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Veränderungen im Sportengagement der Bundesbürger

Titel: Veränderungen im Sportengagement der Bundesbürger

Magisterarbeit , 2005 , 108 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Martin Beinhauer (Autor:in)

Sport - Sportsoziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Sportjahr 2004 mit seinen Großveranstaltungen Olympia und Fußballeuropameisterschaft ist gerade vorüber, da wird schon das UNO-Sportjahr 2005 eingeläutet. Die in diesem Jahr statt findenden World Games in Deutschland (mit Duisburg als Hauptausrichterstadt) stellen das nächste gigantische Sportereignis in Deutschland mit großer Anziehungskraft dar, bevor das Land 2006 die Fußball Weltmeisterschaft ausrichtet. Daneben finden regelmäßig unzählige Welt- und Europameisterschaften in weit über 100 Sportarten statt. Der Sport ist laut Bundeskanzler Gerhard Schröder mehr als nur körperliche Bewegung; er ist „eine Säule der modernen Zivil- und Bürgergesellschaft“. Neben dieser Zuschreibung erhält der Sport immer wieder Lob von höchsten Vertretern der Kirchen, Parteien und Staaten und wird im Alltäglichen funktional überlastet. „Er soll der Volksgesundheit, Moral und Disziplin, der Erziehung und Charakterbildung, dem Sozialverhalten, Nationalstolz und Kommerz dienen; er soll Familie und Krankenstationen ersetzen und, weil das im nötigen Umfang bislang fehlt, bei der Altenbetreuung helfen“. Anhand dieser Aussagen läßt sich der Stellenwert des Sports in unserer Gesellschaft erahnen. Der Sport in der Moderne hat sich zu einem aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenkenden sozialen Teilbereich entwickelt. Er zeigt sich als „typisches Produkt dieser Gesellschaft: Sie prägt ihn und spiegelt sich in ihm."

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung des modernen Sports

2.1. Das Sportsystem

2.1.1. Sozialhistorische Entwicklung

2.1.1.1. Ursprünge körperlicher Aktivität

2.1.1.2. Bewegungskultur und Leibesübungen

2.1.1.3. Renaissance – Übergang zum modernen Sport

2.1.1.4. Industrielle Revolution

2.1.1.5. Das 20. Jahrhundert

2.1.2. Die Einheit des modernen Sports

2.1.3. Fortschreitender Wandel: Von der Einheit zur Vielfalt

2.2. Das (Sport-) Vereinswesen

2.2.1. Geschichtliche Entwicklung

2.2.1.1. Mittelalter bis zum Beginn der ersten Vereine

2.2.1.2. Vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis 1945

2.2.2. Wandlungsprozesse des modernen Sportvereins

3. Theoretischer Rahmen

3.1. Individualisierung

3.1.1. Modernisierung

3.1.2. Wandel der Sozialstruktur

3.1.3. Phasen der Individualisierung

3.1.4. Individualisierung und die Folgen für den Sport

3.2. Der Sozialkapitalansatz

3.2.1. Grundelemente: Vertrauen, Normen, Netzwerke

3.2.2. Formen sozialen Kapitals

3.2.3. Sozialkapital und (Sport-) Vereine

4. Sportverhalten in Deutschland

4.1. Operationalisierungsprobleme

4.2. Sportbeteiligung

4.2.1. Der Sport als Teil der Freizeit

4.2.2. Zuschauersport

4.2.3. Veränderungen der Aktivenzahlen

4.2.4. Sportarten

4.2.4.1. Die Erweiterungen traditioneller Sportarten

4.2.4.2. Trendsport

4.3. Die Sportvereine

4.3.1. Ansehen und Aufgaben

4.3.2. Probleme der Mitgliedererfassung

4.3.3. Die Mitgliederentwicklung

4.3.4. Die Krise des Ehrenamtes

4.4. Motive im Sport

4.5. Der sozialstrukturelle Kontext

4.5.1. Vertikale Ungleichheiten und Sportengagement

4.5.2. Horizontale Ungleichheiten und Sportengagement

4.5.2.1. Alter

4.5.2.2. Geschlecht

4.5.2.3. Ost-West Differenzen

5. Resümee

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Veränderungen des Sportengagements der deutschen Bevölkerung seit der Nachkriegszeit zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich das Sportverhalten entwickelt hat, welche Sportarten bevorzugt werden und welche Auswirkungen dieser Wandel auf das Vereinswesen hat.

  • Sozialhistorische Entwicklung des modernen Sports und Vereinswesens
  • Theoretische Grundlagen (Individualisierungsthese und Sozialkapitalansatz)
  • Analyse der Sportbeteiligung und des Zuschauersports
  • Bedeutung von Trendsportarten und Erweiterungen traditioneller Sportarten
  • Sozialstrukturelle Einflussfaktoren (Alter, Geschlecht, soziale Schichtung, Ost-West-Unterschiede)

Auszug aus dem Buch

2.1.1.2. Bewegungskultur und Leibesübungen

Coakley (1994) beschreibt verschiedene ‚sportliche’ Bewegungskulturen innerhalb eines Zeitraumes von ca. 1000 v. Chr. bis ins Mittelalter. Zunächst nennt er die antiken olympischen Spiele der Griechen, die auf einer umfassenden Mythologie und Religiosität beruhen. Einflußreiche und wohlhabende griechische Familien stellen zumeist ihre Männer zu den Wettkämpfen auf, die einen kriegerischen Hintergrund haben (Ringen, Boxen, Speer- und Diskuswerfen, Weitsprung etc.). Gewalt und ernsthafte Verletzungen sind dabei die Regel.

