroristen“ oder auch autoritäre Staaten, die Oppositionsgrupeen verfolgen? Denn auf der einen Seite verstehen wir gemeinhin unter “Terrorismus” eine bestimmte Form der “Gewalt von unten”, die sich explizit gegen den Staat richtet.

Auf der anderen Seite lässt sich zeigen, dass durch die Schreckenherrschaft korrupter Regime, zum Beispiel in Südamerika, weit mehr Menschen umgekommen sind als durch alle anderen Formen politischer Gewalt: Es spräche deshalb vieles dafür, diese „Gewalt von oben“ als „Staatsterrorismus“ zu bezeichnen.4

Die Uneinigkeit hinsichtlich einer Definition des Terrorismus ist der Grund dafür, dass die UN-Gespräche im Rahmen des „ Ad hoc committee on terrorism ‟ im Jahr 2002 über ein neues Abkommen der Weltgemeinschaft gegen den Terrorismus gescheitert sind. Vor allem opponierten die arabischen Staaten dagegen, auch diejenigen Gruppen als Terroristen zu bezeichnen, die gegen eine ausländische Besatzung kämpfen.5

Im Angesicht dieser Uneinigkeit ist es weder den Vereinten Nationen noch den internationalen Zirkeln von Wissenschaftlern, Gelehrten und Politikern gelungen, sich zu einer gemeinsamen Definition von Terrorismus durchzuringen.

Darüber hinaus bleibt die Definition von Terrorismus einfach nur ein Definitionsversuch.

- Etymologie und Begriffsgeschichte

Das Wort „Terrorismus“ wird bezeichnet als jüngeres, ca. seit 1840 im deutschen Sprachgebrauch nachzuweisendes Substantiv, mit dem die Ausdrücke „Schrecken, Schreckensherrschaft, Verbreitung von Angst und Schrecken durch Gewaltaktionen“ verbunden sind.

Diese Ausdrücke wurden gegen Ende des 18. Jahrhunderts den französischen Wörtern „terrorisme, terroriste“ entlehnt, die ihrerseits von dem französischen „teurer“ abgeleitet wurden, was wiederum vom lateinischen terror (Schrecken, Angst, Angst und Schrecken verbreitendes Geschehen) und terrere ((er-) schrecken) stammt.6

Das Wort „Terrorismus‟ wurde also ungefähr Mitte des 19. Jahrhunderts ins Deutsche eingeführt. Das Ausüben von Terror, um politische oder wirtschaftliche Ziele zu erreichen, nennt man Terrorismus. Terror kann auch als Abkürzung für Terrorismus betrachtet werden. Terror und Terrorismus werden häufig synonym verwendet. Es erscheint jedoch zweckmäßig, den Begriff „Terror“ der vom Staat ausgehenden, willkürlich und systematisch zur Einschüchterung der Bürger ausgeübten Gewalt vorzubehalten.7

Im Zusammenhang mit der Französischen Revolution wurde der Begriff „Terror des Konvents“ von 1783 - 1784 ausgerufen, als die Regierung alle als konterrevolutionär eingestuften Personen hinrichten oder inhaftieren ließ. Dabei wurden u. a. guillotiniert: Ludwig XVI., Marie Antoinette und Gräfin Dubarry.8

Der Begriff fand später Eingang in den deutschen Sprachgebrauch.

Im Laufe der Zeit wurde der Begriff zur Beschreibung eines als kriminell verstandenen, gewalttätigen, politisch motivierten Aktes verwandt und seit dem 11.09.2001 wurde der Begriff „Terrorismus“ immer mit „ Kampf gegen den Terrorismus “ verbunden.

- Definitionsversuche

Terrorism is a global phenomenon which is easy to recognise but difficult to define9 = “ Terrorismus ist ein globales Phänomen, das einfach zu begreifen aber schwierig zu definieren ist

Lexikalisch wird „Terrorismus“ als Einstellung und Verhaltensweise, die darauf abzielt, [politische] Ziele durch Terror durchzusetzen 10 difiniert.

„Terror“ wird wiederum als [systematische] Verbreitung von Angst und Schrecken durch Gewaltaktionen (besonders zur Erreichung politischer Ziele) 11 definiert.

„Terrorismus“ wird auch von mehreren Soziologen, Historiker, Politikwissenschaftler , psychologen und Terrorismusforscher je nach Perspektive difiniert. Allein der Terrorismusforscher Alex P. Schmid listete in den 1980er Jahren 109 Definitionen des Terrorismus auf, um auf dieser Grundlage einen allgemeingültigen Begriff zu synthetisieren.12

Der Soziologe Peter Waldmann z.b definiert Terrorismus als „planmäßig vorbereitete, schockierende Gewaltanschläge gegen eine politische Ordnung aus dem Untergrund. Sie sollen allgemeine Unsicherheit und Schrecken verbreiten, daneben aber auch Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen“.13

Er definiert die terroristische Tat, ohne die Natur der Akteure deutlich zu bestimmen.

Dagegen wird die Natur der Akteure beim „ Onlinemagazin für Politik, Gesellschaft und Politikwissenschaft ‟ bestimmt. Dabei wird Terrorismus nicht nur auf Gewaltanschläge gegen einen politischen Zustand beschränkt sondern als „ politisch motivierte und systematisch geplante Gewalt, die von substaatlichen Gruppen ausgeht und sich gegen einen bestehenden politischen und gesellschaftlichen Zustand richtet14 definiert wird. Dabei wird jedoch nur auf die politische Motive und Ziele des Terrorismus verwiesen.

Naom Chomsky, der bedeutende Intellektuelle der politischen Linken Nordamerikas und der bekannte Professor für Linguistik verweist hingegen in seiner Definition auf verschiedenen Ziele und Motive der terroristischen Tat. Er definiert Terrorismus als „ kalkulierte Anwendung oder Androhung von Gewalt, um Ziele zu erreichen, die ihrem Wesen nach politisch, religiös oder ideologisch sind.15

Doch auf Natur der Akteure oder Opfer der terroristischen Tat geht Chomsky nicht ein.

