Das Aschenputtel und der Cinderella-Komplex

Inwieweit besteht eine Relation zwischen der Grimm’schen Märchenfigur Aschenputtel und dem psychologischen Phänomen des Cinderella-Komplexes?


Hausarbeit, 2017
19 Seiten, Note: 1,2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der Cinderella - Komplex
II.1. Die Frauenrolle im menschlichen Lebenszyklus
II.2. Modernisierung des Frauenlebens

III. Das Wesen der weiblichen Figuren im Märchen
III.1. Die Frauenrolle in den Grimm‘schen Kinder- und Hausmärchen
III.2. Die Figur des Aschenputtels (KHM 21)
III.3. Cinderella vs. Aschenputtel: ein Vergleich

IV. Umfrage: Zwischen Emanzipation und Abhängigkeit

V. Fazit

VI. Literatur - und Quellenverzeichnis

I. Einleitung

Du musst nur durchhalten, heißt es im Kindermärchen, und eines Tages kommt ein Mann und befreit dich aus der Angst, für immer allein zu leben. 1 Dieses Phänomen ist nicht nur in Märchen, sondern auch in der modernen Gesellschaft weit verbreitet. Frauen, die Angst vor der Unabhängigkeit haben, und, wie Cinderella, auf ein äußeres Ereignis warten, das ihr Leben grundsätzlich verändert, ist eine weitverbreitete Theorie, die in der Psychologie genauer untersucht wird. Der sogenannte Cinderella-Komplex, der von der amerikanischen Forscherin Colette Dowling 1981 erforscht wurde, erklärt die persönliche, psychologische Abhängigkeit der Frau, die mit einem tiefverwurzelten Wunsch, von anderen versorgt zu werden, zusammenhängt. Trotz jahrelanger Frauenbewegungen und Emanzipation, sollen Frauen eine tiefe Sehnsucht nach Anlehnung an der „starken“ Schulter des Mannes verspüren. Diese emotionale Kraft sei nach Dowling die stärkste Form der Frauenunterdrückung.2

Wenn wir uns näher mit Märchen, insbesondere mit den Grimm’schen Märchen auseinandersetzen, wird uns schnell auffallen, dass es keine schlechthin Repräsentantin für die Frau im Märchen gibt. Im Allgemeinen ist in der Märchenforschung die kritische Auseinandersetzung mit den weiblichen Grimm’schen Figuren lange noch nicht so weit verbreitet wie die mit den männlichen Märchenhelden.

Wenn wir eine der häufigsten rezipierten Märchenerzählungen der Weltliteratur, und zwar Aschenputtel, näher untersuchen, scheint die weibliche Figur ganz dem Klischee des Rollenbildes der Frau des 19. Jhd. zu entsprechen. Es ist das arme entrechtete Aschenputtel, dem auferlegt wird, „nur fromm und gut zu bleiben“, da "brave und hübsche Mädchen ihre Probleme für das ganze Leben gelöst haben, sobald es ihnen gelungen ist, den Märchenprinzen für sich zu interessieren und fest­ zuhalten."3 Ist Aschenputtel in der Tat ein untergeordnetes passives Mädchen, das ihr Leben lang auf den Prinzen wartet? Denn eine andere Position behauptet konträr, dass sie keineswegs gehorsam und keine ergebene Dulderin sei. Ganz im Gegenteil, wird sie nämlich von Max Lüthi als eine Figur personifiziert, die ihr eigene Aktivität entfaltet und hinzu selbstständig Initiativen ergreift.4

Folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Relation zwischen dem modernen Phänomen des Cinderella - Komplexes und der tatsächlichen Figur des Aschenputtels aus den Grimm‘schen Kinder und Hausmärchen (KHM 21).

Inwieweit entspricht die Figur des Aschenputtels einer passiven abhängigen Frau, die ihr Schicksal in Männern Händen gibt? Inwiefern unterscheiden sich die Figuren Aschenputtel und Cinderella hinsichtlich des Frauenbildes? Wie sind die Frauentypen in den Grimm’schen Kinder- und Hausmärchen generell dargestellt? Diese Fragen werden im zweiten Kapitel diskutiert, nachdem wir uns generell mit dem Cinderella-Komplex und die damit verbundene Frauenrolle im menschlichen Lebenszyklus auseinandergesetzt haben. Hinzu wird die Modernisierung des Frauenlebens thematisiert, um den langwierigen Wandel der Frauenrolle zu begreifen.

