Die Zuckerreduzierung in Deutschland

Wirtschaftlich-politische Maßnahmen für den Verbraucherschutz


Facharbeit (Schule), 2018
31 Seiten, Note: 1

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Inhalt

1. Einleitung

2. Beteiligte und deren Interessen/Verantwortung
2.1 Die Lebensmittelindustrie
2.2 Verbraucher
2.3 Gesundheitssystem und Politik

3. Möglichkeiten zur Zuckerreduzierung
3.1 Wirtschaftlich-politische Richtlinien
3.1.1 Vorschriften für Schul- und Kitaessen
3.1.2 Werbeverbote
3.1.3 Zuckersteuer
3.2 Informierende Maßnahmen
3.2.1 Vorschriften für Verpackungen
3.2.2 Förderung von Ernährungsbildung
3.3 Selbstverpflichtungen der Lebensmittelindustrie

4. Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

1. Einleitung

In westlichen Ländern treten immer häufiger Zivilisationskrankheiten wie Fettleibigkeit und die daraus folgende Diabetes auf. Betroffene dieser Krankheiten leiden beispielsweise unter sozialer Isolierung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Rücken- und Gelenkproblemen[1].

Den Grund dafür sehen Experten immer häufiger in unserem Zuckerkonsum. Dieser liegt in Deutschland bei circa 36 kg pro Jahr pro Mensch[2]. Empfohlen wird allerdings ein viel geringerer Wert von ungefähr 9 kg[3] laut der WHO[4].

Dieser übermäßige Konsum schadet auch der Wirtschaft: 48.000.000.000.000 € werden allein auf Grund von Diabetes jährlich in Deutschland ausgegeben[5].

Fatalerweise wissen viele Verbraucher nichts von der Schädlichkeit von Zucker und denken, dass man bei einer gesunden Ernährung hauptsächlich auf fettarme Kost achten sollte. Sie bezahlen viel Geld für vermeintlich gesunde Produkte oder müssen hohe Arztkosten auf sich nehmen und trotzdem ändert sich nichts an ihrer Lage, da die eigentliche Ursache ihres Übels in ihrem Zuckerkonsum liegt.

Auch mir war lange nicht bewusst, dass Zucker ungesund ist, und man nicht zu viel davon essen sollte; allerdings hatte ich keine Ahnung davon, wie extrem die Auswirkungen des übermäßigen Zuckerkonsums wirklich sein können, wo überall versteckter Zucker enthalten ist und wie die Industrie dessen Wirkung missbraucht, um den Verbraucher zu mehr Konsum zu verleiten. All dies erfuhr ich erst, als ich mich etwas genauer mit meiner eigenen Ernährung befasste.

Plötzlich wurde mir klar, auf welches kontroverse Problem ich bei meinen Recherchen gestoßen war und ich wollte mich intensiver mit diesem Thema im Rahmen einer Seminararbeit beschäftigen. Meine Leitfrage wird sein, inwiefern die deutsche Politik den Zuckerkonsum reduzieren sollte. Ich werde dies im Spannungsfeld zwischen Übergriff in die Privatsphäre und Pflicht zum Schutz der Verbraucher untersuchen und dabei wie folgend vorgehen:

Als erstes möchte ich die Beteiligten (sogenannte Stakeholder) und deren Interessen benennen: Wer produziert, wer konsumiert und wer reguliert Zucker? Gerade in der Politik ist Zucker ein viel diskutiertes Thema. Politiker stehen bei dem Entschluss von Entscheidungen oft zwei widersprüchlichen Interessen gegenüber und müssen einen Kompromiss finden. Genau dort möchte ich untersuchen, ob diese Kompromisse wirklich zum Wohl der Verbraucher gefällt werden, oder ob die Politiker eher aus wirtschaftlichem Interesse handeln.

Nach der Findung der Stakeholder möchte ich einige Methoden untersuchen, deren Ziel es ist, den Zuckerkonsum zu senken. Dabei werde ich auf die Aspekte eingehen, inwiefern diese eine Zuckerreduzierung bewirken würden und auf welche Kosten der Zucker reduziert würde. Gerade bei der Kostenfrage will ich überprüfen, ob und wie die obengenannten Stakeholder auch zur Verantwortung gezogen werden können. Außerdem möchte ich hierbei die Wirkungsweise von Zucker berücksichtigen. Zum Beispiel ist Zucker einerseits für viele lebensmitteltechnologische Vorgänge unvermeidbar, andererseits beeinträchtigt Zucker das Sättigungsgefühl.

Natürlich ist mir bewusst, dass eine gesunde Ernährungsweise mehr bedeutet, als nur den Zucker zu reduzieren. Auch beispielsweise zu hoher Salz- und/oder Alkoholkonsum oder mangelnde Bewegung führen zu drastischen Problemen.

Doch all diese Aspekte zu berücksichtigen würde den Rahmen dieser Seminararbeit sprengen.

Meine Materialgrundlage werden Bücher wie „das Salz-Zucker-Fett Komplott“ von Michael Moss sowie „Garantiert Gesundheitsgefährdend“ von Hans-Ulrich Grimm sein. Außerdem werde ich Umfragen durchführen, in denen ich die Meinungen von Verbrauchern zu ausgewählten Methoden zur Zuckerreduktion erfasse.

2. Beteiligte und deren Interessen/Verantwortung

2.1 Die Lebensmittelindustrie

Die Lebensmittelindustrie produziert Zucker und führt ihn den Nahrungsmitteln zu. Zucker ist in sehr vielen von ihren Produkten: Würde man aus einem Supermarkt die Zucker enthaltenden Lebensmittel entfernen, so müssten ca. 70% des Sortiments aussortiert werden[6]. Warum ist Zucker weiterhin in vielen Produkten zu einem so großen Anteil?

Zum einen mundet ein Produkt, zumindest bis zu einem bestimmten Punkt, dem sogenannten Blisspoint/Glückspunkt, dem Verbraucher umso besser, je mehr Zucker in ihm enthalten ist. Wird über den Wert des Blisspoints mehr Zucker hinzugeführt, so schmeckt das Produkt dem Verbraucher weniger gut. Verbraucher scheinen nahezu süchtig nach Zucker zu sein, solange dieser nicht den Glückspunkt überschreitet; denn Zucker spricht im Gehirn dieselben Belohnungszentren an wie beispielsweise Kokain[7]. Dieses Glücksgefühl verleitet den Verbraucher dazu, ein Produkt, welches viel Zucker enthält, öfter und in größeren Mengen zu kaufen.

Zweitens sind Zucker und seine Eigenschaften bei vielen lebensmitteltechnologischen Vorgängen von immenser Bedeutung: In Frühstücksflocken sorgt Zucker zum Beispiel für eine ansehnliche Farbe, das berühmte „Knuspergefühl“ und die gewünschte Konsistenz[8]. Auch bei Süßigkeiten ist Zucker bedeutend für das Herstellungsverfahren und gibt ihnen ihre Textur beziehungsweise lässt Nahrungsmittel kristallisieren. Brot würde ohne Zucker eher wie ein Cracker oder Keks aussehen, platt und flach sein und keine typische Karamellfärbung haben[9]. Es fand sich kein Stoff, der die Eigenschaften des Zuckers übernehmen konnte.

