Die vorliegende Hausarbeit behandelt die Ziele, den Aufbau und die Anpassung auf die verschiedenen Lieferantentypen im Bereich des Lieferantenmanagements. Das Lieferantenmanagement gewinnt in den vergangenen Jahren zunehmend das Interesse von Praxis und Wirtschaft. Die Abhängigkeit von Lieferanten wird durch Trends, zunehmende Globalisierung oder das Outsourcing von Dienstleistungen und Produkten zunehmend erhöht.
Unter dem modernen Beschaffungsmanagement wird nicht mehr nur das Einkaufen zu niedrigen Preisen gesehen. Vielmehr ist es erforderlich, dass die Beschaffung als starker Partner in der Wertschöpfung positioniert wird, damit die Unternehmen im Wettbewerb bestehen können. In der heutigen Zeit steigen nicht nur die Anforderungen der Kunden, sondern auch die der gesetzlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Aus diesem Grund "muss ein gezieltes Lieferantenmanagement den Kundenwert durch Innovationen, Qualität und Sicherstellung rechtzeitiger Markteinführung maximieren".
Demnach fordert die industrielle Entwicklung durch die Verbesserung der Wertschöpfungsketten eine stetig zunehmende Effizienz, auch über die Unternehmensgrenzen hinweg. Der bisher als "Einkauf" benannte Funktionsbereich kann dieser Bedeutung nicht mehr genügen. Die mit der traditionellen Einkaufsfunktion assoziierten rein operativen und dispositiven Tätigkeiten (Anfragestellung, Bestellwesen, Angebotsver-gleich und Preisverhandlungen) haben sich im Laufe der Zeit stark verändert und erweitert. "Das Beschaffungsmanagement umfasst auch strategische Überlegungen und ist auf effizienzsteigende Prozessorientierung ausgerichtet".
Das moderne Beschaffungsmanagement zeichnet sich dadurch aus, dass strategische Partnerschaften mit den Lieferanten etabliert werden und dass langfristige Beziehungen eingerichtet werden. "Dass die Beschaffung eine hohe Bedeutung für die Wertschöpfung hat, zeigt die Tatsache, dass der Zukaufanteil von produzierenden Unternehmen bezogen auf den Umsatz im Durchschnitt bei rund 55 Prozent liegt und die Beschaffung somit signifikant zum Unternehmenserfolg beiträgt".
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Themeneinführung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2. Grundlagen des Lieferantenmanagements
2.1 Definition „Lieferantenmanagement“
2.2 Ziele des Lieferantenmanagements
3. Aufbau des Lieferantenmanagements
3.1 Lieferantenidentifikation
3.2 Lieferanteneingrenzung
3.3 Lieferantenanalyse und -bewertung
3.4 Lieferantenauswahl
3.5 Lieferantencontrolling
3.6 Steuerung von Lieferantenbeziehungen
4. Anpassung auf die verschiedenen Lieferantentypen
4.1 Klassifizierung der Lieferantentypen
4.2 Anpassung mit Hilfe der ABC-Analyse
4.3 Entwicklungsstrategien der Lieferanten
4.3.1 Vom Teilefertiger zum Produktionsspezialisten
4.3.2 Vom Teilefertiger zum Entwicklungspartner
4.3.3 Vom Teilefertiger zum Wertschöpfungspartner
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, das Lieferantenmanagement als essenziellen Bestandteil des modernen Beschaffungsmanagements darzustellen. Dabei wird der grundsätzliche Aufbau des Prozesses erläutert und analysiert, wie Unternehmen ihre Lieferantenstrategien an unterschiedliche Lieferantentypen – vom einfachen Teilefertiger bis hin zum strategischen Wertschöpfungspartner – anpassen können.
