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Unterrichtseinheit: Die Heilung des blinden Bartimäus bei Mk 10,46-52 - eine Kurzkatechese für die Sekundarstufe

Eine Einheit für die 8. Klasse

Titel: Unterrichtseinheit: Die Heilung des blinden Bartimäus bei Mk 10,46-52 - eine Kurzkatechese für die Sekundarstufe

Unterrichtsentwurf , 2000 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Yvonne Dämgen (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Unterrichtsentwurf ist für eine 8. Klasse bestimmt, in der die Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 14 Jahren sind.
Die gewählte Thematik der Unterrichtseinheit richtet sich in ihren Intentionen nach der Leitlinie 2 für den RU in der Sekundarstufe I: "Jesus und seiner Botschaft begegnen - Christus bekennen". Insgesamt will diese Leitlinie eine Beschäftigung und Erfahrung der SchülerInnen mit der Person Jesus bewirken. Sein Leben, seine Botschaft und eventuelle Kenntnisse bezüglich seiner Wirkungsgeschichte bilden die Grundvoraussetzung für die geplante Unterrichtseinheit, die der vorherigen Behandlung vom Königreich Gottes in Gleichnissen folgt. Des Weiteren soll der Blick auf die vielfältigen menschlichen Reaktionen bezüglich der Botschaft Jesu gerichtet werden, d.h. in welcher Weise äußern seine Anhänger ihren Glauben, wie setzen sie sich gegenüber anderen durch, sind sie aktiv nach außen, wie sieht die Nachfolge Jesu aus? Wichtig erscheint auch die Befreiungsthematik, die gegenwärtig an Beispielen aus Asien oder Afrika, wo Menschen um ihre Lebensrechte kämpfen müssen, verdeutlicht werden kann. Da die SchülerInnen der Jahrgangsstufen 7 und 8 eine kritische Einstellung zur eigenen Wirklichkeit aufweisen, ist eine Auseinandersetzung mit der Botschaft Jesu und ihrer Wirkung angemessen. Die Leitlinie schlägt als Thema "Das Nötige tun: Von Jesus helfen und heilen lernen" vor und verweist auf drei Bibeltexte, in denen es um Wunder geht. Die erste Stunde der Unterrichtseinheit soll einführenden Charakter haben, indem sie eine Annäherung an den Begriff des Wunders versucht. Die mittleren drei Stunden bearbeiten dann je eine der Wundergeschichten.
Zunächst "Die Heilung des blinden Bartimäus" (Mk 10,46-52), dann "Die Heilung eines Kranken am Teich Betesda" (Joh 5,1-18) und zuletzt "Die zehn Aussätzigen" (Lk 17,11-19). Zum einen sollen die Aspekte von Glauben, wie Vertrauen, Hoffnung und Dankbarkeit erschlossen werden, zum anderen sollen Ähnlichkeiten und Unterschiede von Wundergeschichten herausgearbeitet werden. In der 5. Stunde sollen die Wunder noch einmal zusammenfassend betrachtet werden, offene Fragen geklärt und Ergebnisse gesichert werden.
Um eine konkrete Erfahrung mit Hilfsbedürftigkeit und Hilfe zu ermöglichen, wird in der abschließenden 6. Stunde ein Gespräch mit einem/einer eingeladenem/r SeelsorgerIn des Krankenhauses stattfinden.
Wie der Titel der Arbeit 'Kurzkatechese' bereits vermuten lässt, werden die einzelnen Unterpunkte stark verkürzt dargestellt. Es wird dennoch versucht, möglichst alle Punkte gleichwertig zu bearbeiten und zu analysieren.
Der Unterrichtsentwurf enthält eine Darstellung der Lernvoraussetzungen, eine sachliche, didaktische und methodische Analyse, sowie eine Aufschlüsselung der Lernziele und eine tabellarische Skizzierung des Unterrichtsverlaufs.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0 Vorwort

1 Unterrichtsgegenstand

2 Vorgaben bzw. Voraussetzungen der Themenwahl

3 Analyse der Lehrvoraussetzungen

4 Sachanalyse

5 Didaktische Analyse und Strukturierung

6 Lernziele

7 Methodische Analyse und Strukturierung

8 Skizze des Unterrichtsverlaufs

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erstellung einer Kurzkatechese für die 8. Jahrgangsstufe zum Thema "Die Heilung des blinden Bartimäus" (Mk 10,46-52). Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Schülerinnen und Schüler durch die biblische Wundergeschichte für die Aspekte von Glaube, Vertrauen und ein "Blindsein im übertragenen Sinn" sensibilisiert werden können.

