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Möglichkeiten der Exportfinanzierung. Eine vergleichende Analyse

Titel: Möglichkeiten der Exportfinanzierung. Eine vergleichende Analyse

Studienarbeit , 2019 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Leonie Diestel (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht, welche Art der Exportfinanzierung die vorteilhafteste ist. Zu diesem Zwecke wird nacheinander auf die Perspektive des Exporteurs, des Importeurs und der Kreditinstitute eingegangen und die jeweiligen Vor- und Nachteile des Exportfinanzierungsproduktes überprüft. Kreditgeber können nicht nur die Universalbanken sein, auch die KfW IPEX Bank und die Ausfuhrkreditgesellschaft mbH (AKA) übernehmen Exportfinanzierungen. Es werden die Risiken und Kosten, aber auch die typischen Merkmale der verschiedenen Varianten der Exportfinanzierung betrachtet. So wird ein Überblick über die Produkte gegeben und die individuellen Stärken und Schwächen aufgezeigt.

Das T-Shirt aus Bangladesch, das Smartphone aus China, die Banane aus Brasilien und die Pizza italienisch, das Auto deutsch, natürlich. Der Außenhandel ist in unserer globalisierten Welt allgegenwärtig. Täglich nutzen wir Produkte aus den verschiedensten Ländern der Erde. Der Im- und Export betreffen allerdings nicht nur die persönlichen Konsumgüter, sie sind auch aus der modernen Arbeitswelt nicht wegzudenken. "Fast 30 Prozent der deutschen Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt vom Export ab" so Martina Küster in einer Veröffentlichung des Bundesverbandes deutscher Banken. Im Mai 2019 hat Deutschland Güter im Wert von 113,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 93,4 Milliarden Euro importiert. Diese Beispiele zeigen die Relevanz des Themas Außenhandel.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Die Risiken des Außenhandels

3 Die Grundlagen

3.1 Das Dokumentenakkreditiv

3.2 Die Euler Hermes AG

4 Der Lieferantenkredit

4.1 Erklärung

4.2 Vorteile

4.3 Nachteile

5 Die Forfaitierung

5.1 Erklärung

5.2 Vorteile

5.3 Nachteile

6 Der Bestellerkredit

6.1 Erklärung

6.2 Vorteile

6.3 Nachteile

7 Vergleichende Analyse

7.1 Die Sicht des Exporteurs

7.2 Die Sicht des Importeurs

7.3 Die Sicht der Kreditinstitute

8 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht verschiedene Methoden der mittel- und langfristigen Exportfinanzierung, um die vorteilhafteste Lösung für Exporteure, Importeure und Kreditinstitute zu identifizieren. Dabei werden die Perspektiven aller Beteiligten unter Berücksichtigung von Risiken, Kosten und Verwaltungsaufwand analysiert.

  • Analyse der spezifischen Risiken im internationalen Außenhandel.
  • Untersuchung der Funktionsweise und Merkmale des Lieferantenkredits.
  • Erläuterung der Forfaitierung als Instrument des Risikotransfers.
  • Betrachtung des Bestellerkredits für Investitionsgütergeschäfte.
  • Vergleichende Bewertung der Finanzierungsoptionen aus Sicht von Exporteur, Importeur und Bank.

Auszug aus dem Buch

5.2 Vorteile

Die Forfaitierung hat für den Exporteur, der seine Forderungen verkauft, viele Vorteile. Zum einen hat er einen sofortigen Liquiditätsgewinn. Die Bilanz wird entlastet und verkürzt sich. Die offenen Forderungen werden zu liquiden Mitteln. So werden die Bilanzrelationen verbessert.71 Des Weiteren findet ein Risikotransfer statt. Der Forfaiteur übernimmt das Zahlungsausfallrisiko und das Länderrisiko, also sowohl die wirtschaftlichen, als auch die politischen Risiken. Der Verkauf der Forderung dient weiterhin als Absicherung von Zins- und Währungskursrisiken. Ab Forderungsverkauf sind für den Exporteur mögliche Schwankungen des Währungskurses nicht mehr relevant.72 Für den Fall, dass der Exporteur sich über eine Kreditlinie refinanziert hat, fällt die Zinsbelastung dieser nun weg, da der Saldo ausgeglichen werden kann. Die Kreditlinien werden entlastet und können nun bei Bedarf für andere Vorhaben genutzt werden.73

Bei der Forfaitierung handelt es sich um eine Fremdfinanzierung. Es werden also keine Eigenmittel des Exporteurs in Anspruch genommen. Die Abwicklung der Forfaitierung ist schnell und einfach.74 Für die verkauften Forderungen ist keine Deckung eines Kreditversicherers, wie beispielsweise der Euler Hermes, erforderlich. Die operativen Kosten werden weiterhin reduziert, da der Forfaiteur die Überwachung und Inkassofunktion übernimmt.75