Im Politiklexikon definiert Everhard Holtmann den Terrorismus als politisch motivierte Gewaltkriminalität mit revolutionärem bzw. extremistischem Motivhintergrund. Er verweist bei seiner Definition auf Akteure, die er als „ verdeckt operierenden Kommandos ‟ bezeichnet. Solche Gewaltkriminalitäten verfolgen das Ziel, das staatliche Gewaltmonopol als ohnmächtig vorzuführen.16

Der Terrorismusforscher Alex P. Schmid hingegen bestimmt die Natur der Akteuere sowie die Natur der Opfer und definiert Terrorismus als „ Furcht erzeugende Methode wiederholten Gewaltverhaltens, ausgeführt von (halb-)geheimen individuellen, Gruppen- oder Staats-Akteuren, aus idiosynkratrischen, kriminellen oder politischen Gründen, wobei – im Gegensatz zum Attentat – die direkten Ziele der Gewalt nicht die hauptsächlichen Ziele sind “.17

Schmid verweist auf die propagandistische Aspekte der terroristischen Tat und unterscheidet damit zwischen einem Attentat und einem Terroranschlag.

Der Historiker Walter Laqueur hat auf Legitimität der Gewaltanwendung verwiesen und definiert damit die Opfer als unschuldige Menschen und Terrorismus als „ illegitimen Gebrauch von Gewalt, um politische Ziele durch Angriffe auf unschuldige Menschen zu erreichen.18

Terrorismus ist illegal hinsichtlich der Opfer aber in Bezug auf die Akteure ist er jedoch legitim. Holger Kaschner überwindet diese Problematik in seiner Definition. Als Berater im Bereich der Sicherheitspolitik und Risikoforschung definiert er den Terrorismus als „ die von Opfern oder Unbeteiligten gebrauchte Bezeichnung für aus sozialen Gegenbewegungen entstehende, objektiv illegale aber subjektiv legitime, von nichtstaatlichen Akteuren angedrohte oder praktizierte Gewalt gegen staatliche und nichtstaatliche Ziele zum Zwecke der Kommunikation politischer antisystemischer Anliegen.19

Man kann allen oben dargelegten Definitionsversuchen in einer umfassenden, allgemeinen Definition zusammenfassen :

Terrorismus ist eine von Opfern oder Gegenbewegungen objektiv illegale aber subjektiv legitime Furcht erzeugende Methode durch planmäßig vorbereitete, schockierende Gewaltkriminalität gegen unschuldige Opfer, die von (halb-) geheimen, individuellen Gruppen- oder Staats-Akteuren, aus ideologischen, idiosynkratrischen, kriminellen, religiösen oder politischen Gründen ausgeführt sind, zur Realisierung ideologischer, politischer oder religiöser Ziele. Jene Methode kann auch als „Kommunikationsprozesse“ bezeichnet werden.

Meine eigene einfache Definition des Begriffes „Terrorismus“ lautet: „Terrorismus“ ist jede Art von Gewaltanwendung, Androhung, Verbreitung von Angst gegen unbewaffenete, unschuldige, zivile Menschen abgesehen von der Natur, Motive oder Ziele der Täter.

Ich stimme damit überein, dass Terrorismus eine Art Kriminalität ist und dass alle Terroristen Kriminelle sind. Und in diesem Fall betrachte ich die mit dem Krieg besessene Politiker, die afrikanische Warlords, Waffenhädler sowie die Taschendiebe oderمتحرشين الشوارع als Terroristen.

Terrorismus heißt Verbreitung von Angst und jeder , der Angst verbreitet, soll als Terrorist betrachtet werden.

Meine Definition ist vielleicht zu einfach, um die internationalen Begriffsproblematik zu lӧsen und passt nicht mit dem medialen, politischen und kulturellen Streit zum Begriff deswegen stelle ich fest, dass es erst möglich wird, eine eindeutige Definition des Begriffs „Terrorismus“ zu erreichen, wenn es über folgende Elemente übereingestimmt wird :

1- Motiv und Ursache der terroristischer Tat
2- Natur der Akteuere der terroristischer Tat
3- Natur der terroristischen Tat
4- Natur der Opfer der terroristischer Tat

Diese 4 Elemente sollen die 4 W-Fragen : Warum?, Wer?, Was? und Wen? Beantworten.

Folgende Darstellung zeigt die umstrittene Elemente beim Terrorismusbegriff :

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Zur Arten des Terrorismus

Nach der räumlichen Ausdehnung lassen sich drei Typen des Terrorismus unterscheiden20:

1. Nationaler Terrorismus
2. Internationaler Terrorismus
3. Transnationaler Terrorismus

Nach der Motivation und Zielsetzung lassen sich dagegen vier Typen des Terrorismus unterscheiden21:

1- Der sozialrevolutionäre Terrorismus
2- Der ethnisch-nationalistische Terrorismus
3- Religiös-fundamentalistischer Terrorismus
4- Konservativer „vigilantistischer“ Terrorismus

Neben die obengenannte Typen des Terrorismus gibt es noch einige Sonderformen von Terrorismus wie die sog. „Home-grown terrorism“ bzw. „Hausgemachte Terrorismus“.

Der umgangssprachlich geprägte Begriff „home-grown terrorism“ ist erstmalig 1999 in englischen Medien aufgetaucht und wird bis heute verwendet. Eine allgemein akzeptierte und fundierte Definition unterliegt ähnlichen Formulierungsschwierigkeiten wie sie bereits von der Definition der Begriffe „Terrorismus“ und „Islamismus“ bekannt sind.

Nach Auffassung deutscher Sicherheitsbehörden beschreibt das Phänomen „Home-grown“ Terrorismus Täter, die in Ländern mit westlicher Staats- und Gesellschaftsordnung geboren sind oder sich seit ihrer Kindheit dort aufhalten und somit dort sozialisiert wurden. Insofern können unter den Begriff sowohl Personen mit Migrationshintergrund als auch sich zum Islam bekennende Konvertiten gerechnet werden.22

Der Protagonist des in der vorliegenden Arbeit behandelten Romans kann ein gutes Beispiel dieser Form von Terrorismus betrachtet werden.

