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Hochstrittige Trennungskonflikte. Gelingensbedingungen für die Partizipation von Kindern und Jugendlichen im Jugendamt

Title: Hochstrittige Trennungskonflikte. Gelingensbedingungen für die Partizipation von Kindern und Jugendlichen im Jugendamt

Bachelor Thesis , 2018 , 77 Pages

Autor:in: Kathrin Lierk (Author)

Social Work
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In der vorliegenden Arbeit geht es darum, wie Kinder trotz hochstrittiger Eltern im Kontext von Trennung/Scheidung mit ihren Wünschen und Bedürfnissen im Jugendamt beteiligt werden können. Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen bei Scheidung aus dem BGB dargestellt, die Beratungs- und Mitwirkungspflicht des Jugendamtes gemäß SGB VIII sowie die Problematik, Kinder/Jugendliche im Dreiecksverhältnis Eltern-Staat-Kinder zu beteiligen auf der Folie des im GG verankerten Elternrechts, in welches der Staat nur bei einer vorliegenden Kindeswohlgefährdung eingreifen darf.

Aufgezeigt werden die Auswirkungen von Hochstrittigkeit für die Kinder und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um Kindern/jugendlichen jeden Alters eine Stimme geben zu können. Im Ausblick wird angerissen, welche Veränderungen künftig eine weitere Verbesserung hinsichtlich der Beteiligung der Kinder/Jugendlichen bewirken könnten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Hochstrittige Elternsysteme im Kontext von Trennung

1.1 Auslöser für hochkonflikthaftes Verhalten

1.2 Auswirkungen hochstrittiger Elternkonflikte auf Kinder/Jugendliche

Konsequenzen für die Praxis

Zusammenfassung

2. Rechtliche Grundlagen bei Trennung/Scheidung

2.1 Die elterliche Sorge bei Trennung

Konsequenzen für die Praxis

2.3 Das Umgangsrecht im Trennungskontext

2.4 Die Rolle des Jugendamtes im Kontext von Trennung/Scheidung

3. Partizipation von Kindern und Jugendlichen im Jugendamt

3.1 Theoretische Begründungen

3.2 Formen von Partizipation

4. Gelingensbedingungen der Partizipation von Kindern/Jugendlichen im Jugendamt bei hochstrittigen Trennungskonflikten

4.1 Orientierung am Begriff Kindeswohl

Diagnostik von Bindungen

Konsequenzen für die Praxis

Konsequenzen für die Praxis

4.2 Orientierung am Kindeswillen

4.2.1 Willensbildung im Kindesalter

Konsequenzen für die Praxis

4.2.2 Partizipation im Spannungsfeld von Kindeswille und Kindeswohl

4.2.3 Partizipation im Spannungsfeld von Kindeswille, Kindeswohl und Elternrecht

4.3 Freiwilligkeit

4.4 Kompetenzen des Sozialarbeiters/der Sozialarbeiterin im Jugendamt

4.4.1 Menschenbild/Kinderbild

4.4.3 Rahmenbedingungen für die Kindesanhörung

4.4.4 Fachkompetenz

4.5 Kooperation

Zusammenfassung

Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit den Gelingensbedingungen für die Partizipation von Kindern und Jugendlichen in hochstrittigen Trennungskonflikten innerhalb der institutionellen Praxis des Jugendamtes. Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, wie trotz der elterlichen Dominanz und der damit verbundenen emotionalen Belastungen eine echte Teilhabe am Hilfeprozess sichergestellt werden kann.

  • Analyse hochstrittiger Elternsysteme und deren Auswirkungen auf Kinder
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und die Rolle des Jugendamtes
  • Theoretische Verankerung der Kinderpartizipation
  • Konfliktfeld Kindeswohl versus Kindeswille
  • Kompetenzanforderungen an das Fachpersonal

Auszug aus dem Buch

1. Hochstrittige Elternsysteme im Kontext von Trennung

Zunächst sei angemerkt, dass der Verlust von Lebensperspektiven, z. B. hervorgerufen durch eine Trennung vom ehemals geliebten Partner, die psychische Stabilität und den Selbstwert der Betroffenen negativ beeinflusst sowie Ängste, somatische und psychische Beeinträchtigungen hervorruft (vgl. Dietrich/Paul 2006, 16). Allerdings schafft der größte Teil der Paare trotz dieser Beeinträchtigungen die Trennung so zu gestalten, dass sie weiterhin ihre Elternverantwortung zum Wohle der Kinder ausüben können und Gerichte nur für den Akt der Scheidung bemüht werden (vgl. ebd. 13).

Die Gruppe der Eltern, die sich über kaum einen der regelungsbedürftigen Angelegenheiten wie Unterhalt, Aufenthalt der Kinder, Sorge- und Umgangsrechtsgestaltung einigen kann, macht gerade mal fünf Prozent der Trennungs- und Scheidungsfamilien aus. Diese geringe Zahl sollte jedoch nicht darüber täuschen, welche personellen und finanziellen Ressourcen diese Gruppe durch oft jahrelange Rechtsstreitigkeiten binden kann und welche Langzeitfolgen das destruktive Verhalten der Eltern untereinander zum Teil auf die betroffenen Kinder hat (vgl. ebd. 13).

Was aber genau bedeutet nun „hochstrittig“? In Deutschland wurde diese Thematik bisher von Seiten der Forschung und Wissenschaft nur wenig angenommen (vgl. ebd.13). So gibt es bisher keine eindeutige Definition.

Die folgende Merkmalsaufzählung als Charakteristika hochstrittiger Elternsysteme stammt von der US-Amerikanerin Johnston (1999):

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hochstrittige Elternsysteme im Kontext von Trennung: Das Kapitel beschreibt Dynamiken und Merkmale eskalierter Elternkonflikte sowie deren tiefgreifende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und Entwicklung der Kinder.

2. Rechtliche Grundlagen bei Trennung/Scheidung: Hier werden die relevanten gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere das Sorgerecht und die Aufgaben des Jugendamtes im familiengerichtlichen Kontext, erläutert.

3. Partizipation von Kindern und Jugendlichen im Jugendamt: Dieses Kapitel verankert das Konzept der Partizipation theoretisch und diskutiert die Diskrepanz zwischen rechtlichem Anspruch und praktischer Umsetzung.

4. Gelingensbedingungen der Partizipation von Kindern/Jugendlichen im Jugendamt bei hochstrittigen Trennungskonflikten: Der Hauptteil analysiert, wie Kindeswohl und Kindeswille in Einklang gebracht werden können und welche Fachkompetenzen Sozialarbeiter für eine gelingende Partizipation benötigen.

Schlüsselwörter

Partizipation, Hochstrittigkeit, Kindeswohl, Kindeswille, Jugendamt, Trennung, Scheidung, Sorgerecht, Umgangsrecht, Elternkonflikt, Sozialarbeit, Bindung, Loyalitätskonflikt, Kindesanhörung, Kindesrechte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, unter denen Kinder und Jugendliche in hochstrittigen Trennungskonflikten effektiv an Entscheidungen des Jugendamtes beteiligt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Dynamik hochstrittiger Familiensysteme, das Spannungsfeld zwischen Kindeswohl und Kindeswille, rechtliche Vorgaben für die soziale Arbeit sowie die notwendigen Kompetenzen des Fachpersonals.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Kinder trotz massiver elterlicher Konflikte eine eigene Stimme im Hilfeprozess erhalten können, ohne dabei instrumentalisiert zu werden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf einer fundierten Sichtung fachwissenschaftlicher Studien, gesetzlicher Normen und psychologischer Theorien basiert.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Begriffe Kindeswohl und Kindeswille, die diagnostischen Herausforderungen bei Bindungsfragen und die Anforderungen an die Gesprächsführung und Haltung von Sozialarbeitern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben der Partizipation stehen Begriffe wie Loyalitätskonflikt, Kindesanhörung, Elternverantwortung und Interventionsmöglichkeiten im Fokus.

Inwiefern beeinflussen hochstrittige Eltern die Partizipation ihrer Kinder?

Sie schränken den Freiraum der Kinder oft ein, indem sie diese in Loyalitätskonflikte bringen oder als "Sprachrohr" für ihre eigenen Ziele instrumentalisieren, was eine unabhängige Äußerung des Kindes erschwert.

Warum wird die Rolle des Jugendamtes als so schwierig beschrieben?

Das Jugendamt muss eine professionelle Neutralität wahren, gleichzeitig das Kindeswohl (auch gegen den Willen der Eltern) sichern und eine vermittelnde Rolle in einem hochaufgeladenen Konfliktfeld einnehmen.

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Details

Title
Hochstrittige Trennungskonflikte. Gelingensbedingungen für die Partizipation von Kindern und Jugendlichen im Jugendamt
College
Hamburg University of Applied Sciences
Author
Kathrin Lierk (Author)
Publication Year
2018
Pages
77
Catalog Number
V491745
ISBN (eBook)
9783668978096
ISBN (Book)
9783668978102
Language
German
Tags
Jugendamt Hochstrittigkeit Kinder/Jugendliche Scheidung/Trennung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Lierk (Author), 2018, Hochstrittige Trennungskonflikte. Gelingensbedingungen für die Partizipation von Kindern und Jugendlichen im Jugendamt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491745
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