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Didaktische Konzeptionen zur Wortschatzarbeit in der Sekundarstufe 1

Title: Didaktische Konzeptionen zur Wortschatzarbeit in der Sekundarstufe 1

Term Paper , 2019 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michelle Espert (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Was sind die allgemeinen Ziele von Wortschatzarbeit? Wie intensiv und in welcher Form wird Wortschatzarbeit tatsächlich in Schulen umgesetzt? Hierbei fällt der Blick auch auf den Lehrplan von Baden-Württemberg. Anschließend werden didaktische Konzeptionen erläutert, verglichen und mit Beispielaufgaben abgeschlossen dargestellt.

Mehr als 50 % der Schüler haben Wortschatzdefizite bzw. kommen über ein Basiswortschatzniveau nicht hinaus. Im schlimmsten Fall führen diese Defizite zu Schwierigkeiten im Lernprozess anderer schulischer Bereiche. Sprachwissenschaftler wie Winfried Ulrich und Inge Pohl kritisieren noch immer den Stellenwert der Wortschatzarbeit im Deutschunterricht. Ulrich konnte seit 2001 in diesem Aspekt einen Fortschritt für die Wortschatzarbeit an Schulen erreichen, da diese nun ein eigener Lernbereich geworden ist. Methodisch ruft er jedoch immer noch zur Verbesserung auf.

Diese Arbeit sollte einen Einblick in verschiedene Möglichkeiten bieten und die Wichtigkeit der Wortschatzarbeit im Deutschunterricht unterstreichen. Mit den verschiedenen, hier aufgeführten Konzeptionen lässt sich, meiner Meinung nach, mit guter Vorbereitung, ein systematisch gut aufgebauter Wortschatzunterricht gestalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung „Wort“

2.1 Was ist der Wortschatz?

3. Wortschatzarbeit in der Schule

3.1 Allgemeine Ziele

3.2 Stellenwert der WSA im Deutschunterricht

4. Didaktische Konzeptionen

4.1 Traditionelle WSA

4.2 Lexikonorientierte WSA

4.2.1 Beispielaufgaben zur lexikonorientierten Wortschatzarbeit

4.3 Textorientierte WSA

4.4 Robustes Wortschatztraining

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Wortschatzarbeit in der Sekundarstufe 1, ausgehend von der Problematik, dass ein Großteil der Schüler über den Basiswortschatz nicht hinauskommt. Das primäre Ziel ist es, den Stellenwert der Wortschatzarbeit zu beleuchten, aktuelle methodische Ansätze kritisch zu vergleichen und Alternativen zur bisherigen, oft unsystematischen Unterrichtspraxis aufzuzeigen.

  • Grundlagen des Wortbegriffs und des mentalen Lexikons
  • Allgemeine Ziele und schulischer Stellenwert der Wortschatzarbeit
  • Kritische Analyse traditioneller, lexikonorientierter und textorientierter Konzeptionen
  • Einsatzmöglichkeiten des robusten Wortschatztrainings
  • Förderung der Bildungssprache und sprachlicher Ausdrucksfähigkeit

Auszug aus dem Buch

4.1 Traditionelle WSA

Die traditionelle Wortschatzarbeit ist diejenige, welche sich in der Praxis konsequent durchgesetzt hat, wobei diese Konzeption hauptsächlich eine „dienende“ Funktion für andere Lernbereiche des Deutschunterrichts darstellt. Traditionell wird Wortschatzarbeit in der Schule punktuell und nicht systematisch durchgeführt. Die Aufgaben zum Wortschatz belaufen sich hierbei auf wort- oder satzbezogene Einsetz- oder Ergänzungsübungen, welche in folgende Bereiche unterschieden bzw. eingeteilt werden: „Die Beschäftigung mit Wortfeldern“, welche meist im Zusammenhang mit Aufsatzübungen stattfinden und zum Ziel haben, dass die Schüler durch vielfältiges lexikalisches Material differenziertere Texte formulieren können.