Eine andere Sonderform von Terrorismus ist der sog. „ Staatsterrorismus”. Der Ausdruck Staatsterrorismus bezeichnet Gewaltakte, die laut internationaler Definition Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenals terroristisch eingestuft, aber durch das Militär eines offiziellen Staates vollzogen oder durch eine souveräne Regierung Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltengefördert werden. Staatsterrorismus bezeichnet insofern feindselige Aktionen außerhalb eines Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenerklärten Krieges gegen zivile Ziele bzw. unter bewusster Inkaufnahme ziviler Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenOpfer beim angegriffenen Ziel; seien es Menschenleben oder Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenlebenswichtige Einrichtungen.23

- Chaos der Begriffe und Islambild in deutschen Medien

Im Zuge der vielfältigen Begriffe, die mit dem Terrorismusphänomen verbunden sind, tauchen einige relativ neuere Begriffe auf, die mehr mit islamischer Glaube als mit Terrorismusphänomen zu tun haben.

Begriffe wie Islamismus, Dschihadismus und Salafismus werden in einigen Fällen als Synoneme des Begriff “Terrorismus” verwendet.

Die drei Begriffe stammen aus drei Wӧrter wie im folgenden Tabelle :

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hiermit handelt es sich um das Suffix (-ismus) , das eine Geisteshaltung oder politische Richtung kennzeichnet, die von jemandem stammt, sich von jemandem herleitet.24

Der Islamismus wird z.b als „dem islamischen Fundamentalismus zugrunde liegende Ideologie“25 definiert.

Der Salafismus definiert man als “ultrakonservative Strömung des Islam, die eine Rückkehr zu den Wurzeln des Islam anstrebt“26.

Der Dschihadismus wird als eine militante extremistische Strömung des Islamismus definiert. Der Dschihadismus bezieht sich auf das islamische Konzept des Dschihad, das er als religiöse Verpflichtung jedes Muslims zum gewaltsamen Kampf zur Verteidigung des Islam gegen Ungläubige interpretiert.27

Der Islamwissenschaftler Guido Steinberg ist sogar überzeugt, dass Dschihadismus in den letzten Jahren auch ein deutsches Phänomen geworden sei.28

Aus den drei Begriffen stammen drei Unterbegriffe wie Islamist (definiert als “Anhänger des Islamismus“29 ) , Salafist ( definiert als “Anhänger des Salafismus“30 ) und Dschihadist ( definiert als “Kämpfer für den Dschihad“31 )

Neben “Islamist”,” Dschihadist” und “Salafist” spricht man oft auch von “Gotteskrieger”.

“Gotteskrieger” wird immer mit dem islamistischen terroristen verbunden. Bei “Duden online Wörterbuch” z.b wird Gotteskrieger definiert als “jemand, der kriegerische, terroristische Handlungen begeht, um religiöse, meist islamistische Ziele zu verfolgen, und seinem Glauben nach dafür im Jenseits belohnt wird”32.

Nicht nur das. In vielen Fällen spricht man nicht nur von islamistischen Terror sondern sogar von “islamischen Terror”.

Anders als die drei negativ dargestellten Begriffe “Islamismus , Salafismus, Dschihadismus” sind die drei Stammbegriffe “Islam, Salaf und Dschihad” keine negative Begriffe sondern positive bzw. neutrale Begriffe.

Islam wird z.b als “auf die im Koran niedergelegte Verkündigung des arabischen Propheten Mohammed zurückgehende Religion“33 definiert.

Das aus dem Arabischen stammende Wort “Salaf” verweist auf den ersten drei Generationen der Muslime, die als die „rechtschaffenen Altvorderen“ (arab. al-salaf al-salih السلف الصالح) bezeichnet werden34.

Das Wort „Dschihad” wird „oft als »Heiliger Krieg« bezeichneter, zu den muslimischen Grundpflichten gehörender Kampf der Muslime zur Verteidigung und Verbreitung des Islams“35 definiert.

Das Wort stand 2004 erstmals im Rechtschreibduden.

Von den oben dargestellten Definitionen kann man herausgehen, dass es mit der Verwendung jener Begriffe als Synoneme der Terrorismus versucht werden, den Islam mit Terrorismus in Verbindung zu bringen.

Bei der Festigung dieser Verbindung spielen die Massenmedien eine zentrale Rolle, weil sie den grӧßten Teil des Bewusstsein der Menschen formen.

Und weil die meisten Deutschen z.b wenig direkten Kontakt zu Muslimen oder zur islamischen Welt pflegen, wird ihr Islambild nachhaltig von den Massenmedien geprägt.

Das Islambild, das die deutsche Massenmedien anbieten, wird von negativen Berichterstattung und Verbindung zwischen Islam und Terror direkt oder indirekt geprägt. Der Islam wird viel zu sehr mit negativen Themen wie Terror oder Frauendiskriminierung in Verbindung gebracht36.

Eine Studie über das Islambild bei ARD und ZDF im Zeitraum 2005/2006 zeigt, dass diese Tendenz im Fernsehen nach den Ereignissen des 11. September 2001 noch höher auszufallen scheint. Bei der Mehrheit aller Sendungen und Beiträge über den Islam in öffentlich-rechtlichen Magazinsendungen stehen negative Themen wie Terrorismus, internationale Konflikte, religiöse Intoleranz, Fundamentalismus, Frauenunterdrückung, Integrationsprobleme und Menschrechtsverletzungen im Vordergrund.37

Insgesamt wurde der Islam in den vorstehenden Sendungen in 133 Sendungen und Einzelbeiträgen thematisiert. Im Ergebnis zeigt sich, dass 81 % aller Thematisierungen bei ARD und ZDF negativ konnotierten Themen zugerechnet werden können; lediglich 19% repräsentieren ein neutrales oder positives Themenspektrum.38

Themen im Bereich Terrorismus/Extremismus sind für deutsche Magazin- und Talksendungen sowie Dokumentationen/Reportagen das attraktivste und bedeutsamste Thema in der Auseinandersetzung mit dem Islam.39

Gelesene Medien wie Zeitungen und Zeitschriften sind von der negativen Gestaltung des Islambild in Deutschland nicht ausgenommen: Medienpädagogin Sabine Schiffer verweist in einem Vortrag zur medialen Darstellung des Islams auf besonders markante Titelseiten, die zu Zerrbildern des Islams in der Gesellschaft beitragen. Mit Überschriften wie "Mekka Deutschland - die schleichende Islamisierung", unterlegt mit suggestiven Bildern, erzeugten viel gelesene Medien Zerrbilder des Islams in der Gesellschaft.