Das letzte Kapitel schlägt den Bogen zur aktuellen Gegenwart und beinhaltet eine von mir durchgeführte Umfrage mit dem Thema: Cinderella-Komplex: Zwischen Emanzipation und Abhängigkeit. Hierbei ist die Zielgruppe Frauen und Mädchen unabhängig von Alter, Herkunft und Sozialisation.

Im Fazit werde ich die Ausgangsfrage, inwiefern das Phänomen des Cinderella – Komplexes mit der Figur des Aschenputtels in KHM 21 kollidiert, aufgreifen und die ausgewertete Umfrage hinzuziehen.

II. Der Cinderella - Komplex

Der Cinderella Komplex, auch als Aschenputtel - Syndrom bekannt, beschreibt die Phobie der Frau vor der absoluten Unabhängigkeit. Dies scheint auf dem ersten Blick kurios, denn die Frauen, die uns heute im 21. Jhd. in der modernen Gesellschaft begegnen, wollen alles andere als abhängig sein. Die moderne westliche Frau ist heute als ein emanzipiertes5 freies Individuum bekannt, das nach Jahrzehnter Unterdrückung für die gleichberechtigte Partizipation an der Gesellschaft kämpft. Wie kann es also sein, dass es stets Frauen gibt, die gerne von einem Mann abhängig sein möchten? Von welcher Abhängigkeit ist hierbei die Rede?

In ihrem weltberühmten Buch, erzählt die Journalistin und Forscherin Colette Dowling von Frauen unterschiedlichen Niveaus, die sie eine Zeit lang begleitete und befragte. Einige unter ihnen seien verheiratet, andere geschieden und einige verwitwet gewesen. Außerdem hätten einige einen Beruf ausgeübt, andere studiert, und manche wären Hausfrauen. Eins hatten diese Frauen jedoch alle gemeinsam: „alle agierten weit unter ihren natürlichen Fähigkeiten. Sie lebten in einer Art geschlechtsspezifischem Gefängnis.“6 Dieses Gefängnis verhindert die Entfaltung ihrer vollen geistigen und kreativen Kräfte. Die Frage die sich hierbei stellt, ist die nach dem Grund für das Gefängnis? Bauen sich diese Frauen ihr Gefängnis selbst, oder ist das ein von außen getriebener Akt der Unterdrückung?

Das Problem, für das viele Frauen blind sind, handelt von einem inneren Konflikt. Dowling erklärt nämlich, dass der Kopf der Frauen ihnen sagt, dass sie sich schon immer Freiheit wünschten. Auf der anderen Seite scheinen sie emotional labil und gebunden zu sein. Diese Ambivalenz kann nach der Forscherin nur durch eine von innen heraus geschehene Emanzipation durchbrochen werden.7

Um den Cinderella-Komplex nachvollziehen zu können, müssen wir uns zunächst einmal mit der Frauenrolle im menschlichen Lebenszyklus beschäftigen.

II.1. Die Frauenrolle im menschlichen Lebenszyklus

Freud hat die psychosexuelle Entwicklung des männlichen Kindes, die mit dem Ödipuskomplex8 zusammenhängen, untersucht und dabei eine interessante Theorie über das weibliche Wesen aufgestellt: das Über-Ich der Frau sei niemals „so unerbittlich, so unpersönlich, so unabhängig von seinen emotionalen Ursprüngen, wie wir das von den Männern fordern.“ Daraus schloss der Philosoph, dass Frauen, […] weniger Neigung zur Unterwerfung unter die großen Notwendigkeiten des Lebens, sich öfter in ihren Entscheidungen von zärtlichen und feindseligen Gefühlen leiten (lassen).“9

Diese Unterschiede zwischen den Geschlechtern werden nicht unmittelbar auf die Anatomie zurückgeführt, sondern vielmehr auf die universelle Rolle der Frau als Mutter reduziert. Dieser grundlegende Geschlechtsunterschied prägt sich auf die Persönlichkeitsentwicklung aus und infolgedessen definiere sich die weibliche Persönlichkeit in jeder bestehenden Gesellschaft vielmehr in Verbindungen mit anderen Menschen, als dies das männliche Wesen tut.