Zucker hat unter anderem eine konservierende Wirkung und macht Nahrungsmittel somit länger haltbar[10]. Verbraucher kaufen lieber Lebensmittel ein, die ein längeres Haltbarkeitsdatum haben. Außerdem kann im Bereich der Logistik Geld gespart werden, da die Nahrungsmittel auch bei höheren Temperaturen gelagert bzw. geliefert werden können.

Außerdem ist Zucker ein relativ preiswertes Nahrungsmittel. Die Konzerne können andere teure Zutaten entfernen und stattdessen Zucker hinzufügen, ohne dass es im Geschmack auffällt. So enthalten zum Beispiel viele Tomatensaucen weniger teurere Tomaten aber dafür günstigeren hinzugesetzten Zucker und Wasser.

Geoffry Bible, ehemaliger Geschäftsführer von Philip Morris (ein Konzern der nicht nur Zigaretten, sondern auch Lebensmittel herstellt), ist der Meinung, dass die Lebensmittelindustrie nicht verantwortlich für den hohen Zuckerkonsum ist. Die ungesunde Nährwertzusammenstellung rechtfertigt er so: „Das ist eben das, was der Verbraucher will. Wir zwingen ihn nicht mit vorgehaltener Waffe dazu, es zu essen. Es ist das, was sie wollen. Wenn wir ihnen weniger bieten, kaufen sie weniger und die Konkurrenz nimmt unseren Platz ein.“[11]. Die Nahrungsmittelkonzerne überlassen die Entscheidungen über die Zusammensetzung ihrer Produkte den Präferenzen der Verbraucher. Dies tun sie, obwohl sie genau wissen, welche Schäden ihr Produkt bei welchem Verzehr hervorrufen kann.

Andererseits: Selbst, wenn ein Konzern seine Zusammensetzung positiv verändert, hat das nicht unbedingt einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der Bürger, da auf Grund des wirtschaftlichen Prinzips der Konkurrenz weitere Produkte auf dem Markt sind, die eine ähnliche Zusammensetzung (zum gleichen Preis) besitzen, von Verbrauchern als leckerer empfunden werden und dann mehr gekauft werden.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass das Ziel der Lebensmittelindustrie Gewinn-Maximierung ist. Die Konzerne erreichen, zumindest solange es keine einheitlichen Richtlinien gibt, dieses Ziel optimal, wenn sie ihre Produkte möglichst nah am Blisspoint gestalten.

2.2 Verbraucher

Die Verbraucher konsumieren den Zucker. Sie haben sich eigenständig dafür entschieden, ihn zu kaufen. In Supermärkten wird ihnen eine große Anzahl an vielfältigen Produkten zur Auswahl gestellt. Sollte es also nicht das Recht eines jeden einzelnen Bürgers sein, selbst zu wählen, was er isst?

Jedem gehört sein Körper und jeder darf allein über ihn entscheiden, wie er mag. Denn der Bürger selbst ist der einzige, der Leid trägt, wenn er seinem Körper damit schadet.

Dies scheint im Kern eine richtige These zu sein, allerdings gibt es zunehmend mehr Kritiker, die behaupten, im Bereich des Zuckerkonsums sei das Modell des mündigen Verbrauchers nicht bzw. nur teilweise umsetzbar. Ich werde nun einige ihrer Argumente nennen und sie hinterfragen.

Erstens seien Kinder nicht dazu in der Lage, die Konsequenzen ihres Handelns vollständig zu begreifen. Sie seien erst später kompetent, um Verantwortung zu übernehmen und werden sich vermutlich erst in ihrer Jugend über mögliche Folgen ihres Tuns bewusstwerden.

Die Kritiker betrachten es als verantwortungslos, diese Kinder einem Umfeld auszusetzen, in welchem sie ständig von Süßem umgeben sind, ohne dass sie verstehen, welchen Schaden diese Nahrungsmittel für sie haben können. Sie kritisieren, dass extra für diese Kinder Werbung entwickelt werde, um sie beispielsweise mit Comicfiguren und Computerspielen dazu zu verleiten, ihre Eltern zu überreden, ihnen Süßes zu kaufen. Somit werden Kinder schon früh daran gewöhnt, nur gesüßte Produkte zu konsumieren.

Aber ist es denn die Aufgabe der Politik, Kinder vor diesen und weiteren Gefahren zu bewahren? Oder sind die Eltern dafür verantwortlich, ihre Kinder vor Gefahren zu schützen? Haben sie sich nicht dazu verpflichtet ihre Kinder großzuziehen, bis diese selbst in der Lage sind, sich selbst vor Gefahren zu bewahren?

Nun stellt sich jedoch heraus, dass es in Deutschland 30.000 Diabeteserkrankte gibt, die noch unter 19 Jahre alt sind[12]. Zeigt diese Zahl nicht, dass die Verbraucher unfähig sind, ohne Hilfe der Politik ihre Kinder vor übermäßigem Zuckerkonsum zu bewahren?

Meines Erachtens ist die Lebensmittelindustrie mitschuldig an der zunehmenden Adipositas im Kindesalter; Denn sie investieren täglich Ressourcen, um Kinder für einen Zuckerkonsum zu begeistern und viel zu übersüßte Produkte herzustellen.

Dieser Meinung ist auch Julie Menella, eine Biopsychologin, welche am Monell Center Forschungen zum Blisspoint von Kindern anfertigte: „Ich glaube, dass jeder, der Produkte für Kinder macht, Verantwortung übernehmen muss, da dem Kind damit der Gehalt an Süße und Salzigkeit beigebracht wird, den Essen haben sollte“[13], so Menella. Ihrer Meinung nach hat die Lebensmittelindustrie hinsichtlich der Geschmacksentwicklung einen viel größeren Einfluss auf die Kinder als die Eltern, weil die Kinder permanent von deren Produkten umgeben, aber nicht permanent durch ihre Eltern geschützt sind.

Neben diesem Punkt kritisiert Hans-Ulrich Grimm, dass der Verbraucher heutzutage nicht mehr bewusst Zucker konsumiere, sondern dass dieser ihm „untergejubelt“ werde. Er beruft sich dabei auf eine Studie, nach der 83,1 Prozent allen Zuckers, den Deutsche konsumieren, als zugesetzter Zucker verzehrt wird[14].

Den Verbrauchern sei also längst nicht mehr bewusst, wie viel Zucker ihr Essen tatsächlich enthalte. Sie gehen davon aus, dass ein fettarmer Fruchtjoghurt gesund sei und würden nicht erkennen, dass dieser, damit er weiterhin schmeckt und gekauft wird, zu einem großen Anteil aus Zucker bestehe.