Nachrichtenmagazine wie "Der Spiegel", "Focus" oder "Stern" waren ebenso in der Kritik wie namhafte Zeitungen, etwa die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" oder "Die Zeit".40

Im Zusammenhang der Verbindung zwischen Religion und Terrorismus im Allgemeinen und Verbindung zwischen Islam und Terrorismus im Besonderen merkt man eine deutliche Voreingenommenheit und Diskriminierung gegen Islam. Jene Voreingenommenheit kann man selbst in dem Begriff “Islamismus” spüren.

In keiner Religion gibt es so ein erfundener Begriff, der eine ganze Religion mit dem Terror in Verbindung bringt. Man hӧrt kaum von Begriffen wie “Christianismus” oder “Judismus” z.b als Synoneme christlicher oder jüdischer Terror wenn man ihn “religiösen Terror” nicht nennen kann.

Nach einer eigenen Internetsuche habe ich herausgefunden dass der Begriff “Islamismus” sich massiver häufen im Vergleich mit dem Begriff “Christianismus” z.b.

Für den Begriff “Islamismus” gibt es bei Google-Suche z.b ungefähr 1.100.000 Ergebnisse und die Suche dauert nur 0.9 Sekunden.41

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Für den Begriff “Christianismus” dagen gibt es bei Google-Suche nur 33.400 Ergebnisse und die Suche dauert 0.33 Sekunden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bei jedem Terroranschlag stehen islamistische Terroristen, manchmal auch die ganzen Muslime direkt unter Generalverdacht, ganz egal ob es sich wirklich um “islamistischen” Terroristen handelt oder nicht.

Beispiel dafür ist der Bombenanschlag auf das (Murrah Federal Building) in Oklahoma City, der Hauptstadt des US-amerikanischen Bundesstaates Oklahoma am 19. April 1995. Zeitweilig kursierten in den USA Verschwörungstheorien, nach denen, islamistische Terroristen, in das Attentat involviert gewesen wären bevor der Rechtsradikale Timothy McVeigh, festgenommen wurde.

Der rechtsextremistische, islamfeindlicher norwegische Terrorist Anders Behring Breivik z.b, der die Anschläge vom 22. Juli 2011 in Oslo und auf der Insel Utøya beging, bei denen 77 Menschen ums Leben kamen, präsentiert sich als rechts-nationalistischer, christlicher Fundamentalist.42

Breivik ist Christ, doch die Ähnlichkeiten zwischen ihm und dem Terror aus dem muslimischen Orient sind evident. Trotzdem spricht keiner von christlichem Terrorismus. Das ist gut, nur sollte endlich keiner mehr Attentate, die Muslime begehen, "islamischen Terrorismus" nennen.43

„Fanatiker und Verrückte gibt es überall, in jeder Gesellschaft, jeder Religion, jeder Eckkneipe. Die Moslems haben ihren Mohammed Bouyeri, die Christen ihren Scott Roeder und die Juden ihren Yigal Amir. Deswegen wäre es vollkommen verkehrt, dem Islam eine besondere Affinität zur Gewalt zu unterstellen. Es gibt also keinen Grund, mit dem Finger auf Moslems zu zeigen oder auch nur einige von ihnen zur Inspektion in eine Werkstatt zu rufen.“44

Die "Realität" des "allgegenwärtigen" muslimischen bzw. islamistischen Terrors, den uns auch die Medien suggerieren, existiert jedoch fast nicht: Nur die wenigstens Terroranschläge werden in Europa und auch in den USA von extremistischen Islamisten verübt. Für 94 Prozent aller Terroranschläge zwischen 1980 bis 2005 in den USA sind andere Gruppierungen verantwortlich.45

Das gleiche gilt auch für Europa. Laut Europol wurden in der Europäischen Union im Jahre 2010 insgesamt 249 Terroranschläge ausgeführt oder vereitelt. Nur gerade drei davon gehen aufs Konto von Islamisten, wie der Europol-Bericht zeigt.46

Die Terroristen soll man einfach nur Terroristen nennen, abgesehen von ihrer religiösen Identität. Es ist ganz egal ob der Terrorist ein extremistischer Muslim oder ein fanatischer Christ oder sogar ein verrückter Atheist, er ist am Ende einfach nur Terrorist.

Da es sich in der vorliegenden Arbeit um einen sog. islamistischen Terroristen handelt, war es wichtig, auf Chaos der Terrorbegriffe und seine Auswirkung auf Islambild hinzuweisen.

1.2. Deutsche Literatur und das Thema „Terrorismus“

1.2.1 Historischer Überblick

Der Terrorismus als globales Phänomen ist fast in jedem Land bzw. in jeder Kultur bekannt, da dieser eine Art von Gewalt ist und Gewalt existiert in jedem Land.

In der deutschen Geschichte ist Terrorismus bzw. politisch motivierte Gewalt nicht unbekannt, sei es in Form von anarchistischen Angriffen und poltischen Morden im Kaiserreich (1871 - 1918) und der Weimarer Republik (1918 - 1933), des Staatsterrorismus des Nazi-Regimes (1933 - 1945), des Links-Terrorismus der RAF (1970 - 1998) oder des Rechtsterrorismus durch Neonazis (seit den 1990er Jahren) und zuletzt in Form der Bedrohung durch den sog. islamistischen Terrorismus nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA.

- Politische Morde als Form des Terrorismus im Kaiserreich und in der Weimarer Republik

Terrorismus wird als „ politisch motivierte Gewaltkriminalität47 sowie als „ illegitimen Gebrauch von Gewalt um politische Ziele zu erreichen48, definiert, und weil Mord eine Form der Gewalt ist, -wenn nicht die schlimmste Form der Gewalt ist- , gelten politische Morde als eine Form von Terrorismus.