Auch für die forfaitierende Bank gibt es Vorteile der Forfaitierung. Der Kunde kann die freiwerdenden Linien für andere Produkte nutzen, das ergibt einen zusätzlichen Ertrag. Die Forfaitierung kann des Weiteren auch einen Teil zur Kundenbindung beitragen. Durch maßgeschneiderte Lösungen und revolvierende Forderungsankäufe fühlen sich die Kunden gut beraten und betreut. Dies ist möglich, da die Forfaitierung flexibel ist, was die Fristigkeit der Forderungen angeht.76

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die globale Bedeutung des Außenhandels und skizziert das Ziel der Arbeit, verschiedene Exportfinanzierungsprodukte zu vergleichen.

2 Die Risiken des Außenhandels: In diesem Kapitel werden die vielfältigen wirtschaftlichen, politischen und transportbedingten Risiken im internationalen Handel erläutert.

3 Die Grundlagen: Es werden zentrale Sicherungsinstrumente wie das Dokumentenakkreditiv und die Rolle der Euler Hermes AG als Exportkreditversicherer dargestellt.

4 Der Lieferantenkredit: Das Kapitel erklärt das Konzept des Lieferantenkredits, zeigt dessen Ablauf auf und erörtert die Vor- und Nachteile für den Exporteur.

5 Die Forfaitierung: Hier wird der regresslose Forderungsankauf definiert sowie dessen Bedeutung für den Risikotransfer und die Bilanzstruktur hervorgehoben.

6 Der Bestellerkredit: Es erfolgt eine detaillierte Betrachtung der Bestellerfinanzierung, die insbesondere bei langlebigen Investitionsgütern Anwendung findet.

7 Vergleichende Analyse: Dieses Kapitel führt einen systematischen Vergleich der Finanzierungsarten aus der Perspektive von Exporteur, Importeur und Kreditinstituten durch.

8 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der einzelnen Produkte unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Vor- und Nachteile.

Schlüsselwörter

Außenhandel, Exportfinanzierung, Lieferantenkredit, Forfaitierung, Bestellerkredit, Dokumentenakkreditiv, Euler Hermes AG, Risikomanagement, Liquidität, Bilanzentlastung, Länderrisiko, Kreditversicherung, Außenwirtschaft, Finanzierungsrisiko, Investitionsgüter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Studienarbeit bietet einen strukturierten Vergleich gängiger Instrumente der Exportfinanzierung, um die spezifischen Vor- und Nachteile für die beteiligten Parteien aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen den Lieferantenkredit, die Forfaitierung, den Bestellerkredit sowie die flankierenden Sicherungsinstrumente wie Akkreditive und staatliche Exportkreditversicherungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, herauszufinden, welche Art der Exportfinanzierung aus Sicht von Exporteuren, Importeuren und Banken jeweils am vorteilhaftesten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führt eine vergleichende Analyse durch, bei der Kriterien wie Risiko, Verwaltungsaufwand und Kosten für die verschiedenen Finanzierungsprodukte bewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Finanzierungsprodukte (Lieferantenkredit, Forfaitierung, Bestellerkredit) und deren detaillierte Analyse im Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Exportfinanzierung, Forfaitierung, Bestellerkredit, Risikotransfer, Bilanzentlastung und Liquidität.

Warum wird der Lieferantenkredit heute seltener genutzt?

Der Lieferantenkredit wurde zunehmend durch den Bestellerkredit verdrängt, da letzterer für den Exporteur vorteilhaftere Rahmenbedingungen wie die sofortige Liquidität bietet.

Was unterscheidet die Forfaitierung vom klassischen Factoring?

Die Forfaitierung fokussiert sich meist auf bankbesicherte, mittel- bis langfristige Einzelforderungen mit hohen Beträgen, während Factoring eher kurzfristige Buchforderungen in Portfolien abwickelt.

Unter welchen Voraussetzungen ist ein Bestellerkredit sinnvoll?

Der Bestellerkredit ist besonders bei hohen Auftragsvolumina, förderungswürdigen Projekten und für Importeure in Ländern mit hohem Zinsniveau ein zielführendes Instrument.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Möglichkeiten der Exportfinanzierung. Eine vergleichende Analyse
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
1,7
Autor
Leonie Diestel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
26
Katalognummer
V503098
ISBN (eBook)
9783346042392
ISBN (Buch)
9783346042408
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exportfinanzierung Lieferantenkredit Forfaitierung Bestellerkredit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leonie Diestel (Autor:in), 2019, Möglichkeiten der Exportfinanzierung. Eine vergleichende Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503098
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Leseprobe aus  26  Seiten
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