Eine bewusste Entscheidung kann der Verbraucher nicht fällen, wenn ihm Informationen fehlen. Zumindest kann aber jeder Verbraucher die Rückseite eines Fruchtjoghurts lesen. Auch, wenn die Verpackung mit der Absicht entwickelt wurde, ein Produkt zu verkaufen und nicht auf Gesundheitsgefahren aufmerksam zu machen, so kann der Konsument der Verpackung entnehmen, welche Zusammensetzung ein Produkt hat.

Der Verbraucher schadet mit erhöhtem Zuckerkonsum aber nicht nur sich selbst. Zehn bis zwanzig Prozent aller Diabeteskranken benötigen medizinische Versorgung in einer Diabetesschwerpunktpraxis oder einer Krankenambulanz[15]. Damit binden diese vermeidbaren Erkrankungen nicht nur die beschränkt vorhandenen Behandlungskapazitäten. Im Gesundheitswesen kostet Diabetes jährlich Milliarden von Euro – die von der Gesamtheit der Versichertengemeinschaft getragen werden müssen. Diese Kosten sind seit dem Jahr 2000 inflationsbereinigt um achtundzwanzig Prozent gestiegen[16].

Die permanente Manipulation der Verbraucher beeinflusst deren Entscheidung bei der Produktauswahl. Insbesondere der Werbung sind Verbraucher ununterbrochen ausgesetzt. Sei es in Zeitschriften, im Fernsehen, im Radio, auf Plakaten oder im Straßenverkehr. Wenn dem Konsumenten in der Werbung von „Abnehmexperten“ suggeriert wird, dass jener Joghurt gesund sei, weil er wenig Fett enthalte, verlässt sich der Verbraucher darauf, ohne sich Gedanken um den Zuckergehalt des beworbenen Joghurts zu machen.

Generell bemängelt Grimm, dass der Verbraucher nicht darauf achte, wie viel Zucker einem Produkt zugesetzt werde, sondern eher einen erhöhten Fettgehalt meide. Dies ist darauf zurückzuführen, dass weiterhin viele Konsumenten von der als fälschlich bewiesenen Studie überzeugt sind, zu viel Fett sei der Auslöser für Adipositas und Diabetes[17].

Sind die Verbraucher sich in diesem Punkt doch nicht über die Folgen ihres Handelns bewusst? Schaden sie sich unwissend?

Wenn man von einem mündigen Verbraucher spricht, so spricht man von einem Bürger, der über seine Optionen informiert ist und für sich selbst eine dieser Optionen auswählt. Er ist sich mit klarem Verstand über die Folgen seines Handels bewusst.

Falls er also nicht informiert sein sollte, keinen klaren Verstand hat, nicht aktiv entscheidet und sich nicht über die Folgen seines Handelns bewusst ist, so muss die Politik eingreifen, um den Verbraucher zu schützen. Ob der Verbraucher also nun selbst weiterhin die (größtenteils alleinige) Verantwortung übernehmen könnte oder sollte, liegt in der Sicht des Betrachters.

Die Politik scheint dort keine eindeutige Meinung zu finden:

2.3 Gesundheitssystem und Politik

Durch viele unterschiedliche Parteien und Politiker sind auch die Ziele der Politik auf das Thema Zucker bezogen sehr divers.

Zunächst einmal kann man das Thema Zucker aus wirtschafts- sowie aus gesundheitspolitischer Sicht beurteilen.

Ziel der Wirtschaftspolitik ist es, ein wirtschaftliches Wachstum hervorzurufen. Ohne ein Wirtschaftswachstum wäre es beispielsweise schwerer, die Kosten des Gesundheitswesens zu bezahlen. Ein weiteres Ziel ist es, viele Arbeitsplätze zu schaffen. Gibt es genug Arbeitsplätze, entsteht ein hoher Beschäftigungsgrad. Durch gerecht aufgeteilte Arbeitsplätze wird eine möglichst faire Lohnverteilung und Chancengleichheit gewährleistet. Weiterhin bemüht sich die Wirtschaftspolitik um soziale Sicherung, die Sicherung des Wettbewerbs, die Erhaltung des Geldwerts und den Schutz der Umwelt. Die Politik versucht so Wirtschaftskrisen zu vermeiden. Allerdings ist es oft nicht leicht, ideologische Ziele mit dem Ziel des Wirtschaftswachstums zu vereinbaren.[18]

Bringt man diese Ziele in Verbindung mit Zucker, müsste die Politik sich für einen höheren Zuckerkonsum engagieren. Dies würde nicht nur die Absatzmärkte von Zucker und zuckerhaltigen Lebensmitteln fördern, sondern auch für mehr Arbeitsplätze in der Zuckerherstellung sorgen.

Durch einen höheren Zuckerkonsum würden auch mehr Menschen an Diabetes erkranken und die Gesundheitswirtschaft könnte aus diesen Erkrankten Kapital schlagen. Denn Diabetes ist zwar eine Krankheit und kostet die Krankenkassen jährlich Geld, doch die Gesundheitswirtschaft macht damit einen großen Gewinn: Diabetesmedikamente stehen in Deutschland auf Platz drei der am meist verkauften Arzneimittel. 2016 wurden über 2 Milliarden Euro dafür ausgegeben[19]. Aus wirtschaftlicher Sicht wäre es demnach ein negativer Wandel, würde der Zuckerkonsum zurückgehen. Zumindest, wenn Wirtschaftspolitiker das wirtschaftliche Wachstum mehr schätzen als die Gesundheit der Bürger.

Die Ziele der Gesundheitspolitik sind Andere: Es wird versucht, durch Prävention Krankheitsfälle zu vermeiden und jedem dieselbe Gesundheitsversorgung bei einer guten Qualität zu ermöglichen. Zugleich wird das Ziel verfolgt, Kosten im Gesundheitssektor zu senken. Die Politik engagiert sich für eine Zufriedenheit der Bürger in Bezug auf die Gesundheitsversorgung und versucht den Personen, die in der Gesundheitsversorgung arbeiten, gute Arbeitsbedingungen zu ermöglichen[20]. Eine Senkung des Zuckerkonsums auf ein „gesundes Maß“ ist für die Gesundheitspolitik daher aus folgenden Gründen von Interesse:

Mehre Experten nehmen an, dass Zucker wie ein Gift auf die Zellen des menschlichen Körpers wirkt und somit auch andere Krankheiten hervorrufen bzw. verstärken kann. So wird Krebspatienten empfohlen, nur geringe Mengen Zucker (Fructose) zu konsumieren, da ein Tumor sich sonst schneller ausbreiten kann[21].

Außerdem wird Zucker in Verbindung mit Diabetes und Adipositas gebracht.

Allerdings sind dies erst Thesen von Experten, für die es nach dem aktuellen Stand keine unmittelbaren Beweise gibt.

So wird beispielsweise nur von Korrelationen und nicht von Kausalitäten gesprochen, wenn man den Konsum zuckerhaltiger Getränke und die wachsende Anzahl an adipösen Menschen betrachtet.