  • Religionspädagogische Einordnung der Wundergeschichte in den Lehrplan.
  • Analyse der entwicklungspsychologischen Voraussetzungen von Jugendlichen in der Pubertät.
  • Sachanalyse des Markustextes unter Berücksichtigung exegetischer Aspekte.
  • Didaktische Reduktion und methodische Planung der Unterrichtsstunde.
  • Verknüpfung von Wundererzählung und persönlicher Lebenssituation der Lernenden.

Auszug aus dem Buch

4 Sachanalyse

Das zentrale Thema in dieser Stunde stellt der Glaube bzw. das Vertrauen des Bartimäus dar. Deshalb fiel die Wahl auf den Markustext, da Matthäus (20,29-34) nicht auf das Vertrauen verweist und bei Lukas (18,35-43) noch das Lob Gottes vom Volk hinzukommt, auf das in der Stunde nicht eingegangen werden soll.4

Betrachtet man den Kontext der Geschichte, so hat Markus sie direkt vor den Einzug Jesu in Jerusalem gesetzt und somit ist sie die letzte Heilungsgeschichte im Verlauf des Wirkens von Jesus. Dieser Abschnitt des Evangeliums endet mit dem Aspekt der Nachfolge, das Verb ἀκολουθεῖν findet seine Bedeutung im Hinblick auf die folgende Passion, denn Jesus auf seinem Weg nachfolgen heißt, den Weg zur Passion mitgehen.5

Theißen gliedert die Geschichte wie folgt:6

Bitte 10,47f

Abweisung 10,48

Erneute Bitte 10,48

Zuspruch 10,49

Vertrauensäußerung 10,51

In der Einleitung der Wundergeschichte werden alle beteiligten Personen sowie die Situation genannt: Jesus, seine Jünger und die Volksmenge ziehen aus Jericho und kommen an dem blinden Bettler Bartimäus, dem Sohn des Timäus, vorbei. Zur damaligen Zeit wurden Blinde verachtet, und sie waren gezwungen zu betteln. Die Deutung seines aramäischen Namens wie Baldermann ihn als „ein Kind der Unreinheit“7 übersetzt, ist nach heutiger Sicht falsch.8

Bartimäus redet Jesus mit „Sohn Davids“ und „Rabbuni“ an. Der Titel „Sohn Davids“ wird zum ersten Mal explizit genannt, Jesus widerspricht daraufhin nicht, hier wird bereits auf den beginnenden Leidensweg hingewiesen. „Rabbuni“ stammt aus dem Aramäischen und ist eine Steigerungsform von „Rabbi“: mein Gebieter, diese Anrede wird nicht übersetzt und unterstreicht so die hoheitsvolle Bedeutung.9 Die anderen befehlen dem Bettler auf sein Schreien

Zusammenfassung der Kapitel

0 Vorwort: Kurze Erläuterung zur methodischen Verkürzung der Darstellung aufgrund des Formats einer Kurzkatechese.

1 Unterrichtsgegenstand: Definition des Themas der Unterrichtsreihe (Wunder) und der spezifischen Einzelstunde zur Heilung des Bartimäus.

2 Vorgaben bzw. Voraussetzungen der Themenwahl: Herleitung der Thematik aus den offiziellen Lehrplänen für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I.

3 Analyse der Lehrvoraussetzungen: Untersuchung der entwicklungspsychologischen Situation von 13- bis 14-jährigen Schülern im Kontext von Fowlers Stufenmodell des Glaubens.

