Die Personenzentrierte Beratung. Eine Untersuchung der Anwendung, Wirkfaktoren und Methoden


Studienarbeit, 2013
20 Seiten, Note: 1,3
Katharina Wolf (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Personenzentrierter Ansatz

3. Fallbeispiel: Sebastian
3.1 Ablauf der Beratung
3.2 Zugrundeliegende Problematik

4. Vergleich zu anderen Ansatzen
4.1 Grundannahmen
4.1.1 Menschenbild
4.1.2 Storungs- und Veranderungstheorie
4.2 Wirkfaktoren
4.2.1 Kongruenz/ Echtheit:
4.2.2 Akzeptierung / Wertschatzung:
4.2.3 Einfuhlendes Verstehen / Empathie
4.3 Rolle des Beraters
4.4 Methoden der Beratung

5. Fazit/ Resumee

Gib einem Hungernden einen Fisch

so wird er einen Tag lang keinen Hunger haben

Gib ihm sieben Fische

so wird er eine Woche lang ohne Hunger sein

Lehre ihn fischen

und er wird sein ganzes Leben lang nicht mehr hungern

(Chinesisches Sprichwort)

1. Einleitung

Der personenzentrierte Ansatz hat die psychologische Beratung, wie sie heute haufig angewandt wird, ma&geblich beeinflusst. Doch was sind die wichtigsten Aspekte, die zu diesem Paradigmenwechsel gefuhrt haben? Wie konnen die theoretischen Aspekte in der Praxis angewandt werden und wie gestaltet sich der personenzentrierte Beratungsprozess? Und wie unterscheidet sich der personenzentrierte Ansatz von anderen Ansatzen hinsichtlich seiner Grundannahmen, Wirkfaktoren und Methoden?

Das Bestreben dieser Arbeit ist es, auf diese Fragestellungen eine Antwort zu finden. Zunachst wird daher eine kurze Einfuhrung in den personenzentrierten Ansatz gegeben. Hierbei wird neben der Einordnung des Ansatzes auf die besonderen theoretischen und praktischen Merkmale eingegangen. Anschlie&end wird das Fallbeispiel von Sebastian vorgestellt, ein moglicher Ablauf des Beratungsprozesses skizziert und die zugrundeliegende Problematik kurz erlautert. Im vierten Kapitel werden die Grundannahmen, Wirkfaktoren und die Rolle des Beraters dargestellt, sowie die Methoden der personenzentrierten Beratung mit anderen Beratungsansatzen verglichen. Hierbei wird jeweils zunachst die personenzentrierte Sicht naher erlautert und anschlie&end die Differenz zu anderen Ansatzen herausgestellt.

2. Personenzentrierter Ansatz

Der personenzentrierte Ansatz geht auf die klientenzentrierte Psychotherapie zuruck, welche von Carl Rogers in den 1940er Jahren entwickelt wurde. Die bezeichnende Neuerung dieses Ansatzes stellt sich in der Orientierung an den Menschen und nicht am Problem dar.1 Neben den zwei damaligen Bewegungen, der Psychoanalyse und dem Behaviorismus, wurde die klientenzentrierte Psychotherapie als Humanistische Psychologie oder auch als die »Dritte Kraft« bezeichnet, da diese drei Psychotherapieformen die groBte Verbreitung und Anerkennung erzielten.2 Rogers steckte mit der Veroffentlichung des klientenzentrierten Psychotherapiekonzepts (1942) den Rahmen psychotherapeutischen Denkens und Handelns in ganz entscheidender Weise ab und setzte fur den Entwicklungsverlauf dieser psychotherapeutischen Behandlungsform ganz wesentliche Markierungen3.

