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Wie definiert Platon den Idealstaat und welche Stellung nimmt dieser in der heutigen Gesellschaft ein?

Title: Wie definiert Platon den Idealstaat und welche Stellung nimmt dieser in der heutigen Gesellschaft ein?

Classic , 2016 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Lena Schneider (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Entstehung und Beschreibung dieses Idealstaats nach Platon. Welche Merkmale weist der ideale Staat auf und was ist der Grund für seine Entstehung? Nachdem diese und ähnliche Punkte erläutert wurden, wird schließlich ein Vergleich zwischen Platons Idealstaat und der modernen westlichen Gesellschaft angestrebt, wobei hier häufig der Fokus auf Deutschland liegt. Dabei wird zum einen gezeigt, dass Platon sich schon damals mit Themen auseinandergesetzt hat, die heute noch von Relevanz sind. Hier lässt sich beispielsweise auf die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen verweisen oder auf die Geld-wirtschaft in einem Staat. Auf der anderen Seite wird überprüft, inwieweit Platons Idealstaat aus heutiger Sicht überhaupt als ideal bezeichnet werden kann, da ihm häufig ein Totalitarismus vorgeworfen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der gesunde Staat

2. Der üppige Staat

3. Politische Maßnahmen zur Herstellung der Gerechtigkeit

3.1 Die Erziehung der Wächter

3.1 Das Ständesystem

3.3 Ärztliche und richterliche Befugnisse

3.4 Die Stellung von Frauen und Kindern

3.5 Die Herrschaft über den Staat

3.6 Die verschiedenen Staatsformen

3.7 Zusammenfassung

4. Der ideale Staat damals und heute?

4.1 Der gesunde Staat im Vergleich zu heute

4.2 Das Problem der Pleonexie

4.3 Regulierungen des privaten Lebens

4.4 Politische Regulierungen

4.5 Der Totalitarismus-Vorwurf

4.6 Zusammenfassung

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Idealstaats nach Platon und setzt dieses in einen kritischen Vergleich zur modernen westlichen Gesellschaft, um zu prüfen, inwieweit Platons Ansätze auch heute noch als Orientierung dienen können.

  • Analyse der Entstehung und Struktur des idealen Staates bei Platon.
  • Untersuchung politischer Maßnahmen wie Erziehung, Ständesystem und Eigentumsverzicht.
  • Kritische Gegenüberstellung von Platons Idealstaat und gegenwärtigen gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Strukturen.
  • Diskussion über den Totalitarismus-Vorwurf im Kontext der platonischen Staatsutopie.
  • Reflektion über die Übertragbarkeit platonischer Prinzipien auf aktuelle Probleme wie Konsumverhalten und soziale Gerechtigkeit.

Auszug aus dem Buch

1. Der gesunde Staat

„Ein Staat entsteht, (…) weil keiner von uns auf sich allein gestellt sein kann, sondern vieler anderer bedarf.“ (Platon: 369b). Mit diesem Satz beginnt Platon in der Politeia seine Beschreibung eines idealen Staates und spielt damit auf die vielen verschiedenen Bedürfnisse der Menschen an. Dabei geht er im Folgenden allerdings nur auf Grundbedürfnisse wie Nahrung, Unterkunft und Schutz (Kleidung) ein. Der Staat ist laut Platon aus wirtschaftlichen Gründen entstanden, um die einzelnen Bedürfnisse besser decken und den Menschen ein gutes Leben ermöglichen zu können. Platon spricht in dieser Entwicklungsphase allerdings noch von einer Siedlungsgemeinschaft und nicht von einem Staat, da vier bis fünf Männer genügen würden, um die aufgezählten Bedürfnisse gemeinsam zu decken (Vgl. Platon: 369d). Jeder Bürger der Gemeinschaft soll sich hierbei auf einen Tätigkeitsbereich spezialisieren, um sowohl bessere Ergebnisse zu erzielen als auch mehr Produkte herzustellen.

Diese Arbeitsteilung ist laut Platon sinnvoll, da alle Menschen von Natur aus unterschiedliche Anlagen haben und sich so unterschiedlich gut für Aufgaben eignen. Aufgrund dieser Annahme ergänzt Platon immer mehr Berufe, da der Bauer, der das Getreide erntet, nicht auch gleichzeitig der Schmied sein kann, der den dafür benötigten Pflug herstellt. In der deutschen Übersetzung wächst der Staat als Siedlergemeinschaft so auf ein Städtchen heran (Vgl. Platon: 370c). Da die Bedürfnisse der Bürger zugenommen haben, müssen sie anfangen Waren aus anderen Ländern zu importieren. Die Grundfläche des Staates ist zu gering, um alle Rohstoffe selbst zu produzieren. Damit ein richtiger Handel aufgebaut werden kann, stellt der Staat auch Güter für den Export her (Vgl. Platon: 371a). Durch den Handel mit anderen Staaten entstehen dabei wieder neue Berufe, sodass der Staat weiter wächst. Um die Handelsbeziehungen zu erleichtern werden Münzen als Wertzeichen eingeführt, die primär auf dem Markt gegen Waren getauscht werden können (Vgl. ebd.: 371b).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in Platons Werk „Politeia“ ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den idealen Staat sowie dessen Vergleich mit der heutigen Gesellschaft zu untersuchen.

