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BREXIT. Rechtliche und wirtschaftliche Folgen für Großbritannien, Nordirland und die Republik Irland

Titel: BREXIT. Rechtliche und wirtschaftliche Folgen für Großbritannien, Nordirland und die Republik Irland

Masterarbeit , 2018 , 80 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sophie Reinhardt (Autor:in)

Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Auch wenn das Thema des Buches „Rechtliche und wirtschaftliche Folgen des Brexit für Großbritannien, Nordirland und der Republik Irland“ lautet, kommt die Ausarbeitung nicht umhin, sich auch mit dem Thema der zukünftigen Beziehung zwischen der EU und dem VK zu beschäftigen. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die Republik Irland unverändert nach dem Brexit Mitgliedstaat der EU bleibt, so dass die festzustellenden Folgen im Verhältnis zwischen der EU und dem VK auch unmittelbar im Verhältnis VK und Republik Irland gelten. Ergänzend kann dann nur noch festgehalten werden, wie sich durch eventuelle Sondervereinbarungen das Verhältnis zwischen dem VK und der Republik Irland wegen der Sonderangelegenheit Nordirland entwickeln könnte. Ebenso ist zu beachten, dass, wenn von „Großbritannien“ die Rede ist, dies geographisch sowohl England als auch Schottland und Wales einschließt, aber nicht explizit die schottische oder walisische Meinung bzw. Haltung gegenüber des Brexit widerspiegelt. Es wird immer von der Meinung der britischen Regierung unter Premierministerin May ausgegangen. Auf die genaueren Vorstellungen der Waliser oder Schotten bezüglich des Brexit wird nicht genauer eingegangen.

Im ersten Abschnitt der Arbeit wird auf die Beziehung zwischen Großbritannien, Irland und Nordirland eingegangen. In einem weiteren Abschnitt werden die rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchtet, die für einen erfolgreichen Ausstieg aus der EU maßgeblich sind. Auch der aktuelle Stand des Austrittverfahrens des Vereinigten Königreichs ist Teil der Darstellung. Im vierten Abschnitt wird zunächst die wirtschaftliche Abhängigkeit des Vereinigten Königreichs von den anderen EU-Mitgliedstaaten aufgezeigt und sodann speziell die wirtschaftliche Beziehung zu der Republik Irland. Darauf folgend wird in einem fünften Abschnitt auf die Bedeutung bilateraler Verträge zwischen dem Vereinigten Königreich und der Republik Irland, die neben den allgemein geltenden EU-Vorschriften gelten, eingegangen. Mögliche Änderungen in Folge des Brexit sind ebenfalls Gegenstand der Darstellung. Im sechsten Abschnitt werden Lösungsansätze vor dem Hintergrund der Historie und der geographischen Lage beschrieben. Im siebten Abschnitt werden zunächst verschiedene Handelsmodelle erklärt und ihre verschiedenen Vor- und Nachteile aufgezeigt. Danach folgt eine Einschätzung, inwiefern sich das jeweils vorgestellte Modell auf die Beziehung zwischen Nordirland, Irland und Großbritannien auswirken könnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Überblick