Außerdem wird sich mit dem Bereich der „Wortfamilien“ beschäftigt, welche im Zusammenhang mit Rechtschreibübungen stehen und vorrangig durchgeführt werden, um die Erschließung von Schreibungen zu erleichtern. Die differenzierte Auseinandersetzung mit dem lexikalischen Material ist dabei zweitranging. Der letzte Bereich, der angewandt wird, sind „singuläre Wortbedeutungserklärungen“, welche im Zusammenhang mit Leseprozessen stehen und an die Frage anschließen: „Gibt es Wörter, die ihr nicht verstanden habt?“ In der Traditionellen Wortschatzarbeit wird die Arbeit mit dem Wörterbuch meist vernachlässigt und nur rechtschreibdidaktisch begründet (vgl. Hochstadt, Krafft und Olsen 2015, 215-216).

Die Problematik an der traditionellen Arbeit am Wortschatz liegt hauptsächlich in der punktuellen und nicht systematischen Herangehensweise, denn diese entspricht nicht dem Lernvorgang des menschlichen mentalen Lexikons. Diese Methode lässt die Arbeit an diesem demnach zufällig bleiben. Wortschatzarbeit erfordert kontinuierliche und differenziert didaktisierte Beschäftiung, welche mit der Beschränkung auf einzelne Wörter und Wortfelder nicht erreicht wird. Auch die sogenannten „singulären Wortbedeutungserklärungen“, im Rahmen von Textarbeit sind nicht nachhaltig. Beobachtungen ergaben auch, dass diese Frage oft wie eine „Alibifrage“ wirkt, bei der nicht weiter überprüft wird, ob die Schüler das Wort bzw. die Wörter tatsächlich verstanden haben (vgl. Hochstadt, Krafft und Olsen 2015, 215-217).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die alarmierenden Ergebnisse der DESI-Studie hinsichtlich der Wortschatzdefizite bei Schülern und definiert das Ziel, verschiedene Konzeptionen der Wortschatzarbeit in der Schule zu untersuchen.

2. Begriffserklärung „Wort“: Es werden verschiedene linguistische Ansätze zur Definition des Wortbegriffs vorgestellt, darunter der formal-orthographische, phonetische-phonologische, semantische und grammatikalische Ansatz sowie der des prototypischen Wortes.

2.1 Was ist der Wortschatz?: Dieses Kapitel erläutert den Begriff „Wortschatz“ als mentales Lexikon und diskutiert die Unterscheidung zwischen produktivem und rezeptivem Wortschatz sowie die Bedeutung des Grundwortschatzes.

3. Wortschatzarbeit in der Schule: Es wird die Rolle der Wortschatzarbeit als eigenständiger Lernbereich analysiert, der über eine rein dienende Funktion hinausgehen sollte.

3.1 Allgemeine Ziele: Hier werden die zentralen Ziele der Wortschatzarbeit zusammengefasst, wobei der Fokus auf dem Aufbau eines umfangreichen, tief verstandenen Wortschatzes und der Wortbildungskompetenz liegt.

3.2 Stellenwert der WSA im Deutschunterricht: Dieses Kapitel kritisiert die geringe und oft unsystematische Berücksichtigung der Wortschatzdidaktik in den Bildungsstandards und Lehrplänen.

4. Didaktische Konzeptionen: Eine Übersicht über verschiedene methodische Ansätze zur systematischen Wortschatzvermittlung wird gegeben.

4.1 Traditionelle WSA: Der Ansatz wird als punktuell und dienend charakterisiert und hinsichtlich seiner fehlenden Nachhaltigkeit kritisiert.

4.2 Lexikonorientierte WSA: Diese Konzeption fokussiert auf die semantisch-lexikalische Vernetzung und den gezielten Ausbau des expliziten Bedeutungswissens.