Die Geschichte der politischen Morde im Kaiserreich findet in dem von der Attentäterin Charlotte Corday in Frankreich verübten Mordanschlag auf den französischen Journalisten und Politiker Jean Paul Marat am 13. Juli 1793 ihren Ursprung.49

In Deutschland, und trotz großem zeitlichen Abstand, also am 23. März 1819, beging der Student Karl Ludwig Sand eine Art Nachahmungstat, als er den deutschen Dichter und russischen Staatsrat August von Kotzebue erstach. Wie Marat der Corday, so erschien Kotzebue Sand als eine der gefährlichsten politischen Gestalten einer Zeit.50

Die Attentate, die 60 Jahre später im Deutschen Kaiserreich begangen wurden, kamen über dieses Zwischenstadium nicht hinaus. Das erscheint klar in den wiederholten terroristischen Attentaten auf den deutschen Kaiser Wilhelm I., die als Beispiel des Terrorismus im Kaiserreich zu betrachten sind:

Am 11. Mai 1878 war dem Klempnergesellen Max Hödel (1857 - 1878) aus Leipzig ein Attentat auf den Kaiser missglückt. Der junge Landwirt Dr. Karl Eduard Nobiling (1848 - 1878) schoss am 2. Juni 1878 mit einer Doppelladung Schrot auf den Kaiser und verletzte ihn schwer an Kopf, Arm und Rücken.51

Das letzte Attentat auf Wilhelm I. gab den Anlass zur Verabschiedung des sog. Sozialistengesetzes, das sozialistische und sozialdemokratische Organisationen und deren Aktivitäten verbot.

Doch das Gesetz hat neue Terroranschläge nicht verhindert und die Terrorwelle setzte sich fort und fand in dem gescheiterten Sprengstoffanschlag bei der Einweihung des Niederwalddenkmals in Rüdesheim am 28. September 1883, der der letzte Versuch eines Attentats auf Kaiser Wilhelm I. war52, und in der Ermordung des Frankfurter Polizeirates Dr. Karl Ludwig Franz Rumpff am 13. Januar 1885, der als „Anarchistenfresser“ galt53, ihren Höhepunkt.

Zur Zeit des Kaiserreiches, also am 28. Juni 1914, geschah das sogenannte „Attentat von Sarajevo“, wobei der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Frau während eines Besuchs in Sarajewo durch einen serbischen Terroristen ermordet wurden, was zum Ersten Weltkrieg geführt hat, an dem Deutschland teilgenommen hat.

Dieses Attentat ist – meiner Meinung nach – einer der wichtigsten politischen Morde bzw. terroristischen Attentate in der Geschichte Europas, da es (auch neben anderen Gründen) zu einem Krieg geführt hat, der die Menschheit mehrere Millionen menschlicher Opfern gekostet hat.

Mit der Novemberrevolution und der Ausrufung der Republik am 9. November 1918 sowie mit der Verabschiedung der Weimarer Verfassung am 11. August 1919 kam das Ende des Deutsche Kaiserreiches und damit begann die Zeit die Weimarer Republik.54

Während der Weimarer Republik erschütterten zahlreiche politisch motivierte Morde das öffentliche Leben seit den ersten Monaten ihres Bestehens.

Seit 1921 ereignete sich in Deutschland eine Reihe von Attentaten auf Repräsentanten der Weimarer Demokratie, für die eine seit 1920 bestehende rechtsextremistische Geheimorganisation, die „Organisation Consul“ (O.C.), verantwortlich war. Die Ermordung des ehemaligen Reichsfinanzministers Matthias Erzberger (1875 - 1921) am 26. August 1921 und die Tötung des Reichsaußenministers Walter Rathenau (1867 - 1922) am 24. Juni 1922 sind Beispiel der politischen Morde in der Weimarer Republik.55

Neben Matthias Erzberger und Walter Rathenau sind Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Kurt Eisner, Franz Josef Heinz und Karl Gareis Opfer der politischen Morde in der Weimarer Republik. Ministerpräsident Philipp Scheidemann (1865 - 1939), der sozialistische Publizist und Journalist Maximilian Harden (1861 - 1927) und Erhard Auer haben die auf sie verübten Attentate schwer verletzt überlebt. Ingesamt sind 400 Menschen Opfer von rechtsradikalen Mordanschlägen geworden.56

- Staatsterrorismus zur Nazi-Zeit

Anders als die politischen Morde im Kaiserreich oder die Attentate auf Repräsentanten der Weimarer Demokratie hat sich der Nazi-Terrorismus zum Staatsterrorismus entwickelt, da der Terrorismus diesmal nicht von separatistischen oder aufständischen Bewegungen gegen die Regierung gerichtet, sondern umgekehrt. Hitlers Diktaturregime übte einen Staatsterrorismus gegen die eigene Bevölkerung aus.

Gegen seine Gegner ging das NS-Regime von Anfang an mit äußerster Härte vor. Politisch Andersdenkende sowie Menschen, die dem NS-Rassenideal nicht entsprachen, wurden verfolgt und entrechtet. Ein Instrument der NS-Herrschaft waren neu errichtete Konzentrationslager (KZ), die für politische Gegner und Minderheiten wie Juden oder Sinti und Roma zu Stätten brutaler Willkür wurden. Homosexuelle, Behinderte oder sogenannte Erbkranke waren ebenso Opfer von gewaltsamen Maßnahmen. Geheime Staatspolizei und eine gleichgeschaltete Justiz spannten ab 1933 ein zunehmend engeres Netz der Verfolgung. Überwachung, Verbote, Willkürmaßnahmen und gewaltsame Übergriffe waren an der Tagesordnung.57

Bei der sogenannten „ Köpenicker Blutwoche “ ab 21. Juni 1933 wurden im Berliner Stadtteil Köpenick über 500 Nazi-Gegner, darunter Sozialdemokraten und Kommunisten, Deutschnationale, Juden und Christen, Gewerkschafter, Sportler, Junge und Alte, von SA-Kommandos gequält, gefoltert und für das weitere Leben physisch und psychisch verletzt. Viele wurden brutal ermordet.58

Dazu kam es zu einem Angriff auf die Unabhängigkeit des geistigen Lebens, der von dem seit dem 13. März 1933 amtierenden Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Joseph Goebbels, geführt wurde.