2.1 Situation bis zur Jahrtausendwende

2.2 Aktuelle Situation

3. Rechtliche Rahmenbedingungen des Brexit

4. Wirtschaftliche Situation bis zum Zeitpunkt des Brexit

4.1 EU-Mitgliedstaaten – Vereinigtes Königreich

4.2 EU-Mitgliedsland Republik Irland – Vereinigtes Königreich

5. Bilaterale Verträge zwischen Großbritannien, Nordirland und Irland

5.1 Common Travel Area (CTA)

5.1.1 Geltungsbereich

5.1.2 Mögliche Auswirkungen des Brexit auf die CTA

5.2 Karfreitagsabkommen (GFA)

5.2.1 Geltungsbereich

5.2.2 Mögliche Auswirkungen des Brexit auf das Karfreitagsabkommen

6. Lösungsansätze vor dem Hintergrund der Historie und der Geographie

6.1 Wiedervereinigung Irlands

6.2 Austritt Großbritanniens, Verbleib Nordirlands in der EU

6.3 Jeweilige Auswirkungen auf CTA und Karfreitagsabkommen

7. Weitere Lösungsansätze

7.1 Europäischer Wirtschaftsraum

7.1.1 Allgemein

7.1.2 Folgen des Brexit

7.1.3 Modell Norwegen

7.1.4 Auswirkungen auf CTA und GFA

7.2 Bilaterale Abkommen

7.2.1 Das Kanadische Modell

7.2.2. Das Schweizer Modell

7.2.3 Auswirkungen auf CTA und GFA

7.3 Andere Modelle

7.3.1 Modell Zollunion (Bsp. Türkei)

7.3.2 Modell „Welthandelsorganisation (WTO)“

7.3.3 Auswirkungen auf CTA und GFA

8. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der unter 6. und 7. vorgestellten Lösungsansätze

9. Fazit

10. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit analysiert die rechtlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen des Brexit für das Vereinigte Königreich unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Großbritannien, Nordirland und der Republik Irland, um mögliche Lösungsansätze für die Erhaltung der regionalen Stabilität zu evaluieren.

  • Historische Analyse der komplexen Beziehungen zwischen den Gebieten auf der irischen Insel.
  • Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen für den Austritt Großbritanniens aus der EU.
  • Evaluation verschiedener Handelsmodelle wie EWR, bilaterale Abkommen oder WTO-Regelungen.
  • Analyse der Auswirkungen des Brexit auf bilaterale Verträge wie die "Common Travel Area" und das "Karfreitagsabkommen".
  • Einschätzung der Erfolgsaussichten und politischen Machbarkeit verschiedener Lösungsstrategien.

Auszug aus dem Buch

5.1 Common Travel Area (CTA)

Innerhalb der EU zuzüglich einiger weiterer europäischer Staaten gibt es eine gemeinsame Reisezone, auch Schengen-Raum genannt. An den zwischenstaatlichen Grenzen gibt es seit der Einführung des Schengener Abkommens, das im Vertrag von Amsterdam 1997 umgesetzt worden ist, keine Grenzkontrollen (eingeschränkt lediglich durch die Flüchtlingswelle im Jahre 2016) mehr, dafür aber eine gemeinsame Visa-, Asyl- und Einwanderungspolitik. Des Weiteren haben sich alle Mitgliedstaaten des Schengenraums für eine Abschaffung der Binnengrenze ausgesprochen und bekennen sich somit zum freien Personen-, Kapital-, Dienstleistungs- und Güterverkehr.

Sowohl die Republik Irland als auch Großbritannien und Nordirland sind damals nicht dem EU-Schengen Raum beigetreten, sondern sind in der Common Travel Area (CTA) geblieben. Irland hatte sich damals gegen den Schengenraum und für die gemeinsame Reisezone entschieden, um Passkontrollen zwischen Irland und dem VK, vor allem zu Nordirland, zu vermeiden.

Diese Entscheidung wurde im Protokoll 19 TEU (Treaty on European Union) festgehalten. Demnach ist es dem Vereinigten Königreich und der Republik Irland gestattet, sich nicht am Schengener Abkommen zu beteiligen, es ist ihnen aber möglich, andere Bestimmungen anzunehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Anlass der Arbeit, das Brexit-Referendum von 2016 sowie die daraus resultierende politische und geographische Problematik für die Beziehungen zwischen Großbritannien, Nordirland und der Republik Irland.

2. Geschichtlicher Überblick: Dieses Kapitel arbeitet die jahrhundertelange konfliktgeladene Geschichte zwischen England und der Insel Irland auf und erläutert die Bedeutung des Karfreitagsabkommens für den Friedensprozess.

3. Rechtliche Rahmenbedingungen des Brexit: Hier werden die prozessualen Vorgaben für einen EU-Austritt nach Art. 50 EUV sowie die bisherigen Verhandlungsphasen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich analysiert.

4. Wirtschaftliche Situation bis zum Zeitpunkt des Brexit: Das Kapitel beleuchtet die tiefgreifende wirtschaftliche Verflechtung des Vereinigten Königreichs mit den EU-Mitgliedstaaten und speziell mit der Republik Irland.

5. Bilaterale Verträge zwischen Großbritannien, Nordirland und Irland: Es werden die zentralen bilateralen Abkommen, die "Common Travel Area" und das "Karfreitagsabkommen", auf ihre Verletzlichkeit durch den Brexit hin geprüft.