So lange es keine eindeutigen Studien gibt, die die Wirkungsweisen von Zucker eindeutig beschreiben, ist es schwer für die Gesundheitspolitik, eine Reduktion von Zucker durchzusetzen.

Selbst mit einem Beleg wäre es schwer, beispielsweise Zuckersteuern zu erlassen, da Zuckerlobbyisten mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern könnten, dass strenge Vorschriften zur Reduzierung von Zucker in Kraft treten.

Allerdings gibt es auch ohne eindeutige Beweise viele Politiker im Gesundheitswesen, die mit den Krankenkassen zusammenarbeiten und versuchen, Zucker zu reduzieren.

Ihre Maßnahmen werde ich nun in den folgenden Kapiteln analysieren.

3. Möglichkeiten zur Zuckerreduzierung

3.1 Wirtschaftlich-politische Richtlinien

3.1.1 Vorschriften für Schul- und Kitaessen

Am 27.09.2018 forderte Foodwatch[22] Ernährungsministerin Julia Klöckner unter anderem auf, sich für besseres Schulessen einzusetzen[23].

Die Grünen sehen es ebenfalls als absolut notwendig an, das Essen in Schulen und Kitas gesünder zu gestalten. Mit einem Bundesprogramm wollen sie unter anderem dafür sorgen, dass der Zuckergehalt dieser Nahrung zurückgeht[24].

Auch der verbraucherschutzpolitische Sprecher Franz Wiese aus der AfD-Fraktion setzt sich dafür ein, dass zumindest bestimmte Lebensmittel wie beispielsweise gesüßte Schulmilch nicht mehr in Schulen angeboten werden dürfen[25].

Damit möchte er bewirken, dass Schulkinder weniger Zucker über Getränke konsumieren.

Laut einer Studie aus den USA kann das Einstellen des Verkaufs von ungesunden Snacks und Getränken an Schulen dazu führen, dass die Anzahl adipöser Schüler sinkt[26]. Nicht nur, weil sich die Schüler dann in den Schulen gesünder ernähren – wenn die Kinder nicht aus ihrer Kantine an Essen mit einem erhöhten Zuckergehalt gewöhnt wären, würden sie wahrscheinlich auch außerhalb der Schule weniger Zucker essen.

Allerdings spricht auch Einiges gegen Vorschriften für Schulessen.

Unter anderem aus ökonomischer Sicht sind Richtlinien für Schulessen als problematisch anzusehen. Eine Beschränkung auf nur bestimmte Produkte/Bestandteile mit geringerem Zuckergehalt würde die Nachfrage nach diesen richtlinienkonformen Produkten und damit deren Preis erhöhen. Die Versorgung mit Schulessen soll sich nach Möglichkeit jedoch jede Familie leisten können. Selbst wenn es viele Eltern gibt die gerne bereit sind, einen höheren Preis für besseres da gesunderes Essen zu bezahlen, sollten andere von dieser Teilhabe nicht ausgeschlossen werden.

Es wäre kontraproduktiv, wenn aufgrund von Preiserhöhungen in der Schulkantine Kinder ihr (ungesundes) Essen von zuhause mitnehmen oder sich woanders Essen kaufen müssten und deshalb weiterhin ungesünder leben als andere. Da in weiterführenden Schulen nur ca. 10% der Schüler das Angebot ihrer Schulkantine nutzen[27], wäre die Reichweite einer Verschärfung der Richtlinien auch nur begrenzt.

Des Weiteren werden die Schulkinder durch diese Vorschriften alleine nicht aktiv in eine Ernährungsbildung miteinbezogen. Sie würden speisen, was ihnen vorgesetzt wird, ohne sich mit den Inhaltsstoffen vertraut zu machen.

3.1.2 Werbeverbote

Das Ziel der Werbung ist es, mehr Menschen dazu zu animieren das beworbene Produkt zu konsumieren.

Wäre es da nicht gut, wenn Werbung für zuckerhaltige Lebensmittel untersagt wird? Schließlich haben wir doch einen Zuckerkonsum, der weit über dem empfohlenen Wert liegt.

Ein solches Werbeverbot fordert zum Beispiel Renate Künast von den Grünen[28].

Ihre Partei folgt ihrem Ansatz insoweit, dass sie es sich zumindest als Ziel gesetzt hat, Nahrungsmittelwerbung für Kinder durch klare Richtlinien einzuschränken[29]. Denn gerade Kinder sind leichter zu beeinflussen als Erwachsene und könnten sich, wenn sie einmal zuckerhaltige Lebensmittel gewöhnt sind, nur schwerer wieder auf zuckerärmere Kost einstellen. Im Fernseh- und Radioprogramm können Kinder regelmäßig nicht zwischen dem informativen Programm und Werbung unterscheiden und halten das in der Werbung Erzählte für die Wahrheit[30]. Oft vermittelt auch gerade Werbung für ungesunde Kindernahrung ein falsches Bild von ihrer Wirkung. Sind doch alle Kinder in dem Werbespot gesund, fröhlich und schlank. Auch die Linke spricht sich gegen Werbung aus, welche für Kinder entworfen wurde[31].

Gegen ein solches Werbeverbot für „ungesunde“ Lebensmittel ist die FDP[32]. Einerseits, weil immer noch nicht wirklich wissenschaftlich erforscht ist, was gesund und was ungesund ist und andererseits, weil jeder Mensch anders auf Nahrungsmittel reagiert. Außerdem würde – wie bei den anderen Richtlinien – der Verbraucher bevormundet werden.

3.1.3 Zuckersteuer

Vor einigen Jahren waren sogenannte Alkopops sehr beliebte Getränke unter Jugendlichen. Auf Grund ihrer Gefahren wurde in Deutschland die Alkopop-Steuer eingeführt und seitdem sind diese Mischgetränke fast komplett aus den Supermarktregalen verschwunden.

Gesundheitspolitiker aus beispielsweise England, Mexiko und Frankreich haben dieses Prinzip auf zuckerhaltige Getränke übertragen und dort eine Zuckersteuer eingeführt. Renate Künast von den Grünen möchte diesem Konzept folgen und – sofern dieses weiterhin Erfolg zeigt – auch in Deutschland umsetzen[33].

Die SPD hält eine solche Steuer ebenfalls für sinnvoll. Allerdings nur, indem die Mehrwertsteuer angepasst wird: gesunde Lebensmittel wie Gemüse sollen mit 0% besteuert werden und Nahrungsmittel wie Softdrinks mit 19%[34].

Dietrich Monstadt aus der CDU plädiert ebenso für die Einführung einer Zuckersteuer, doch in seiner Partei sowie in der CSU spricht keine Mehrheit dafür[35].