Goebbels brachte den staatlichen Rundfunk straff zentralisiert unter seine Kontrolle. Schwieriger war es bei der Presse, wobei die Parteizeitungen verschwanden und die meisten Zeitungen bestehen blieben und Vorschriften darüber erhielten, was gebracht werden durfte und was nicht.59

Verbunden mit dem Angriff auf die Unabhängigkeit des geistigen Lebens durch Goebbels Ministerium fand auf dem Opernplatz in Berlin am 10. Mai 1933 eine landesweite Bücherverbrennung statt. Es wurden marxistische, pazifistische, jüdische Schriften u. a. von Lion Feuchtwanger, Sigmund Freud, Erich Kästner, Heinrich Mann, Kurt Tucholskie und Arnold Zweig verbrannt.60

Bücherverbrennung ist ebenfalls eine Art des Terrorisierens der Schriftsteller, sodass viele von ihnen gezwungen waren, aus Deutschland zu emigrieren und im Exil ihre literarischen Werke zu schreiben. Die sog. „Exilliteratur“ ist einen guten Beweis dafür.

Dass man sich immer bedroht, verfolgt und erschrocken fühlt, ist die schlechteste Folge des Terrorismus und ich empfinde den Angriff auf die Gedankenfreiheit und Grundrechte der Menschen durch Polizeiaktionen oder irgendein Drohungsmittel als einen Terrorangriff genau wie einen Angriff mit Bomben oder Waffen, da bei beiden Angriffen die Opfer bedroht und terrorisiert werden.

- RAF als Epoche der deutschen Terrorismus-Geschichte

Der Terrorismus – in seiner heutigen Form – findet seine Wurzeln in der deutschen Geschichte sehr deutlich in den Terroranschlägen der RAF (Rote Armee Fraktion) zur Zeit des sog. „ Deutschen Herbstes “. Anders und weiterentwickelt als die politischen Morde im Kaiserreich und der Weimarer Republik und anders als Nazi-Staatsterrorismus erscheint der RAF-Terrorismus. Es handelt sich dabei von organsierte Terroranschläge, die von organisierten Gruppen mit militärähnlicher Taktik verübt wurden.

Die deutsche linksextremistische terroristische Vereinigung „Rote Armee Fraktion (RAF)“, die 1970 von Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Mahler, Ulrike Meinhof und weiteren Personen gegründet wurde und deren Gründung die Folge der 68er Bewegungen war, bei der Tausende Studenten in Deutschland gegen den Vietnamkrieg sowie gegen herrschende Normen in sozialen, kulturellen und politischen Bereichen protestierten, war verantwortlich für mehrere Morde, zahlreiche Banküberfälle und Sprengstoffattentate.61

Am 10. November 1974 wurde der Berliner Kammergerichtspräsident Günter von Drenkmann ermordet, am 27. Januar 1975 der Berliner CDU-Politiker Peter Lorenz entführt. Er wurde im Austausch gegen fünf inhaftierte Terroristen freigelassen. Zwei Monate später, am 24. April, überfiel eine Gruppe von Terroristen die deutsche Botschaft in Stockholm. Zwei Botschaftsangehörige und zwei Terroristen starben dabei.62

Den Höhepunkt der Terrorserie bildete das Jahr 197763, als Generalbundesanwalt Siegfried Buback und der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Jürgen Ponto, ermordet wurden. Am 5. September jenes Jahres wurde der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgebervereine (BDA) und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hanns Martin Schleyer, entführt, seine Begleiter wurden bei dieser Aktion erschossen.

Die Terroristen forderten, im Austausch für Schleyer elf inhaftierte Terroristen freizulassen. Baader, Ensslin und Raspe begingen daraufhin in ihren Zellen in Stuttgart-Stammheim Selbstmord (wie ein Jahr zuvor schon Ulrike Meinhof). Der entführte Arbeitgeberpräsident Schleyer wurde daraufhin ermordet und später tot im Kofferraum eines PKW aufgefunden.64

In den 1980er Jahren wurden mehrere Terroranschläge von der RAF verübt, darunter z. B. der am 18. Dezember 1984 missglückte Anschlag auf das Gelände der NATO-Schule in Oberammergau. Am 8. August 1985 explodierte eine Autobombe in der US-Air-Base in Frankfurt. Am 9. Juli 1986 wurde das Siemens-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Karl-Heinz Beckurts bei einer Explosion getötet.65

Am 20. April 1998, nach 28 Jahren Gewalttaten, erklärte die RAF ihre Selbstauflösung.

- Die „islamistische“ Terrorbedrohung nach 11/9

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in Washington und New York und seit dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan wird Deutschland durch Terroranschläge von Al-Qaida und verwandten Terrorgruppen bedroht:

Seit April 2002 und mit der Planung eines mutmaßlichen Anhängers der Al-Qaida, Angriffe auf das jüdische Gemeindezentrum in Berlin und jüdische Gaststätten in Düsseldorf zu verüben, wurde Deutschland von einer Kette terroristischer Angriffe bedroht: Im Juli 2006 werden in zwei Regionalzügen im Kölner Hauptbahnhof Kofferbomben gefunden, die wegen Technikfehler nicht explodierten. Die Täter werden gefasst und im Dezember 2008 wird der „ Kofferbomber von Köln “ zu lebenslanger Haft verurteilt, im September 2007 wird eine sogenannte islamistische Terrorgrupe festgenommen, die als „ Sauerland-Gruppe “ bekannt war und deren Mitgliedern die Planung von Terroranschlägen auf Diskotheken, Flughäfen und US-Einrichtungen in Deutschland vorgeworfen wird. Im März 2011 erschießt ein junger Kosovo-Albaner auf dem Flughafen Frankfurt/Main zwei US-Soldaten und verletzt zwei weitere schwer.66

Im Jahr 2009 wurde Deutschland durch eine Videobotschaft vom Al-Qaida Terrornetzwerk mit Anschlägen bedroht, wenn es seine Soldaten aus Afghanistan nicht abzieht.67

Grösser als Terrorbedrohung von Al-Qaida ist die akteulle Bedrohung von IS-Terrororganisation.