Die personenzentrierte Beratung ist durch eine nicht-direktive Beziehung zwischen Klient und Berater gekennzeichnet und wird charakterisiert durch drei wesentliche Merkmale des Beraters dem Klienten gegenuber: Empathie, unbedingte Wertschatzung und Kongruenz. Der Klient wird in der Beratung durch eine Neuorientierung im Erleben und Verhalten zur eigenstandigen Losung seiner Probleme befahigt.4 Sie zielt demnach auf eine groBere Unabhangigkeit und Integration des Individuums ab, welche statt des Problems im Mittelpunkt der Betrachtung steht. Das Ziel ist es, dem Klienten zu helfen, sich zu entwickeln, sodass er das gegenwartige Problem und kunftige Probleme unabhangig und eigenverantwortlich bewaltigen kann. Dieser Ansatz betont den individuellen Drang zum Wachsen, zur Gesundheit und Anpassung, bevorzugt die emotionalen Elemente starker als die intellektuellen und legt groBeren Nachdruck auf die Gegenwart als auf die Vergangenheit des Individuums.5 Rogers postuliert als Antriebskraft des menschlichen Organismus eine »Aktualisierungstendenz« als einziges Motiv menschlichen Verhaltens zu einer komplexeren und vollstandigen Entfaltung. Diese universelle Aktualisierungstendenz wird als Vorwartsentwicklung aller Fahigkeiten des Organismus ausgedruckt und entfaltet.6 Die Selbstwahrnehmung und somit das Selbstkonzept einer Person entsteht zum Einem aus den Bedurfnissen und den damit verbundenen Erfahrungen und zum Anderen aus den Erfahrungen, die das Individuum im Sozialisierungsprozess ubernommen hat, als es sie selbst in dieser Weise erfahren hat. Kunftige Reize werden mit diesem Selbstkonzept abgeglichen und bei Ubereinstimmung in die Erfahrungen integriert, bei Nicht- Ubereinstimmung abgewehrt. Diese Abwehr bildet die Grundlage einer sich entwickelnden Fehlanpassung.7

3. Fallbeispiel: Sebastian

Der funfjahrige Sebastian verhalt sich im Kindergarten stark separiert und hat gelegentlich schwer nachvollziehbare Wutausbruche. Seine Eltern haben sich nach einer konfliktreichen Beziehung hochstrittig getrennt. Sebastian und sein 13-jahriger Halbbruder wachsen bei der Mutter auf, die sich haufig negativ uber Sebastians Vater auBert. Zu seiner Mutter hat Sebastian eine enge Beziehung, den auf die Erzieher sehr zuruckhaltend wirkenden Vater sieht er nur unregelmaBig an Wochenenden.

Die Mutter kommt alleine in die Beratung, da sie sich groBe Sorgen um ihren Sohn Sebastian macht. Dieser verhalte sich nach Aussage der Erzieherinnen im Kindergarten sehr auffallig.

3.1 Ablauf der Beratung

8 Die Mutter hat einen groBen Schritt gemacht, indem sie in die Beratung gekommen ist. Zunachst konnte der Kontext dieses Schrittes behandelt werden. Der Berater hat die Moglichkeit, zunachst der Mutter ehrlich mitzuteilen, dass er nicht viel uber ihre Motivation zur Inanspruchnahme der Beratung weiB um somit indirekt den Kontext fur den Schritt zur Beratung zu erfragen. Moglicherweise wird die Mutter abstreiten, dass sie diesen Schritt eigenverantwortlich gegangen sei und auf den Kindergarten verweisen, der ihr eine Beratung empfohlen hatte. Der Berater konnte diesen Aspekt aufgreifen indem er fragt, ob sie das alleine dem Kindergarten zu liebe mache. Die Mutter wurde in diesem Falle wahrscheinlich das Wohl von Sebastian und ihre Sorgen in Bezug auf sein isolierendes und aggressives Verhalten ansprechen. Dieser Aspekt kann vom Berater wertschatzend aufgegriffen werden. Der Berater konzentriert sich an dieser Stelle in erster Linie auf die Sorgen der Mutter und interessiert sich dafur, weshalb sie der Meinung sei, eine Beratung zu benotigen. Dies ist ein essentieller Punkt in der Beratung. In dem Moment, in dem die Mutter selbst die Verantwortung fur ihr Kommen ubernimmt, kann sie auch die Verantwortung fur die Arbeit an ihren Problemen akzeptieren. Von Beginn an tritt der Berater der Mutter kongruent und wertschatzend gegenuber und legt so die Basis fur den Aufbau einer konstruktiven Beziehung.

