Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics for the subject German - Literature, Works

Über "Der Erlkönig "von Johann Wolfgang Goethe. Eine Interpretation

Title: Über "Der Erlkönig "von Johann Wolfgang Goethe. Eine Interpretation

Presentation (Elaboration) , 2017 , 7 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julia Hübner (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Arbeit untersucht die Ballade "Der Erlkönig" von Johann Wolfgang von Goethe (1782). Die Ballade beschreibt den nächtlichen Ritt eines Vaters mit seinem kranken Sohn. Das Kind glaubt den Erlkönig zu sehen der ihn mitnehmen will. Der Junge ist sehr verängstigt. Der Vater seinerseits versucht ihn immer wieder zu beruhigen. Er reitet so schnell er kann um den heimischen Hof zu erreichen. Das Kind stirbt jedoch vorher.

Johann Wolfgang von Goethe schrieb seine Ballade „der Erlkönig“ für die Komödie „Die Fischerin“, ein Singspiel. In diesem Stück sang die Hauptfigur die Ballade während der Ausübung ihrer Arbeit. Als Inspiration diente Goethe eine Begebenheit von der er während seines Aufenthalts in Jena Kenntnis erlangte. Ein wohlhabender Landwirt brachte sein einziges und erkranktes Kind zu einem berühmten Mediziner nach Jena. Nachdem dieser dem Kind nicht helfen konnte machte sich der Vater wieder auf den Rückweg. Das Kind starb während dieser Reise. Ein weiterer Ideengeber war Johann Gottfried Herder. Er übertrug die dänische Volksballade „Erlkönigs Töchter“ ins Deutsche. Dabei machte er den Fehler, das dänische Wort „ellerkonge“ mit „Erlkönig“ statt mit „Elfenkönig“ zu übersetzen. Bei der Konzeption seiner Ballade folgte Goethe diesem Übersetzungsfehler.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zum Inhalt

2. Zur Entstehungsgeschichte

3. Zur Ballade

4. Die Form

5. Die Sprache

5.1 Alliteration

5.2 Anapher

5.3 Wiederholung

5.4 Direkte Anrede

5.5 Fragesätze

5.6 Zeitenwechsel

5.7 Es gibt drei Ebenen

6. Der Spannungsaufbau

7. Die Elemente der Steigerung

7.1 Die Zahl 3

8. Die Interpretation

8.1 Der Erlkönig als Fieberphantasie

8.2 Der Erlkönig als Personifikation

8.3 Zum Vater-Sohn-Erlkönig Dreieck

8.4 Die magische Zahl 3

Zielsetzung und Themen der Analyse

Die vorliegende Arbeit bietet eine detaillierte literaturwissenschaftliche Untersuchung von Johann Wolfgang von Goethes Ballade „Der Erlkönig“. Ziel ist es, die narrative Struktur, die sprachlichen Stilmittel und die tiefere symbolische Bedeutung der Figurenkonstellation zu analysieren, um das Werk in seinem literarischen Kontext des Sturm und Drang einzuordnen.

  • Entstehungsgeschichte und biographische Hintergründe der Ballade.
  • Formale Analyse von Reimschema, Rhythmus und melodischer Struktur.
  • Einsatz rhetorischer Stilmittel wie Alliteration, Anapher und direkter Anrede.
  • Spannungsaufbau durch den Wechsel von Dialogen und Monologen.
  • Interpretationsansätze zur Figur des Erlkönigs als Personifikation des Todes oder Fieberfantasie.

Auszug aus dem Buch

Der Erlkönig als Personifikation

Der Erlkönig (=Elfenkönig) ist eigentlich eine Gestalt der Sagen und Märchenwelt. In Goethes Ballade übernimmt er die Rolle des personifizierten Todes. Im Zuge des Sterbeprozesses erscheint der Erlkönig/der Tod dem Kind und versucht es mittels süßer und schmeichelnder Worte in sein Reich zu locken. Mit seinen Verführungsversuchen möchte der Erlkönig dem Kind die Angst vor dem Sterben nehmen und ihm das loslassen von seinem irdischen Sein erleichtern.

Doch das Kind wehrt sich und will viel lieber bei seinem Vater bleiben. Das Kind will noch nicht sterben und nicht mit dem Tod gehen. Es klammert sich mit all seiner Kraft an seinen Vater. Der Erlkönig/der Tod kann daraufhin seine Ungeduld nicht mehr zügeln und droht dem Kind Gewalt an. Er ist besessen von der Schönheit und der Unschuld des Knaben. Explizit hat es ihm die Gestalt des Kindes angetan. Der Erlkönig/der Tod möchte den Jungen unbedingt in seinem Reich und somit ganz nah bei sich haben. Er hat sich in das Kind verliebt und die Gestalt des Knaben reizt ihn. Man gewinnt den Eindruck dass der Erlkönig/der Tod ein sexuelles Interesse an dem Kind hat.

