Bei diesem Werk handelt es sich um einen kritischen Vergleich, wer (Stand Anfang 2019) die Anlageberatung besser beherrscht, der Mensch oder doch der "Robo-Advisor". Hierbei werden neben dem Beratungsvorgang auch die Anlageinstrumente verglichen sowie weitere relevante Aspekte. Im Mittelpunkt stehen sogenannte "Robo-Advisor" und ihre Rolle in der Anlageberatung.
Das Internet stellt in vielen Bereichen das klassische Bankgeschäft vor Herausforderungen. Der Verbraucher nutzt zum Kredit- und Versicherungsvergleich diverse Plattformen. Ebenso bereitet das Auftreten von Onlinebanken zahlreichen Banken Kopfzerbrechen, da durch günstigere Gebühren der Konkurrenzkampf im Bankgewerbe immer schwerer wird.
Bei dieser Projektarbeit wird davon ausgegangen, dass die potentiellen Kunden keine ausländische Staatsangehörigkeit haben, volljährig sind und nicht unter Betreuung stehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundkonzept
2.1 Das Konzept von Robo-Advisorn
2.2 Arten der Robo-Advisor
2.3 Asset Management
3 Aktuelle Situation
3.1 Geldvermögen
3.2 Einfluss des Internet
3.3 Robo-Advisor-Markt
4 Heutige (analoge) Anlagenberatung
4.1 Einzelproduktberatung
4.2 Ganzheitliche Beratung
5 Hybride Formen
6 Vergleich
6.1 Gegenüberstellung
6.2 Anlageinstrumente
6.3 Vorteile
6.3.1 Minimierung menschlicher Beratungsfehler
6.3.2 Bessere Kontrollmöglichkeit durch BaFin
6.3.3 Geringere Hemmschwelle und weniger Druck des Anlegers
6.3.4 Verfügbarkeit/ Aufwand
6.3.5 Kosten/ Zugang zu ETFs
6.3.6 Breite Streuung der Märkte
6.4 Schwachstellen
6.4.1 Geringer Gesamtüberblick
6.4.2 Datenerfassung
6.4.3 Schwierigkeiten der Risikoeinschätzung
6.4.4 Abschließender Impuls
6.4.5 IT-Sicherheit
6.4.6 Immobilien als Anlageform
6.4.7 Fehlendes Fachwissen
6.4.8 Mangelnde individuelle Gestaltung
6.4.9 Produktauswahl
7 Gestaltungsmöglichkeiten
8 Perspektiven
9 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Robo-Advisorn in der modernen Anlageberatung und geht der zentralen Forschungsfrage nach, ob diese automatisierten Systeme den klassischen menschlichen Berater ersetzen können oder ob eine Koexistenz bzw. hybride Modelle sinnvoll sind.
- Vergleich der Beratungsabläufe zwischen Robo-Advisorn und Banken
- Analyse der Anlageprodukte und Portfoliostrukturen
- Untersuchung der Vor- und Nachteile automatisierter Finanzberatung
- Identifikation von Schwachstellen in der Robo-Advisor-Beratung
- Entwicklung von Gestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft
Auszug aus dem Buch
6.3.1 Minimierung menschlicher Beratungsfehler
Robo-Advisor sind keine Menschen. Diese Eigenschaft hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Vorteile hierbei gibt es zahlreiche:
• Ein Robo-Advisor ist unvoreingenommen. Für das EDV-System ist unrelevant, wer an der Tastatur sitzt. So spielen weder Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Geschlecht eine Rolle in der Entscheidungsfindung. Auch eventuelle negativen Erfahrungen mit dem Kunden spielen bei dieser Beratungsform keine Rolle (letzteres kann unter Umständen auch ein Nachteil sein, siehe 6.4.1)
• Leichtsinnsfehler können bei einem Robo-Advisor nicht vorkommen, da die Leistungsfähigkeit auch bei mehrstündiger Belastung nicht abnimmt.
• Den FinTechs ist der Zahlen- und Abschlussdruck, welcher auf seinen menschlichen Kollegen lastet, gleich. So werden den Algorithmen von Kleinanlegern genau die gleiche Aufmerksamkeit zuteil wie von Großanlegern.