Nancy Chodorow, Soziologin und Psychoanalytikerin, vertritt die Meinung, dass die Geschlechtsunterschiede, die sich etwa in den ersten drei Lebensjahren in den Persönlichkeiten verankern, nicht bedeuten, „dass Frauen „Schwächere“ Ich-Grenzen haben als Männer oder anfälliger für Psychosen seien.“ Die Soziologin kommt nämlich der negativen Theorie Freunds entgegen, und erklärt, dass Mädchen eine stärkere Fähigkeit besitzen, die Bedürfnisse oder Gefühle eines anderen als ihre eigenen zu erleben. Außerdem findet die weibliche Identitätsbildung, im Gegensatz zu den Jungen, im Kontext einer bestehenden Beziehung statt. Mütter neigen nämlich dazu, „ihre Töchter als ihnen ähnlicher und als eine Fortsetzung ihrer selbst zu erleben.“10 Äquivalent dazu erfahren die Mädchen die Bindung zur Mutter, indem sie sich, als Identifikation der Weiblichkeit, mit ihren Müttern gleichsetzen.

Konträr sieht es mit den Jungen aus. Vielmehr trennen sie ihre Mütter, der definierten Männlichkeit wegen, von sich selbst ab, und beschneiden damit „ihre primäre Liebe und ihr Gefühl der empathischen Verbundenheit.“11

Folglich bedeutet dies für das Beziehungskonstrukt und das Problem der Abhängigkeit von Frauen und Männern, dass Männlichkeit durch Ablösung und Individuation, während Weiblichkeit durch Bindung definiert wird. Im Umkehrschluss scheint die weibliche Identitätsbildung von Trennung bedroht zu sein.

Erik Erikson, ein amerikanischer Psychoanalytiker, beschreibt die Adoleszenz als die Phase der psychosozialen Entwicklung, die von einer gelungenen oder gescheiterten Identitätsbildung abhängig ist. In diesem Stadium, so behauptet Erikson, hält das Mädchen ihre Identität in der Schwebe, „während sie sich darauf vorbereitet, den Mann anzulocken, dessen Namen sie tragen, durch dessen Status sie definiert werden wird, den Mann, der sie vor der Leere und Einsamkeit erretten wird, indem er den inneren Raum ausfüllt.“12 Dieses Verhalten erinnert unmittelbar an die Märchenfigur Aschenputtels, aber auch an die Figuren der Stiefschwestern, die über Schranken gehen, um den Mann zu treffen, der ihr Leben vollkommen machen soll.

Insofern strebt der Mann Identität vor Intimität und Fortpflanzung an, wohingegen die Frau diese beiden Aufgaben miteinander verschmelzen lässt, da sie sich durch das erkennt, wodurch andere sie erkennen, nämlich durch ihre Beziehungen zu anderen.

Wie die Frauen Identität und Intimität verknüpfen und dabei stets nach Bindungen streben, zeigt sich im Konzept der Modernisierung des Frauenlebens.

II.2. Modernisierung des Frauenlebens

Im Folgenden ist nicht die einseitige Rede von bestimmten Frauen, die entweder berufstätig oder Hausfrauen sind, wie letztere eben bei Aschenputtel der Fall ist. Eine arme Bedienstete, die auf ihren Prinzen wartet, um sich dann mit der reduzierten Frauenrolle der Trias von Ehestand, Mutterschaft und Haushalt zufrieden zu geben, so wie es das damalige Frauen- und Mädchenalltag veranschaulichte.13 Vielmehr geht es hierbei um berufstätige (Ehe-) Frauen und Mütter, die finanziell keineswegs abhängig sind, jedoch emotional an einem Mann gebunden sind.

Die Abhängigkeit, die den Komplex impliziert, ist dementsprechend nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine emotionale Bindung an den Mann.

Viele Jahre lang war den Frauen die Rolle der Hausfrau und Mutter zugesprochen worden. Man sagte ihnen, „wie man sich einen Mann angelt und ihn sich fesselt, […], worauf es beim Kauf einer Geschirrspülmaschine ankommt, wie man Brot bäckt, wie man sich weiblicher anzieht.“14