Die sog. IS-Rückkehrer stellen die grösste Terrorgefahr in Deutschlands dar.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz vermutet 230 IS-Rückkehrer in Deutschland. Die Zahl der Dschihadisten, die sich aus Deutschland auf den Weg nach Syrien oder dem Irak gemacht haben, ist weiter gestiegen. Bislang seien rund 680 Islamisten aus der Bundesrepublik in Richtung der Kampfgebiete des "Islamischen Staats" (IS) ausgereist, teilte das Bundesamt für Verfassungsschutz mit. Ende 2014 waren es etwa 550, bis Anfang März 2015 habe sich die Zahl auf 650 erhöht.68

Dank der Kampferfahrung, die sie im Krieg in Syrien und Irak gesammelt haben, können die IS-Rückkehrer potentiellen Terrorangriffe auf dem deutschen Boden verüben.

1.2.2 Das Thema „Terrorismus“ und die Literatur

Das Phänomen „Terrorismus“ ist ein politisches, gesellschaftliches Thema und wie andere Themen soll es Stoff der literarischen Verarbeitung werden :

Die massive Konzentration radikaler Normbrüche im Ausnahmezustand, die paradoxale Verbin- dung von Verbrechen und Idealismus und der tragische Widerstreit von Individuum und Gesell- schaft etwa haben als literarische Themen große Tradition und versprechen gesellschaftliche Brisanz, Konfliktreichtum und Spannung sowie ein immenses Potential an - negativen wie positiven - Helden.69

Viele Schriftsteller haben zum Thema Terrorismus geschrieben, manche von ihnen lassen die Hauptfiguren ihrer literarischen Werke Terroristen sein.

Das Verhältnis des Phänomens „Terrorismus“ zur Literatur ist auch mit den struktullen und ästhetischen Ähnlichkeiten zwischen terroristischem Akt und literarischem Werk.

Ein literarisches Werk basiert grundsätzlich auf rhetorischer Sprache. Terrorismus ist in sich auch eine Sprache. Terrorismus kann als „ Sprache der Ohnmächtigen70 betrachtet werden. Die Sprache der Terroristen ist ihre Terroranschläge, deren Orte und Ziele symolisch ausgewählt werden

Die Terroranschläge vom 11.09. in den USA sind ein gutes Beispiel dieser Sprache. Das Al-Qaida Terrornetzwerk wollte den USA eine Botschaft mitteilen, die zum Ausdruck bringen sollte, dass Al-Qaida nicht schwach ist und dass die USA trotz all ihrer militärischen und wirtschaftlichen Macht nicht sicher sein können.

[...]


1 Klappentext von Heide Reinhäckels Buch “Traumatische Texturen: Der 11. September in der deutschen Gegenwartsliteratur”. Verfügbar über :http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-1953-9/traumatische-texturen(abgerufen am 29.04.2015)

2 http://www.e-politik.de/lesen/artikel/2002/terrorismus-eine-definition/ (13.09.2013)

3 Vgl. Daase, Christopher: Terrorismus – Akteure, Strukturen, Strategien, in: Gewerkschaftliche Monatshefte, Vol. 52, No. 11/12, 2001, S.703. Verfügbar auch unter : (http://library.fes.de/gmh/jahresin.html)

4 Daase, Christopher : Terrorismus – Akteure, Strukturen, Strategien, in: Gewerkschaftliche Monatshefte, Vol. 52, No. 11/12, 2001, S.702.

5 Vgl. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/11/11744/1.html (03.02.2012)

6 Vgl. Harras, Gisela; Haß, Ulrike & Strauß, Gerhard: Brisante Wörter von Agitation bis Zeitgeist. Ein Lexikon zum öffentlichen Sprachgebrauch; Band 2; Berlin, de Gruyter (1989), S. 366 - 367

7 Vgl. Nohlen, Dieter/Schultze, Rainer-Olaf: Lexikon der Politikwissenschaft, Band 2, vierte Auflage, C.H. Beck Verlag, München 2002, S. 1087

8 Vgl. http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Terrorist.html#Begriffsgeschichte (11.03.2010)

9 http://www.idsa-india.org/an-apr-08.html (18.04.2014)

10 Vgl. https://www.duden.de/rechtschreibung/Terrorismus (12.03.2014)

11 Vgl. https://www.duden.de/rechtschreibung/Terror (12.03.2014)

12 Vgl. Daase, Christopher: Terrorismus-Begriffe, Theorien und Gegenstrategien, in Friedens-Warte. Journal of international Peace and Organization, Vol.76, No.1 (Juli), 2001, S. 55 - 79

13 Vgl. Walmann, Peter, Terrorismus Orovokation der Macht, Murmann Verlag, 2., vollständig überarbeitete Ausgabe Mai, Hamburg, 2005, S. 12

14 Vgl. http://www.e-politik.de/lesen/artikel/2002/terrorismus-eine-definition/ (24.11.2010)

15 Chomsky,Noam,The attack: Hintergruende und Folgen, Europa Verlag, Hamburg, 2002, S. 63

16 Vgl. Holtmann, Eberhard: Politik Lexikon, 3. Auflage, Oldenourg, München, Wien, 2000, S. 684

17 Alex P.Schmid/Albert J. Jongman: political Terrorism. A New Guide to Actors, Authors, Concepts, Data Bases, Theories and Literatur, Amesterdamm 1988, S. 28

18 Laqueur,Walter,the age of terrorism, Little&Brown, Boston 1987, S. 72

19 Kaschner, Holger: Neues Risiko Terrorismus: Entgrenzung,Umgangsmöglichkeiten,Alternativen, VS Verlag, 1.Auflage, Wiesbaden, 2008, S. 29

20 Vgl. Glaab,Sonja:Medien und Terrorismus- auf den Spuren einer symbiotischen Beziehung. Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin 2007, S. 12

21 Vgl. Nohlen: Lexikon der Politikwissenschaft, S. 1088 - 1090

22 Nischler, Christiane: „Home-grown“ Terrorismus und Radikalisierungspotentiale in Deutschland: Hintergründe und präventive Ansätze aus polizeilicher Sicht; in: Kriminalpolizei, Zeitschrift der Gewerkschaft der Polizei, Ausgabe 2, 2009, S. 4

23 http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Staatsterrorismus.html (08.04.2011)

24 http://www.duden.de/suchen/dudenonline/Ismus (07.03.2015)

25 http://www.duden.de/rechtschreibung/Islamismus (07.03.2015)

26 http://www.duden.de/rechtschreibung/Salafismus (07.03.2015)

