"Die Sorge des Hausvaters" von Franz Kafka. Eine werkimmanente und dekonstruktivistische Analyse und Deutung


Hausarbeit, 2017

45 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Deskription und Analyse der Textmaterie
2.1 Abschnitt 1 (Z. 1-8)
2.2 Abschnitt 2 (Z. 9-22)
2.3 Abschnitt 3 (Z. 23-32)
2.4 Abschnitt 4 (Z. 33-51)
2.5 Abschnitt 5 (Z. 52-61)

3 Forschungsdiskussion
3.1 Darlegung des Forschungsstandpunktes
3.2 Entwicklung einer eigenen Deutung

4 Schlussbemerkung

5 Anhang
5.1 Anlage 1: Syntaktische Analyse (Feldermodell)
5.2 Abkürzungsverzeichnis
5.3 Literaturverzeichnis
5.4 Wörterbuch- und Lexikonverzeichnis
5.5 Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Wie für zahlreiche Texte Franz Kafkas lassen sich für die Erzählung „Die Sorge des Hausva­ters“ eine Reihe unterschiedlichster, teilweise einander angreifender Deutungen und Interpre­tationen finden, die verschiedenen Elementen des Textes besondere Aufmerksamkeit schenken und hieran eine, häufig allegorische oder metaphorische, Lesart des Textes entwickeln.[1] Wenngleich die vorliegende Auseinandersetzung nicht den Anspruch erhebt, frei von herme­neutischen Verstehensprozessen zu sein, soll im Folgenden der Versuch unternommen werden, den Text als sprachliches Kunstwerk in den Mittelpunkt der Analysen zu stellen. Entsprechend einer werkimmanenten und dekonstruktivistischen Literaturwissenschaft soll der Text hierbei nicht bezüglich eines erschließbaren und verallgemeinerbaren Textsinns befragt werden. Statt- dessen werden wesentliche werkimmanente Momente der Erzählung herausgearbeitet und ei­nander gegenübergestellt.[2]

Möglichen Erwartungen bezüglich eines Ergebnisses in Form einer eindeutigen und abschlie­ßenden „Bedeutung“ des Textes, welche sich auf der metaphorischen Interpretation ausgewähl­ter Textelemente gründet, soll daher bereits an dieser Stelle entgegengewirkt werden. Ziel ist es anhand des sprachlichen Materials und dessen semantischer wie syntaktischer Analyse zu ermitteln, welche Figuren der Text selbst verhandelt. Darüber hinaus werden verschiedene Deu­tungsangebote einzelner Literaturwissenschaftler mit den eigenen Ergebnissen verglichen und bezüglich ihrer Vertretbarkeit überprüft.

2 Deskription und Analyse der Textmaterie

Die vorliegende Arbeit verwendet als Textgrundlage den Erstdruck der Erzählung „Die Sorge des Hausvaters“, der 1919 in der „Selbstwehr“ erschien. Bezüglich der Zeilenangaben wird sich ebenfalls an genanntem Druck orientiert.[3] Der Text ist äußerlich in fünf Absätze unterteilt. Da diese Abschnitte von inhaltlicher Verschiedenheit sind, übernimmt diese Arbeit die vorgenom­mene Unterteilung. Im Sinne einer Deskription der Textmaterie werden zunächst der Inhalt sowie syntaktische[4] wie semantische Merkmale der einzelnen Passagen herausgearbeitet.

2.1 Abschnitt 1 (Z. 1-8)

Innerhalb der ersten acht Zeilen wird dem*der Rezipienten*Rezipientin der Erzählung das Wort „Odradek“ vorgestellt. Hinsichtlich der Abstammung des Wortes stellt der*die Erzähler*in zwei verschiedene Deutungen des Wortes vor. Die einen würden sagen, dass der Begriff „Odradek“ aus dem Slawischen stamme, während die anderen meinten, dass das Wort dem Deutschen entstamme und vom Slawischen lediglich beeinflusst sei. Letztendlich würde jedoch keine dieser Deutungen zutreffen, was zum einen damit begründet wird, dass beide unsicher seien. Zum anderen würden beide Betrachtungen den Sinn des Wortes nicht erklären.

Der erste Abschnitt der Erzählung ist syntaktisch in drei Sätze unterteilt, welche jeweils Hypotaxen sind. Die Sätze eins und zwei weisen eine Parallelität auf, indem deren Hauptsatz sowie erster Nebensatz gleichgeordnet sind. Auf die Personen sowie die Handlung, welche diese Personen vollziehen, folgt im ersten Nebensatz die vermutete Abstammung des Wortes „Odradek“. Dieser syntaktischen Gleichheit steht jedoch eine semantische Unterordnung ge­genüber. So wird das Sagen der einen[5] durch das Meinen der anderen[6] kontrastiert. Während „sagen“ im weitesten Verständnis als einen bestimmten Laut von sich geben bzw. Worte reden verstanden werden kann,[7] bedeutet „meinen“ ein Dafürhalten bzw. ein Urteilen oder eine Ver­bindung der Worte mit einem gewissen Verstand.[8] Beide Worte drücken dementsprechend ei­nen kommunikativen Prozess aus, der auf akustischen Reizen beruht, unterscheiden sich jedoch bezüglich ihrer Charakteristik. In diesem Sinne kann „meinen“ als ein spezifisches „Sagen“ an­genommen werden, indem es die Wiedergabe von Worten mit einem Urteil bzw. einer Meinung verknüpft und den kommunikativen durch einen mentalen Prozess erweitert. Ebenfalls lässt sich dies bei den ersten Nebensätzen der Sätze eins und zwei feststellen. Auch hier entspricht die syntaktische Gleichheit einer semantischen Unterordnung, indem das Wort Slawisch[9] einen Oberbegriff darstellt, zu welchem wiederum Germanisch äquivalent wäre, während im Text der Unterbegriff Deutsch[10] verwendet wird. Sowohl im Hauptsatz als auch im ersten Nebensatz stehen in den Sätzen eins und zwei, jeweils syntaktisch gleichgeordnet, Hyponyme und Hype- ronyme einander gegenüber.