AnschlieBend wird die Beratungssituation meist klar definiert. Der Berater macht der Mutter bewusst, dass er kein Patentrezept fur die Losung ihrer Probleme hat, sondern ihr helfen wird, eigene Losungen fur ihre Probleme zu erarbeiten. Dies kann in ganz allgemeiner Form oder im Sinne ganz konkreter Sachverhalten erfolgen. Haufig reicht eine intellektuelle Erklarung nicht aus. Im Beratungsprozess wird daher immer wieder diese Grundidee betont, um der Mutter zu verdeutlichen, dass sie in der Beratung die Freiheit besitzt sich eigene Losungen zu erarbeiten. Durch Worte und Handlungen vermittelt der Berater der Mutter, dass die Beratungsstunde ihr gehort und dass sie die Verantwortung fur sich ubernehmen und nutzen kann. Dies kann in allen moglichen Situationen deutlich gemacht werden, wie beispielsweise bei der Terminvereinbarung, indem der Berater zwar einen Termin vorschlagt, es dennoch der Mutter uberlasst diesen anzunehmen.

Im weiteren Beratungsprozess wird die Mutter ermutigt, ihre Gefuhle im Zusammenhang mit dem Problem frei auszudrucken. Dies wird in gewisser Weise durch die freundliche und interessierte Haltung des Beraters erreicht und zu einem weiteren Teil unter Zuhilfenahme bestimmter Gesprachstechniken wie dem aktiven Zuhoren. Die Mutter konnte in diesem Rahmen auf den Vater von Sebastian zu sprechen kommen und ihrer Wut uber ihn freien Lauf lassen. Das Ziel des Beraters ist es, in diesem Moment den Ausbruch von kritischen Gefuhlen und Feindseligkeiten nicht aufzuhalten, sondern vielmehr diesen zu fordern. Dies wird durch das Paraphrasieren und Wiederspiegeln der Gefuhle der Mutter begunstigt. Die negativen Gefuhle der Mutter werden vom Berater akzeptiert, erkannt und geklart. Er reagiert auf die unterschwelligen Gefuhle der Mutter und bemuht sich durch seine Aussagen und Handlungen eine Atmosphare zu schaffen, in der es ihr gelingt, diese negativen Gefuhle zu erkennen und sie als ein Teil von sich zu akzeptieren, anstatt sie auf andere Menschen zu projizieren oder hinter Abwehrmechanismen zu verstecken. Der Berater klart die Gefuhle verbal und nimmt zur Kenntnis, dass sie existieren und akzeptiert sie, anstelle ihre Ursache und ihren Nutzen zu interpretieren. Er geht dabei nicht uber den Umfang hinaus, den die Mutter bereits ausgedruckt hat und verbalisiert keine Einstellungen, die der Mutter noch gar nicht bewusst sind. Er belasst es bei dem Erkennen und Akzeptieren der Gefuhle, welche die Mutter imstande war auszudrucken. Auch Ambivalenzen, welche die Mutter in ihren Au&erungen deutlich macht, konnen zusammengefasst und gegenubergestellt werden. Sofern es dem Berater gelingt die Gefuhle zutreffend wiederzugeben, ermoglicht dies der Mutter noch freier auszudrucken, was sie beschaftigt.

Konnte die Mutter die negativen Gefuhle erschopfend ausdrucken, wird sie zogernd beginnen positive Impulse zu au&ern, die das Wachsen fordern. Die Mutter konnte beispielsweise etwas Positives uber den Umgang des Vaters mit Sebastian oder uber die gemeinsame Zeit mit dem Kindsvater sagen. Diese positiven Gefuhle werden vom Berater ebenso wie die negativen Gefuhle akzeptiert und anerkannt. Da der Berater die positiven Gefuhle nicht mit Lob auszeichnet, sondern sie ebenfalls als ein Teil der Personlichkeit der Mutter akzeptiert, bietet sich ihr die Gelegenheit, sich selbst so zu verstehen, wie sie ist. Sie hat dadurch weder das Bedurfnis ihre negativen Gefuhle zu verteidigen noch ihre positiven Gefuhle uberzubewerten. Einsicht und Selbstverstandnis treten somit zutage. An dieser Stelle konnte die Mutter beispielweise erkennen, dass sie nur so negativ ihrem Mann gegenuber eingestellt ist, da dieser sie verlassen habe. Dieses Verstehen und Akzeptieren des Ichs stellt die Basis zu neuen Interpretationsebenen dar. Moglicherweise erkennt sie, dass der Auszug des Mannes schon haufiger Thema in Konflikten miteinander gewesen sei und dass dies in Sebastian ebenfalls die Angst ausgelost haben konnte, die Mutter konne auch ihn nicht mehr lieben, sobald er wegginge, beispielsweise in den Kindergarten. Mit dem Prozess der Einsicht geht ein Prozess der Klarung moglicher Handlungsablaufe und moglicher Entscheidungen einher. Die Mutter erkennt die Zusammenhange und steht nun vor der Frage, wie sie die Situation verandern kann. Der Berater hilft der Mutter, die zur Verfugung stehenden Moglichkeiten zu klaren sowie ihre Mutlosigkeit und Angst anzuerkennen. Er drangt die Mutter weder in einen bestimmten Handlungsverlauf noch erteilt er ihr Ratschlage.