- Grundlagen und Ziele des strategischen Lieferantenmanagements
- Prozessschritte: Von der Identifikation bis zur Steuerung von Lieferantenbeziehungen
- Differenzierung der Lieferantentypen und deren Bedeutung für das Unternehmen
- Anwendung der ABC-Analyse zur Priorisierung von Lieferanten
- Strategien zur Entwicklung von Lieferanten zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
Auszug aus dem Buch
3.1 Lieferantenidentifikation
Nachdem der Beschaffungsbedarf ermittelt wurde, müssen diejenigen Lieferanten ermittelt werden, die das geforderte Beschaffungsgut zur Verfügung stellen können. Hier kann das Unternehmen entweder auf bereits bekannte Lieferanten Bezug nehmen oder neue Lieferanten suchen. Auf bereits bekannte Lieferanten kann dann zurückgegriffen werden, wenn genügend Lieferanten zur Verfügung stehen und wenn über diese ausreichend Informationen vorliegen. Stehen keine oder nicht genügend potenzielle Lieferanten zur Verfügung, muss auf dem Beschaffungsmarkt nach neuen Lieferanten gesucht werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung verdeutlicht die wachsende Bedeutung des modernen Beschaffungsmanagements, das über reine Preisverhandlungen hinausgeht und Lieferanten als strategische Partner begreift.
2. Grundlagen des Lieferantenmanagements: Hier wird der Begriff definiert und die Unterscheidung zwischen operativen sowie strategischen Zielen zur Kostenoptimierung und Versorgungssicherheit erläutert.
3. Aufbau des Lieferantenmanagements: Dieser Abschnitt beschreibt den systematischen Prozess von der Identifikation und Eingrenzung potenzieller Lieferanten über deren Bewertung bis hin zur laufenden Steuerung der Geschäftsbeziehungen.
4. Anpassung auf die verschiedenen Lieferantentypen: Dieses Kapitel erläutert die Klassifizierung von Lieferanten sowie Methoden wie die ABC-Analyse und zeigt spezifische Entwicklungsstrategien auf, um Zulieferer in ihrer Rolle aufzuwerten.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz des Lieferantenmanagements zusammen und betont, dass Unternehmen ihre Strategien angesichts steigender Anforderungen kontinuierlich anpassen müssen.
Schlüsselwörter
Lieferantenmanagement, Beschaffungsmanagement, Lieferantenbewertung, Lieferantencontrolling, ABC-Analyse, Wertschöpfung, Lieferantentypen, Teilefertiger, Entwicklungspartner, Lieferantenbeziehung, Prozessorientierung, Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungsrisiko, Beschaffungsstrategie, Lieferantenidentifikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die konzeptionelle Gestaltung und Bedeutung des Lieferantenmanagements innerhalb des modernen Beschaffungsmanagements in produzierenden Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen zählen die Identifikation, Analyse und Auswahl von Lieferanten sowie deren Entwicklung und die strategische Steuerung der Lieferantenbeziehungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Aufbau eines professionellen Lieferantenmanagements zu beschreiben und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Lieferantentypen gezielt in die Unternehmensstrategie eingebunden werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die den Prozess des Lieferantenmanagements unter Einbeziehung gängiger betriebswirtschaftlicher Verfahren wie der ABC-Analyse erläutert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Prozessschritte (Identifikation bis Controlling) sowie in die differenzierte Anpassung an diverse Lieferantentypen und deren Entwicklungspotenziale.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Lieferantenmanagement, Wertschöpfungspartner, ABC-Analyse, Beschaffungsstrategie und Wettbewerbsfähigkeit.
Warum ist die Unterscheidung der Lieferantentypen wichtig?
Die Unterscheidung ermöglicht es Unternehmen, ihre Ressourcen effizient einzusetzen, indem sie bei strategisch wichtigen Partnern die Kooperation intensivieren und bei Standardlieferanten primär auf Prozesskostenoptimierung setzen.
Was unterscheidet den Teilefertiger vom Wertschöpfungspartner?
Während der Teilefertiger primär standardisierte Produkte liefert und über Preis und Logistik gesteuert wird, ist der Wertschöpfungspartner in komplexe Entwicklungs- und Innovationsprozesse tief integriert.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Lieferantenmanagement. Ziele, Aufbau und Anpassung auf die verschiedenen Lieferantentypen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491783