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner argumentiert beispielsweise so gegen eine Zuckersteuer: „Eine Steuer ist kein Selbstzweck. Es soll ja das Ergebnis erreicht werden, dass sich die Bürger besser ernähren. Wenn man einen Rohstoff höher besteuert, führt das aber nicht automatisch dazu.“[36] Sie ist der Meinung, dass vielen Verbraucher durch eine Zuckersteuer weiterhin nicht begreiflich werde, was zu einer guten Ernährung gehöre. Sie würden bevormundet werden, ohne sich eigenständig mit ihrer Ernährung auseinander zu setzen. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt aus der CDU fügt hinzu, dass eine Zuckersteuer zu Protesten der Rübenbauern führen könnte[37]. Er möchte begreiflich machen, dass eine Zuckersteuer in einigen Wirtschaftszweigen zu Verlusten führen könnte.

Auch die FDP ist der Meinung, dass nicht durch eine Zuckersteuer, sondern durch Eigenverantwortung der Verbraucher erreicht werden solle, sich gesund zu ernähren[38]. Die Alternative für Deutschland lehnt eine Zuckersteuer ebenfalls ab[39].

Die Linke hält eine Zuckersteuer nicht für die richtige Maßnahme zur Zuckerreduzierung. Ihrer Meinung nach würde eine Steuer zu sozialer Ungerechtigkeit führen. Nach ihrer Einführung könnten sich nur Bürger mit einem höherem Einkommen Genussmittel mit Zucker leisten, während jene aus den unteren Gehaltsmilieus auf beispielsweise Softdrinks und andere verarbeitete Lebensmittel verzichten müssten[40]. Dies könnte der Fall sein, falls die Lebensmittelkonzerne die Versteuerung von Zucker zu 100% an die Kunden weitergeben und nicht durch die Reduzierung der eigenen Gewinne bezahlen. Allerdings könnte es auch sein, dass die Lebensmittelproduzenten ihre Rezepturen ändern, um Steuern zu sparen. Somit würden die Lebensmittel weniger Zucker enthalten und der Zuckerkonsum könnte zurückgehen.

Auch die Grünen halten eine Zuckersteuer allein nicht für die richtige Vorgehensweise, da sie nicht ausreicht, ein Problembewusstsein der Verbraucher beim Zuckerkonsum zu entwickeln[41].

Nach meinen eigenen Umfragen waren auch in Supermärkten die Mehrheit der Verbraucher gegen eine Zuckersteuer: 55% (60 der 110 Befragten) sprachen sich dagegen aus, während 45%(50 der Befragten) tendenziell eher für eine Zuckersteuer waren. (siehe Anhang S. 28) Dieselbe Umfrage in Bioläden durchgeführt ergab jedoch ein anderes Ergebnis: Hier sprach sich 46 der 72 Befragten für eine Zuckersteuer aus, während nur 36% mir antworteten, sie seien gegen eine Zuckersteuer. (siehe Anhang S.28)

Meines Erachtens führt bereits die zunehmende Diskussion über die Einführung einer Zuckersteuer in den Medien zu einer stärkeren öffentlichen Wahrnehmung des Problems des Zuckergehaltes von Lebensmitteln. Aufklärung und Bildung der Bevölkerung kann einen entscheidenden Einfluss auf deren Zuckerkonsum haben. Die Einnahmen aus einer Zuckersteuer sollten daher sinnvoll in Ernährungsbildung investiert werden.

Die Zuckersteuer könnte dazu führen, dass die Lebensmittelindustrie Süßungsmittel statt Zucker zu ihren Produkten hinzuführt. Damit könnten die Deutschen weiterhin viel Süßes essen. Dies kann ein innovativer Hebel für die Entwicklung gesunder Süßstoffe sein. Dabei gilt es jedoch, die Wirkungen dieser Ersatzstoffe sorgfältig zu erforschen. „Anstelle der Pest nunmehr an der Cholera zu erkranken“, sollte vermieden werden.

Besser wäre es daher meines Erachtens, wenn die Einführung einer Zuckersteuer zu einer Veränderung des Geschmacksinns der Bevölkerung führt – zurück zu weniger Süßem.

Ob die Einführung einer Zuckersteuer wirklich sinnvoll ist, ist in der Politik sehr umstritten. Viele Parteien sind der Meinung, dass eine Zuckersteuer alleine nicht genügt. Neben ihr müsste den Verbrauchern auch klar ersichtlich sein, welche Zusammensetzung die von ihnen gekauften Lebensmittel haben.

3.2 Informierende Maßnahmen

3.2.1 Vorschriften für Verpackungen

Immer wieder versuchen die Lebensmittelkonzerne, die ungesunden Nährwertprofile ihrer Nahrung zu verschleiern und täuschen damit Verbraucher. Die Grünen, die Linken, die Mehrheit der SPD und die Piraten fordern deshalb eine Ampelkennzeichnung für Lebensmittel[42]. Sie denken, dass die Lebensmittelampel den Konsumenten eine schnelle gesunde Entscheidungsfindung ermöglicht. Auch die deutliche Mehrheit der Verbraucher (über 80%) hielt eine Lebensmittelampel laut Studien für sinnvoll[43]. Ich überprüfte diese Angaben mit einer eigenen Umfrage zunächst in Supermärkten. Diese ergab, dass 89% der Befragten für und 11% gegen eine Lebensmittelampel waren. In Bioläden sprachen sich 84% der 64 Befragten für eine Ampelkennzeichnung aus. (Siehe Anhang S. 28-29). Die CDU/CSU hält die Verbreitung von Gütesiegeln für ein besseres Mittel, um Verbraucher mehr mit den Inhaltsstoffen der Lebensmittel vertraut zu machen[44].

Die Rotmarkierung durch die Ampelkennzeichnung könnte die Absatzmärkte für diese Produkte zerstören. Gütesiegel hingegen würden den Absatz der damit ausgezeichneten Produkte steigern. Die Ampelkennzeichnung würde zu erhöhten Preisen führen, da Verpackungen neu entwickelt, Richtlinien neuentworfen und Anwälte eingestellt werden müssten, um die Ampelkennzeichnung durchzusetzen.

Gegen eine Lebensmittelampel spreche außerdem, dass diese „gesunden“ Produkte zu vereinfacht und nach zu groben Kriterien eingeteilt werden. Den Zuckergehalt betreffend würde Apfeldirektsaft zum Beispiel als rot gekennzeichnet werden, während eine Diät-Cola grün markiert werden würde. Laut der Ampel wäre die Diät-Cola also gesunder als Apfelsaft. Dies wird von vielen Forschern bezweifelt.

Vermutlich waren deshalb auch laut meiner Studie mehr Befragte in Bioläden gegen eine Lebensmittelampel.

CDU und CSU erachten es auch als Sinnvoll, Internetportale zu entwerfen, welche Verbrauchern einen detaillierten Überblick über Nahrungsmittel des konkreten Produktes (z.B. über QR-Codes) bieten können[45].

Egal ob Ampel oder Gütesiegel, es wird deutlich, dass sich alle genannten Parteien und auch die FDP für mehr Transparenz auf Verpackungen einsetzen wollen[46]. Allerdings gibt es bislang keine Methode für mehr Transparenz, die alle Parteien als sinnvoll erachten. Die bekannteste Weise, um Lebensmittel besser zu kennzeichnen, die Lebensmittelampel, weist viele Gegenargumente auf und wurde vermutlich deshalb noch nicht in Deutschland umgesetzt. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Parteien neue Richtlinien entwerfen, um das Irreführen von Verbrauchern weitestgehend zu unterbinden.

3.2.2 Förderung von Ernährungsbildung

Nach diversen Analysen neigen zu einem höheren Prozentsatz Kinder und Erwachsene aus den ungebildeten Gesellschaftsschichten zu Fettleibigkeit, während Adipositas in den gebildeten Schichten weniger auftritt[47]. Eine weitere Studie zeigte auf, dass die Vermittlung von Wissen um die Wirkungsweise des Zuckers bei den informierten Personen deren Zuckerkonsum sinken ließ[48]. Deshalb versuchen vor allem die Parteien die Grüne[49], die CDU/CSU[50] und die FDP[51] Ernährungsbildung zu einem festen Inhalt des Lehrplans werden zu lassen.

Vielen Kindern ist jedoch bereits klar, dass süße Dinge, wie zum Beispiel Schokolade ungesund sind. Allerdings machen sie sich weniger Gedanken um ihre Gesundheit als Erwachsene. Außerdem hinterfragen sie weniger, was Bezugspersonen ihnen zu Essen geben. Eine Ernährungsbildung müsste also auch umfassen, dass Kinder mehr Wert auf Gesundheit legen und insbesondere müsste sie die Erwachsenen miteinbeziehen. Im Großen und Ganzen stimme auch ich mit der Meinung vom Landwirtschaftsminister Christian Schmidt aus der CDU überein, wonach „Schulen der ideale Ort für Ernährungsbildung und gesundes Essen sind“[52]. Denn es handelt sich dabei um eine öffentliche Einrichtung, die von allen Kindern besucht wird und dafür Zeit, Ort und Fachkompetenz bereitstellen kann. Um auch Menschen, die keine Schule besuchen, zu erreichen, können Plakate und Flyer sowie schneller, übersichtlicher und öffentlicher Zugang zu Informationen weiterhelfen.

Allerdings ist die CDU/CSU der Meinung, dass Ernährungsbildung alleine nicht ausreiche[53]. Wenn Kinder an einen bestimmten Lebensstil gewöhnt sind, reicht es womöglich nicht, nur zu erklären, dieses oder jenes ungesund sei. Um einen maximalen Effekt bei der Reduzierung des Zuckerkonsums zu erzielen, müsste die Ernährungsbildung mit anderen Ansätzen verbunden werden.

3.3 Selbstverpflichtungen der Lebensmittelindustrie

Im Kapitel 2.1 habe ich bereits erwähnt, wie wichtig Zucker für die Lebensmittelindustrie ist. Dennoch gibt es einige Lebensmittelkonzerne, welche freiwillig den Zucker in ihren Lebensmitteln reduzieren. So brachte REWE im Mai 2018 einen Schokopudding heraus, der 30% weniger Zucker enthält. REWE ließ dabei den Verbraucher selbst entscheiden, wie viel Zucker in dem Pudding enthalten ist[54]. Rewe wollte mit diesem Produkt verdeutlichen, dass der Konzern hinter den Verbrauchern steht, ein offenes Ohr für dessen Wünsche hat und sich auch auf deren Vorschläge hin verändern kann.

REWE wollte gegen das Image arbeiten, dass die Lebensmittellobby nur Produkte entwerfe, um dem Verbraucher dazu zu verlocken, möglichst viel Geld in ihre Produkte zu investieren.

Und nicht nur REWE führt solche Aktionen durch. Auch andere Lebensmittelkonzerne haben sich selbst dazu verpflichtet den Zuckergehalt ihrer Produkte zu reduzieren. Spricht man von einer Selbstverpflichtung, so meint man eine rechtlich unverbindliche Erklärung von einem oder mehreren Wirtschaftsverbänden; die zum Beispiel die Verminderung des Zuckergehalts von bestimmten Produkten oder den Verzicht auf für Kinder designte Werbung beinhalten kann[55].

Viele Lobbyisten legen Politikern oftmals Selbstverpflichtungen nahe und behaupten, diese Methode allein reiche aus, um auch den Zuckerkonsum in Deutschland unter Kontrolle zu bringen. Oft werden Selbstverpflichtungserklärungen von Verbänden abgegeben, um der Schaffung von Gesetzen zuvor zu kommen und ggf. so den eingeleiteten Gesetzgebungsprozess zum Stillstand zu bringen[56].

Sie betonen die Vorteile von Selbstverpflichtungen: Sie seien preiswerter, als Richtlinien zu entwerfen, schneller wirksamer und sehr flexibel[57].

Doch einige Politiker sind kritisch gegenüber Selbstverpflichtungen als einzige Methode zur Zuckerreduktion.

Die SPD-Abgeordnete Elvira Drobinski-Weiß sagt folgendes über Selbstverpflichtungen bezogen auf Zucker: „Wir versuchen in Deutschland immer alles auf freiwilligem Wege. Leider funktioniert das oft nicht.“[58].

Denn einerseits seien die Ziele von Selbstverpflichtungen oft zu niedrig gewählt und andererseits könnten Selbstverpflichtungen einfach wieder rückgängig gemacht werden, sofern die Lebensmittelkonzerne mit deren Auswirkungen nicht zufrieden sind.

Um dies zu verdeutlichen: der Chef einer Joghurtfirma meldete öffentlich, er sei bei der Zuckerreduzierung einiger seiner Joghurts zu weit gegangen, weil die Joghurts nun nicht mehr gekauft wurden und möchte diese Joghurts nun aus dem Sortiment nehmen. Er meint: „Das Problem ist, dass Konsumenten nur einen gewissen Zuckerentzug tolerieren“[59].

Meiner Meinung nach ist es lobenswert, wenn Lebensmittelkonzerne sich eigenständig um die Gesundheit ihrer Konsumenten bemühen, doch reicht dies allein nicht aus.

Ohne ein Eingreifen der Politik steigt der Zuckerkonsum der Deutschen weiter.

4. Fazit

In der Einleitung machte ich deutlich, wie schädlich Zucker für den Menschen sein kann. Ich folgere daraus, dass eine Reduzierung des Zuckerkonsums in Deutschland absolut nötig ist.

Dann beschrieb ich, wie unentbehrlich Zucker für die Lebensmittelindustrie ist und ging danach darauf ein, was ein selbstverantwortlicher Bürger ist und inwiefern Zucker ihn – teilweise unbewusst – beeinflussen kann. Ich denke, der Verbraucher wird verwirrt und manipuliert, doch er ist dennoch ein eigenständiges Individuum, dass seine eigenen Entscheidungen fällen kann.

In einem Folgeschritt wies auf das Spannungsfeld hin, in dem sich die Politik zum Thema Zucker befindet und welche Verantwortung Gesundheits- und Wirtschaftspolitik haben. Ich kam zu dem Ergebnis, dass diese Politikbereiche oft gegensätzliche Maßnahmen zum Durchsetzen ihrer unterschiedlichen Ziele durchführen müssten, bei denen es wenig Platz für Kompromisse gibt.