Anschlie&end kommt es meist zu einem faszinierenden Aspekt in der Beratung. Winzige, aber hochst bedeutsame positive Handlungen werden initiiert. Die Mutter konnte beispielsweise die Idee haben, Sebastian bei der Fertigstellung eines Geburtstagsgeschenkes fur seinen Vater zu helfen, welches dieser im Kindergarten begonnen habe. Ihr Plan signalisiert Sebastian in angemessener Weise, dass er seinen Vater trotz der Trennung der Eltern gern haben darf. In ihrem Plan bezieht sie auch den Kindergarten mit ein und gibt Sebastian das Gefuhl, dass der Aufenthalt dort in Ordnung ist. Es zeigt sich, dass sie mit echter Motivation eine Art von Verhalten gefunden hat, dass ihre Probleme losen wird. Ihr Plan wird erfolgreich sein, da der Wunsch eine reife und gute Mutter zu sein ihrer Einsicht entsprang.

Die Mutter wird im weiteren Prozess verstarkt Einblick in ihre Handlungen gewinnen und ein genaueres und umfassenderes Selbstverstehen erlangen. Sie wird zunehmend integrierte positive Handlungen finden und mehr Vertrauen in ihre selbstgelenkten Handlungen entwickeln. Die personliche Beziehung zwischen Berater und Mutter gelangt nun auf eine intensivere Ebene. Gemeinsam werden weitere Handlungen diskutiert, aber ohne die Angst und Abhangigkeit, die zu Anfang der Beratung spurbar war. Das Hilfebedurfnis der Mutter wird nach einer gewissen Zeit nachlassen und sie wird erkennen, dass die Beratung zu Ende gehen muss. Der Berater wird die Mutter nicht zum Abschluss der Beratung drangen, genauso wenig wird er versuchen sie zu halten.

3.2 Zugrundeliegende Problematik

Die zugrundeliegende Problematik manifestiert sich in dem unangepassten und destruktiven Verhalten Sebastians im Kindergarten. Die Ursachen fur sein Verhalten konnten in der Trennung der Eltern und den daraus resultierenden negativen Au&erungen der Mutter uber den Vater liegen. Moglicherweise hatten die Konflikte der Eltern zur Folge, dass Sebastian Angst hat, die Mutter konne sich auch von ihm abwenden. Infolge dessen hat er eine enge Bindung zur Mutter aufgebaut, welche es ihm nicht ermoglichte, sich frei im Kindergarten zu integrieren. Diese Angst konnte innere Spannungen verursachen, die sich in plotzlichen Wutausbruchen entladen.

Die Beratung der Mutter und die Klarung ihrer Konflikte konnten sich positiv auf die Beziehung zwischen ihr und Sebastian auswirken. Durch den besseren Umgang mit ihren Gefuhlen konnte sie sich reifer und einfuhlsamer um die Bedurfnisse und Angste von Sebastian kummern. Der veranderte Umgang konnte sich auch auf Sebastians Verhalten im Kindergarten auswirken. Wenn er keine Angst mehr hatte, die Mutter zu verlieren, konnte er sich freier den Aktivitaten im Kindergarten widmen. Die Aggressionen wurden zuruck gehen, was sich moglicherweise zusatzlich positiv auf die Kontakte zu anderen Kindern auswirkt.

