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Wie beeinflusst die Medienberichterstattung die Diskriminierung von Migranten in Deutschland?

Title: Wie beeinflusst die Medienberichterstattung die Diskriminierung von Migranten in Deutschland?

Bachelor Thesis , 2018 , 44 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sümeyye Bulut (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Das Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, wie die Medienberichterstattung die Diskriminierung von Migranten in Deutschland beeinflusst.

Deutschland hat mittlerweile eine lange Geschichte als Einwanderungsland. Die Anfänge gehen auf die 1950er Jahre zurück, als die Bundesrepublik ein Wirtschaftswunder erlebte. Aufgrund von Arbeitskräftemangel wurden immer mehr Arbeitnehmer aus dem Ausland angeworben. Damals hätten weder die Deutschen noch die ausländischen Arbeitnehmer gewusst, dass die angeworbenen Arbeitnehmer aus dem Ausland für immer in Deutschland bleiben. Die Idee war es, ein paar Jahre zu arbeiten und dann wieder in die Heimat zurückzukehren. Doch aufgrund der Umstände sind viele Familien von "Gastarbeitern" nach Deutschland gekommen und aus dem geplanten vorübergehenden Aufenthalt entwickelte sich ein dauerhafter Aufenthalt.

Mittlerweile ist es 65 Jahre her, dass Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Kulturkreisen und Religionen in die Bundesrepublik gekommen und teilweise Bürger des Staates geworden sind. Dennoch sind viele Menschen mit Migrationshintergrund in der Gesellschaft noch immer nicht akzeptiert. Für sie gehören Diskriminierung und Rassismus zum Alltag. Es ist bekannt, dass es keine unterschiedlichen Menschenrassen gibt, dennoch existiert Rassismus und damit Diskriminierung aufgrund des Aussehens oder der Herkunft noch immer. Da Massenmedien in modernen Gesellschaften einen bedeutenden Einfluss auf die öffentliche Meinung haben, soll im Rahmen dieser Bachelorarbeit auf Basis des Agenda-Setting-Ansatzes die Rolle der Medien im Zusammenhang mit der Entstehung von Stereotypen und Vorurteilen gegenüber Migranten näher betrachtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DISKRIMINIERUNG & RASSISMUS

2.1 DISKRIMINIERUNG

2.1.1 FORMEN DER DISKRIMINIERUNG

2.2 RASSISMUS

2.2.1 DAS KONZEPT DER RASSE

2.2.3. ANFÄNGE DES RASSISMUS

2.3 RASSISMUS HEUTE

2.3.1 RASSISTISCHE DISKRIMINIERUNG

2.4 STEREOTYPE UND VORURTEILE

2.5 ZWISCHENZUSAMMENFASSUNG

3. DIE ROLLE DER MEDIEN

3.1 FUNKTIONEN DER MASSENMEDIEN

3.2 MEDIENMACHT

3.3 AGENDA-SETTING THEORIE

3.3.1 GRUNDANNAHMEN

3.3.2 THEORETISCHE MODELLE

3.3.4 DIE VIER PHASEN DER AGENDA-SETTING FORSCHUNG

3.4 STUDIE ZUR STEREOTYPISCHEN BERICHTERSTATTUNG

3.4.1 METHODISCHES VORGEHEN

3.4.2 ERGEBNISSE DER QUANTITATIVEN AUSWERTUNG DER INHALTSANALYSE

3.4.3 QUALITATIVE AUSWERTUNG DER STEREOTYPEN BESCHREIBUNG

3.4.4 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE

4. DISKUSSION

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Medienberichterstattung auf die Diskriminierung von Migranten in Deutschland. Ziel ist es, auf Basis des Agenda-Setting-Ansatzes zu analysieren, wie Medien durch stereotype Darstellung zur Verfestigung von Vorurteilen und Rassismus beitragen.

  • Historische Entwicklung und Definition von Rassismus und Diskriminierung
  • Rolle der Medien und Agenda-Setting Theorie
  • Analyse stereotypischer Berichterstattung über ethnische Gruppen
  • Zusammenhang zwischen Medieninhalten und gesellschaftlicher Wahrnehmung
  • Folgen diskriminierender Berichterstattung für die Integration

Auszug aus dem Buch

3.3 Agenda-Setting Theorie

„The press (is) significantly more than a purveyor of information. It may not be successful much of the time in telling people what to think, but it is stunningly successful in telling its readers what to think about“ (Cohen 1963: 13).

Dieses Zitat beschreibt die Grundannahme des Agenda Setting-Ansatzes, welches im Jahr 1963 erstmals von Bernhard C. Cohen entwickelt und fünf Jahre später von McCombs und Shaw konkretisiert wurde. Der Agenda-Setting-Ansatz gehört zu den wichtigsten theoretischen Perspektiven der Medienwirkungsforschung und wurde in den letzten Jahrzehnten intensiv untersucht und weiterentwickelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Hinführung zum Thema Diskriminierung von Migranten in Deutschland und Definition der Forschungsfrage.

2. DISKRIMINIERUNG & RASSISMUS: Theoretische Klärung der Begriffe, deren historische Wurzeln und die psychologische Entstehung von Stereotypen.

3. DIE ROLLE DER MEDIEN: Untersuchung der Medienfunktionen, der Medientheorien sowie eine inhaltsanalytische Studie zur stereotypischen Berichterstattung.

4. DISKUSSION: Evaluation der theoretischen Erkenntnisse im Kontext der Studienergebnisse hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Gesellschaft.

5. FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf die Verantwortung der Medien zur Förderung der Integration.

Schlüsselwörter

Diskriminierung, Rassismus, Migranten, Medienberichterstattung, Agenda-Setting, Stereotype, Vorurteile, soziale Kategorisierung, Integration, Tageszeitungen, Inhaltsanalyse, Medienmacht, gesellschaftliche Wahrnehmung, Fremdenfeindlichkeit, Ethnie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die Medienberichterstattung in Deutschland die Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund beeinflusst und verstärkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definitionen von Rassismus und Diskriminierung, die Rolle der Massenmedien in einer Demokratie sowie die theoretischen Ansätze der Medienwirkungsforschung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit Medienberichte durch stereotype Darstellungen zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Vorurteilen gegenüber Migranten beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur sowie eine Inhaltsanalyse, um stereotype sprachliche Muster in deutschen Tageszeitungen des Jahres 2011 zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung (Rassismus/Diskriminierung), eine theoretische Fundierung (Agenda-Setting) und eine empirische Fallstudie zu Zeitungsberichten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Agenda-Setting, stereotype Berichterstattung, soziale Kategorisierung, institutionelle Diskriminierung und Medienwirkung.

Welchen Einfluss haben Muslime in der aktuellen Medienberichterstattung laut dieser Studie?

Die Studie stellt fest, dass Muslime in der untersuchten Berichterstattung überproportional häufig mit islamistischem Terrorismus assoziiert und auf ihren Glauben reduziert werden.

Inwiefern beeinflusst der Agenda-Setting-Ansatz die Wahrnehmung von Kriminalität?

Laut Agenda-Setting beeinflussen Medien nicht, was Menschen denken, sondern worüber sie nachdenken; eine einseitige Berichterstattung über Kriminalität bei Migranten führt somit zur Wahrnehmung dieser Gruppe als gesellschaftliches Hauptproblem.

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Details

Title
Wie beeinflusst die Medienberichterstattung die Diskriminierung von Migranten in Deutschland?
College
University of Applied Sciences Bremen
Grade
2,0
Author
Sümeyye Bulut (Author)
Publication Year
2018
Pages
44
Catalog Number
V499286
ISBN (eBook)
9783346033741
ISBN (Book)
9783346033758
Language
German
Tags
medienberichterstattung diskriminierung migranten deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sümeyye Bulut (Author), 2018, Wie beeinflusst die Medienberichterstattung die Diskriminierung von Migranten in Deutschland?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499286
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