Englisch, zwar nicht die zahlenmäßig am häufigsten gesprochene Sprache, aber trotzdem das am weitesten verbreitete Kommunikationsmittel der Welt. Man könnte beinahe sagen, durch das Englische verständigt sich die Welt und wächst ein Stück weit näher zusammen. Egal ob Industrienation oder Entwicklungsland, überall trifft man auf die Weltsprache Englisch. In Schulen bereits wichtiger Bestandteil des Lehrplans, kann außerdem immer häufiger das Phänomen der Erwachsenenbildung in Bezug auf die englische Sprache beobachtet werden.
In folgendem Aufsatz, wird unter dem Aspekt der weltweiten Verbreitung der Sprache Irland als Beispiel herausgegriffen, um daran verschiedene Gesichtspunkte des Englischen im „Ausland“ zu untersuchen. Zunächst richtet sich der Blick auf die historischen Ereignisse, die zur Einführung des Englischen in die ursprünglich irische Sprache führten. Die sich aus dieser Verpflanzung ergebenden Varietäten, werden anschließend anhand von Phonetischen Untersuchungen erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wichtige historische Ereignisse
3. Irish English (IE)
3.1 Geschichtlicher Hintergrund
3.2 Träger wesentlicher Kennzeichen eines verpflanzten Englisch
4. Der Süden
4.1 Abgrenzung zum Norden
4.2 Zusammensetzung des heutigen Southern Hiberno-English
4.3 Vokale
4.3.1 Monophthonge
4.3.2 Diphthonge
4.4 Konsonanten
5. Gälisch
6. Schlussgedanke
7. Bibliographie
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die phonetischen Besonderheiten des Englischen in Irland, um die Auswirkungen der Verpflanzung einer Sprache auf ein bestehendes sprachliches System aufzuzeigen.
- Historische Einführung des Englischen in Irland
- Sprachlicher Einfluss des Irischen (Gälischen) auf das Englisch
- Phonetische Analyse: Vokalsystem und Monophthonge
- Phonetische Analyse: Diphthonge und Konsonanten
- Soziale Differenzierung und regionale Homogenität
Auszug aus dem Buch
3.2 Träger wesentlicher Kennzeichen eines verpflanzten Englisch
Vor allem in der Aussprache des heutigen IE sind die sprachlichen Erscheinungen des Frühneuenglischen noch lebendig. Dieses Phänomen wird in Fachkreisen colonial lag genannt.
Als weitere Besonderheit fehlt dem irischen Englisch eine auffällige regionale Gliederung. Hogan weist in diesem Fall speziell auf die „general uniformity of the English spoken in Ireland“ hin. Dafür ergibt sich aber in sozialer Hinsicht eine Differenzierung. IE wird vor allem in den unteren Schichten sehr ausgeprägt gesprochen, wohingegen die Mittelschicht in ihrer Sprechweise schon eher zur RP tendiert, obwohl es als allgemein als nicht erstrebenswert gilt reine RP zu verwenden.
Das heutige irische Englisch wurde aber nicht nur vom mittelalterlichen Englisch des 17. Jahrhunderts beeinflusst, sondern maßgeblich wirkte sich auch die Sprache der ‚Ur’-Bevölkerung, das (keltische) Irisch auf die IE aus. Erst in den letzten 150 Jahren hat sich der Sprachwechsel, das heißt der Übergang vom Irischen zur heutigen IE, vollzogen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die weltweite Bedeutung des Englischen dar und skizziert den Fokus auf Irland als Untersuchungsbeispiel für die sprachliche Entwicklung im Ausland.
2. Wichtige historische Ereignisse: Das Kapitel beschreibt den Prozess der Anglisierung Irlands von der normannischen Invasion 1169 bis zur Etablierung des Englischen als dominante Sprache durch politische und schulische Maßnahmen.
3. Irish English (IE): Hier werden die Ursprünge des irischen Englisch und seine Verankerung als Standardsprache für zahlreiche Varianten in der Region erläutert.