Dennoch wird hier ein Idealfall geschildert. Es konnte auch sein, dass sich die Verhaltensweisen von Sebastian und seine Angst sich in einer Art manifestiert haben und ein Bestandteil seines Selbstkonzeptes geworden sind, dass eine Spieltherapie fur ihn in Frage kame, in der er seine negativen Gefuhle im Spiel ausdrucken konnte. Anschlie&end konnte er den gleichen Prozess wie seine Mutter in der Beratung durchlaufen und positive Gefuhle sowie positive Handlungen ins Spiel einbringen. Der Prozess wurde in diesem Fall weniger von einer intellektuellen Einsicht und Worten gepragt sein. Die unterschwelligen Aspekte sind jedoch weitgehend identisch.

Auch die Gefuhle und Handlungsweisen des Vaters bleiben im oben geschilderten Ablauf der Beratung unbeachtet. Die Integration des Vaters ist in der personenzentrierten Beratung nicht ausgeschlossen. Es stellt sich hierbei die Frage, ob sich die Beratung und Veranderung der Mutter nicht auch auf das Verhaltnis zum Vater und somit seine Verhaltensweisen auswirken. Ebenfalls fraglich ist, ob Themen wie Sorgerecht und Besuchsrecht fur die unregelma&ig stattfindenden Wochenendbesuche Sebastians verantwortlich sind. Moglicherweise konnen diese Konflikte aber von der Mutter durch ihre erlangte Reifung nun eigenverantwortlich geklart und eigenstandig neue Handlungsmuster erarbeitet werden, sodass ein Hinzuziehen des Vaters nicht von Noten ist.

4. Vergleich zu anderen Ansatzen

Das folgende vierte Kapitel beinhaltet eine Darstellung der Grundannahmen, sowie eine prazise Beschreibung der Wirkfaktoren und den jeweiligen Vergleich mit anderen Beratungsansatzen. Hierbei wird die Haltung des Beraters und dessen drei Merkmale Kongruenz / Echtheit, Akzeptierung / Wertschatzung und Einfuhlendes Verstehen / Empathie besonders beschrieben. Daruber hinaus wird die Rolle des Beraters kurz herausgestellt und ebenso wie die Methoden wiederum mit anderen Ansatzen verglichen.

4.1 Grundannahmen

4.1.1 Menschenbild

Die Humanistische Psychologie, der die personenzentrierte Beratung zugeordnet wird, geht von einem Menschenbild eines Selbst aus, das nach Sinn und Erfullung in der Welt strebt und betont Erfahrens- und Erlebensprozesse des Menschen.9 Der Mensch ist aus humanistischer Sicht fahig und bestrebt, sein Leben selbstbestimmt zu leben und kann durch aktive Entscheidungen seine Lebenssituation verandern.10 Sie betont die Entwicklungsmoglichkeiten durch den Menschen selbst und seine eigene Kraft zur Veranderung.

[...]


1 vgl. Buttner/ Quindel, 2013, S.51

2 vgl. McLeod, 2004, S.129 / Alterhoff 1994, S.37

3 vgl. Minsel, 1975, S.15

4 vgl. Alterhoff, 1994, S.38

5 vgl. Rogers, 1972, S.36f

6 vgl. Alterhoff, 1994, S.44ff

7 vgl. Minsel, 1975, S.19

8 Im Folgenden wird wiederholt auf die charakteristischen Schritte im therapeutischen Prozess Bezug genommen: Rogers, 2010, S.38-50

9 vgl. Mcleod, 2004, S.130

10 vgl. Buttner/ Quindel, 2013, S.52f

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Die Personenzentrierte Beratung. Eine Untersuchung der Anwendung, Wirkfaktoren und Methoden
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Fachbereich 03 Sozial- und Kulturwissenschaften)
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V493995
ISBN (eBook)
9783668999466
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beratung Personenzentriert, Kongruenz, Akzeptierung Wertschätzung, Einfühlendes Verstehen Empathie, Methoden der Beratung, Rolle des Beraters, Wirkfaktoren, personenzentrierter Ansatz, Störungs- und Veränderungstheorie
Arbeit zitieren
Katharina Wolf (Autor), 2013, Die Personenzentrierte Beratung. Eine Untersuchung der Anwendung, Wirkfaktoren und Methoden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493995

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