1. Der gesunde Staat: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung des Staates aus einer rationalen Notwendigkeit heraus, um die menschlichen Grundbedürfnisse durch Arbeitsteilung und Spezialisierung zu decken.

2. Der üppige Staat: Hier wird erläutert, wie durch die Pleonexie – das Streben nach unbegrenztem Besitz – ein komplexerer, „üppiger“ Staat entsteht, der kriegerische Konflikte provoziert und den Stand der Wächter erfordert.

3. Politische Maßnahmen zur Herstellung der Gerechtigkeit: Dieses Kapitel beschreibt detailliert die notwendigen staatlichen Eingriffe, wie die Erziehung, das Ständesystem sowie Regelungen für Familie und Justiz, um die Ordnung im Staat zu bewahren.

4. Der ideale Staat damals und heute?: Dieser Abschnitt prüft kritisch, ob Prinzipien des platonischen Staates wie Arbeitsteilung, Eigentumsverzicht und Erziehung im Kontext moderner demokratischer Gesellschaften relevant oder gar anwendbar sind.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Platons idealer Staat zwar aus heutiger Sicht totalitäre Züge trägt, aber in wirtschaftsethischen Fragen wichtige Impulse gegen Konsumismus und soziale Ungerechtigkeit bieten kann.

Schlüsselwörter

Platon, Idealstaat, Politeia, Gerechtigkeit, Arbeitsteilung, Pleonexie, Ständesystem, Wächter, Philosophie, Totalitarismus, Erziehung, Gemeinwohl, Staatstheorie, Gesellschaftskritik, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht Platons Idealstaat aus der „Politeia“ und hinterfragt dessen heutige Bedeutung durch einen kritischen Vergleich mit modernen gesellschaftlichen Strukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Entstehung von Staaten, die Bedeutung von Arbeitsteilung, das Ständesystem, die Rolle der Erziehung sowie die kritische Auseinandersetzung mit den Konzepten von Freiheit und Eigentum.

Welches primäre Ziel verfolgt die Hausarbeit?

Ziel ist es zu ergründen, ob Platons Idealstaat lediglich eine Utopie ist oder ob bestimmte Prinzipien, etwa im wirtschaftlichen Bereich, als Lösungsansatz für moderne Probleme dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin wählt eine interpretative und vergleichende Methode, indem sie platonische Konzepte durch Stephanus-Paginierung belegt und diese auf moderne politische sowie wirtschaftliche Gegebenheiten projiziert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die deskriptive Analyse der platonischen Staatsentwicklung (gesunder vs. üppiger Staat) und den anschließenden Vergleich mit zeitgenössischen Phänomenen wie Lobbyismus und Globalisierung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gerechtigkeit, Pleonexie, Aristokratie, Totalitarismus-Vorwurf sowie die Analyse der sozialen Schichtung und des Gemeinwohls.

Wie bewertet die Autorin den Totalitarismus-Vorwurf gegenüber Platon?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Platons Entwurf zwar totalitäre Züge trägt, jedoch nicht alle klassischen Merkmale einer totalitären Diktatur erfüllt, da er auf einem philosophischen Ideal statt auf Terror basiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „gesundem“ und „üppigem“ Staat eine so wichtige Rolle?

Diese Unterscheidung ist zentral, um zu verstehen, dass Platon den üppigen Staat als fehlerhaft betrachtet und daraus die Notwendigkeit für restriktive politische Maßnahmen und Erziehungsmodelle ableitet.

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Details

Title
Wie definiert Platon den Idealstaat und welche Stellung nimmt dieser in der heutigen Gesellschaft ein?
College
University of Bremen
Grade
2,0
Author
Lena Schneider (Author)
Publication Year
2016
Pages
24
Catalog Number
V495894
ISBN (eBook)
9783668989146
ISBN (Book)
9783668989153
Language
German
Tags
Platon Plato Der Staat Politeia Idealstaat gesunder Staat Platon Gerechtigkeit Platon Staatsformen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lena Schneider (Author), 2016, Wie definiert Platon den Idealstaat und welche Stellung nimmt dieser in der heutigen Gesellschaft ein?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/495894
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