27 http://de.wikipedia.org/wiki/Dschihadismus (07.03.2015)

28 http://www.dw.de/der-dschihadismus- ein-deutsches-ph%C3%A4nomen/a- 17970824 (07.03.2015)

29 http://www.duden.de/rechtschreibung/Islamist (07.03.2015)

30 http://www.duden.de/rechtschreibung/Salafist (07.03.2015)

31 http://www.duden.de/rechtschreibung/Dschihadist (07.03.2015)

32 http://www.duden.de/rechtschreibung/Gotteskrieger (07.03.2015)

33 http://www.duden.de/rechtschreibung/Islam (07.03.2015)

34 http://www.verfassungsschutz.de/de/arbeitsfelder/af-islamismus- und-islamistischer-terrorismus/was-ist-islamismus/ salafistische-bestrebungen (07.03.2015)

35 http://www.duden.de/rechtschreibung/Dschihad (15.04.2015)

36 http://www.dw.de/das-islambild-in-den-medien/a-15429038 (13.12.2014)

37 http://www.goethe.de/ges/phi/prj/ffs/the/med/de6425408.htm (13.12.2014)

38 Hafez, Kai und Richter, Carola : Das Islambild von ARD und ZDF http://www.bpb.de/apuz/30402/das-islambild-von-ard-und-zdf?p=all (13.12.2014)

39 Ebenda

40 http://www.dw.de/das-islambild-in-den-medien/a-15429038 (13.12.2014)

41 Die Suche entsteht am 24.08.2014

42 http://www.spiegel.de/politik/ausland/motive-von-terroristen-er-kam- einfach-aus-dem-nichts-a-776090.html (27.04.2015)

43 http://www.sueddeutsche.de/politik/nach-dem-massaker-von-norwegen-wie- die-angst-vor-der-islamisierung-europa-bedroht-1.1125734 (15.04.2015)

44 Ein Artikel von Henryk M. Broder am 19.03.2010 verfügbar über : http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kein_grund1/

45 http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20008 (24.04.2015)

46 https://www.europol.europa.eu/sites/default/files/publications/te-sat2011.pdf (24.04.2015)

47 Holtman: Politik Lexikon, S. 684

48 Laqueur: the age of terrorism, S. 72

49 Vgl. Hoeps, Thomas: Arbeit am Widerspruch, Terrorismus in den deutschen Romanen und Erzählungen (1837 - 1992), Thelem bei w.e.b, Dresden, 2001, S. 28

50 Vgl. ebd.,S. 29

51 Ausführliche Infos zu diesen Attentaten: deutsches historisches Museum http://www.dhm.de/lemo/html/kaiserreich/innenpolitik/attentate/index.html (04.07.2011)

52 Vgl. http://www.dhm.de/lemo/html/kaiserreich/innenpolitik/ attentate/index.html (04.07.2011)

53 Vgl. http://www.frankfurt.frblog.de/mordfall-rumpff (14.06.2012)

54 Vgl. http://www.bpb.de/wissen/PV6F8H (11.07.2011)

55 Vgl.Ulrike Claudia Hofmann, Politische Morde (Weimarer Republik), in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: http://www.historisches-lexikon- bayerns.de/artikel/artikel_44327 (26.01.2010)

56 Vgl. http://www.studium-informatik.net/index.php/Wiki/Politische_Morde (19.03.2012)

57 http://www.dhm.de/lemo/html/nazi (03.03.2012)

58 Vgl. http://koepenicker-blutwoche.de/ (03.03.2012)

59 Verfügbar unter: http://www.glasnost.de/hist/ns/nazi2.html)15.07.2011)

60 Vgl. http://www.literaturkritik.de/buch/buchh/neu/Basisbib/Nationals/ LitdesExils.html (04.03.2012)

61 http://www.hamburg.de/innenbehoerde/linksextremismus/231390/ linksextre mistischer-terrorismus/ (27.04.2015)

62 Vgl.Schildt, Axel bei der Bundeszentrale für politische Bildung unter: http://www.bpb.de/publikationen/01120435875986503329341441939833,6,0, (25.11.2014)

63 Den Komplex der terroristischen Ereignisse durch die Terroristen der RAF im Herbst 1977 nennt man „Deutscher Herbst“. Siehe unter: http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Deutscher_Herbst.html(03.10.2011)

64 Vgl. Schildt, Axel bei der Bundeszentrale für politische Bildung unter: http://www.bpb.de/publikationen/01120435875986503329341441939833,6,0, Innere_Entwicklung_der_Bundesrepublik_bis_1989.html (08.09.2011)

65 Verfügbar unter: http://www.rafinfo.de/hist/kap12.php (06.03.2012)

66 Chronologie: Deutschland im Visier islamischer Terroristen verfügbar unter: http://www.focus.de/panorama/welt/kriminalitaet-chronologie-deutschland-im- visier-islamischer-terroristen_aid_663287.html (30.09.2011)

67 Vgl. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,649965,00.html (18.09.2009)

68 http://www.zeit.de/politik/2015-04/islamischer-staat-rueckkehrer- deutschland (24.04.2015)

69 Thomas Hoeps: Arbeit am Widerspruch. ‚Terrorismus‘ in deutschen Romanen und Erzählungen (1837-1992), Thelem bei w.e.b., Dresden 2001, S. 11.

70 Broder, Henryk M: kein Krieg, nirgends, Berlin Verlag, Berlin, 2002, S. 19

Ende der Leseprobe aus 151 Seiten

Details

Titel
Zur Darstellung des Terroristencharakters in Christoph Peters Roman "Ein Zimmer im Haus des Krieges"
Autor
Jahr
2015
Seiten
151
Katalognummer
V469720
ISBN (eBook)
9783668948631
ISBN (Buch)
9783668948648
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Der Autor dieser Arbeit ist kein Deutsch-Muttersprachler. Bitte haben Sie Verständnis für grammatikalische Fehler und Uneinheitlichkeiten im Ausdruck.
Schlagworte
darstellung, terroristencharakters, christoph, peters, roman, zimmer, haus, krieges
Arbeit zitieren
Ismael Khalifa (Autor), 2015, Zur Darstellung des Terroristencharakters in Christoph Peters Roman "Ein Zimmer im Haus des Krieges", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/469720

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