• Auch Zeitdruck spielt bei den Robo-Advisor keine Rolle. Da sie mehrere Kunden zugleich bedienen, ist die Entscheidungszeit des Kunden irrelevant.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die aktuelle Marktsituation, in der Robo-Advisor das klassische Bankgeschäft herausfordern, und definiert den Fokus der Arbeit.
2 Grundkonzept: In diesem Kapitel wird das Funktionsprinzip von Robo-Advisorn als IT-Programme erläutert, die auf Basis von Algorithmen Anlageempfehlungen generieren.
3 Aktuelle Situation: Der Abschnitt betrachtet das Geldvermögen der Deutschen, den Einfluss des Internets auf Finanzgeschäfte und die Marktentwicklung der Robo-Advisor.
4 Heutige (analoge) Anlagenberatung: Hier werden die standardisierten Beratungsformen in Banken, unterteilt in Einzelproduktberatung und ganzheitliche Beratung, gegenübergestellt.
5 Hybride Formen: Dieses Kapitel beschreibt Ansätze, in denen digitale Hilfsmittel mit menschlicher Expertise kombiniert werden.
6 Vergleich: Ein umfassender Vergleich zwischen Robo-Advisorn und klassischer Beratung hinsichtlich Vorteilen und Schwachstellen sowie der eingesetzten Anlageinstrumente.
7 Gestaltungsmöglichkeiten: Dieser Teil diskutiert Potenziale zur Optimierung von Robo-Advisorn, insbesondere durch neue Produktgruppen und Funktionserweiterungen.
8 Perspektiven: Hier wird die zukünftige Marktentwicklung skizziert, wobei die Kooperation zwischen FinTechs und traditionellen Finanzdienstleistern im Vordergrund steht.
9 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Robo-Advisor aktuell primär für erfahrene Anleger geeignet sind und den menschlichen Berater auf absehbare Zeit noch nicht vollständig ersetzen können.
Schlüsselwörter
Robo-Advisor, Anlageberatung, Finanztechnologien, FinTech, Vermögensverwaltung, ETF, Portfoliomanagement, Digitalisierung, Banken, Asset Management, Risikomanagement, Anlageentscheidung, Finanzaufsicht, BaFin, Online-Banking
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Veränderung der Anlageberatung durch den Einzug digitaler Finanztechnologien (Robo-Advisor) und den Wettbewerb bzw. die Kooperation mit traditionellen Filialbanken.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Vergleich von Beratungsprozessen, der Analyse von Anlageinstrumenten wie ETFs, der Identifikation von Vorteilen und Schwachstellen sowie den zukünftigen Perspektiven der Branche.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die kritische Beantwortung der Frage, ob Robo-Advisor den menschlichen Berater ersetzen können oder welche hybriden Lösungen für die Zukunft am sinnvollsten sind.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Online-Recherche sowie seine eigene fundierte berufliche Erfahrung als Anlageberater in verschiedenen Bankinstituten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Konzepte, die aktuelle Marktanalyse, eine detaillierte Gegenüberstellung von digitaler und analoger Beratung sowie eine kritische Bewertung der Schwachstellen und Verbesserungspotenziale.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zentrale Begriffe sind Robo-Advisor, Anlageberatung, FinTech, Portfolioverwaltung, ETF, Digitalisierung und Vermögensaufbau.
Warum reicht laut Autor die aktuelle Datenerfassung bei vielen Robo-Advisorn nicht aus?
Viele Systeme erfassen laut Autor nur das notwendige Minimum für gesetzliche Vorgaben, vernachlässigen jedoch komplexe persönliche Finanzsituationen wie bestehende Kredite, Versicherungen oder kurzfristige Sparziele der Kunden.
Welche Rolle spielt die IT-Sicherheit in der Arbeit?
IT-Sicherheit wird als kritischer Faktor identifiziert, da Hackerangriffe Algorithmen beeinflussen könnten und Anleger zudem Gefahr laufen, auf Fakeseiten von Internet-Kriminellen hereinzufallen.
- Citation du texte
- Jan Storminger (Auteur), 2019, Robo-Advisor in der Anlageberatung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491918