4.2.1 Beispielaufgaben zur lexikonorientierten Wortschatzarbeit: Dieses Unterkapitel dient der praktischen Illustration der zuvor erläuterten lexikonorientierten Methoden.

4.3 Textorientierte WSA: Hier wird die Arbeit am Wortschatz in den Kontext von Textarbeit und kognitiven Theorien (frame-and-script) eingebettet.

4.4 Robustes Wortschatztraining: Es wird ein sprachintensives Training vorgestellt, das insbesondere auf den Aufbau bildungssprachlicher Kompetenzen bei spezifischen Schülergruppen abzielt.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und unterstreicht die Notwendigkeit einer systematischen Wortschatzarbeit zur Vermeidung schulischer Lernschwierigkeiten.

Schlüsselwörter

Wortschatzarbeit, Mentales Lexikon, Wortschatzvermittlung, Sprachunterricht, Bildungssprache, Sekundarstufe 1, Wortbildungskompetenz, Didaktische Konzeptionen, Traditionelle WSA, Lexikonorientierte WSA, Textorientierte WSA, Robustes Wortschatztraining, Sprachförderung, Wortschatzdefizite, Sprachdidaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Vermittlung von Wortschatz in der Sekundarstufe 1 und untersucht, warum aktuelle schulische Ansätze oft nicht ausreichen, um Schülern einen umfassenden Bildungswortschatz zu vermitteln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Definition des Wortbegriffs, das mentale Lexikon, die Ziele und der Stellenwert der Wortschatzarbeit sowie der Vergleich verschiedener didaktischer Konzeptionen für den Unterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen Einblick in die Wichtigkeit der Wortschatzarbeit zu geben und aufzuzeigen, wie durch alternative, systematische Konzeptionen eine effektive Sprachförderung im Deutschunterricht gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fachdidaktischen Analyse und dem Vergleich existierender wissenschaftlicher Theorien sowie didaktischer Konzepte zur Wortschatzvermittlung in der Schule.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden nach der Klärung grundlegender Begriffe die allgemeinen Ziele der Wortschatzarbeit sowie die aktuelle Situation in den Lehrplänen kritisch beleuchtet. Anschließend werden die traditionelle, die lexikonorientierte, die textorientierte Wortschatzarbeit sowie das robuste Wortschatztraining detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind neben der Wortschatzarbeit selbst vor allem das mentale Lexikon, die Bildungssprache, didaktische Konzeptionen und die Systematik der Vermittlung.

Warum wird die „traditionelle“ Wortschatzarbeit kritisiert?

Die traditionelle Arbeit wird kritisiert, weil sie meist punktuell und beiläufig erfolgt, anstatt das mentale Lexikon nachhaltig und systematisch zu strukturieren.

Was unterscheidet das „robuste Wortschatztraining“ von anderen Ansätzen?

Es zeichnet sich durch einen besonders hohen Sprachintensitätsgrad aus und fokussiert gezielt auf die „Tier-2-Gruppe“ von Wörtern, um bildungssprachliche Barrieren bei Schülern mit beschränktem Zugang abzubauen.

Welche Rolle spielt das „mentale Lexikon“ für die Wortschatzarbeit?

Das mentale Lexikon bildet die kognitive Grundlage; die didaktische Konzeption sollte so gestaltet sein, dass sie Wörter nicht nur isoliert vermittelt, sondern deren Vernetzung und semantische Tiefe im Gedächtnis fördert.

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Details

Title
Didaktische Konzeptionen zur Wortschatzarbeit in der Sekundarstufe 1
College
University of Education Ludwigsburg
Grade
1,3
Author
Michelle Espert (Author)
Publication Year
2019
Pages
19
Catalog Number
V491868
ISBN (eBook)
9783346019424
ISBN (Book)
9783346019431
Language
German
Tags
Wortschatz Wortschatzarbeit Sekundarstufe Didaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michelle Espert (Author), 2019, Didaktische Konzeptionen zur Wortschatzarbeit in der Sekundarstufe 1, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491868
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