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Der Friedensschluß zwischen Rom und Antiochos III. 188 v. Chr. in Apameia

Titel: Der Friedensschluß zwischen Rom und Antiochos III. 188 v. Chr. in Apameia

Hausarbeit , 2005 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Eike-Christian Kersten (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Aufstieg Roms zur Weltmacht kam mit der Verdrängung des Seleukidenherrschers Antiochos III. aus Kleinasien einen großen Schritt voran. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die Verhandlungen verliefen, die letztlich zum Frieden von Apameia führten und damit Rom die Ausdehnung seiner Macht nach Kleinasien ermöglichten, und wie diese vonstatten ging.

,,Die Ausführungen werden konsequent nach wissenschaftlichen Kriterien aus den Quellen und der Forschungsliteratur begründet. Dabei wird die Überlieferung nicht einfach wiedergegeben, sondern auch kommentiert und akzentuiert." (Dr. H.)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die erste Friedensinitiative des Antiochos’

3. Die zweite Friedensinitiative des Antiochos’

4. Der Waffenstillstand nach der Schlacht von Magnesia

5. Die Verhandlungen in Rom

6. Der Friede von Apameia

7. Die Entscheidungen der Zehnerkommission (decem legati)

8. Die Grenzziehung in Kleinasien

9. Die Vertragsfolgen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den diplomatischen und militärischen Prozess, der zum Frieden von Apameia im Jahr 188 v. Chr. führte, und analysiert die weitreichenden geopolitischen Folgen der seleukidischen Niederlage für Kleinasien sowie die damit verbundene Machtausdehnung Roms.

  • Diplomatische Friedensinitiativen von Antiochos III.
  • Die militärische Konfrontation und der Waffenstillstand nach der Schlacht von Magnesia.
  • Die Rolle der Zehnerkommission bei der Neuordnung Kleinasiens.
  • Die Auswirkungen der römischen Machtpolitik auf die lokalen Herrschaftsverhältnisse.
  • Die Analyse der Grenzziehungen und vertraglichen Einschränkungen für das Seleukidenreich.

Auszug aus dem Buch

4. Der Waffenstillstand nach der Schlacht von Magnesia

Nachdem diese zweite Friedensinitiative also erfolglos geblieben war, kam es zur Schlacht bei Magnesia am Syppholos, die für Antiochos im Desaster endete; seine Truppen erlitten schwere Verluste, zerstreuten sich und flohen, gleich ihren Feldherren Seleukos und Antiochos. Antiochos entschied, daß durch Frieden mehr zu gewinnen sei als durch eine Fortsetzung des Krieges, und sandte zunächst Musaios als Parlamentär, um um freies Geleit für die Unterhändler zu bitten. Dies wurde bewilligt, und so kamen Anfang 189 Zeuxis und Antipatros als Gesandte zu Publius. Nachdem sie sich vergewissert hatten, daß Eumenes nicht bestrebt sei, ihnen zu schaden, fragten sie den römischen Kriegsrat, zu welchen Bedingungen man Frieden schließen könne.

Da dieses Thema schon behandelt worden war, ließ man ihnen durch Publius sogleich eine Antwort zukommen: Die Römer seien nach einem Siege in ihren Bedingungen noch niemals härter geworden, es gälten noch dieselben Bedingungen wie vor der Schlacht. Insofern war Antiochos’ Kalkulation also aufgegangen, daß die Bedingungen nach einer Niederlage nicht schlechter sein würden. Die Bedingungen waren im einzelnen: Antiochos müsse seine europäischen Besitzungen und ganz Kleinasien bis zum Tauros abtreten und als volle Kriegsentschädigung 15 000 euböische Talente zahlen (500 sofort, 2500 nach Bestätigung des Friedensvertrages durch das Volk, den Rest innert zwölf Jahren, jährlich 1000). Zudem müsse er an Eumenes die rückständige Schuld von 400 Talenten zahlen und das fehlende Getreide aufgrund des Vertrages mit dessen Vater Attalos abliefern. Weiterhin müsse er den Karthager Hannibal, den Aetoler Thoas, den Arkananen Mnasilochos sowie Philon und Eubulides aus Chalkis ausliefern und zwanzig vom Konsul auf einer Liste bestimmte Geiseln stellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Ausgangslage ein, bei der der Aufstieg Roms zur Weltmacht durch die Verdrängung Antiochos’ III. aus Kleinasien entscheidend vorangetrieben wurde.

2. Die erste Friedensinitiative des Antiochos’: Das Kapitel behandelt den gescheiterten Versuch von Antiochos III., durch Friedensverhandlungen vor Beginn der großen römischen Invasion Zeit zu gewinnen und die Römer in Griechenland zu binden.