Zusammenfassung der Kapitel

Zum Inhalt: Die Ballade erzählt die tragische Geschichte eines Vaters, der nachts mit seinem kranken Kind durch den Sturm reitet, während das Kind in Fieberfantasien den Erlkönig zu sehen glaubt.

Zur Entstehungsgeschichte: Goethe verfasste das Werk für die „Fischerin“ unter dem Einfluss eines realen Unglücksfalls und eines Übersetzungsfehlers Herders bezüglich der dänischen Vorlage.

Zur Ballade: Das Werk markiert den Übergang zu naturmagischen Balladen und stellt die rationale Welt des Vaters der fantastischen, bedrohlichen Welt des Kindes gegenüber.

Die Form: Die Ballade nutzt acht Strophen im Paarreim, wobei Rhythmus und Versbau die zunehmende innere Unruhe des Kindes widerspiegeln.

Die Sprache: Goethe setzt gezielt Stilmittel wie Alliterationen und Anaphern ein, um die Verführungsreden des Erlkönigs und das Wechselspiel zwischen Vater und Sohn zu unterstreichen.

Der Spannungsaufbau: Die Handlung steigert sich durch die wechselseitigen Dialoge und die zunehmende Bedrohlichkeit der Erlkönig-Monologe bis hin zum Tod des Kindes am Ende.

Die Elemente der Steigerung: Das Motiv der Zahl 3 dient als strukturgebendes Element der Steigerung, sowohl durch die Versuche des Vaters zu trösten als auch durch die Anreden des Erlkönigs.

Die Interpretation: Die Ballade wird als Kampf zwischen Leben und Tod gedeutet, wobei der Erlkönig sowohl als Fieberfantasie als auch als Personifikation des Todes fungiert.

Schlüsselwörter

Erlkönig, Johann Wolfgang von Goethe, Ballade, Sturm und Drang, Naturmagie, Personifikation, Tod, Fieberfantasie, literarische Analyse, Reimschema, Vater-Sohn-Konflikt, Symbolik, Volksdichtung, Stilmittel, Metaphorik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die berühmte Ballade „Der Erlkönig“ von Johann Wolfgang von Goethe unter literarischen, formalen und inhaltlichen Gesichtspunkten.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentrale Themen sind die Entstehungsgeschichte des Werks, der Einsatz von sprachlichen Stilmitteln sowie die Interpretation der düsteren Symbolik in einer naturmagischen Ballade.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die Offenlegung der dramaturgischen Struktur und der Bedeutungsebenen, die den Kampf zwischen dem rationalen Vater und dem vom Tod bedrohten, phantasiebegabten Kind prägen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es erfolgt eine werkimmanente Interpretation unter Einbeziehung biographischer Kontexte und einer Analyse der formalen Gestaltungsmittel wie Reim, Rhythmus und rhetorischer Figuren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die formale Analyse der Strophen, die Sprachanalyse, den Spannungsaufbau und verschiedene Interpretationsansätze zur Figurenkonstellation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Analyse?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Naturmagie, Personifikation, Fieberfantasie, Balladenform und die Symbolik der magischen Zahl 3 aus.

Wie lässt sich der Konflikt zwischen Vater und Kind interpretieren?

Der Konflikt ist ein Kampf zwischen dem rationalen Festhalten am Leben (Vater) und der unvermeidlichen, durch Fieberwahn oder übernatürliche Kräfte induzierten Hinwendung zum Tod (Kind).

Welche Rolle spielt die „Zahl 3“ innerhalb der Ballade?

Die Zahl 3 dient als strukturelles Steigerungselement; sowohl der Vater als auch der Erlkönig versuchen in jeweils drei Redegängen, das Kind von ihrer jeweiligen Sichtweise zu überzeugen.

Warum wird der Erlkönig im Text als potenzielle Fieberfantasie gedeutet?

Da das Kind schwer krank ist, wird argumentiert, dass die Visionen eine psychologische Reaktion auf das Fieber sind, wobei der Name des Erlkönigs dem Kind bereits aus häuslichen Erzählungen bekannt sein könnte.

Excerpt out of 7 pages  - scroll top

Details

Title
Über "Der Erlkönig "von Johann Wolfgang Goethe. Eine Interpretation
Grade
1,0
Author
Julia Hübner (Author)
Publication Year
2017
Pages
7
Catalog Number
V490844
ISBN (eBook)
9783668959620
ISBN (Book)
9783668959637
Language
German
Tags
erlkönig johann wolfgang goethe eine interpretation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Hübner (Author), 2017, Über "Der Erlkönig "von Johann Wolfgang Goethe. Eine Interpretation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490844
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  7  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint