Musik UND Literatur!
Warum verbindet man diese beiden freien Künste miteinander?
Auf den ersten Blick scheinen sie sehr gegensätzlich. So teilte man schon in der Antike die Musik den Zahlenkünsten und die Literatur der Sprachkunst zu. Heutzutage wird der Unterschied in den Schulen deutlich. Literatur als Gegenstand des Deutschunterrichts, der ein wichtiges Hauptfach ist. Musik hingegen ist ein künstlerischmusisches Nebenfach, das oft seine Annerkennung im Schulalltag erkämpfen muss.
Auf den zweiten Blick erkennt man aber, dass sowohl Musik als auch Literatur Ausdruckskünste sind, die in unterschiedlichen Bezügen zueinander stehen. Diese gliedern sich je nach Schwerpunkt in drei Hauptbereiche:
Literatur in der Musik
Musik und Literatur
Musik in der Literatur
Ich habe mich mit dem Beispiel „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind beschäftigt. Dieses Theaterstück über einen sehr speziellen Musiker lässt sich in den Bereich 'Musik in der Literatur' einordnen.
Das Stück lässt sich sowohl im Deutsch- als auch im Musikunterricht sehr gut verwenden, da es verschiedenste Ansatzpunkte für Themengebiete bietet. Die Verbindung zwischen Musik und Literatur wird deutlich und anschaulich dargestellt und kann aus mehreren Gesichtspunkten erarbeitet werden.
Meine Ausarbeitung beginnt mit einem Portrait über den Autor Patrick Süskind. Folgend gebe ich einige Informationen zum Stück selbst und seinem Inhalt. Dann komme ich zum Hauptteil meiner Arbeit, der Umsetzung des Stückes im Musikunterricht. Diese Umsetzung ist an das Konzept des handlungsorientierten Unterrichts angelehnt, welches kurz beschrieben wird. Die einzelnen Unterrichtsideen werden aufgezeigt und erklärt. Eine abschließende Bewertung über den Einsatz des Stückes beendet meine Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Der Autor
III. Das Theaterstück
1. Inhaltsangabe
IV. „Der Kontrabass“ im Unterricht
1. Handlungsorientierter Unterricht
2. Unterrichtsideen
A. Entwicklung des Kontrabasses
B. Eigenschaften des Kontrabasses
C. Allgemeine Musikgeschichte
D. Musikwerke für Kontrabass
E. Beruf des Orchestermusikers
F. Musikalische Begriffe
G. Haupthandlungsmotive
H. Stil und Sprache
3. Das Hörspiel
V. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Theaterstück „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind im Hinblick auf seine Eignung für einen handlungsorientierten Musik- und Deutschunterricht. Ziel ist es, das Werk als Medium zur Verknüpfung von Literatur und Musik zu analysieren und praktische Unterrichtsansätze zu entwickeln, die Schüler zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Instrument und der Lebenswelt des Musikers anregen.
- Analyse des Werks „Der Kontrabass“ als musikliterarische Vorlage.
- Entwicklung handlungsorientierter Unterrichtskonzepte.
- Vermittlung von musiktheoretischem Wissen durch literarische Bezüge.
- Thematisierung der Rolle des Orchestermusikers und seiner Instrumentenbeziehung.
- Reflexion über fächerübergreifende Ansätze zwischen Musik und Deutsch.
Auszug aus dem Buch
A. ENTWICKLUNG DES KONTRABASSES
Der Kontrabass stammt aus der Familie der Viola da Gamba, aus der im 16. Jahrhundert unsere heutigen Streichinstrumente hervorgingen.
Aus der Familie der Viola da Gamba entstanden um 1600 zuerst die Bas-Geig da Braccio und die Violone. Die wichtigsten Geigenbauer dieser Zeit waren Gasparo da Saló und Paolo Maggini.