3.1 Geschichtlicher Hintergrund: Dieses Kapitel behandelt den geschichtlichen Werdegang des irischen Englisch, beginnend im 12. Jahrhundert bis zur Etablierung im 16./17. Jahrhundert.
3.2 Träger wesentlicher Kennzeichen eines verpflanzten Englisch: Es wird die Erhaltung frühneuenglischer Sprachmerkmale sowie der soziale Einfluss auf die Aussprache des heutigen irischen Englisch diskutiert.
4. Der Süden: Dieses Kapitel definiert das spezifische Hiberno-English und dessen Abgrenzung vom Standardenglisch.
4.1 Abgrenzung zum Norden: Das Kapitel analysiert die Sprachgrenzen zwischen Nordirland und dem Süden basierend auf phonetischen Untersuchungen.
4.2 Zusammensetzung des heutigen Southern Hiberno-English: Der Fokus liegt auf der Synthese aus dem mittelalterlichen Englisch des 17. Jahrhunderts und dem irischen Phonemsystem.
4.3 Vokale: Es wird die Anpassung des Vokalsystems bei der Interaktion zwischen Englisch und Irisch beschrieben.
4.3.1 Monophthonge: Detaillierte Darstellung der Probleme und Lösungen bei der Realisierung von Vokalen im irischen Kontext.
4.3.2 Diphthonge: Beschreibung der Variation und Anpassung der Diphthonge im Kontakt mit dem irischen Sprachsystem.
4.4 Konsonanten: Untersuchung der Unterschiede zwischen dem irischen Konsonantensystem und dem englischen sowie deren Auswirkungen auf die Aussprache.
5. Gälisch: Dieses Kapitel befasst sich mit dem Status und der historischen Rolle des Gälischen als irische Sprache.
6. Schlussgedanke: Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse über die Verdrängung der Muttersprache und die dauerhafte Etablierung des Englischen.
7. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Literaturquellen.
Schlüsselwörter
Irish English, Southern Hiberno-English, Gälisch, Phonetische Untersuchung, Sprachgeschichte, Anglisierung, Sprachwechsel, Monophthonge, Diphthonge, Konsonantensystem, Colonial Lag, RP, Sprachgrenze, Soziolinguistik, Irische Geschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert die historische Etablierung und die spezifischen phonetischen Merkmale des Englischen in Irland, insbesondere im Hinblick auf das Southern Hiberno-English.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten gehören die historische Entwicklung (Plantations, Sprachpolitik), der Einfluss des Irischen auf das englische Phonemsystem sowie die regionale und soziale Differenzierung der Sprache.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, den Prozess zu erläutern, wie das Englische ein bestehendes Sprachsystem (Gälisch) verdrängen konnte und wie die Sprecher das Englische an ihr eigenes phonetisches System angepasst haben.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse historischer und linguistischer Fakten sowie der phonetischen Gegenüberstellung des Southern Hiberno-English mit der Received Pronunciation (RP).
Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Anglisierung Irlands und eine systematische phonetische Analyse der Vokale und Konsonanten im irischen Englisch.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Irish English, Southern Hiberno-English, Gälisch, Phonemsystem, Sprachwechsel und historische Anglisierung definiert.
Wie unterscheidet sich die Aussprache im Southern Hiberno-English von der RP?
Die Arbeit zeigt, dass die Iren das englische Phonemsystem an das irische anpassten, etwa durch die Integration des „colonial lag“ oder spezifische Konsonantenverschiebungen, was zu einer Abweichung von der englischen Prestigenorm führt.
Welche Bedeutung hatte das Gälische für die Entwicklung des heutigen Englisch in Irland?
Das Irische prägte durch sein eigenes, komplexes Phonemsystem (mit 31 Konsonanten und spezifischen Palatalisierungen) die Art und Weise, wie die Bevölkerung die englische Sprache interpretierte und reproduzierte.
- Arbeit zitieren
- Susanne Weid (Autor:in), 2002, Die Englische Sprache in Irland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47054