6. Lösungsansätze vor dem Hintergrund der Historie und der Geographie: Dieses Kapitel diskutiert extreme Szenarien wie die Wiedervereinigung Irlands oder einen Sonderstatus für Nordirland als Auswege aus der Brexit-Problematik.

7. Weitere Lösungsansätze: Hier werden verschiedene Handelsmodelle wie der EWR, das kanadische Modell, das Schweizer Modell sowie die WTO-Option auf ihre Auswirkungen für die Region untersucht.

8. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der unter 6. und 7. vorgestellten Lösungsansätze: Das Kapitel vergleicht die vorgestellten Modelle im Hinblick auf deren Tauglichkeit zur Aufrechterhaltung des Friedensprozesses und des freien Personenverkehrs.

9. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der untersuchten Modelle zur Sicherung der Beziehungen zwischen den betroffenen Ländern.

10. Ausblick: Der Ausblick erörtert die verbleibenden Unsicherheiten und die politische Komplexität der Ratifizierung im britischen Parlament.

Schlüsselwörter

Brexit, Vereinigtes Königreich, Republik Irland, Nordirland, Karfreitagsabkommen, Common Travel Area, Binnenmarkt, Zollunion, Friedensprozess, Handelsmodelle, Europäischer Wirtschaftsraum, EWR, EU-Austritt, Personenfreizügigkeit, Grenzkontrollen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen des Brexit mit einem speziellen Fokus auf die Auswirkungen auf die Region Nordirland, die Republik Irland und deren enge Beziehungen zu Großbritannien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören die historischen Hintergründe der irischen Frage, die rechtlichen Verfahren nach Artikel 50 EUV, bilaterale Verträge wie die "Common Travel Area" und das "Karfreitagsabkommen" sowie verschiedene Handelsmodelle nach einem EU-Austritt.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Lösungsansätze zu identifizieren, die den wirtschaftlichen Schaden minimieren und gleichzeitig den brüchigen Frieden sowie die Stabilität auf der irischen Insel nach dem Brexit sichern können.

Welche wissenschaftliche Methodik wird für die Bearbeitung genutzt?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Methodik, bei der historische Fakten, rechtliche Vertragsgrundlagen und aktuelle wirtschaftliche Daten ausgewertet werden, um die Auswirkungen verschiedener Handelsmodelle (EWR, Kanada-Modell etc.) auf die spezifische Region zu bewerten.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der wirtschaftlichen Abhängigkeiten, die Prüfung bestehender bilateraler Verträge auf ihre Krisenfestigkeit und die Bewertung von Handelsmodellen wie EWR, Zollunion oder WTO-Regeln hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Grenze zwischen Nordirland und Irland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Brexit, Nordirland, Karfreitagsabkommen, Common Travel Area, Binnenmarkt, Zollunion, Friedensprozess und bilaterale Handelsmodelle.

Warum ist die "Common Travel Area" für das Verständnis der Arbeit so wichtig?

Die "Common Travel Area" ist ein historisches bilaterales Abkommen, das den freien Personenverkehr ohne Passkontrollen zwischen Irland und dem Vereinigten Königreich ermöglicht. Die Arbeit analysiert, wie dieses Abkommen ohne EU-Mitgliedschaft in der jetzigen Form fortbestehen kann.

Welche besondere Bedeutung kommt dem Karfreitagsabkommen zu?

Das Karfreitagsabkommen ist die Grundlage für den Friedensprozess in Nordirland. Die Autorin untersucht, inwieweit der Brexit durch die mögliche Wiedereinführung von Grenzkontrollen die Umsetzung dieses Abkommens und damit den Frieden gefährden könnte.

Ende der Leseprobe aus 80 Seiten  - nach oben

Details

Titel
BREXIT. Rechtliche und wirtschaftliche Folgen für Großbritannien, Nordirland und die Republik Irland
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,7
Autor
Sophie Reinhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
80
Katalognummer
V487441
ISBN (eBook)
9783346006974
ISBN (Buch)
9783346006981
Sprache
Deutsch
Schlagworte
brexit rechtliche folgen großbritannien nordirland republik irland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sophie Reinhardt (Autor:in), 2018, BREXIT. Rechtliche und wirtschaftliche Folgen für Großbritannien, Nordirland und die Republik Irland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/487441
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Leseprobe aus  80  Seiten
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