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Mythos Frontier. Die europäische Besiedlung Amerikas und das "Westward Movement"

Titel: Mythos Frontier. Die europäische Besiedlung Amerikas und das "Westward Movement"

Seminararbeit , 2015 , 27 Seiten , Note: 2

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit dem ersten Thema "Mythos Frontier" gibt diese Arbeit einen Überblick über die Amerikanische Geschichte und deren Folgen für die Politik und Menschheit im Mittleren Westen. Es wird erläutert, wieso Amerika das Land ist, das es heute ist und wie das Handeln im heutigen Amerika geprägt wurde und immer noch wird. Zu Beginn erfolgt ein historischer Exkurs der Kolonialisierung Nordamerikas und der vorhergehenden Entdeckung der neuen Welt von Christoph Kolumbus. Im Anschluss wird der Begriff "Frontier" etwas genauer unter die Lupe genommen und definiert. Darauf folgt eine Darstellung des "Westward Movement" in den damals neu gegründeten vereinigten Staaten, unter anderem mit Hinblick auf das Manifest Destiny und den Eisenbahnbau.

Im zweiten Teil der Arbeit wird die Frontier Debatte von Frederick Jackson Turner genauer betrachtet, auf deren Ursprung die Recherchen basieren. Hier wird auf Turners Definition der Frontier und seine Gründe, warum die Frontier einen nachhaltigen Eindruck auf das Amerikanische Denken hatte, eingegangen. Erörtert werden hier die soziale und wirtschaftliche Evolution an der Frontier, nationalisierende Effekte der West-Expansion, sowie Barrieren der Frontier-Expansion und Unterkategorien der Frontier. Danach folgt eine Kritik an Turners These, in der einige Merkmale, wie die Vernachlässigung der Frauen, eine rassistische Sichtweise und Nichtbeachtungen der demographischen Veränderungen, analysiert werden. Der Zusatz Mythos soll noch einmal genau vor Augen führen, wieso das, was Turner schreibt, nicht alles für bare Münze gehalten werden kann und trotz allem wohl ein Mythos bleibt. Abschließend werden der Wandel des Frontier-Begriffes und aktuelle Diskurse thematisiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Exkurs: Die Kolonialisierung Nordamerikas

2.1 Vorgeschichte

2.2 Die Kolonialisierung Nordamerikas und Unabhängigkeit der vereinigten Staaten

3. Die Frontier in der Geschichte Nordamerikas

3.1 Bedeutung des Begriffes Frontier

3.2 Westward Movement

3.2.1 Die Manifest Destiny

3.2.2 Die Rolle des Eisenbahnbaus

3.2.3 Die Indianerkriege

3.2.4 Der Umgang mit der Wildnis, Romantisierung des Westens

3.2.5 Der Homestead Act 1863

3.3 Sklaverei in den Kolonien Nordamerikas und Bürgerkrieg

4. Frontier-These und Kritik

4.1 Die Frontier-These

4.1.1 Turners Frontier-Definition

4.1.2 Die Barrieren der Frontier-Expansion

4.1.3 Die soziale und wirtschaftliche „Evolution“ am Grenzgebiet

4.1.4 Unterkategorien der Frontier

4.1.5 Nationalisierende Effekte der Expansion

4.1.6 Intellektuelle Merkmale durch die Frontier-Erfahrung

4.2 Die Kritik an der Frontier-These

4.2.1 Die ethnozentrische, rassistische und nationalistische Sichtweise

4.2.2 Vernachlässigung der Frauen

4.2.3 Nichtbeachtung der demographischen Veränderungen

4.2.4 Fragliche Demokratisierungseffekte der „Frontier“

4.2.5 Der Zusatz „Mythos“

5. Aktuelle Frontier Diskurse und Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den „Mythos Frontier“ und dessen Bedeutung für die US-amerikanische Geschichte, Identität und Politik. Ziel ist es, die historische Entwicklung der Besiedlung Nordamerikas und die damit verbundene Frontier-These von Frederick Jackson Turner kritisch zu hinterfragen und zu bewerten.

  • Historischer Kontext der Kolonialisierung und Unabhängigkeitswerdung der USA.
  • Analyse des Westward Movements und wesentlicher Begleitphänomene wie Manifest Destiny und Indianerkriege.
  • Detaillierte Untersuchung von Turners Frontier-These und deren theoretische Kernelemente.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Frontier-Theorie hinsichtlich Rassismus, Geschlechterrollen und Demographie.
  • Übertragung des Frontier-Begriffs auf moderne Diskurse und aktuelle globale Herausforderungen.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Turners Frontier-Definition

