Darstellendes Spiel und Szenisches Interpretieren


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004

11 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Ablauf des Theater-Workshops in Trappenkamp/OH
2.1. Aufwärmübungen
2.2. Körpersprache und Pantomime
2.3. Das Requisit
2.4. Sprache und Sprechen, Intonation
2.5. Abschlussinszenierung

3. Bedeutung der Theaterarbeit für den Schüler

4. Bedeutung der Theaterarbeit für die Lehrkraft

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In der vorliegenden Hausarbeit möchte ich den Ablauf des Theater-Workshops in Trappenkamp/OH reflektieren und dort gemachte Erfahrungen und Erkenntnisse darlegen. Zusätzlich gehe ich auf die Bedeutung der Theaterarbeit für den Schüler und für den Lehrer ein und zeige auf, wie das Darstellende Spiel und das Szenische Interpretieren sich in der Schule auswirken und wie es umgesetzt werden kann.

2. Ablauf des Theater-Workshops in Trappenkamp/OH

2.1 Aufwärmübungen (Warming-Ups)

Nach der Darlegung des persönlichen Werdegangs und Ihrer Qualifikationen stieg die Leiterin der Veranstaltung, Frau Christiane Mangold, sogleich in die praktische Arbeit ein.

Wie bereits in den Vorbereitungsveranstaltungen, begannen wir zu Beginn der Tage immer zunächst mit einfachen Übungen zum Warmmachen (Warming-Up Übungen). Einige dieser Übungen möchte ich im Folgenden beschreiben.

Zunächst gingen wir ziellos durch die große Halle, um uns zu lockern. Dann wurde Musik zugeschaltet, zu der wir uns im Rhythmus fortbewegen sollten.

Ausgebaut wurde die Übung dadurch, dass wir die rhythmischen Bewegungen des Vordermannes nachmachen, ihm also hinterher laufen mussten.

Auch sollten wir sehr schnell durch die Halle gehen und versuchen, so viele Hände wie nur möglich zu schütteln.

In einer weiteren Übung hielten wir uns an der Schulter des Vordermannes fest, während dieser versuchte sich wegzubewegen, sollten wir mit der Hand dagegenhalten.

Des Weiteren folgten wir der ausgestreckten Hand des anderen mit dem Kopf , fixierten sie also und erhöhten so unsere Beweglichkeit..

Eine Übung zur Vertrauensbildung war diese, dass wir von dem Partner durch den Raum geführt wurden, und dabei die Augen schließen mussten.

Eine Variation war, dass Person A die Augen schließt und Person B ihr einen Begriff ins Ohr flüstert (z. B. Erdbeertörtchen). Während B sich langsam von A entfernt, muss B den Begriff dauernd sagen und Person A folgt dem akustischen Signal.

Außerdem stellten wir uns Rücken an Rücken und versuchten, den anderen weg zu drängen.

Die gegenläufige Übung dazu war, dass man sich am Handgelenk anfasste und probierte, den anderen zu sich herüber zu ziehen. Hier bei sollten auch Ausrufe zur Unterstützung der Handlung gemacht werden („Komm´ her!“, „Ich will nicht!“). Diese Ausrufe sollten auch in unterschiedlicher Betonung erfolgen, um die Situation klar zu machen (z. B. zärtlich, ärgerlich, wütend, laut oder leise).

In einer anderen Übung steht man im Kreis zusammen. Eine Person klatscht in die Hände, währenddessen dreht sie sich zu einem Nachbarn. Der klatscht ebenfalls in die Hände und dreht sich weiter zum nächsten. Es entsteht die Illusion, als würde ein Ball zum anderen geworfen werden. Klatscht jemand zweimal, so wird die Richtung gewechselt. Ziel kann ein bestimmtes Tempo oder ein Rhythmus sein.

Zu Beginn der Veranstaltung fühlte man sich bei diesen Übungen unsicher, da zwangsläufig Körperkontakt zu den anderen Kursteilnehmern hergestellt wurde, die man überwiegend nicht oder nur kaum kannte. Diese Unsicherheit wurde meist durch Reden, Lachen oder Unmutsäußerungen zu überdecken versucht.

Im Laufe der Veranstaltung zeigte sich jedoch, dass gerade diese Übungen das nötige gegenseitige Vertrauen aufbauten, das beim Darstellenden Spiel zum sinnvollen Arbeiten unbedingt nötig ist.

Zudem darf auch der erotische Aspekt dieser Übungen nicht außer Acht gelassen werden. Die Berührungen haben hier nicht das Ziel der Zuneigungsbeteuerung oder ähnlichem, sondern sind vorgegeben, müssen also gemacht werden. So sorgen sie für eine fast intime Stimmung innerhalb des Kurses, ohne das daraus etwas Verbindliches abgeleitet werden könnte.

Ziel dieser Warming-Ups ist also in erster Linie der Vertrauensaufbau untereinander und das Abbauen von eventuell vorhandenen Hemmschwellen innerhalb der Gruppe.

Außerdem dienen sie auch dazu, den Körper fitt zu machen, also alle Teilnehmer in einen ähnlichen körperlichen Gesamtzustand zu versetzen.

Meist stiegen wir nach ungefähr 30 Minuten Warming-Up gut aufgelockert in die Thematik ein.

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Darstellendes Spiel und Szenisches Interpretieren
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien)
Veranstaltung
Darstellendes Spiel und Szenisches Interpretieren
Note
2,3
Autor
Jahr
2004
Seiten
11
Katalognummer
V49700
ISBN (eBook)
9783638460828
ISBN (Buch)
9783640353217
Dateigröße
378 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Darstellendes, Spiel, Szenisches, Interpretieren, Darstellendes, Spiel, Szenisches, Interpretieren
Arbeit zitieren
Andre Sperlich (Autor:in), 2004, Darstellendes Spiel und Szenisches Interpretieren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49700

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