Bereits beim Schreiben der Einleitung wurde mir bewusst, dass allein das Setzen auf Selbstverpflichtungen der Industrie nicht ausreicht, um das Problem des Zuckerkonsums zu lösen. Die Einführung von Verbotsnormen für „ungesunde“ Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt ohne die Vermittlung eines breiten Verständnisses bei den Verbrauchern könnte bei diesen unter Umständen sogar den Wunsch nach „dem Verbotenen“ und damit den Konsum mehren. Deshalb muss meines Erachtens eine Kombination der von mir vorgestellten Methoden greifen, die zusammen bewirken könnten, dass der Zuckerkonsum in Deutschland wieder auf ein gesundes und angemessenes Niveau kommt.

Ausdrücklich möchte ich nochmal betonen, dass ich sehr froh bin, in einer Parteiendemokratie zu leben, in der mehrere Meinungen bezogen auf ein Thema legitim sind. Denn gerade bei komplexen Problemen gibt es keine richtige und keine falsche Meinung. Manche Leute gewichten eben dies, andere jenes mehr. Der Diskurs- und Abwägungsprozess wird dabei stellvertretend durch die vom Volk gewählten Fachpolitiker geführt. Trotz der dort vertretenen verschiedenen Meinungen ist meines Erachtens davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren viel in Richtung Zuckerreduzierung getan werden wird. Gerade in der Förderung von Ernährungsbildung sind sich alle Parteien einig, dass diese sinnvoll ist.

Insbesondere die Krankenkassen setzen seit neuestem immer mehr auf Prävention und werden vermutlich auch versuchen, durch die Förderung von gesunderer Ernährung (mit wenig Zucker) Krankheiten vorzubeugen.

Dennoch gehe ich davon aus, dass die Schaffung von Richtlinien und Verbotsgesetzen – wenn diese überhaupt kommen – noch einige Zeit dauern wird. Denn das Produkt Zucker ist ein riesiger Wirtschaftszweig, der Millionen Arbeitsplätze sichert und jedes Jahr viele Gewinne bringt.

Von daher müssen auch Verbraucher vermehrt aktiv werden und selbst mit bewussten und aufgeklärten Kaufentscheidungen Einfluss auf ihren Zuckerkonsum nehmen. Daher sollten wir meines Erachtens nicht einfach das Hinnehmen, was uns vorgesetzt wird; sondern aktiv Denken und selbst Entscheidungen treffen.

Von der Politik wünsche ich mir, dass sie die Verbraucher dabei unterstützt. Ich bin mir sicher, dass unzählige Politiker mit diesem Ziel antreten; der zunehmende Einfluss von Lobbyisten auf die Politik, birgt jedoch die Gefahr, dass nur die Interessen der Wirtschaft gehört und die Interessen der Wähler nicht mehr erkannt werden. Dies kann unter Umständen zu einer Vermehrung der Politikverdrossenheit führen.

Ich kann nur weiterempfehlen, eine Umfrage im Rahmen einer Seminararbeit durchzuführen, weil ich so auch in Kontakt zu weiteren Personen gekommen bin, die sich für meine Thematik interessiert haben, mit denen ich diskutieren konnte und durch die ich einen anderen Blickwinkel auf meine Leitfrage bekam. So sprach ich beispielsweise mit einem Mann, dessen Verwandte hohe Angestellte bei der Südzucker AG[60] waren.

Ich bekam einen tieferen Einblick in die Wünsche der Verbraucher; es ist für mich ein anderes Gefühl, Menschen persönlich auf der Straße zu befragen, als irgendwelche Zahlen aus Studien zu lesen, die vielleicht schon mehrere Jahre zurücklegen.

Es war für mich überraschend zu sehen, dass die Zuckerreduzierung ein Thema ist, welches zum einen wirklich viele Verbraucher interessiert; von anderen Verbrauchern jedoch nie wirklich bedacht wurde.

Während der Umfrage musste ich zum Beispiel oftmals erklären, was eine Lebensmittelampel überhaupt ist.

Da wurde mir nochmal klar, dass eine Lebensmittelampel doch sehr sinnvoll sein kann. Denn, auch wenn Verbraucher entnehmen können, dass z.B. pro 100 Gramm 27 Gramm Zucker enthalten sind, so wissen viele oftmals nicht, ob das vergleichsweise viel oder weniger ist. Mit einer Ampelkennzeichnung wären sie besser informiert.

Mir fiel aber auch auf, dass – besonders in Bioläden – viele Menschen sehr gut über Zucker informiert waren und betonend wiederholten, dass sie es gut fänden, wenn „etwas gegen Zucker getan werden würde“.

Andererseits wurde mir bewusst, dass solch eine einfachgestrickte Umfrage mit Pro/Contra Antworten zwar quantitativ viele Meinungen umfasst, allerdings viele (meist gut informierte) Befragte ein Problem damit hatten, einfach in eine Schublade gesteckt zu werden, ohne, dass ich deren Beweggründe notierte.

Ich wollte aber keine ausführlichere Umfrage durchführen, weil ich dann befürchtete, nicht die Menschen zu erreichen, die sich nicht viel mit Zucker/ gesunder Ernährung beschäftigen.

Literaturverzeichnis

Bücher

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Aufsätze aus Zeitschriften

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Anhang

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] vgl. Seisselberg, In: https://www.tagesschau.de/inland/zucker-105.html (Stand: 03.06.2018 22:17).

[2] vgl. Berres, In: http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/zucker-who-empfiehlt-nicht-mehr-als-sechs-teeloeffel-pro-tag-a-1021798.html (Stand: 12.05.2018 10:49).

[3] vgl. ebd.

[4] World Health Organization (=Weltgesundheitsorganisation).

[5] Grimm 2013, S.12.

[6] vgl. Boss-Teichmann 2014, S. 18.

[7] vgl. Grimm 2013, S. 41.

[8] vgl. Moss, 2014; S. 42.

[9] vgl. ebd., S. 68.

[10] vgl. ebd.

[11] vgl. ebd. S. 308.

[12] vgl. Deutsche Diabeteshilfe, In: https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_in_zahlen (Stand: 01.09.2018).

[13] Moss 2014, S. 58.

[14] vgl. Grimm 2013, S. 35.

[15] vgl. Deutsche Diabetes Hilfe, In: https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_in_zahlen (Stand 01.09.18).

[16] vgl. ebd.

[17] vgl. Grimm 2013, S. 43.

[18] vgl. Poser 2001, S. IX-XII.

[19] vgl. Wolz, In: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/diabetes-typ-2-wie-ein-pharmakonzern-fuer-niedrige-blutzucker-werte-lobbyiert-a-1151348.html (Stand: 6.09.18, 16:24).

[20] vgl.: Gerabek 2005, S. 401 f.

[21] vgl. Liu, In: http://cancerres.aacrjournals.org/content/70/15/6368.article-info (Stand 01.09.18).