3. Die zweite Friedensinitiative des Antiochos’: Hier wird das Bemühen des Königs beschrieben, nach der Seeschlacht von Myonnesos durch weitreichende Zugeständnisse an Scipio Africanus den Krieg vor der endgültigen Unterwerfung zu beenden.

4. Der Waffenstillstand nach der Schlacht von Magnesia: Nach der entscheidenden Niederlage von Magnesia wird die diplomatische Aufnahme von Verhandlungen durch die Gesandten des Königs und die Diktierung der römischen Friedensbedingungen dargelegt.

5. Die Verhandlungen in Rom: Dieses Kapitel erläutert die Ankunft der verschiedenen Gesandtschaften in Rom, die dortigen strategischen Erwägungen des Senats gegenüber Eumenes von Pergamon und Rhodos sowie die offizielle Billigung des Friedens.

6. Der Friede von Apameia: Im Zentrum steht die förmliche Ratifizierung des Vertrages in Apameia, der sowohl die militärische Begrenzung des Seleukidenreichs als auch hohe finanzielle Reparationen festschrieb.

7. Die Entscheidungen der Zehnerkommission (decem legati): Beschrieben wird die Neuordnung Kleinasiens, bei der die Kommission den Verbündeten Roms, Pergamon und Rhodos, die eroberten Gebiete zuteilte.

8. Die Grenzziehung in Kleinasien: Eine Analyse der geographischen Bestimmungen der Grenze zwischen dem verbliebenen Seleukidenreich und dem römischen Einflussbereich anhand von Flüssen und Gebirgszügen.

9. Die Vertragsfolgen: Das Fazit der territorialen und machtpolitischen Schwächung des Seleukidenreiches, das von einer Großmacht zu einer Mittelmacht degradiert wurde.

Schlüsselwörter

Frieden von Apameia, Antiochos III., Römische Republik, Seleukidenreich, Kleinasien, Eumenes von Pergamon, Schlacht von Magnesia, Zehnerkommission, Expansionspolitik, Antike Diplomatie, Kriegskosten, Gebietsabtretungen, Scipio Africanus, Geopolitik, Hellenismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert den diplomatischen Prozess des Friedensschlusses von Apameia 188 v. Chr. und dessen Auswirkungen auf das Machtgefüge in Kleinasien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Friedensverhandlungen zwischen dem Seleukidenreich und Rom, die Rolle der römischen Verbündeten sowie die territoriale Neuordnung durch die Zehnerkommission.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Rom durch die Verdrängung des Antiochos III. seine Macht in Kleinasien festigte und welche diplomatischen sowie militärischen Mittel dabei zum Einsatz kamen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine quellenkritische Analyse antiker Geschichtsschreiber wie Polybios, Livius und Appian, ergänzt durch moderne historische Forschungsliteratur.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil behandelt chronologisch die verschiedenen Friedensinitiativen, die Schlacht von Magnesia, die römischen Vertragsverhandlungen und die konkrete Umsetzung der Gebietsverteilung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten beschreiben?

Zu den Kernbegriffen gehören der Friede von Apameia, die römische Expansion, das Seleukidenreich und die Neuordnung des hellenistischen Raums.

Welche Bedeutung kommt der "Zehnerkommission" in diesem historischen Kontext zu?

Die Kommission fungierte als ausführendes Organ des römischen Senats, um vor Ort in Kleinasien die Machtverhältnisse zugunsten der römischen Verbündeten zu ordnen und einen Pufferstaat zu schaffen.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit der auferlegten Friedensbedingungen?

Der Autor stellt fest, dass die Seleukiden zwar militärisch und finanziell stark geschwächt wurden, aber bestimmte Nebenbestimmungen des Vertrages in der Praxis später kaum noch konsequent durchgesetzt wurden.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Friedensschluß zwischen Rom und Antiochos III. 188 v. Chr. in Apameia
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Institut für Alte Geschichte)
Veranstaltung
Der Aufstieg Roms zur Weltherrschaft
Note
1,7
Autor
Eike-Christian Kersten (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
17
Katalognummer
V47215
ISBN (eBook)
9783638442107
ISBN (Buch)
9783638763936
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Friedensschluß Antiochos Apameia Aufstieg Roms Weltherrschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eike-Christian Kersten (Autor:in), 2005, Der Friedensschluß zwischen Rom und Antiochos III. 188 v. Chr. in Apameia, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47215
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Leseprobe aus  17  Seiten
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