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Rassismus ohne "Rasse"? Inszenierungsstrategien der AfD auf Facebook

Título: Rassismus ohne "Rasse"? Inszenierungsstrategien der AfD auf Facebook

Trabajo , 2018 , 25 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Alexandra Vavelidou (Autor)

Medios / Comunicación - Medios y política, comunicaciones políticas
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Resumen Extracto de texto Detalles

Diese Arbeit untersucht die Inszenierungsstrategien der Alternative für Deutschland (AfD) auf ihrer Facebook-Seite und konzentriert sich dabei vor allem auf die Frage des Rassismus. So ist eine im heutigen Diskurs eine Entwicklung zu erkennen, in der das Wort "Rasse" zwar explizit durch seine Tabuisierung kaum noch auftritt, von rechten Parteien wie beispielsweise der AfD jedoch in ihrer Rhetorik und ihren Denkweisen weiterhin besteht.

Die vermeintlich natürliche Determiniertheit des Rassenbegriffs gibt eigentlich politischen, kulturellen und sozialen Unterscheidungen eine pseudonatürliche Grundlage und Legitimation. Die AfD recycelt rassistische Diskurse mit neuen Schlagworten, in deren Zentrum vor allem die sogenannte "Flüchtlingskrise" steht. Mit Migration verbundene Ängste werden durch verschiedene Strategien wie einer Anti-Islam-Rhetorik, konstruierter Selbst- und Fremdgruppen oder einer Täter-Opfer-Umkehr geschürt und zu Bedrohungsszenarien verdichtet.

Das größte Hilfsmittel und Austragungsort dieser Strategien ist für Parteien wie der AfD in erster Linie das Internet mit seinen zahlreichen technischen Möglichkeiten. Fremdenfeindliche und rechtsextreme Parteien weisen eine hohe Social-Media-Affinität auf. Würde man die aktuell stärkste politische Partei Deutschlands nicht an den Ergebnissen der Bundestagswahl messen, sondern an ihrer Popularität - sprich der Anzahl ihrer Likes - auf der Social Media Plattform Facebook, so wäre die Alternative für Deutschland mit ihren rund 415.000 Likes Spitzenreiter der politischen Parteien Deutschlands.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Naturalisierung des Rassenbegriffs als Legitimationsgrundlage

3. Formen von Rassismus in der heutigen Gesellschaft

4. Das Internet als Raum für Rechtsextremismus

4.1 Online-Propaganda

4.2 Fake News im Social Web als Online-Strategie

4.3 Rezipient*innen – Politische Teilhabe in Sozialen Netzwerken

5. Analyseteil - Strategien der AfD im Internet

5.1 Abstand zwischen Selbst- und Fremdgruppe

5.2 Kulturelle Abwertung

5.3 Täter-Opfer-Umkehr

5.4 Inszenierung als Sprachrohr der Mehrheit

5.5 Merkmale von Fake News

5.6 Die AfD und ihr Einsatz von digitalen Tools

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die rhetorischen und digitalen Inszenierungsstrategien rechtspopulistischer Propaganda, am Beispiel der Facebook-Seite der AfD. Das zentrale Ziel ist es zu analysieren, wie rassistische und nationalistische Diskurse heute ohne explizite Verwendung des "Rassenbegriffs" funktionieren und durch welche Mechanismen im Internet eine vermeintliche Mehrheitsmeinung simuliert wird.

  • Strategien zur Konstruktion von Selbst- und Fremdgruppen
  • Die Rolle von Online-Propaganda und Fake News im politischen Diskurs
  • Nutzung von Social Bots und algorithmischer Verstärkung
  • Mechanismen der Täter-Opfer-Umkehr und kulturellen Abwertung
  • Einsatz digitaler Partizipation zur Mobilisierung rechtsextremer Ideologien

Auszug aus dem Buch

5.1 Abstand zwischen Selbst- und Fremdgruppe

Die rechtsextremen Parteien haben unterschiedliche Strategien, um ihre Vorstellungen im Netz zu verbreiten und ihre rassistischen Argumentationsweisen zu legitimieren. Ein zentrales Mittel ist es, Abstand zwischen der konstruierten Selbst- und Fremdgruppe zu erzeugen. Eine gängige Methode dabei ist es, Negativbeispiele aus der Fremdgruppe hervorzuheben und vorbildlichen Beispielen aus der Eigengruppe als repräsentativ für die jeweilige Gruppe einander gegenüberzustellen. Dies bezweckt die Abwertung des Anderen und gleichzeitige Aufwertung des Eigenen (Shooman 2018).

Auf der Facebook-Seite der AfD lässt sich dieses Vorgehen in zahlreichen Posts beobachten und als eines ihrer wichtigsten Mittel aufzeigen. Ein Post vom 02. September 2018 mit dem Titel,,Alle tot und kaputt machen - Marokkaner rastet in Rathaus aus!++" (AfD f 2018) oder ein weiterer vom 28. August ,,++ Er narrt den Staat: Abschiebung von Intensivtäter unmöglich" (AfD 2018) sind nur zwei Beispiele an Posts, in denen ein 'schlechtes' Individuum aus der Gruppe 'Asylsuchender' ausführlich beschrieben werden. Das Bild der Außenseitergruppe, wird durch die schlechten Eigenschaften oder Handlungen der 'schlechtesten' ihrer Teilgruppe konstruiert (Shooman 2018, 179). Die Tat eines Einzelnen wird so als vermeintlich repräsentativ für eine homogene Feindgruppe imaginiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der diskursiven Verschiebung rassistischer Rhetorik und die Relevanz der digitalen Plattformen für rechtspopulistische Parteien.

2. Naturalisierung des Rassenbegriffs als Legitimationsgrundlage: Analyse der historischen und gegenwärtigen Verwendung des Rassenbegriffs sowie dessen Transformation in abstraktere Konzepte wie Kultur oder Herkunft.

3. Formen von Rassismus in der heutigen Gesellschaft: Untersuchung der postmigrantischen Gesellschaft und der neuen Formen der Ausgrenzung durch Antirassismus-Konzepte.

4. Das Internet als Raum für Rechtsextremismus: Darstellung der digitalen Möglichkeiten für propagandistische Zwecke, einschließlich Fake News und algorithmischer Filterblasen.

5. Analyseteil - Strategien der AfD im Internet: Detaillierte Untersuchung spezifischer Kommunikationsmuster und digitaler Inszenierungspraktiken anhand ausgewählter Facebook-Posts der AfD.

6. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit rechtsextremer Strategien im digitalen Raum und deren Auswirkung auf das gesellschaftliche Meinungsklima.

Schlüsselwörter

AfD, Online-Propaganda, Rassismus, Rassenbegriff, Fake News, Social Media, Rechtspopulismus, Social Bots, Filterblasen, Meinungsbildung, Fremdgruppenkonstruktion, Digitale Tools, Internet, Identitätspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie die AfD soziale Medien, insbesondere ihre Facebook-Seite, für rechtspopulistische und rassistische Propaganda nutzt, ohne dabei zwingend den expliziten Rassenbegriff zu verwenden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Mechanismen der Online-Propaganda, die Konstruktion von Feindbildern, die Rolle von Fake News sowie die technologische Unterstützung politischer Kampagnen durch Algorithmen und Bots.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die spezifischen rhetorischen und digitalen Muster zu identifizieren, mit denen rechtspopulistische Parteien eine vermeintliche Mehrheitsmeinung simulieren und gesellschaftliche Stimmungen beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Autorin verwendet eine qualitative Text- und Inhaltsanalyse von zehn spezifischen Facebook-Posts der AfD im Zeitraum zwischen August und September 2018, eingebettet in einen theoretischen Diskursrahmen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert konkrete Strategien wie die Konstruktion von Abstand zwischen Selbst- und Fremdgruppe, die Täter-Opfer-Umkehr und die Inszenierung der Partei als exklusives Sprachrohr der schweigenden Mehrheit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Online-Propaganda, soziale Bewährtheit, Rechtspopulismus, Filterblasen, Fake News und die Naturalisierung kultureller Unterschiede.

Wie unterscheidet sich die Online-Propaganda von klassischer Propaganda?

Die Arbeit betont, dass Online-Propaganda durch die Interaktivität des Web 2.0, die gezielte Nutzung von Nutzer-Daten und die Automatisierung über Social Bots eine neue, effizientere Dimension der Beeinflussung ermöglicht.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich des 'Rassenbegriffs'?

Die Autorin schlussfolgert, dass der explizite Rassenbegriff zwar heute weitgehend tabuisiert ist, aber durch Ersatzbegriffe wie "Kultur" oder "Religion" inhaltlich gleichwertig fortgeführt wird, um Ausgrenzung zu legitimieren.

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Detalles

Título
Rassismus ohne "Rasse"? Inszenierungsstrategien der AfD auf Facebook
Universidad
University of Cologne  (Medienkultur und Theater)
Curso
Digitalität und race - Von der digitalen Diaspora zum bioinformatischen Rassismus
Calificación
1,0
Autor
Alexandra Vavelidou (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
25
No. de catálogo
V505888
ISBN (Ebook)
9783346068378
ISBN (Libro)
9783346068385
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rasse Rassismus Alternative für Deutschland Facebook Online-Propaganda Inszenierungsstrategien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alexandra Vavelidou (Autor), 2018, Rassismus ohne "Rasse"? Inszenierungsstrategien der AfD auf Facebook, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505888
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