Los Angeles liegt in Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat, im Südwesten der USA. Sie ist die zweitgrößte Stadt der USA nach New York City und die sechstgrößte der Erde. Im Großraum Los Angeles (Metropolitan Area), lebten 2000 16,4 Mio. Menschen.1
Die Los Angeles Metropolitan Area umfasst die fünf Counties (Kreise) Los Angeles, Orange County, Riverside County, San Bernadino County und Ventura County. In dem Siedlungsgebiet, welches vorwiegend aus den Counties Los Angeles und Orange hervorgeht wird Urbanized Area genannt, hier lebten im Jahr 1990 11,4 Mio. Menschen (dies entspricht 38% der kalifornischen Bevölkerung).2 Wie in Abb. 1, S.20 zu erkennen ist, umfasst dieses fast durchgehend bebaute Gebiet bei einer West-Ost-Ausdehnung von 160km und einer Nord-Süd-Erstreckung von ca. 100km eine Fläche von knapp 5.100km².
Zum Vergleich entspricht dies der doppelten Ausdehnung des Staates Luxemburg.
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1 Vgl. Dear (2005)
2 Vgl. Bähr (1993)
Inhaltsverzeichnis
2. Grundlagen zur Einführung
3. Die Stadtgeschichte und der wirtschaftliche Aufstieg
4. Los Angeles stadtgeographisch
5. Bevölkerung und Bevölkerungswachstum
6. Der Arbeitsmarkt unter dem Aspekt der Migration
7. Fazit/Aussicht
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die stadtgeographische Entwicklung des Großraums Los Angeles, wobei insbesondere die sozio-ökonomische Struktur, die Migrationsdynamik und die Einordnung der Metropole in existierende Stadtmodelle analysiert werden. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf das Spannungsfeld zwischen städtischen Problemen und Chancen im Kontext einer postmodernen US-amerikanischen Großstadt.
- Historische Entwicklung und wirtschaftlicher Aufstieg
- Stadtgeographische Charakteristika und Siedlungsmuster
- Bevölkerungszusammensetzung und demographisches Wachstum
- Strukturelle Polarisierung des Arbeitsmarktes durch Migration
- Herausforderungen einer postmodernen Stadt
Auszug aus dem Buch
4. Los Angeles stadtgeographisch
Die Grundlage der amerikanischen Gesellschaft bildet das Streben nach der größt möglichen Freiheit und Unabhängigkeit. Diese Eigenschaften spiegeln auch die städtebauliche Entwicklung von Los Angeles wieder. Metropolen in den USA haben keine vergleichbaren Eigenschaften zu europäischen Großstädten. Los Angeles ist somit auch keine homogene Kulturlandschaft, vielmehr lässt sich von einem aufgelösten Chaos sprechen.
Geschaffen wurde die Siedlungsform amerikanischer Großstädte durch unternehmerische Konzepte und nicht, wie in Europa verbreitet, durch Rahmenbedingungen, die aus politischen Ämtern geschaffen wurden. An der Oberfläche wird eine Struktur sichtbar, die aus einzelnen Standorten verknüpft ist.11
Als Vision der Zukunft betrachtet DEAR (2005) die Stadt als Einheit, die sowohl ein zusammenhängendes regionales System darstellt und das Hinterland organisiert, als auch die städtische Entwicklung durch individuelle und subjektive Vorstellungen der Stadtbewohner. Die persönliche Wahl bestimmt den Zustand von räumlicher Ordnung, Kriminalität, Armut, Rassismus etc., und bildet den Übergang zu einer postmodernen Stadt und Gesellschaft.12
Die Standorte innerhalb eines Raumes werden zufällig besetzt und lassen sich nach belieben mit den Netzen aus Straßen und Telekommunikation verbinden.13
Zusammenfassung der Kapitel
2. Grundlagen zur Einführung: Dieses Kapitel liefert eine räumliche Einordnung des Großraums Los Angeles und definiert die untersuchte Metropolitan Area sowie die Urbanized Area.
3. Die Stadtgeschichte und der wirtschaftliche Aufstieg: Der Text skizziert die Entwicklung von der Gründung 1781 bis hin zur Entstehung eines modernen Industriezentrums durch Erdölvorkommen und Filmindustrie.
4. Los Angeles stadtgeographisch: Hier wird die städtebauliche Struktur der Stadt analysiert, die durch unternehmerische Konzepte geprägt ist und als aufgelöstes, postmodernes Stadtmodell beschrieben wird.
5. Bevölkerung und Bevölkerungswachstum: Das Kapitel beleuchtet den Wandel der Bevölkerungszusammensetzung durch Migrationsströme und die daraus resultierende ethnische Segregation.
6. Der Arbeitsmarkt unter dem Aspekt der Migration: Die Untersuchung zeigt eine Polarisierung des Arbeitsmarktes auf, bei der ethnische Gruppen je nach Qualifikationsgrad unterschiedliche Nischen besetzen.
7. Fazit/Aussicht: Abschließend wird Los Angeles als potenzieller Prototyp der amerikanischen Großstadt diskutiert und auf zukünftige ökologische und soziale Herausforderungen verwiesen.
Schlüsselwörter
Los Angeles, Stadtgeographie, Stadtmodell, Suburbanisierung, Migration, ethnische Segregation, Arbeitsmarkt, Deindustrialisierung, Globalisierung, Bevölkerungsentwicklung, USA, Stadtplanung, postmoderne Stadt, Infrastruktur, Wirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die stadtgeographischen Strukturen und die sozio-ökonomische Entwicklung des Großraums Los Angeles im Kontext des amerikanischen Stadtlandes.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die Stadtgeschichte, die Siedlungsform, das Bevölkerungswachstum, die ethnische Zusammensetzung sowie die Dynamiken des Arbeitsmarktes.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Ziel ist es, Los Angeles als postmoderne Stadt zu charakterisieren und die Auswirkungen der rasanten Entwicklung auf das räumliche und gesellschaftliche Gefüge zu untersuchen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine geographische Analyse auf Basis von Literatur- und Datenmaterial, wie beispielsweise dem Census of Population.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Grundlagen, die räumliche Struktur (mit Fokus auf Außenstadtzentren), die demographische Entwicklung und die Polarisierung am Arbeitsmarkt.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Besonders prägend sind Begriffe wie Migration, ethnische Segregation, Suburbanisierung und die spezifische postmoderne Stadtstruktur von Los Angeles.
Inwiefern hat die Automobilisierung die Stadtentwicklung beeinflusst?
Die Abhängigkeit vom Automobil führte zur Abwanderung aus der Innenstadt und zur Entstehung von Außenstadtzentren (Edge Citys) mit großen Parkflächen, was den öffentlichen Nahverkehr im Vergleich marginalisierte.
Welche Rolle spielt die ethnische Herkunft für die Wohnortwahl?
Die Studie belegt eine starke Tendenz zur Segregation, bei der Menschen aufgrund sozio-ökonomischer und ethnisch-kultureller Gemeinsamkeiten in spezifischen Stadtvierteln zusammenziehen.
- Arbeit zitieren
- Lars Bosselmann (Autor:in), 2005, Der Großraum Los Angeles - Probleme, Chancen Einordnung in Stadtmodelle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49197