Das Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, wie die Medienberichterstattung die Diskriminierung von Migranten in Deutschland beeinflusst.
Deutschland hat mittlerweile eine lange Geschichte als Einwanderungsland. Die Anfänge gehen auf die 1950er Jahre zurück, als die Bundesrepublik ein Wirtschaftswunder erlebte. Aufgrund von Arbeitskräftemangel wurden immer mehr Arbeitnehmer aus dem Ausland angeworben. Damals hätten weder die Deutschen noch die ausländischen Arbeitnehmer gewusst, dass die angeworbenen Arbeitnehmer aus dem Ausland für immer in Deutschland bleiben. Die Idee war es, ein paar Jahre zu arbeiten und dann wieder in die Heimat zurückzukehren. Doch aufgrund der Umstände sind viele Familien von "Gastarbeitern" nach Deutschland gekommen und aus dem geplanten vorübergehenden Aufenthalt entwickelte sich ein dauerhafter Aufenthalt.
Mittlerweile ist es 65 Jahre her, dass Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Kulturkreisen und Religionen in die Bundesrepublik gekommen und teilweise Bürger des Staates geworden sind. Dennoch sind viele Menschen mit Migrationshintergrund in der Gesellschaft noch immer nicht akzeptiert. Für sie gehören Diskriminierung und Rassismus zum Alltag. Es ist bekannt, dass es keine unterschiedlichen Menschenrassen gibt, dennoch existiert Rassismus und damit Diskriminierung aufgrund des Aussehens oder der Herkunft noch immer. Da Massenmedien in modernen Gesellschaften einen bedeutenden Einfluss auf die öffentliche Meinung haben, soll im Rahmen dieser Bachelorarbeit auf Basis des Agenda-Setting-Ansatzes die Rolle der Medien im Zusammenhang mit der Entstehung von Stereotypen und Vorurteilen gegenüber Migranten näher betrachtet werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Diskriminierung & Rassismus
- 2.1 Diskriminierung
- 2.1.1 Formen der Diskriminierung
- 2.2 Rassismus
- 2.2.1 Das Konzept der Rasse
- 2.2.3. Anfänge des Rassismus
- 2.3 Rassismus Heute
- 2.3.1 Rassistische Diskriminierung
- 2.4 Stereotype und Vorurteile
- 2.5 Zwischenzusammenfassung
- 3. Die Rolle der Medien
- 3.1 Funktionen der Massenmedien
- 3.2 Medienmacht
- 3.3 Agenda-Setting Theorie
- 3.3.1 Grundannahmen
- 3.3.2 Theoretische Modelle
- 3.3.4 Die vier Phasen der Agenda-Setting Forschung
- 3.4 Studie zur stereotypischen Berichterstattung
- 3.4.1 Methodisches Vorgehen
- 3.4.2 Ergebnisse der quantitativen Auswertung der Inhaltsanalyse
- 3.4.3 Qualitative Auswertung der Stereotypen Beschreibung
- 3.4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
- 4. Diskussion
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit dem Einfluss der Medienberichterstattung auf die Diskriminierung von Migranten in Deutschland. Ziel ist es, die Rolle der Medien im Zusammenhang mit der Entstehung von Stereotypen und Vorurteilen gegenüber Migranten auf Basis des Agenda-Setting-Ansatzes zu untersuchen.
- Diskriminierung und Rassismus: Definitionen, Formen und historische Entwicklung
- Die Rolle der Medien in modernen Gesellschaften
- Der Agenda-Setting-Ansatz: Grundannahmen und theoretische Modelle
- Stereotype und Vorurteile gegenüber Migranten in der Medienberichterstattung
- Der Einfluss der Medienberichterstattung auf Diskriminierungserfahrungen von Migranten in Deutschland
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Relevanz des Themas und die Forschungsfrage erläutert. Anschließend werden die Konzepte der Diskriminierung und des Rassismus beleuchtet, bevor die Rolle der Medien in modernen Gesellschaften und die Agenda-Setting Theorie näher betrachtet werden. In Kapitel 3 wird eine Studie vorgestellt, die die stereotype Berichterstattung über Migranten in deutschen Medien untersucht. Die Ergebnisse der Studie werden analysiert und in Bezug auf die Forschungsfrage diskutiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Themen Diskriminierung, Rassismus, Medienberichterstattung, Agenda-Setting, Stereotype, Vorurteile und Migranten in Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst die Medienberichterstattung die Diskriminierung von Migranten?
Medien beeinflussen die öffentliche Meinung maßgeblich. Durch die Auswahl von Themen und die Art der Darstellung (Agenda-Setting) können sie Stereotype und Vorurteile verstärken oder abbauen.
Was besagt die Agenda-Setting-Theorie?
Die Theorie besagt, dass Medien durch die Gewichtung von Themen vorgeben, worüber die Gesellschaft nachdenkt. Sie bestimmen zwar nicht, was man denkt, aber worüber man eine Meinung hat.
Warum ist das Thema Diskriminierung von Migranten in Deutschland aktuell?
Trotz einer langen Geschichte als Einwanderungsland (seit den 1950ern) erleben viele Menschen mit Migrationshintergrund weiterhin Rassismus und Diskriminierung aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Aussehens.
Welche Rolle spielen Stereotype in den Massenmedien?
Stereotype dienen als kognitive Abkürzungen. In der Berichterstattung können sie dazu führen, dass Migranten oft einseitig oder negativ dargestellt werden, was bestehende Vorurteile in der Bevölkerung festigt.
Was ist das Ziel der vorgestellten Studie?
Die Studie untersucht mittels quantitativer und qualitativer Inhaltsanalyse, wie stereotypisch die Berichterstattung über Migranten in deutschen Medien tatsächlich ist.
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- Sümeyye Bulut (Author), 2018, Wie beeinflusst die Medienberichterstattung die Diskriminierung von Migranten in Deutschland?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499286