Anfang 1700 entwickelte sich dann der Basso da camera. Dieser besaß vier Saiten und wurde in die Kammermusik verwendet, wodurch er auch seinen Namen erhielt. Man spielte ihn in Italien noch bis ins 19. Jahrhundert. Die Gambe wurde in dieser Zeit immer weniger genutzt, so dass sich der Basso da camera mehr und mehr durchsetzen und verbreiten konnte.
In Frankreich, Italien und Deutschland verzweigte sich dann die Entwicklung des Kontrabasses im Bezug auf die Seitenanzahl und die Stimmung. Es gab drei-, vier oder fünfsaitige Bässe in Quint- oder Quartenstimmung. Zeitweise besaß das Instrument noch einen Hebel- oder Klappmechanismus, um die tiefste Saite zu verlängern.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Verbindung zwischen Musik und Literatur als freie Künste und führt in das gewählte Werk als Beispiel für „Musik in der Literatur“ ein.
II. Der Autor: Dieses Kapitel skizziert die Biografie von Patrick Süskind und stellt autobiografische Bezüge zwischen seinem Leben und den in seinen Werken behandelten Charakteren her.
III. Das Theaterstück: Es wird eine Inhaltsangabe des Stücks „Der Kontrabass“ gegeben und die psychologische Situation des Protagonisten in drei zentralen Sinnabschnitten erläutert.
IV. „Der Kontrabass“ im Unterricht: Dieses umfangreiche Kapitel präsentiert das Konzept des handlungsorientierten Unterrichts und leitet daraus konkrete Unterrichtsideen für den Musik- und Deutschunterricht ab, von der Instrumentenkunde bis zur Sprachstil-Analyse.
V. Reflexion: Der Autor reflektiert über den Erkenntnisgewinn bei der Erarbeitung des Themas und bewertet die Eignung des Stücks für die Arbeit in der Schule.
Schlüsselwörter
Kontrabass, Patrick Süskind, Musikunterricht, Deutschunterricht, Handlungsorientierung, Literatur, Orchester, Instrumentenkunde, Musikgeschichte, Soziale Einsamkeit, Identitätsfindung, Didaktik, Monolog, Theaterstück, Musikwissenschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit untersucht das Theaterstück „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind und dessen Potenzial als Lehrmaterial für den fächerübergreifenden Unterricht zwischen Musik und Deutsch.
Welche Themenfelder werden in der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?
Zentrale Felder sind die Biografie des Autors, die Inhaltsanalyse des Theaterstücks, die musikgeschichtliche Bedeutung des Kontrabasses sowie didaktische Methoden zur Umsetzung im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie das Stück als Ausgangspunkt für einen handlungsorientierten Unterricht genutzt werden kann, um Schülern Musik und Literatur anschaulich zu vermitteln.
Welche pädagogische Methode steht dabei im Vordergrund?
Es wird das Konzept des handlungsorientierten Unterrichts angewandt, welches auf aktiver Einbeziehung der Schüler in den Lernprozess und der Erstellung von Handlungsprodukten basiert.
Welche Aspekte des Kontrabasses werden im Hauptteil beleuchtet?
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung, die baulichen Eigenschaften, den Beruf des Orchestermusikers sowie das Instrument als Motiv innerhalb des literarischen Werks.
Welche Keywords beschreiben den Inhalt am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Kontrabass, Handlungsorientierung, Musikdidaktik, Patrick Süskind, Orchester, Literatur und musikalische Analyse.
Wie bewertet der Autor den Einsatz des Werks in der Schule?
Der Autor hält das Werk ab der Mittelstufe für sehr geeignet, da es zeitlose Themen wie Einsamkeit und Selbstfindung auf eine für Jugendliche ansprechende Weise behandelt.
Warum wird im Unterricht auch das Hörspiel empfohlen?
Das Hörspiel wird als Ergänzung empfohlen, da es den Fokus rein auf den Text legt, ohne durch Bühnenbilder oder Schauspiel von der inhaltlichen Aussage abzulenken.
- Arbeit zitieren
- Anne Scheld (Autor:in), 2005, "Der Kontrabass" von Patrick Süskind, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49865