Nach Jahrelangem Kampf um Gleichstellung, Selbstständigkeit, Freiheit und Bildung, stehen die Frauen nun vor einem erneuten Problem. Betty Friedan nennt es das Problem „ohne Name“. Es ist eine beängstigte Tatsache, dass Frauen - sei es mit achtzehn, fünfundzwanzig oder einundvierzig, unter Torschlusspanik leiden, schildert B. Friedan. Diese Identitätskrise mit der Frage nach eigenen Rollenzuschreibung kann gut mit dem Phänomen des Cinderella-Komplexes verknüpft werden. Haus- und Ehefrau oder doch lieber Beruf und Karriere?15 Wenn sich eine Frau einerseits für das Erstere entscheidet, bleibt sie materiell von ihrem Partner abhängig. Wenn sie sich andererseits lediglich für Beruf und Karriere entscheidet, verspürt sie eines Tages die Sehnsucht nach einem (Ehe-) Partner oder dem Mutterdasein. Es wird deutlich, dass die gewollte oder ungewollte Abhängigkeit der Frau omnipräsent ist. Entweder wirtschaftlich und /oder emotional. Diese Ambivalenz der Geschlechtsidentität führt dazu, dass sich viele Frauen dafür entscheiden, Beruf und Ehefrau oder/und Mutterdasein zu verknüpfen, sowie es die Theorie über die Frauenrolle im menschlichen Lebenszyklus voraussagt. Es sind jene Frauen, die Identität und Intimität um ihrer selbst willen koordinieren. Dadurch wird das große Bedürfnis nach einem Lebenspartner, und die damit verbundene heimliche Angst vor der endgültigen Unabhängigkeit ziemlich deutlich.

Die Doppelrolle der Frau wurde bereits in den fünfziger Jahren betont, da sie zu dieser Zeit eine Wende implizierte. Man sprach von einem Dilemma zwischen „naturhafter Familienverpflichtung und karrierebezogene Berufsarbeit.“16

In der Nachkriegszeit hat man versucht das Dilemma zu lösen, indem es kein „entweder“ – „oder“ zwischen den Alternativen geben sollte, und es damit in einem kontinuierlichen Konflikt ausharren lassen. Dowling spricht in diesem Kontext von „Sklaven der Moderne“, die nach einem Acht-Stunden-Tag Haushalt, Kind und Mann versorgen müssen.17

Wenn man die diversen Stufen der Frauenrolle in der Geschichte betrachtet, scheint dieser Dualismus per se ein unausweichliches Phänomen darzustellen. „Auf der einen Seite wird die `gefangene Frau` vor Augen geführt (Gavron 1966), auf der anderen Seite wird das Los der berufstätigen Mütter als kaum tragbar beschrieben (Pfeil 1961), und schließlich wird die familienferne Karrierefrau als wenig aussichtsreicher Sozialtypus geschildert (Kanter 1974).“18

Letztendlich stellt die moderne Frauenrolle, die eine Doppelrolle der berufstätigen Mutter mit sich bringt, eine einseitige determinierte Modernisierung dar. Denn die Frau, die auf materielle Unabhängigkeit verzichtet, um ihr Mutterdasein zu führen, schlüpft zwangsläufig in die traditionelle Rolle der häuslichen Frau.19 Der unermüdliche Zyklus, den Dowling als Gefängnis bezeichnet, wird in der Psychologie auf die biologischen Geschlechtsunterschiede reduziert. Wohingegen die Soziologie das gesellschaftliche Konstrukt der ungleichen Geschlechterrollen als Determinante sieht.20 Letztere zeigt sich in der gegenwärtigen Genderforschung, die das soziale Geschlecht (Gender) von dem anatomischen Geschlecht (Sex) unterscheidet.

III. Das Wesen der weiblichen Figuren im Märchen

Das Märchen ist schon seit vielen Jahren Ziel und - Angelpunkt von zahlreichen Forschern, die die Literaturgattung aus diversen Gründen und Sichtpunkten untersuchen.

Die Grimm Brüder waren dabei die Ersten, die das Märchen als wissenschaftliches Komplex verstanden. Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, die im Jahre 1812 zum ersten Mal erschienen sind, gehören zu den meist übersetzten- und verkauften Bücher der deutschen Sprache und sind in der Kinderliteratur unabdingbar.

Indes spiegelt das Märchen die Eigenschaften und Bräuche einer Gesellschaft wider, sodass Bezüge zur Realität per se hergestellt werden können. Auch die Geschlechterbilder in Märchen werden wissenschaftlich untersucht und dabei erstaunliche Parallelen zum „realen (Selbst-) Verständnis von Geschlechtern auf persönlicher, soziokultureller und politischer Ebene“ hergestellt.21 Hierbei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass in den westeuropäischen und speziell in der deutschen mündlichen Märchentradition eine herrschende Frauendomäne existierte.

[...]


