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Die Tragfähigkeit verschiedener Argumente für die gesetzliche Regelung von Mitbestimmungsmöglichkeiten

Welche Argumente können die Einführung von Mitbestimmungsgesetzen begründen?

Titel: Die Tragfähigkeit verschiedener Argumente für die gesetzliche Regelung von Mitbestimmungsmöglichkeiten

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 21 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit wird häufig über Möglichkeiten der Wirtschaft zur Behebung oder wenigstens zur Linderung der Arbeitslosigkeit diskutiert. Ein Punkt, der die deutsche Industrie im Vergleich mit anderen Staaten ineffizient erscheinen lässt, sind die gesetzlichen Regelungen zur betrieblichen Mitbestimmung. Diese Mitbestimmungsregelungen erschweren es beispielsweise Betrieben der Bundesrepublik Deutschland, mit Betrieben anderer Staaten zu fusionieren. Da die Gesetze zur Mitbestimmung in Deutschland im Wesentlichen durch den Grundsatz der Sozialstaatlichkeit, aber auch infolge wirtschaftlicher Argumente zustande gekommen sind, möchte ich im Folgenden neben den ökonomischen Gründen für Mitbestimmung, die in der Regel die Effizienz von Mitbestimmung betreffen, auch sog. sozialpolitische Gründe darstellen und auf ihren argumentativen Wert prüfen. Ich habe die Argumente jeweils in zwei Unterkapitel unterteilt, um eine differenzierte Betrachtungsweise zu ermöglichen. An dieser Stelle möchte ich auf die inhaltliche Nähe beider Argumentationsstränge zueinander verweisen: Da Staats- und Wirtschaftsmacht in Deutschland durch gesetzliche Regelungen in enger Verbindung zueinander stehen, möchte ich im Anschluss an die ökonomischen Argumente auch eine kurze Darstellung zweier von mir als sozialpolitisch bezeichneten Argumentationsstränge hinzufügen. Im ersten Teil der Arbeit werden die einzelnen Argumente dargestellt, die im zweiten Teil auf ihren argumentativen Wert hin überprüft werden mithilfe von Umfrageergebnissen, um ihre Empirie zu überprüfen, ebenso werden sie mit Gegenargumenten konfrontiert um ihren argumentativen Wert zu überprüfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Argumente für Mitbestimmungsgesetze

1.1 Ökonomische Argumentation

1.1.1 Abhängigkeit der Mitbestimmung von ihrer Effizienz bzw. Kostenverteilung

1.1.2 Regulierung adverser Selektion

1.1.3 Gerechte Umsetzung und Ausdifferenzierung von Arbeitsverträgen

1.1.4 Sicherstellung eines regulierten Umgangs mit Senioritätslöhnen

1.1.5 Vertrauliche Informationsübermittlung

1.1.6 Gesetzeskonnotation kontra Vertragskonnotation

1.1.7 Mitbestimmung durch Verhandlungen?

1.2 Sozialpolitische Argumentation

1.2.1 Demokratisierungsgedanke

1.2.2 Gleichwertigkeit von Kapital und Arbeit

2. Ermittlung der Argumentationskraft

2.1 Untersuchung der ökonomischen Begründungen

2.1.1 Abhängigkeit der Mitbestimmung von ihrer Effizienz bzw. Kostenverteilung

2.1.2 Regulierung adverser Selektion

2.1.3 Gerechte Umsetzung und Ausdifferenzierung von Arbeitsverträgen

2.1.4 Sicherstellung eines regulierten Umgangs mit Senioritätslöhnen

2.1.5 Vertrauliche Informationsübermittlung

2.1.6 Gesetzeskonnotation kontra Vertragskonnotation

2.1.7 Mitbestimmung durch Verhandlungen?

2.2 Untersuchung der sozialpolitischen Begründungen

1.2.1 Demokratisierungsgedanke

1.2.2 Gleichwertigkeit von Kapital und Arbeit

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Tragfähigkeit verschiedener ökonomischer und sozialpolitischer Argumente, die zur Begründung gesetzlicher Regelungen der betrieblichen Mitbestimmung in Deutschland angeführt werden. Dabei wird analysiert, ob diese Argumente einer empirischen Überprüfung standhalten oder ob sie lediglich theoretischer Natur sind.

  • Ökonomische Begründungen für Mitbestimmungsrechte
  • Sozialpolitische Argumentationslinien (Demokratisierung und Gleichwertigkeit)
  • Analyse der Argumentationskraft durch Gegenargumentation und Empirie
  • Vergleich von freiwilliger versus gesetzlich normierter Mitbestimmung
  • Stellenwert von Transaktionskosten und Arbeitnehmerrechten

Auszug aus dem Buch

1.1.2 Regulierung adverser Selektion

Großen Anteil an der Effizienz eines Unternehmens haben die Beschäftigten und ihre jeweilige Motivation. Die freiwillige Einführung eines Betriebsrates, bzw. beispielsweise eines besonderen Kündigungsschutzes zieht, nach Levine, vor allem Arbeitnehmer an, die nicht die durchschnittliche Leistung erbringen. Dieser Vorgang wird als adverse Selektion bezeichnet. Denn die genannten Arbeitnehmer haben den größten Vorteil vom Entgegenkommen der Betriebsleitung. In diesem Fall würde der Betrieb sich selbst schaden, wenn er einen Betriebsrat einrichtet. Es entsteht ein zwischenbetriebliches Gefangenendilemma, denn der erste Betrieb, der Mitbestimmungsmöglichkeiten einführt, wird schnell viele weniger produktive Arbeitskräfte erhalten.