Die großen Spektakel für die Volksmassen der Gladiatoren im römischen Reich zwischen 100 v. Chr. und 500 n. Chr. zielt noch mehr auf die Ausbildung der Athleten zu gehorsamen Soldaten. Dies um so mehr, je mächtiger und einflußreicher das römische Reich wird. Aufgrund schlechter wirtschaftlicher Lage werden die Gladiatorenrennen durch Ereignisse wie Boxkämpfe, Bullenreiten etc. zu einem immens wichtigen Ablenkungs- und Zerstreuungsfaktor für die Massen erweitert. Auch hier spielen Brutalität und Gewalt eine entscheidende Rolle.

Im Mittelalter (500 bis 1300 Jh.) werden die griechischen und römischen Großereignisse durch Turniere der feudalen Aristokratie ersetzt. Beeinflußt durch regionale Bräuche und die römisch-katholische Kirche entstehen Wettkämpfe, die wiederum militärischen Zwecken und auch der Unterhaltung der Oberschicht dienen. Reitturniere sind in dieser Zeit weit verbreitet. Daneben entstehen auch erste Ballspiele, die von ehemaligen römischen Soldaten während ihrer weiten Reisen durch Europa als Erholungsspiele praktiziert und von der bäuerlichen Bevölkerung nachgeahmt werden (vgl. Guttmann, 2000). Aber auch diese Spiele sind von extremer Härte und vielen Verletzungen unter den Beteiligten geprägt. Im Mittelalter finden sich darüber hinaus eine Vielzahl von Disziplinen, darunter Laufen, Springen, Stein- und Stangenstoßen, Ringen und Fechten, Schießen sowie tänzerische Bewegung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Sports in der modernen Gesellschaft ein und definiert das Ziel der Arbeit: die Untersuchung der Veränderungen des Sportengagements der deutschen Bevölkerung seit 1945.

2. Die Entwicklung des modernen Sports: Dieses Kapitel zeichnet die sozialhistorische Genese des modernen Sports von den antiken Ursprüngen über die industrielle Revolution bis hin zum heutigen Sportsystem und Vereinswesen nach.

3. Theoretischer Rahmen: Hier werden mit der Individualisierungsthese und dem Sozialkapitalansatz die wissenschaftlichen Erklärungsmodelle dargelegt, die zur Analyse des Wandels des Sportverhaltens dienen.

4. Sportverhalten in Deutschland: Dieses Kapitel interpretiert empirische Daten zur Sportbeteiligung, zum Zuschauersport, zur Mitgliederentwicklung in Vereinen sowie zur Bedeutung von Trendsportarten und sozialstrukturellen Kontexten.

5. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach Sport zwar eine quantitative Expansion erlebte, sich jedoch eine qualitative Pluralisierung und Diversifizierung der Sportlandschaft vollzogen hat.

Schlüsselwörter

Sportengagement, Sportsoziologie, Individualisierung, Sozialkapital, Sportverein, Trendsport, Modernisierung, Sportbeteiligung, Leistungsgesellschaft, Körperideale, Sozialstruktur, Ehrenamt, Freizeitverhalten, Vereinswesen, Gesundheitsbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Veränderungen im Sportengagement der deutschen Bevölkerung seit dem Zweiten Weltkrieg und analysiert die dabei zugrunde liegenden gesellschaftlichen Wandlungsprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung des modernen Sports, den soziologischen Strukturwandel (Individualisierung), das Vereinswesen in Deutschland sowie den Einfluss sozialstruktureller Merkmale wie Alter, Geschlecht und Herkunft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu klären, wie sich das Sportverhalten der Bundesbürger verändert hat, welche Sportarten bevorzugt werden und wie sich diese Prozesse auf die Rolle der Sportvereine auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine theoretische Aufarbeitung soziologischer Konzepte durch und kombiniert diese mit einer Interpretation bestehender empirischer Sekundärdaten (z. B. Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse, DSB-Statistiken).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird zunächst der theoretische Rahmen durch die Individualisierungsthese und den Sozialkapitalansatz abgesteckt, gefolgt von einer detaillierten Auswertung der Sportbeteiligung, der Trendsportarten und der Situation der Sportvereine.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Sportengagement, Individualisierung, Sozialkapital, Vereinswesen, Trendsport und soziale Ungleichheit.

Welchen Einfluss hat die Individualisierung auf den Sport?

Die Individualisierung führt zu einer Loslösung von traditionellen Bindungen, wodurch Sportler zunehmend eigenverantwortliche Entscheidungen treffen und Sport als Mittel zur individuellen Identitätsbildung und Selbstverwirklichung nutzen.

Gibt es einen Niedergang der Sportvereine?

Der Autor argumentiert, dass ein pauschaler Niedergang der Vereine nicht belegt ist; vielmehr zeigen sich Anpassungsprozesse an geänderte Bedürfnisse und eine wachsende Konkurrenz durch kommerzielle oder informelle Sportangebote.

Wie unterscheiden sich die Sportgewohnheiten in Ost- und Westdeutschland?

Die Arbeit zeigt, dass die Sportbeteiligungsraten im Osten trotz Annäherungsprozessen nach der Wiedervereinigung niedriger bleiben als im Westen, was teilweise durch Unterschiede in der historischen Sportinfrastruktur erklärt wird.

Ende der Leseprobe aus 108 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Veränderungen im Sportengagement der Bundesbürger
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Institut für Soziologie)
Note
1,3
Autor
Martin Beinhauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
108
Katalognummer
V50588
ISBN (eBook)
9783638467827
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Veränderungen Sportengagement Bundesbürger
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Beinhauer (Autor:in), 2005, Veränderungen im Sportengagement der Bundesbürger, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50588
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Leseprobe aus  108  Seiten
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