1 Preuschoff, Michael: Cinderella-Komplex aus dem Wörterbuch von Basisreligion. (http://basisreligion.reliprojekt.de/cinderella.htm, Zugriff am: 23.3.2017).

2 Dowling, Colette: Der Cinderella-Komplex: die heimliche Angst der Frau vor der Unabhängigkeit. Frankfurt am Main 1982, S. 29f.

3 In: Feustel, Elke: Rätselprinzessinnen und schlafende Schönheiten-Typologie und Funktionen der weiblichen Figuren in den Kinder-und Hausmärchen der Brüder Grimm. Hildesheim 2012, S. 305.

4 Max Lüthi, Zürich: Der Aschenputtel-Zyklus. In: Janning, Jürgen u.a. (Hrsg.): Vom Menschenbild im Märchen. Kassel 1980, S. 56.

5 Emanzipation ist die Befreiung des Individuums aus rechtlicher, politisch - sozialer, geistiger oder psychischer Abhängigkeit. Seit dem 19. Jahrhundert geht es insbesondere um die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung der Frau mit dem Mann (vgl. Duden).

6 Dowling, Colette: Der Cinderella-Komplex, S. 30.

7 Dowling, Colette: Der Cinderella-Komplex, S. 29f.

8 Von Freud eingeführte Bezeichnung für die libidinöse Bindung eines Kindes an den gegengeschlechtlichen Elternteil bei gleichzeitiger Eifersucht und Abneigung gegenüber dem gleichgeschlechtlichen Elternteil, als Ausdruck der kindlichen Sexualität. […], so identifiziert sich das Kind mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil und übernimmt damit die elterlichen Moralvorstellungen (Über-Ich, Inzest). Heute wird das generelle Vorkommen des Ö. vielfach bezweifelt […] (Lexikon-Institut Bertelsmann, 1995, S. 333).

9 Gilligen, Carol: Die andere Stimme. Lebenskonflikte und Moral der Frau. München 1999, S. 15.

10 Gilligan, Carol: Die andere Stimme, S. 16.

11 Gilligan, Carol: Die andere Stimme, S. 16f.

12 Gilligan, Carol: Die andere Stimme, S. 20.

13 Feustel, Elke: Rätselprinzessinnen und schlafende Schönheiten-Typologie und Funktionen der weiblichen Figuren in den Kinder-und Hausmärchen der Brüder Grimm. Hildesheim 2012, S. 79.

14 Frieden, Betty: Der Weiblichkeitswahn oder die Selbstbefreiung der Frau: ein Emanzipationskonzept; mit einem neuen Vorwort und Epilog anläßlich [!] des zehnten Jahrestages der Erstveröffentlichung. Reinbek 1984, S. 17.

15 Frieden, Betty: Der Weiblichkeitswahn oder die Selbstbefreiung der Frau, S. 54.

16 Gerhardt, Uta: Frauenrolle und Rollenanalyse. In: Schütze, Yvonne: Frauensituation: Veränderung in den letzten 20 Jahren. Frankfurt am Main 1988, S.47.

17 Dowling, Colette: Der Cinderella-Komplex, S. 198f.

18 Gerhardt, Uta: Frauenrolle und Rollenanalyse. In: Schütze, Yvonne: Frauensituation, S. 47.

19 Geissler, Birgit: Lebensplanung junger Frauen. Zur widersprüchlichen Modernisierung weiblicher Lebensläufe. Weinheim 1996, S. 127.

20 Gerhardt, Uta: Frauenrolle und Rollenanalyse. In: Schütze, Yvonne: Frauensituation, S. 60.

21 Fabritius, Bernd: Rotkäppchen, was trägst du unter der Schütze? Geschlechterbilder im Märchen. Marburg 2010, S. 10.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Das Aschenputtel und der Cinderella-Komplex
Untertitel
Inwieweit besteht eine Relation zwischen der Grimm’schen Märchenfigur Aschenputtel und dem psychologischen Phänomen des Cinderella-Komplexes?
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Kinder- und Jugendliteratur
Note
1,2
Autor
Jahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V492152
ISBN (eBook)
9783668978546
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aschenputtel, Cinderella, Komplex, Grimm‘schen Kinder- und Hausmärchen, Frauenrolle, Empanzipation, Abhänigkeit
Arbeit zitieren
Yousra Hamzaoui (Autor), 2017, Das Aschenputtel und der Cinderella-Komplex, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492152

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