Satz drei stellt ebenfalls eine Hypotaxe dar, unterscheidet sich hinsichtlich seines Aufbaus je­doch durch einen komplexeren Hauptsatz (Mittelfeld und rechte Klammer vorhanden) sowie eine doppelte Unterordnung innerhalb der Nebensätze, indem der zweite Nebensatz Ersterem untergeordnet ist. Auch inhaltlich unterscheidet sich der dritte Satz von den vorangegangenen, indem dieser nicht angibt, welche Person bzw. Personen die Aussagen des Satzes trifft. Da sich auch keine Konjunktive wie bei den Sätzen eins und zwei finden lassen (stamme, suchen, sei beeinflußt),[11] kann vermutet werden, dass diese Äußerungen bezüglich der vorangegangenen Deutungen in den ersten beiden Sätzen von dem*der Erzähler*in stammen.

Hinsichtlich der Semantik des ersten Abschnittes werden das Wort[12] sowie die Unsicherheit[13] als besonders sinntragend angenommen.

„Odradek“ wird von dem*der Erzähler*in explizit als Wort bezeichnet, welches im Textverlauf als von unklarer Abstammung und Bildung sei sowie keinen Sinn habe. Der linguistischen De­finition eines Wortes entspricht, weist dieses drei wesentliche Eigenschaften auf. (1) Zunächst ist es in Elemente, wie Silben und Phoneme zerlegbar. Dies ist bei dem Wort „Odradek“ mög­lich, beispielsweise könnte es in die Silben O-, -dra- und -dek aufgetrennt werden. (2) Des Weiteren besitzen Worte eine syntaktische Funktion beispielsweise innerhalb eines Satzes. Auch dies trifft auf das Wort „Odradek“ zu. Im Hauptsatz des ersten Satzes fungiert es als Teil der Wortgruppe das Wort Odradek[14] als Subjekt. (3) Schließlich zeichnen sich Worte durch ihre referentielle Funktion aus. Dies bedeutet, dass sie auf etwas real Existierendes oder ein Abstraktum verweisen.[15] Dieses Merkmal ist es, welches „Odradek“ fehlt, um als ein Wort zu gelten, indem beide Deutungen bezüglich der Herkunft des Wortes, keinen Sinn finden wür­den.[16] Daher stellt „Odradek“ ein Wort dar, das kein Wort ist.

Neben dem Motiv des Wortes ist das Thema der Unsicherheit, als der Gefahr des Irrtums aus­gesetzt sein,[17] prägend. Dieses formiert sich in Bezug auf die Theorien zur Abstammung des Wortes in einer Klimax, welche sich über drei Hauptsätze konstituiert. Die einen sagen[18] ver­weist bereits darauf, dass es noch eine zweite Äußerung zu einer bestimmten Thematik geben muss und diese erste nicht unumstritten ist. Durch die Formulierung andere wieder meinen[19] wird der oben genannte Hinweis auf eine weitere Aussage zum einen eingelöst und zum ande­ren in seiner Unsicherheit durch das Verb „meinen“ gesteigert. So zeigt es in seiner Semantik als Kommunikation eines subjektiven Urteils bzw. einer Meinung an, dass der Inhalt der Ne­bensätze in Satz zwei nicht als allgemeingültig oder objektiv anerkannt verstanden werden kann. Schließlich gipfelt die Steigerung darin, dass die Unsicherheit der Sätze eins und zwei durch die Nennung des Wortes explizit wird und diese als Deutungen[20], als subjektive Ausle­gungen,[21] [22] (dis-)qualifiziert werden. Hervorzuheben ist dabei, dass die Unsicherheit der Her­kunftsbestimmungen des Begriffs „Odradek“ nicht durch Argumente begründet wird. Stattdes- sen ist sie semantisch sowie grammatisch (Konjunktive) kenntlich gemacht. In diesem Sinne kann die Unsicherheit selbst als unsicher bezeichnet werden bzw. begründet sich ihre Existenz darin, dass sie nicht begründet ist.

Des Weiteren findet sich ein unsicheres Moment in der Wortgruppe wohl mit Recht[12]. Diese beschreibt den Schlussprozess, der zu dem Ergebnis kommt, dass keine der vorangestellten Deutungen stimme. „Wohl“ kann zum einen als ein Nebenbegriff des Zweifels und der Vermu­tung verstanden werden,[23] wodurch die Schlussfolgerung als lediglich vom Subjekt (möglich­erweise dem*der Erzähler*in) vermutet und von diesem als unsicher markiert auftritt. Ande­rerseits kann „wohl“ verstärkend, im Sinne von „durchaus“ oder „doch“, gebraucht werden[24] und diesbezüglich suggerierend auf den*die Rezipienten*Rezipientin wirken. Darüber hinaus verweist „mit Recht“ auf ein Urteil, dass den Sitten bzw. den Gesetzen bzw. dem Denken ge­mäß richtig ist. Eine höhere Instanz legitimiert demzufolge die Richtigkeit des Urteils des Sub­jekts, ohne sachlogische Argumente hinzuzufügen.

Es sind daher nicht alleinig die „Deutungen“ der Sätze eins und zwei sowie die Unsicherheit selbst unsicher, sondern auch jener Schlussprozess, welcher die Deutungen als falsch bestimmt: das Nicht-Zutreffen der Aussagen über die Abstammung des Wortes „Odradek“ wird durch eine nicht-belegte Unsicherheit, die sich gerade dadurch auszeichnet, begründet.

Im Anschluss wird weiterhin argumentiert, dass diese auch daher nicht richtig seien könnten, da man mit den Herkunftsuntersuchungen keinen Sinn des Begriffs finden könne.[25] Demnach könne nur eine solche Erforschung der Abstammung richtig sein, welche einen Sinn nachweise. Unbestimmt bleibt jedoch auch dieses nachgestellte Argument, indem gesagt wird, dass „man“ einen Sinn des Wortes nicht finden könne. Wer diese Ansicht vertrete bleibt im „man“, welches Adelung als „Gesellschafter des unbestimmten es“[26] [27] bezeichnet, wie auch im „die ei­nen“ und „die anderen“ unklar.

2.2 Abschnitt 2 (Z. 9-22)

Im zweiten Abschnitt wird der*die Rezipient*in darüber informiert, dass der Grund für die vorhergehend beschriebenen Studien ein real existierendes Wesen sei, das „Odradek“ heiße. Hieran schließt sich eine visuelle Beschreibung von diesem. „Odradek“ wird als flache stern­artige Zwirnspule dargestellt, die mit abgerissenen, aneinander verknoteten und ineinander ver­fitzten Fäden bezogen sei. Des Weiteren komme aus der Mitte des Sternes ein Stab, an welchen sich ein weiterer senkrecht anfüge, wodurch „Odradek“ mit Hilfe des zweiten Stäbchens sowie einer Ausstrahlung des Sternes stehen könne.

Eingeleitet wird der Textteil durch das Wort natürlich,[21] das hier selbstverständlich bedeutet und in diesem Sinne etwas einleitet, das nicht erwähnt werden müsste, da es allgemein ersicht­lich ist.[28] Dies ist in Bezug auf den Grund für die Untersuchungen zur Herkunft des Wortes „Odradek“ jedoch widersprüchlich und wirkt daher ironisch und sarkastisch. Das Wort „Odradek“, das keinen Sinn und daher keine referentielle Funktion habe, steht nun für etwas, das real existiert und als Wesen[29] bezeichnet wird. Diese Information stand dem*der Rezipien- ten*Rezipientin zuvor nicht zur Verfügung bzw. schloss sich durch die Aussage, dass ein Sinn nicht gefunden worden sei, aus. Nun tritt „Odradek“ als ein Name eines Wesens, denn dieses heißt[30] „Odradek“, auf, dessen Sinngehalt unbekannt sei. Der Mangel des Begriffs ist daher nicht das Fehlen eines realen Bezugsobjektes, sondern eines Sinns, der über das sinnliche Emp­finden hinausgeht. Die Bedeutung des Wortes, die Vorstellung, die es erwecken soll,[31] wird über die Realität hinausgehend definiert. Darüber hinaus findet sich im Begriff des „We­sens“ erneut eine Unsicherheit und Unbestimmtheit. So ist ein Wesen ein selbstständiges Ding, über das nicht ausgesagt ist, ob es ein Lebewesen oder ein Gegenstand ist.[32] Die detaillierte Beschreibung des Erscheinungsbilds von „Odradek“ erfolgt im Gegensatz zu den vorangegangen Hypotaxen (Sätze eins bis vier) in mehreren Haupsätzen (Sätze fünf bis acht). Dabei sind die Sätze fünf bis sieben Parataxen bzw. parataktisch gereiht und durch Se­mikola getrennt. Die lose Reihung gleichwertiger Hauptsätze kann als inkongruent zur Faden­struktur „Odradeks“ bezeichnet werden, die sich gerade dadurch auszeichnet, das vielerlei Fä­den an- und ineinander ge- und verknüpft sind. Im Allgemeinen ist die Verknüpfung von Ver­schiedenem zu einem Ganzen ein wesentliches Merkmal der Gestalt „Odradeks“. Die Stücke, welche in ihm mannigfaltig verknüpft sind, sind Zwirnfäden. Jene entstehen dadurch, dass zwei Stränge zusammengedreht werden. Außerdem seien diese Stücke zum einen abgerissen sowie zum anderen aneinander geknotet wie auch ineinander verfitzt und von verschiedenster Farbe und Art.[33] Da die Art der Stücke bereits als „Zwirn“ angegeben ist, kann angenommen werden, dass der Begriff „Art“ hier in seiner Bedeutung als Abkunft zu verstehen ist.[34] Die Zwirnteile sind demzufolge von verschiedenem Ursprung und nicht Einzelteile ein und desselben Zwirns. Erst in „Odradek“ erlangen sie durch verschiedene Formen des An- und Ineinander zu einer neuen Einheit. Explizit wird dies in der Bezeichnung „Odradeks“ als ein Ganzes[35], das einen Gegenstand bzw. ein Lebewesen meint, der bzw. das sich aus Teilen zusammensetzt.[36] [37] Ferner ist die Gestalt „Odradeks“ von einem sternartigen’[1] Charakter. Diesbezüglich ist „Odradek“ ein runder Körper, der mit vielen Spitzen versehen ist, die ihren Ausgangspunkt im Mittelpunkt desselben finden.[38] So sind diese Ausstrahlungen[39] lediglich in ihrem Ausgang­punkt, der Mitte „Odradeks“ bestimmt, nicht jedoch in ihrem Ende, wodurch erneut das Thema des Unsicheren und Unbestimmten aufgerufen wird. Auch wird „Odradek“ als flach[40] beschrie­ben und stimmt in dieser Hinsicht ebenfalls mit den Sternen überein. Beide werden vom menschlichen Auge als Scheiben wahrgenommen, denen es an Höhe bzw. Tiefe, nicht jedoch an Breite mangelt.[41] Erst das senkrecht zu den Ausstrahlungen stehende, erste Holzstäbchen verleiht „Odradek“ schließlich eine dreidimensionale Gestalt.[42]

Darüber hinaus wird der Prozess der visuellen Wahrnehmung „Odradeks“ durch den*die Er­zählerin in Form verschiedener Verben und Adverbien bzw. adverbiale Konstruktionen aus­gedrückt. „Odradek“ sieht zunächst[43], also auf den ersten Blick,[44] aus, wie eine Zwirnspule. Dieser erste Blick wird bei genauerem Hinsehen bestätigt, was durch das Wort tatsächlich[45] zum Ausdruck kommt. Doch letztlich, eventuell bei einem Wechsel der Perspektive, gelangt der Erzähler zu einer neuen Betrachtung und spricht davon, dass „Odradek“ aber nicht nur eine Spule[46] ist, sondern sich auch eine Stäbchenkonstruktion an diese schließt. Wie auch bei einem Stern wird die Wahrnehmung der dritten Dimension des Objekts erst durch einen Wechsel der Perspektive für das Auge wahrnehmbar. Insgesamt dienen die verschiedenen Adverbien bzw. adverbialen Konstruktionen der Beschreibung des schrittweisen Ablaufs des Prozesses des Se­hens, welcher sich über einen Zeitraum erstreckt und nicht zu einem Zeitpunkt abschließend geschieht. Zudem wird die Unbestimmtheit der einzelnen Ergebnisse der Betrachtung durch die Verwendung von scheint es[47] sowie dürften[48] markiert. Diesbezüglich drückt „scheinen“ eine Sache aus, die zwar als auf eine bestimmte Art empfunden wird, jedoch nicht notwendigerweise so ist,[49] das Sehen ist vage. Eben diese Ungewissheit geht auch aus dem Konjunktiv „dürf­ten“ hervor. Unklar ist auch von wem die visuelle Wahrnehmung ausgeht, denn weder tritt der*die Erzählerin in Form eines „Ichs“ auf noch wird eine andere Person angegeben. Statt- dessen finden sich unpersönliche Formulierungen wie es sieht [...] aus[50] oder es scheint[51] Zuletzt wird beschrieben, dass „Odradek“ wie auf zwei Beinen aufrecht stehen[52] kann. Das Wort „stehen“ bedeutet ein Ruhen auf der kleinsten Seite, wobei ein Körper die größte mögliche Höhe hat.[53] „Odradek“ steht jedoch wie auf zwei Beinen[54], was einen Vergleich zum menschli­chen Stehen, welches auf zwei Beinen geschieht und eine vertikale Ausrichtung der Längsachse meint, darstellt.[55] Die Konjunktion „wie“ weist jedoch darauf hin, dass dieses Stehen dem des Menschen nur ähnlich ist. Grundsätzlich bleibt im „Stehen“ weiterhin unbestimmt, ob „Odradek“ etwas Gegenständliches oder Lebendiges ist, kann dieses doch sowohl einen aktiven Prozess als auch einen passiven Zustand bezeichnen. Auffällig ist des Weiteren, dass Satz acht ein überdurchschnittlich langes Vorfeld, ein Mittelfeld von mittlerem Umfang sowie kein Nachfeld besitzt. Der Satz ist bezüglich Vor-, Mittel- und Nachfeld unausgewogen. Werden die Verben in der linken (kann)[56] und rechten Klammer (stehen)[57] nun als „Beine des Satzes“ ver­standen, ergibt sich ein Übergewicht auf der linken Seite, was die grammatikalische Richtigkeit des Satzes jedoch nicht negiert. Dies steht in Diskrepanz zu einem Stehen auf zwei Beinen, dass eines gewissen Gleichgewichts bedarf.

2.3 Abschnitt 3 (Z. 23-32)

Der sich anschließende Abschnitt setzt die äußerliche Deskription „Odradeks“ fort. Zunächst könne zwar gedacht werden, dass „Odradek“ zerbrochen sei und zuvor eine zweckmäßige Form gehabt habe. Hierfür würden sich aber keine Hinweise, beispielsweise Bruchstellen, finden las­sen. Stattdessen sei „Odradek“ als Ganzes abgeschlossen, wenn auch sinnlos. Detailliertere An­gaben über die Erscheinung „Odradeks“ seien jedoch nicht möglich, da „Odradek“ sehr beweg­lich und nicht zu fangen sei.

Auch in diesem Absatz setzt sich die unpersönliche Formulierungsweise fort und wird, wie bereits bezüglich des ersten Textsegment, im man[58] explizit. Ferner wird das Sehen dieses „mans“ mit dessen geistiger Sphäre verknüpft, indem eine Annahme über „Odradek“ getätigt wird: „Odradek“ sei zuvor von zweckmäßiger Gestalt gewesen. Die geistige Tätigkeit ist in ihrer Sicherheit jedoch ebenfalls unbestimmt und wird durch das Verb glauben[59] ausgedrückt, das einbilden bzw. vermuten heißt.[60] Dass dieses Glauben fehlerhaft ist, wird durch die vorste­hende Wendung wäre versucht[61] markiert. Zum einen meint diese das Verleiten zu etwas Ne­gativem[62] zum anderen drückt der verwendete Konjunktiv aus, dass diese Verführung nicht stattfindet, es aufgrund der äußeren Erscheinung „Odradeks“ aber möglich wäre. Wie im vor­herigen Abschnitt lässt sich eine schrittweise Beschreibung des Prozesses des Sehens finden, die zudem mit der gedanklichen Verarbeitung der visuellen Wahrnehmung verknüpft ist. So könnte auf den ersten Blick angenommen werden, dass es sich bei „Odradek“ um ein zerbro­chenes Objekt handelt, dies wird durch die Fügung dies scheint aber nicht der Fall zu sein[63] anschließend negiert, wenngleich durch die Verwendung von „scheinen“ auch dieses Urteil vage und unsicher bleibt.[64]

Neben der Kopplung von Sehen und Denken findet sich eine Verbindung der äußeren Erschei­nung „Odradeks“ mit dessen Sinn und Zweck. Dies wird durch zwei wesentliche Figuren ver­mittelt. Zum einen heißt es, dass geglaubt werden könne, „Odradek“ habe einst eine zweckmä­ßige Form[65] gehabt. Hierdurch wird die äußere Gestalt eines Körpers bezeichnet,[66] welche der jeweiligen Bestimmung angepasst und nützlich sowie auf ein Ziel gerichtet ist.[67] Zum anderen erscheint [„Odradek“] sinnlos.[68] Somit wird „Odradek“ nicht als schlichtweg sinnlos seiend, sondern aufgrund der visuellen Wahrnehmung seines Äußeren, worauf das Verb „erschei­nen“ hindeutet (sichtbar werden),[69] als sinnlos bezeichnet. Demnach lässt sich an dessen äuße­rer Erscheinung keinerlei Bedeutung bzw. Wille des Strebens nach etwas feststellen.[70] „Odradek“ selbst wird als Gebilde[71] beschrieben. Dieser Begriff weist zum einen in seiner Be­deutung des Bilds erneut auf die sinnliche Wahrnehmung des Sehens sowie zum anderen auf einen Entstehungsprozess „Odradeks“ hin (sich bilden). Als ein Gebilde ist „Odradek“ etwas, dass einer Herkunft und einer Entwicklung bedarf, wenngleich dieser Ursprung nicht real exis­tent, beispielsweise ein Traum oder eine Vorstellung, sein kann.[72] Des Weiteren wird „Odradek“ ein Ganze[s][73] genannt, das nicht zerbrochen[74], sondern abgeschlossen[75] ist und keine Ansätze oder Bruchstellen[76] aufweist. Wie bereits im vorhergehenden Textteil wird „Odradek“ als eine Einheit aufgefasst und der Begriff des „Ganzen“ wiederholt. So lässt sich auch erklären, warum keine Brüche an „Odradek“ zu erkennen sind, obwohl dieser doch zu einem großen Teil aus abgerissenen Zwirnstücken[77] besteht. Denn auch wenn „Odradek“ aus vielerlei Einzelteilen besteht, sind diese in „Odradek“ zu einer Einheit gelangt und diese ist es, welche nicht zerbrochen und in diesem Sinne nicht in Teile oder Stücke zerlegt ist.[78] In diesem Sinne kann das Wort „abgeschlossen“ als zu Ende gebracht und vollständig verstanden wer­den.[79] Hieraus lässt sich folgern, dass „Odradek“ zwar einer Bedeutung ermangelt, bezüglich seinem Erscheinungsbild aber kein Fehlen festgestellt werden kann. Ferner kann „abgeschlos­sen“ auch eine Trennung von anderen Dingen, eine Isoliertheit meinen.[80] Die syntaktische Ge­staltung des Abschnitts stimmt mit dieser Bedeutung überein. So findet sich im Zentrum dessen eine Reihung von Hauptsätzen (Satz zehn und elf), einer Hypotaxe (Satz zwölf) und einer Pa­rataxe (Satz 13). Diese Einzelelemente sind jeweils durch Semikola voneinander getrennt. Zum einen widerspricht dieser Bruchstückcharakter der fehlenden Brüche „Odradeks“, welche die Abfolge zum Inhalt hat. Zum anderen wird diese Satzreihe sowohl gegenüber dem zweiten wie auch dem vierten Textsegment durch eine Hypotaxe getrennt, wodurch sie vom restlichen Text abgegrenzt ist. Darüber hinaus ist die der hypotaktische Satz zwölf von den übrigen Hypotaxen (Satz neun und 14) durch jeweils zwei Hauptsätze getrennt. So könnte auch „Odradek“ selbst als für den Erzähler isoliert und nicht erreichbar verstanden werden.

Dieses Verständnis deckt sich auch mit der Aussage des letzten Satzes, welcher „Odradek“ als nicht zu fangen[81] also nicht mit den Händen greifbar,[82] beschreibt. „Odradek“ ist daher zwar mit den Augen erfassbar, es kann sich ihm genähert werden, jedoch nicht erreichbar und ent­zieht sich so dem Sinn des Fühlens. Begründet ist diese „Nicht-Fangbarkeit“ in einer neu ein­geführten Eigenschaft „Odradeks“: seiner Beweglichkeit.[83] Diese wird qualitativ als außeror­dentlich.,[84] das heißt sich außerhalb der gewöhnlichen Ordnung befindend,[85] charakterisiert.

[...]


[1] Vgl. Kilcher, A. B.: Kafkas Proteus. Verhandlungen mit Odradek, 100 / 101. In: Wirtz, I. M. (Hrsg.): Kafka verschrieben (Beide Seiten. Autoren und Wissenschaftler im Gespräch, Band 1). Göttingen / Zürich 2010, S. 97-116; Overthun, R.: Freud’scher Witz und Kafkas Lachen. Täuschung und Entlarvung in Kafkas Die Sorge des Hausvaters, S. 191-193. In: Gei- senhanslüke, A. / Mein, G. (Hrsg.): Grenzräume der Schrift (Literalität und Liminalität, Band 2). Bielefeld 2008, S. 189-226. Online verfügbar unter: https://www.degruyter.com/downloadpdf/books/9783839407776/9783839407776- 011/9783839407776-011.pdf. Zuletzt geprüft am 07.10.2017 und Zelic, T.: Odradek oder Das Enigma der Identität, S. 170­172. In: Wimmer, G. (Hrsg.): Franz Kafka zwischen Judentum und Christentum. Würzburg 2012, S. 165-174

[2] Neuhaus, S.: Grundriss der Literaturwissenschaft. 3. Auflage. Tübingen 2009, S. 221-223 und 240 / 241.

[3] Vgl. Kafka, F.: Die Sorge des Hausvaters. In: Selbstwehr. Unabhängige jüdische Wochenschrift Jg. 13, Nr. 51 / 52. Prag 1919, S. 5 / 6. Online verfügbar unter: (5a) https://de.wikisource.org/wiki/Seite:De_Kafka_Die_Sorge_des_Hausvaters_5a.jpg, (5b) https://de.wikisource.org/wiki/Seite:De_Kafka_Die_Sorge_des_Hausvaters_5b.jpg und (6) https://de.wi- kisource.org/wiki/Seite:De_Kafka_Die_Sorge_des_Hausvaters_6.jpg. Zuletzt geprüft am 14.09.2017.

[4] Anm. Zum Nachvollzug der syntaktischen Analyse wurde im Anhang eine detaillierte Analyse der Syntax entsprechend des Feldermodells angefügt: vgl. Anlage 1. Dieser folgt auch die Nummerierung der Sätze innerhalb der Arbeit.

[5] Vgl. Kafka, Hausvater, S. 5a, Z. 1

[6] Vgl. ebd., Z. 4.

[7] Vgl. Adelung, J. C.: s. v. Sagen. In: ders.: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 1246-1248. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/2000039257X. Zuletzt geprüft am 15.09.2017.

[8] Vgl. Adelung: s. v. Meinen. In.: ders., Wörterbuch, Band 3, 1798, S. 159-161. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000314951. Zuletzt geprüft am 15.09.2017.

[9] Kafka, Hausvater, S. 5a, Z. 2.

[10] Ebd., Z. 4.

[11] Ebd., Z. 1, 2, 4 und 5.

[12] Ebd. Z. 1.

[13] Ebd. Z. 5.

[14] Ebd., Z. 1.

[15] Vgl. Gadler, H.: Praktische Linguistik. Eine Einführung in die Linguistik für Logopäden und Sprachheillehrer. 4., erweiterte und aktualisierte Auflage. Tübingen 2006, S. 106 und Pittner, K.: s. v. Wort, S. 738. In: Glück, H. (Hrsg.): Metzlers Lexikon Sprache. 3., neubearbeitete Auflage. Stuttgart 2005, S. 738 / 739.

[16] Vgl. Kafka, Hausvater, S. 5a, Z. 8 / 9.

[17] Vgl. Adelung: s. v. Unsicher, 3. In: ders., Wörterbuch, Band 4, 1801, S. 891. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000489166. Zuletzt geprüft am 18.09.2017.

[18] Kafka, Hausvater, S. 5a, Z. 1.

[19] Ebd., Z. 3 / 4.

[20] Ebd., Z. 6.

[21] Vgl. Adelung: s. v. Deuten, I. 2. 2). In: ders., Wörterbuch, Band 1, 1793, S. 1470 / 1471. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000106453. Zuletzt geprüft am 18.09.2017.

[22] Kafka, Hausvater, S. 5a, Z. 6.

[23] Vgl. Adelung: s. v. Wohl, 3. (1). In: ders., Wörterbuch, Band 4, 1801, S. 1592-1594. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000539406. Zuletzt geprüft am 18.09.2017.

[24] Ebd., 1. (4).

[25] Vgl. Kafka, Hausvater, S. 5a, Z. 1 / 8.

[26] Vgl. Adelung: s. v. Man (2). In: ders., Wörterbuch, Band 3, 1198, S. 42 / 43. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000306363. Zuletzt geprüft am 18.09.2011.

[27] Kafka, Hausvater, S. 5a, Z. 9.

[28] Vgl. Grimm, J. und W.: s. v. natürlich, 6). In: dies.: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden, Band 13. Leipzig 1889, Sp. 455-461. Online verfügbar unter: http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/gen- FOplus.tcl?sigle=DWB&lemid=GN03353. Zuletzt geprüft am 18.09.2011.

[29] Ebd., Z. 10.

[30] Kafka, Hausvater, S. 5a, Z. 11.

[31] Vgl. Adelung: s. v. Sinn, der, 2. (5). In: ders., Wörterbuch, Band 4, 1801, S. 104-106. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000435325. Zuletzt geprüft am 18.09.2011.

[32] Vgl. Adelung: s. v. Wesen, das, 9. In: ders., Wörterbuch, Band 4, 1801, S. 1801. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000531855. Zuletzt geprüft am 18.09.2011.

[33] Vgl. Kafka, Hausvater, S. 5a, Z. 14-16.

[34] Vgl. Grimm / Grimm: s. v. Art, 1) 2). In: dies., Wörterbuch, Band 1, 1854. Sp. 513-515. Online verfügbar unter: http://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=art. Zuletzt geprüft am 18.09.2011.

[35] Kafka, Hausvater, S. 5b, Z. 22.

[36] Vgl. Adelung: s. v. Ganz, II. In: ders., Wörterbuch, Band 2, 1196, S. 401-409. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000115668. Zuletzt geprüft am 19.09.2011.

[37] Kafka, Hausvater, S. 5a, Z. 12.

[38] Vgl. Adelung: s. v. Stern (2), der, 2. In: ders., Wörterbuch, Band 4, 1801, S. 356 / 351. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000453838. Zuletzt geprüft am 19.09.2011 und Grimm / Grimm: s. v. sternförmig. In: dies., Wör­terbuch, Band 18, 1941, Sp. 2490 / 2491. Online verfügbar unter: http://www.woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/gen- FOplus.tcl?sigle=DWB&lemid=GS45680. Zuletzt geprüft am 19.09.2011.

[39] Kafka, Hausvater, S. 5b, Z. 21.

[40] Ebd., Z. 12.

[41] Vgl. Adelung: s. v. Flach. In: ders., Wörterbuch, Band 2, 1796, S. 176 / 177. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000155985. Zuletzt geprüft am 19.09.2017.

[42] Vgl. Adelung: s. v. Quer. In: ders., Wörterbuch, Band 3, 1798, S. 892 / 893. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/2000036813X. Zuletzt geprüft am 19.09.2017.

[43] Kafka, Hausvater, S. 5a, Z. 11.

[44] Vgl. Grimm / Grimm: s. v. zunächst, 3), a). In: dies., Wörterbuch, Band 32, 1954, Sp. 546-549. Online verfügbar unter: http://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=zunaechst. Zuletzt geprüft am 19.09.2017.

[45] Kafka, Hausvater, S. 5a, Z. 12.

[46] Ebd., Z. 16.

[47] Ebd., Z. 12 / 13.

[48] Ebd., Z. 13.

[49] Vgl. Adelung: s. v. Scheinen, 2. 2). In: ders., Wörterbuch, Band 3, 1798, S. 1401 / 1402. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000402966. Zuletzt geprüft am 19.09.2017.

[50] Hausvater, Kafka, S. 5a, Z. 11.

[51] Ebd., Z. 12 / 13.

[52] Ebd., S. 5b, Z. 22.

[53] Vgl. Adelung: s. v. Stehen. In: ders., Wörterbuch, Band 4, 1801, S. 324-328. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000451266. Zuletzt geprüft am 19.09.2017.

[54] Kafka, Hausvater, S. 5b, Z. 22.

[55] Vgl. Grimm / Grimm: s. v. stehen, II. A) 1). In: dies., Wörterbuch, Band 11, 1919, Sp. 1396-1133. Online verfügbar unter: http://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=stehen. Zuletzt geprüft am 19.09.2011.

[56] Kafka, Hausvater, S. 5b, Z. 22.

[57] Ebd.

[58] Ebd., Z. 23.

[59] Ebd.

[60] Vgl. Adelung: s. v. Glauben, 2. 1), 2). In: ders., Wörterbuch, Band 2, 1196, S. 103 / 104. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000196146. Zuletzt geprüft am 19.09.2011.

[61] Kafka, Hausvater, S. 5b, Z. 23.

[62] Vgl. Grimm / Grimm: s. v. versuchen, A. 5). In: dies., Wörterbuch, Band 25, 1956, Sp. 1830-1843. Online verfügbar unter: http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/genFOplus.tcl?sigle=DWB&lemid=GV05193. Zuletzt geprüft am 19.09.2011.

[63] Kafka, Hausvater, S. 5b, Z. 25 / 26.

[64] Vgl. Adelung: s. v. Scheinen, 2. 2). In: ders., Wörterbuch, Band 3, 1798, S. 1401 / 1402. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000402966. Zuletzt geprüft am 20.09.2017.

[65] Kafka, Hausvater, S. 5b, Z. 24.

[66] Vgl. Adelung: s. v. Form, die, 1. In: ders., Wörterbuch, Band 2, 1796, S. 246. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000162523. Zuletzt geprüft am 20.09.2017.

[67] Vgl. Grimm / Grimm: s. v. zweckmäszig. In: dies., Wörterbuch, Band 32, 1954, Sp. 967-969. Online verfügbar unter: http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/genFOplus.tcl?sigle=DWB&lemid=GZ12605. Zuletzt geprüft am 20.09.2017.

[68] Kafka, Hausvater, S. 5b, Z. 29.

[69] Vgl. Adelung: s. v. Erscheinen, 1). In: ders., Wörterbuch, Band 1, 1793, S. 1933 / 1934. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000136980. Zuletzt geprüft am 20.09.2017.

[70] Vgl. Adelung: s. v. Sinn, der, 2. (4), (5). In: ders., Wörterbuch, Band 4, 1801, S. 104-106. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000435325. Zuletzt geprüft am 20.09.2017.

[71] Kafka, Hausvater, S. 5b, Z. 23.

[72] Vgl. Grimm / Grimm: s. v. Gebilde, 1), 2), 2) a). In: dies., Wörterbuch, Band 4, 1878, Sp. 1768-1774. Online verfügbar unter: http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/genFOplus.tcl?sigle=DWB&lemid=GG02742. Zuletzt geprüft am 20.09.2017.

[73] Kafka, Hausvater, S. 5b, Z. 28 / 29.

[74] Ebd., Z. 25.

[75] Ebd., Z. 29 / 30.

[76] Ebd., Z. 27.

[77] Vgl. Ebd., S. 5a, Z. 14 / 15.

[78] Vgl. Adelung: s. v. Zerbrechen, 1. In: ders., Wörterbuch, Band 4, 1801, S. 1686 / 1687. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000547778. Zuletzt geprüft am 20.09.2017.

[79] Vgl. Grimm / Grimm: s. v. abschlieszen. In: dies., Wörterbuch, Band 1, 1854, Sp. 104 / 105. Online verfügbar unter: http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/genFOplus.tcl?sigle=DWB&lemid=GA01252. Zuletzt geprüft am 20.09.2017.

[80] Vgl. Georges, K. E.: s. v. abschließen, II) B). In: ders.: Kleines deutsch-lateinisches Handwörterbuch. Hannover und Leipzig 1910, Sp. 40 / 41. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20001915487. Zuletzt geprüft am 20.09.2017.

[81] Kafka, Hausvater, S. 5b, Z. 31 / 32.

[82] Vgl. Adelung: s. v. Fangen. In: ders., Wörterbuch, Band 2, 1796, S. 39 / 40. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000142840. Zuletzt geprüft am 20.09.2017.

[83] Vgl. Kafka, Hausvater, S. 5b, Z. 31.

[84] Ebd.

[85] Vgl. Adelung: s. v. Außerordentlich, 1). In: ders., Wörterbuch, Band 1, 1793, S. 648 / 649. Online verfügbar unter: http://www.zeno.org/nid/20000045624. Zuletzt geprüft am 20.09.2017.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten

Details

Titel
"Die Sorge des Hausvaters" von Franz Kafka. Eine werkimmanente und dekonstruktivistische Analyse und Deutung
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Franz Kafka: Erzählungen
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
45
Katalognummer
V497634
ISBN (eBook)
9783346023186
ISBN (Buch)
9783346023193
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Franz Kafka, Literaturwissenschaft, Derrida, Jacques Derrida, Die Sorge des Hausvaters, werkimmanent, dekonstruktivistisch, Dekonstruktivismus, Sprache, Wortbedeutung, Satzanalyse, Feldermodell
Arbeit zitieren
Frederik Hirschfeld (Autor), 2017, "Die Sorge des Hausvaters" von Franz Kafka. Eine werkimmanente und dekonstruktivistische Analyse und Deutung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497634

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