Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit dem politischen System Mexikos und geht dabei spezifisch auf die Frage ein, ob Mexiko eine defekte Demokratie ist oder nicht. Für das Verständnis soll die Arbeit vorerst einen kurzen historischen Überblick geben. Der Fokus soll auf bedeutenden Ereignissen in der Geschichte liegen, welche Mexikos Gegenwart geprägt haben. Aufbauend auf diesem Wissen soll das politische System dargestellt werden, indem auf die Verfassung, die Institutionen, das Wahlsystem sowie auf die Parteien eingegangen wird. Anschließend gibt die Arbeit Aufschluss über die Problematik der Drogenkartelle in Mexiko, da diese große Auswirkungen auf das politische System haben. Daraufhin folgt der Schwerpunkt der Arbeit und die Beantwortung der Frage, ob Mexiko ein defekt demokratisches System ist und wenn ja, welchen Typus einer defekten Demokratie es darstellt. Abschließend soll ein Zukunftsausblick folgen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Transformationsprozesse Mexikos
3. Mexikos politisches System
3.1 Verfassung und Gewaltenteilung
3.2 Parteien und Präsidenten
3.3 Wahlfälschung
4. Drogenkartelle und Korruption in Mexiko
5. Mexiko – Eine defekte Demokratie?
6. Zukunftsausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das politische System Mexikos vor dem Hintergrund der Frage, ob es sich dabei um eine defekte Demokratie handelt. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der historischen Transformationsprozesse, der institutionellen Struktur, der Rolle von Drogenkartellen und Korruption sowie der aktuellen politischen Lage unter Berücksichtigung demokratietheoretischer Ansätze.
- Historische Entwicklung und Transformationsprozesse
- Struktur des politischen Systems (Verfassung, Gewaltenteilung, Parteien)
- Problematik von Drogenkriminalität, Korruption und Pressefreiheit
- Einordnung Mexikos in die Typologie defekter Demokratien
- Politische Zukunftsperspektiven unter der Regierung López Obrador
Auszug aus dem Buch
3. Mexikos politisches System
Die Verfassung Mexikos, welche in ihrer Grundform seit 1917 besteht, legt ein präsidentielles Regierungssystem fest. Außerdem ist dort die Gewaltenteilung in Exekutive, Legislative sowie Judikative verankert (vgl. Pérez Ricart 2019). Insgesamt „[…] wird Mexiko als demokratische, repräsentative und föderale Republik definiert“ (Pérez Ricart 2019).
Die Exekutive bildet der Präsident, welcher als Regierungschef, als Repräsentant des Staates sowie als oberster Befehlshaber der Armee über viel Macht verfügt. Die Amtszeit beträgt insgesamt sechs Jahre und eine Wiederwahl ist nicht möglich. Gewählt wird in Form von direkten Wahlen durch das Volk (vgl. Braig/Müller 2008: 394; Pérez Ricart 2019). In Mexiko gibt es im Gegensatz zu anderen Ländern keinen Vizepräsidenten. Sollte der Präsident aus verschiedensten Gründen nicht mehr regieren können, wird mit einer Zweidrittelmehrheit des Parlamentes ein vorrübergehender Präsident gewählt. Der Präsident hat außerdem das Recht zur Gesetzesinitiative (Art. 71) sowie zur Ernennung seiner Minister im Kabinett (vgl. Braig/Müller 2008: 394). Weiterhin wird seine Vormachtstellung deutlich, wenn es um die Ernennung von Führungspersonal geht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des politischen Systems Mexikos ein und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob Mexiko als defekte Demokratie einzustufen ist.
2. Transformationsprozesse Mexikos: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss über bedeutende Ereignisse, wie die spanische Eroberung, die Unabhängigkeit und die Revolution von 1910, die das heutige politische System prägten.
3. Mexikos politisches System: Hier werden die verfassungsrechtliche Struktur, die Gewaltenteilung zwischen Exekutive, Legislative und Judikative sowie die Dynamiken des Parteiensystems und die Geschichte von Wahlmanipulationen analysiert.
4. Drogenkartelle und Korruption in Mexiko: Dieses Kapitel thematisiert die Sicherheitskrise durch Drogenkartelle, die massive Korruption sowie deren negative Auswirkungen auf die Pressefreiheit und die Rolle des Militärs.
5. Mexiko – Eine defekte Demokratie?: Unter Anwendung der Definitionen von Wolfgang Merkel wird Mexiko auf Basis der vorangegangenen Analyse verschiedenen Typen defekter Demokratien zugeordnet.
6. Zukunftsausblick: Es werden die Reformversprechen der Regierung López Obrador beleuchtet und die Problematik des Wiederwahlverbots im Kontext langfristiger demokratischer Lösungsansätze diskutiert.
Schlüsselwörter
Mexiko, Politisches System, Demokratie, Defekte Demokratie, Drogenkartelle, Korruption, Transformation, Verfassung, Exekutive, Gewaltenteilung, Pressefreiheit, Wahlfälschung, Parteiensystem, Militär, AMLO
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert das politische System Mexikos und untersucht, inwieweit das Land Merkmale einer defekten Demokratie aufweist.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die historische Transformation, die institutionelle Machtverteilung, die Sicherheitslage durch Drogenkartelle sowie die Qualität der demokratischen Teilhabe.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Mexiko ein defekt-demokratisches System ist und welchem spezifischen Typus (z.B. illiberale oder exklusive Demokratie) es zugeordnet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf theoretischen Modellen der Demokratieforschung basiert und diese auf aktuelle empirische Daten aus Mexiko anwendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des politischen Systems, eine Untersuchung der Korruptions- und Gewaltproblematik sowie eine theoretische Einordnung des mexikanischen Regimes.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind das präsidentielle System, die Auswirkungen der Drogenkriminalität auf den Rechtsstaat, die Rolle des Militärs und die Einschränkung der Pressefreiheit.
Wie bewertet die Autorin die Rolle des Militärs in Mexiko?
Die Autorin sieht kritisch, dass das Militär zunehmend Aufgaben der inneren Sicherheit übernommen hat, was in Verbindung mit Menschenrechtsverletzungen und einem Vertrauensverlust der Bevölkerung steht.
Welche Bedeutung hat das Wiederwahlverbot laut der Arbeit?
Das Verbot der Wiederwahl wird als problematisch eingestuft, da es langfristige politische Planungen erschwert und notwendige kontinuierliche Reformprozesse unterbricht.
- Quote paper
- Katharina de Reuter (Author), 2019, Das politische System Mexikos. Eine defekte Demokratie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505160