4 Sachanalyse: Exegetische Auseinandersetzung mit dem Markustext, seiner Struktur und der Bedeutung der Anreden Jesu.

5 Didaktische Analyse und Strukturierung: Reflexion über die Bedeutung der Wundergeschichte für die Lebenswelt der Lernenden und die thematische Verknüpfung zum "Blindsein".

6 Lernziele: Formulierung des Hauptziels, die zwei Arten von Blindsein zu verstehen und durch Jesus zum "Sehen" zu gelangen.

7 Methodische Analyse und Strukturierung: Auswahl geeigneter Medien und Sozialformen, wie Gruppenarbeit und Unterrichtsgespräch, zur Umsetzung der Lerninhalte.

8 Skizze des Unterrichtsverlaufs: Tabellarische Übersicht der zeitlichen Planung, Phasen und konkreten Handlungsabläufe der Unterrichtsstunde.

Schlüsselwörter

Religionsunterricht, Wundergeschichte, Bartimäus, Glaube, Vertrauen, Nachfolge, Sekundarstufe I, Didaktik, Biblische Exegese, Blindsein, Lebenswelt, Unterrichtsplanung, Markus-Evangelium, Religionspädagogik, Jugendliche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit entwirft ein Unterrichtskonzept für den evangelischen Religionsunterricht in einer 8. Klasse zum Thema der Heilung des blinden Bartimäus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die biblische Wundererzählung, die Bedeutung von Vertrauen und Glauben sowie das metaphorische Verständnis von "Blindsein".

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Das Ziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler sowohl die körperliche Behinderung als auch das "Blindsein im übertragenen Sinn" reflektieren und die Rolle des Glaubens als Weg zum "Sehen" begreifen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf didaktische Analyse, exegetische Sachanalyse sowie entwicklungspsychologische Modelle (Oser/Gmünder, Fowler).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Lernvoraussetzungen, die inhaltliche Sachanalyse sowie die didaktische und methodische Strukturierung des Unterrichtsentwurfs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wundergeschichte, Bartimäus, Vertrauen, Nachfolge, Lebensweltorientierung und Religionspädagogik.

Warum wurde gerade der Markustext für diese Katechese gewählt?

Im Vergleich zu Matthäus und Lukas fokussiert der Markustext am stärksten auf den Aspekt des Glaubens und Vertrauens des Bartimäus und stellt die Geschichte direkt in den Kontext der Nachfolge vor der Passion.

Welche Rolle spielt das "Kippbild" im Unterrichtsentwurf?

Das Kippbild von Indianer und Eskimo dient als motivierender Einstieg, um den Schülern visuell zu verdeutlichen, dass man Dinge auf verschiedene Weise "sehen" kann, was später auf die biblische Erzählung übertragen wird.

Wie gehen die Jugendlichen laut der Analyse mit dem Thema Glaube um?

Die Arbeit stellt fest, dass sich 13- bis 14-Jährige in einem Übergang zwischen synthetisch-konventionellem Glauben und einer reflektierten, kritischen Distanz gegenüber der Kirche befinden.

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Details

Titel
Unterrichtseinheit: Die Heilung des blinden Bartimäus bei Mk 10,46-52 - eine Kurzkatechese für die Sekundarstufe
Untertitel
Eine Einheit für die 8. Klasse
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Religionspädagogik)
Veranstaltung
Proseminar: Religionspädagogische Konzeptionen im 20. Jahrhundert
Note
1,3
Autor
Yvonne Dämgen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
11
Katalognummer
V49185
ISBN (eBook)
9783638457057
ISBN (Buch)
9783638597487
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtseinheit Heilung Bartimäus Kurzkatechese Sekundarstufe Proseminar Religionspädagogische Konzeptionen Jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yvonne Dämgen (Autor:in), 2000, Unterrichtseinheit: Die Heilung des blinden Bartimäus bei Mk 10,46-52 - eine Kurzkatechese für die Sekundarstufe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49185
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Leseprobe aus  11  Seiten
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