Diese Projektarbeit löst ein im Rahmen des Bachelorstudiums gestelltes strategisches Problem mithilfe der strukturierten Einbindung einer BSC und der McKinsey Matrix. Sie entspricht dem wissenschaftlichen Standard deutscher Hochschulen und ist gut bewertet worden.
Das Konzept der Balanced Scorecard wurde 1992 von den Professoren Robert Kaplan und David Norton erfunden. Der Kern dieses Konzeptes ist es, die Mission eines Unternehmens in wenige entscheidende Maßnahmen zur Leistungserbringung, über verschiedene interne und externe Perspektiven des Unternehmens hinweg, zu übersetzen. Im Gegensatz zu anderen Leistungsmessungssystemen nimmt es hierbei keinen konkreten Bezug auf die hierarchischen Beziehungen der Leistungen.
Die bis dato in der Praxis verwendeten Managementkonzepte waren in der Regel auf vergangenheitsbezogenen Finanzkennzahlen aufgebaut. Dies gab aber keine konkrete Indikation darauf, wie Manager die Leistung ihres Unternehmens in der kommenden Periode verbessern können. Im damaligen Umbruch vom Industriezeitalter in das Informationszeitalter entstand neuer Wettbewerb und immaterielle Vermögenswerte bestimmten zunehmend den Unternehmenswert. Dieses neuartige Managementkonzept war also nötig geworden, um die weichen Faktoren mit den bisherigen harten Faktoren harmonisch zu verknüpfen und damit Managern einen besseren Hinweis auf die entscheidenden Stellschrauben für den zukünftigen Unternehmenserfolg zu geben.
Inhaltsverzeichnis
1 Generelles zur Balanced Scorecard (BSC)
2 Die Entwicklung einer BSC
3 Die BSC's für unsere Geschäftsfelder in der Simulation
3.1 Die BSC für "Alpha"
3.2 Die BSC für "Beta"
3.3 Die BSC für "Gamma"
3.4 Die BSC für "Delta"
4 Generelles zum McKinsey-Portfolio
5 McKinsey Portfolio der Geschäftsfelder von Unternehmen Ocean
6 Erläuterung der Erstellung unseres McKinsey-Portfolios
7 Kritische Würdigung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die strategische Ausrichtung eines Unternehmens im Rahmen einer Unternehmenssimulation mithilfe der Balanced Scorecard (BSC) sowie des McKinsey-Portfolios zu analysieren, zu planen und operativ zu fundieren.
- Entwicklung spezifischer Balanced Scorecards für vier verschiedene Geschäftsfelder
- Analyse und Gewichtung von Marktfaktoren zur Bestimmung der Marktattraktivität
- Ermittlung der Geschäftsfeldstärke basierend auf internen Kennzahlen und Kundenfeedback
- Visualisierung der strategischen Positionierung in einem McKinsey-Portfolio
- Ableitung von Normstrategien zur Investitions- und Ressourcensteuerung
Auszug aus dem Buch
1 Generelles zur Balanced Scorecard (BSC)
Das Konzept der Balanced Scorecard wurde 1992 von den Professoren Robert Kaplan und David Norton erfunden. Der Kern dieses Konzeptes ist es, die Mission eines Unternehmens in wenige entscheidende Maßnahmen zur Leistungserbringung, über verschiedene interne und externe Perspektiven des Unternehmens hinweg, zu übersetzen. Im Gegensatz zu anderen Leistungsmessungssystemen nimmt es hierbei keinen konkreten Bezug auf die hierarchischen Beziehungen der Leistungen.
Die bis dato in der Praxis verwendeten Managementkonzepte waren in der Regel auf vergangenheitsbezogenen Finanzkennzahlen aufgebaut. Dies gab aber keine konkrete Indikation darauf, wie Manager die Leistung ihres Unternehmens in der kommenden Periode verbessern können. Im damaligen Umbruch vom Industriezeitalter in das Informationszeitalter entstand neuer Wettbewerb und immaterielle Vermögenswerte bestimmten zunehmend den Unternehmenswert. Dieses neuartige Managementkonzept war also nötig geworden, um die weichen Faktoren mit den bisherigen harten Faktoren harmonisch zu verknüpfen und damit Managern einen besseren Hinweis auf die entscheidenden Stellschrauben für den zukünftigen Unternehmenserfolg zu geben.