[22] Deutscher nichtwirtschaftlicher Verein, der sich für die Rechte von Verbrauchern und die Qualität von Lebensmitteln einsetzt.

[23] vgl. Foodwatch Deutschland, In: https://twitter.com/foodwatch_de/status/1045224403053813761?ref_src=twsrc%5Etfw (Stand: 03.10.2018, 20:00 Uhr).

[24] vgl. Bündnis 90/Die Grünen, In: https://www.gruene.de/programm-2017/a-bis-z/wir-sorgen-fuer-gesundes-essen.html (Stand: 01.09.2018, 13:34 Uhr).

[25] AfD-Fraktion im Brandenburgischen Landtag, In: https://afd-fraktion-brandenburg.de/franz-wiese-rot-rot-traegt-mitverantwortung-an-der-fettleibigkeit-brandenburger-schueler/ (Stand: 30.09.2018, 14:10 Uhr).

[26] vgl. Rheinische Post, In: https://rp-online.de/leben/gesundheit/ernaehrung/verbote-machen-kinder-schlank_aid-14116549 (Stand: 02.10.2018, 22:06 Uhr).

[27] vgl. Wirsing, In: http://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/Eltern-diskutieren-mit-Versorger-und-Politikern-ueber-vernuenftiges-Schulessen (Stand: 02.10.2018, 22:18 Uhr).

[28] vgl. Künast, In: https://www.tagesspiegel.de/wissen/debatte-ueber-werbeverbot-suessigkeiten-sind-keine-lebensmittel/12308346.html (Stand: 24.09.18 14:52 Uhr).

[29] vgl. Bündis 90/Die Grünen, In: https://www.gruene.de/programm-2017/a-bis-z/wir-sorgen-fuer-gesundes-essen.html (Stand: 01.09.2018, 13:47 Uhr).

[30] vgl. Moss 2014, S. 142f.

[31] Die Linke, In: https://www.linksfraktion.de/themen/a-z/detailansicht/ernaehrung/ (Stand: 11.10.2018 20:45 Uhr).

[32] vgl. FDP Bundesgeschäftsstelle, In: https://www.fdp.de/shots/ernaehrung (Stand: 02.10.2018, 22:12 Uhr).

[33] vgl. Kormbaki, In: http://www.waz-online.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Politiker-kritisieren-Zuckersteuer (Stand: 26.09.18 20:49 Uhr).

[34] vgl. ebd.

[35] vgl. Fricke, In: https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/913558/zucker-fettsteuer-positionen-parteien.html (Stand: 26.09.18 21:04 Uhr).

[36] Ruppel, In: https://www.bz-berlin.de/deutschland/die-gesamt-kalorien-zahl-muss-gross-auf-jeder-packung-stehen (Stand: 26.09.18 20:58 Uhr).

[37] vgl. Fricke, In: https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/913558/zucker-fettsteuer-positionen-parteien.html (Stand: 26.09.18 21:04 Uhr).

[38] vgl. FDP Bundesgeschäftsstelle, In: https://www.fdp.de/shots/ernaehrung (Stand: 02.10.2018, 22:12 Uhr).

[39] AfD-Fraktion im Brandenburgischen Landtag, In: https://afd-fraktion-brandenburg.de/franz-wiese-rot-rot-traegt-mitverantwortung-an-der-fettleibigkeit-brandenburger-schueler/ (Stand: 30.09.2018, 14:10 Uhr).

[40] vgl. https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/913558/zucker-fettsteuer-positionen-parteien.html (Stand: 26.09.18 21:04 Uhr).

[41] vgl. ebd.

[42] vgl. Parlamentwatch e.V., In: https://www.abgeordnetenwatch.de/eu-parlament-2009-2014/abstimmungen/einfuehrung-der-lebensmittel-ampel (Stand: 30.08.2018, 13:27 Uhr).

[43] vgl. Teeves, In: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/lebensmittelampel-wie-aigner-die-verbraucher-mit-einer-umfrage-taeuschte-a-726724.html (Stand: 17.06.2018, 12:31 Uhr).

[44] vgl. Fricke, In: https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/913558/zucker-fettsteuer-positionen-parteien.html (Stand: 26.09.18 21:04 Uhr).

[45] vgl. ebd.

[46] vgl. ebd.

[47] vgl. Kuntz 2018, S. 52

[48] vgl. Gameau 2015, S. 139.

[49] vgl. Bündis 90/Die Grünen, In: https://www.gruene.de/programm-2017/a-bis-z/wir-sorgen-fuer-gesundes-essen.html (Stand: 01.09.2018, 13:47 Uhr).

[50] vgl. Cornelius, In: https://www.cducsu.de/presse/pressestatement/gesunde-ernaehrung-soll-spass-machen

(Stand: 17.06.2018, 13:43 Uhr).

[51] vgl. FDP Bundesgeschäftsstelle, In: https://www.fdp.de/shots/ernaehrung (Stand: 02.10.2018, 22:12 Uhr).

[52] vgl. pressrelations.de, In: https://bundesdeutsche-zeitung.de/allgemein/essen-und-ernaehrungsbildung-in-schulen-in-form-bringen-924052 (Stand: 15.09.2018 16:07 Uhr).

[53] vgl. Rosenfelder, In: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/adipositas-kabinett-beraet-ueber-massnahmen-gegen-fettleibigkeit-15108126.html (Stand: 30.08.2018, 15:54 Uhr).

[54] vgl. Presseinformationen – REWE, In: https://presse.rewe.de/artikel/schokopudding-30-prozent-gewinnt/ (Stand: 08.10.2018).

[55] vgl. Cansier 2001, S. 209- 239.

[56] z.B. zur Frauenquote in den Vorständen von DAX-Unternehmen

[57] vgl. Jung 2002, S. 349-351.

[58] vgl. Rosenfelder, In: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/adipositas-kabinett-beraet-ueber-massnahmen-gegen-fettleibigkeit-15108126.html (Stand: 30.08.2018, 15:54 Uhr).

[59] vgl.: Gnehm, In: https://www.blick.ch/news/wirtschaft/gesunde-emmi-joghurts-machen-konsumenten-sauer-wir-sind-bei-zucker-reduktion-zu-weit-gegangen-id8788901.html (Stand: 01.10.2018, 16:56 Uhr).

[60] größter Zuckerproduzent der Welt und einer der größten deutschen Nahrungssmittelkonzerne.

31 von 31 Seiten

Details

Titel
Die Zuckerreduzierung in Deutschland
Untertitel
Wirtschaftlich-politische Maßnahmen für den Verbraucherschutz
Note
1
Autor
Jahr
2018
Seiten
31
Katalognummer
V491308
ISBN (Buch)
9783668986299
Sprache
Deutsch
Reihe
Aus der Reihe: e-fellows.net stipendiaten-wissen
Schlagworte
zuckerreduzierung, deutschland, wirtschaftlich-politische, maßnahmen, verbraucherschutz
Arbeit zitieren
Laetitia Wenzel (Autor), 2018, Die Zuckerreduzierung in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491308

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