Die Unternehmensleitung besitzt in der Regel keine oder nur wenige Informationen über die jeweilige Leistung des Angestellten. Durch einen Betriebsrat, der ebenfalls das Interesse hat, arbeitsscheue Mitarbeiter aus der Firma zu entlassen, könnte dieser Mangel auf Dauer behoben werden. Ein externer Nachteil dieser hire-and-fire-Politik ist die Erhöhung der gesamtwirtschaftlichen Fluktuation, infolge dessen die Arbeitgeber aufgrund der steigenden Einstellungs- und Kündigungskosten die Leistungsbereitschaft der Beschäftigten immer schwerer sicherstellen können. Würden Unternehmen per Gesetz zur Einräumung von Mitbestimmungsmöglichkeiten verpflichtet, könnten diese Probleme umgangen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage zur Begründbarkeit gesetzlicher Mitbestimmungsregelungen dar und grenzt den Untersuchungsbereich auf ökonomische und sozialpolitische Argumente ein.

1. Argumente für Mitbestimmungsgesetze: In diesem Kapitel werden theoretische ökonomische und sozialpolitische Argumente detailliert dargelegt, die zur Begründung betrieblicher Mitbestimmung herangezogen werden können.

2. Ermittlung der Argumentationskraft: Dieser Teil unterzieht die zuvor vorgestellten ökonomischen und sozialpolitischen Begründungen einer kritischen Prüfung mittels empirischer Erkenntnisse und Gegenargumenten.

3. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass keine der untersuchten Argumentationsweisen für sich genommen unwiderlegbar ist und die Wahl der Begründung stark vom zugrunde liegenden gesellschaftspolitischen Verständnis abhängt.

Schlüsselwörter

Mitbestimmung, Betriebsrat, Mitbestimmungsgesetz, ökonomische Argumentation, sozialpolitische Argumentation, adverse Selektion, Senioritätslöhne, Transaktionskosten, Arbeitnehmermitbestimmung, Arbeitsverträge, Argumentationskraft, Demokratisierungsgedanke, Kapital und Arbeit, Unternehmensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Argumenten für die gesetzliche Einführung von Mitbestimmungsgesetzen in Deutschland und prüft, ob diese Argumente in der Praxis tragfähig sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen ökonomische Aspekte wie Effizienzsteigerung und adverse Selektion sowie sozialpolitische Aspekte wie Demokratisierung und die Gleichwertigkeit von Kapital und Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Analyse der Argumentationskraft der verschiedenen Begründungsstränge für gesetzliche Mitbestimmung, um deren theoretische und praktische Substanz zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor verwendet eine deskriptive Darstellung der Argumente, ergänzt durch eine kritische Prüfung mittels Umfrageergebnissen, theoretischer Modelle (wie z.B. von Freeman und Lazear) und konfrontierender Gegenargumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Darstellung der ökonomischen und sozialpolitischen Argumente sowie eine anschließende Validierungsphase, in der diese Argumente auf ihre Stärke und empirische Belastbarkeit hin untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mitbestimmung, Betriebsrat, Argumentationskraft, adverse Selektion, Senioritätslöhne, Transaktionskosten und der Demokratisierungsgedanke.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Betriebsrats als Mittler?

Der Betriebsrat wird als Mittler zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gesehen, der zur Lösung von unvollständigen Arbeitsverträgen und zur Stabilität der Arbeitsbeziehungen beitragen kann, sofern er als konstruktive Kraft agiert.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur stärksten Begründung für Mitbestimmung?

Es wird festgehalten, dass es nicht die eine "argumentativ stärkste" Begründung gibt, da die Bewertung der Tragfähigkeit maßgeblich vom gesellschaftspolitischen Menschenbild des Argumentierenden abhängt.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Tragfähigkeit verschiedener Argumente für die gesetzliche Regelung von Mitbestimmungsmöglichkeiten
Untertitel
Welche Argumente können die Einführung von Mitbestimmungsgesetzen begründen?
Hochschule
Universität Münster  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät - Institut für ökonomische Bildung)
Veranstaltung
Seminar zu ausgewählten Problemen der Betriebswirtschaftslehre: Mitbestimmung
Note
2,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
21
Katalognummer
V50205
ISBN (eBook)
9783638464734
ISBN (Buch)
9783656764670
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Welche Argumente Einführung Mitbestimmungsgesetzen Eine Untersuchung Tragfähigkeit Argumente Regelung Mitbestimmungsmöglichkeiten Seminar Problemen Betriebswirtschaftslehre Mitbestimmung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2005, Die Tragfähigkeit verschiedener Argumente für die gesetzliche Regelung von Mitbestimmungsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50205
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Leseprobe aus  21  Seiten
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