Kaplan und Norton schlugen in ihrem Artikel im Harvard Business Review eine Kombination der Perspektiven Finanzen, Kunden, interne Prozesse- und Innovationen sowie des organisationalen Lernens vor, um Managern zu helfen, viele Zusammenhänge in ihrem Unternehmen zu verstehen. Dies kann dabei helfen, traditionelle Vorstellungen von funktionalen Barrieren zu überwinden und letztendlich zu einer besseren Entscheidungsfindung und Problemlösung führen. Die Balanced Scorecard sorgt dafür, dass Unternehmen nach vorne blicken und nicht nach hinten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Generelles zur Balanced Scorecard (BSC): Einführung in die historische Entstehung und den Kernnutzen der Balanced Scorecard als Instrument zur strategischen Leistungsmessung.
2 Die Entwicklung einer BSC: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise bei der Erstellung einer BSC unter Berücksichtigung der SMART-Kriterien und der spezifischen Anpassung an das Simulationsumfeld.
3 Die BSC's für unsere Geschäftsfelder in der Simulation: Detaillierte Ausarbeitung der strategischen Ziele, Kennzahlen und Maßnahmen für die einzelnen Geschäftsfelder Alpha, Beta, Gamma und Delta.
4 Generelles zum McKinsey-Portfolio: Theoretische Grundlagen und Aufbau des Marktattraktivitäts-Wettbewerbsstärken-Portfolios sowie dessen Abgrenzung zur BCG-Matrix.
5 McKinsey Portfolio der Geschäftsfelder von Unternehmen Ocean: Grafische Darstellung der aktuellen Positionierung der Geschäftsfelder im McKinsey-Portfolio.
6 Erläuterung der Erstellung unseres McKinsey-Portfolios: Detaillierte Offenlegung der mathematischen Gewichtung und Skalierung zur Ermittlung der Marktattraktivität und Geschäftsfeldstärke.
7 Kritische Würdigung: Reflexion über die subjektive Einflussnahme bei der Faktorenwahl und die Validität der getroffenen strategischen Annahmen.
Schlüsselwörter
Balanced Scorecard, McKinsey-Portfolio, Unternehmenssimulation, Marktattraktivität, Geschäftsfeldstärke, Strategische Planung, Finanzkennzahlen, Wettbewerbsstrategie, Kostenführerschaft, Differenzierungsstrategie, Performancemessung, Normstrategien, Investitionsplanung, Kennzahlenanalyse, Unternehmenswert
Hufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von zwei zentralen strategischen Managementinstrumenten – der Balanced Scorecard und dem McKinsey-Portfolio – in einem simulierten Geschäftsumfeld.
Welche Themenfelder werden primär behandelt?
Die Arbeit konzentriert sich auf die strategische Steuerung von vier Geschäftsfeldern, die Definition von Zielgrößen und die systematische Einordnung dieser Felder in eine Portfoliomatrix.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, durch die Verknüpfung von Finanz-, Kunden-, Prozess- und Wachstumsperspektiven eine fundierte strategische Planung zu entwickeln, die den langfristigen Unternehmenserfolg in der Simulation sichert.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine Kombination aus Literaturrecherche zu den Managementtheorien (Kaplan/Norton, McKinsey-Ansatz) und einer mathematisch fundierten Kalkulationsmethodik angewandt, um strategische Entscheidungen für die Simulation abzuleiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert erläutert?
Der Hauptteil gliedert sich in die operative Ausgestaltung der BSC für die einzelnen Geschäftsfelder sowie die methodische Herleitung der Portfoliowerte mittels gewichteter Faktoren.
Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Balanced Scorecard, McKinsey-Portfolio, Marktattraktivität, Geschäftsfeldstärke sowie strategische Kennzahlen und Normstrategien.
Warum wurde in der BSC die Innovationsperspektive ersetzt?
Die Autoren entschieden sich, die Innovationsperspektive durch eine Wachstumsperspektive zu ersetzen, da dies für das spezifische Umfeld der Unternehmenssimulation als aussagekräftiger und besser handhabbar bewertet wurde.
Wie wurde die Subjektivität bei der Portfolioerstellung kontrolliert?
Durch die Kalkulation mehrerer Alternativen und die systematische Überprüfung der Zwischenergebnisse wurde sichergestellt, dass die Geschäftsfelder in einer plausiblen Beziehung zueinander stehen, trotz des inhärenten Spielraums bei der Wahl der Bewertungsfaktoren.
- Arbeit zitieren
- dipl. Bankbetriebswirt / Bachelor in Finance and Management Hannes Budde (Autor:in), 2019, Die Balanced Scorecard und das McKinsey Portfolio im Rahmen der Unternehmenssimulation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505280