Des Weiteren differenzierte Turner die Bedeutung des Begriffes „Frontier“ im amerikanischen Kontext von seiner Bedeutung in Europa: Anders als in Europa, wo eine Grenze in der Regel zwischen zwei Nationen besteht, beschreibt die „Frontier Linie“ in Amerika eine äußerste Grenze zwischen Zivilisation und freiem, unberührtem Land. Generell ist der Frontier-Begriff in Turners Essay sehr vage und in seiner Definition eine überaus dehnbare Bezeichnung eines Grenzgebiets und bedarf ihm zufolge im Rahmen seiner These keiner exakten Erklärung (TURNER, 1963: 29). Demnach war die „Frontier“ nichts Messbares und nichts, was man eindeutig anhand von Zahlen oder Daten exakt räumlich bestimmen könnte. Sie ist vielmehr ein ungefährer Bereich, dem sich Turner vor allem durch wissenschaftliche Untersuchungen widmen und sich von der Auffassung der Grenze rein als Ort von Grenzkriegen trennen wollte (a.a.O.:28). Lediglich das Zensus-Büro, welches bereits in Hebels Zitat (2008: 320) erwähnt wurde, gab eine Definition von besiedeltem Land vor: es muss eine Dichte von mindestens zwei Menschen pro Quadratmeile erreicht worden sein (TURNER, 1963: 28f.). Anzumerken ist dabei, dass dieser Definition keine nachvollziehbare Begründung folgt, sondern willkürlich gewählt zu sein scheint.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema „Mythos Frontier“ ein und gibt einen Überblick über die geplante Analyse der amerikanischen Geschichte sowie der kritischen Auseinandersetzung mit der Turner-These.

2. Historischer Exkurs: Die Kolonialisierung Nordamerikas: Dieses Kapitel behandelt die Anfänge der Entdeckung und Besiedlung Nordamerikas durch europäische Mächte sowie den Prozess, der zur Unabhängigkeit der 13 Kolonien führte.

3. Die Frontier in der Geschichte Nordamerikas: Hier werden zentrale Aspekte des Westward Movements beleuchtet, darunter die Doktrin Manifest Destiny, der Eisenbahnbau, die Indianerkriege und die Auswirkungen des Homestead Act.

4. Frontier-These und Kritik: Dieser Hauptteil analysiert Frederick Jackson Turners Frontier-These und unterzieht sie einer fundierten kritischen Prüfung in Bezug auf gesellschaftliche, politische und demographische Aspekte.

5. Aktuelle Frontier Diskurse und Schluss: Das Abschlusskapitel abstrahiert den Frontier-Begriff auf moderne globale Herausforderungen wie den Weltraum oder technische Entwicklungen und zieht ein Fazit.

Schlüsselwörter

Frontier, Frederick Jackson Turner, USA, Besiedlung, Westward Movement, Manifest Destiny, Kolonialismus, Indianerkriege, Frontier-These, amerikanische Identität, Historie, Rassismus, Mythos, Expansion, Zivilisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem „Mythos Frontier“ und wie dieser die amerikanische Geschichte und das Selbstverständnis der USA geprägt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die historische Kolonialisierung, das Westward Movement, die Theorie von F.J. Turner und die kritische Reflexion dieser These.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die historischen Fakten der US-Besiedlung den idealisierten Vorstellungen der Turner-These gegenüberzustellen und deren Verzerrungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die zentrale historische und theoretische Werke zur Frontier-Debatte und zur amerikanischen Geschichte auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen Grundlagen (Westward Movement) sowie die detaillierte Darstellung und anschließende Kritik an der Frontier-These (rassistische Sichtweise, Frauenrolle etc.) erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Frontier, Westward Movement, Manifest Destiny, Turner-These, Kolonialisierung und amerikanische Identität.

Inwiefern spielt der „Mythos“ eine Rolle für das Verständnis der Arbeit?

Der „Mythos“-Zusatz verdeutlicht, dass Turners Theorie als vereinfachte und ideologisch gefärbte Sichtweise zu betrachten ist, die komplexe historische Prozesse ausblendet oder verzerrt.

Warum wird die Rolle der Frauen in der Arbeit besonders hervorgehoben?

Die Arbeit thematisiert die Vernachlässigung der Frauen bei Turner, um aufzuzeigen, wie einseitig der historische Blickwinkel auf die Frontier-Expansion in der ursprünglichen These war.

Wie lässt sich der Frontier-Begriff auf die heutige Zeit übertragen?

Im letzten Kapitel wird der Begriff von einer geografischen Grenzlinie auf abstrakte Herausforderungen wie technologischen Fortschritt oder globale Krisen ausgeweitet.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mythos Frontier. Die europäische Besiedlung Amerikas und das "Westward Movement"
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Geographisches Institut)
Veranstaltung
Seminar zum Großen Geländeseminar: USA
Note
2
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
27
Katalognummer
V489398
ISBN (eBook)
9783346176967
ISBN (Buch)
9783346176974
Sprache
Deutsch
Schlagworte
USA Frontier Mythos Myth Besiedlung Amerikas Westward Movement Seminar Paper FAU Geschichte History Geländeseminar Amerika Demographie Bevölkerungsentwicklung American Studies Amerikanistik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2015, Mythos Frontier. Die europäische Besiedlung Amerikas und das "Westward Movement", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489398
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Leseprobe aus  27  Seiten
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