Die Darstellung des Bruderkonflikts in Schillers "Die Räuber" und Klingers "Die Zwillinge"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2019

40 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Friedrich Maximilian von Klingers Die Zwillinge
2.1 Der Bruderkonflikt auf symbolischer Ebene
2.2 Der Bruderkonflikt auf zwischenmenschlicher Ebene
2.2.1 Guelfo-Kamilla-Ferdinando
2.2.2 Guelfo-alter Guelfo
2.2.3 Guelfo-Grimaldi
2.3 Der Bruderkonflikt auf psychischer Ebene

3. Friedrich Schillers Die Räuber
3.1 Vater-Sohn-Beziehungen
3.2 Franz von Moor als der „hölzerne Alltagsmensch“
3.3 Karl von Moor als der „feurige Geist“
3.3 Unterschiede und Parallelitäten zwischen Franz und Karl

4. Vergleich

5. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der Konflikt zwischen sich vertrauten Personen, oder sogar innerhalb einer Familie, ist schon immer eine interessante Grundlage für literarische Erzeugnisse gewesen. Ein explizites Beispiel für eine solche Konfrontation ist der Konflikt zwischen zwei Brüdern. Diese Art von Konflikten wird seit Jahrtausenden immer wieder aufgegriffen. Beispiele dafür finden sich unter einigen der bekanntesten Geschichten der Menschheit: in der griechischen Antike mit Polyneikes und Eteokles, in der römischen Antike mit Romolus und Remus sowie auch im alten Testament mit Kain und Abel. Es zeigt sich, dass dieses Sujet einen sehr großen Reiz hat und immer wieder von Autoren genutzt wird. Jedoch stellt sich dabei die Frage, worin dieses Interesse begründet ist.

Die vermeintliche Antwort darauf lautet: an zwei verfeindeten Brüdern lässt sich die Gegensätzlichkeit zwischen Freundschaft und Feindschaft am effektivsten illustrieren. Die Ausgangssituation hinter diesen Konflikten ist in der Regel ein Geschwister- oder sogar Zwillingspaar, welches sich aus unterschiedlichen Gründen voneinander entfernt hat und bei dem entweder eine Partei oder sogar beide Parteien eine ablehnende Position gegenüber der anderen einnimmt. Dabei kann die Ursache für diese Position auf verschiedenste Weise begründet sein. Es können die vorherrschenden Machtverhältnisse ein Grund zum Anstoß sein oder ein Konflikt innerhalb der Familie, der durch ein gestörtes Verhältnis zwischen Kindern und Eltern entstanden ist. Darüber hinaus kann auch eine Frauenfigur eingesetzt werden, um die Rivalität der beiden Brüder in den Vordergrund zu stellen, falls beide diese Frau begehren. Die Möglichkeiten zur Darstellung eines Bruderkonflikts ist somit mannigfaltig. Aber nicht nur das: auch der Verlauf und das Ende dieser Konflikte bieten sehr viel Raum für unterschiedliche Ausgestaltungen. Geht der Zwist nur von einem der Brüder aus, besteht eventuell die Möglichkeit, den Konflikt friedlich aufzulösen und die Familie zu retten. In vielen Fällen steigert sich der Konflikt aber in seiner Intensität so weit, dass eine Katastrophe am Ende unausweichlich ist und der Verlauf in einer gewalttätigen Tat mündet. Dies zieht in der Regel auch die gänzliche Zerstörung der Familie mit sich.

Im Folgenden soll die Darstellung des Bruderkonflikts in den Dramen Die Zwillinge von Friedrich Maximilian von Klinger und Die Räuber von Friedrich Schiller miteinander verglichen werden. Es wurden bewusst zwei Werke aus der Epoche des Sturm und Drang ausgewählt, da die Motivik des Bruderkonflikts dort sehr dominant behandelt wurde. Die Forschung sieht diese häufige Verwendung in dem „sich manifestierenden Kontraste zweier Extreme“1 begründet. Das ist für die Epoche des Sturm und Drang von besonderer Bedeutung, da diese Art von Konflikt die „Gegensätze von Genie und Realität wiederspiegelt“2. Aus diesem Grund wird der Bruderkonflikt in den beiden Dramen auch immer unter dem Gesichtspunkt seiner historischen Verortung analysiert werden. Da die Dramen aus dem Sturm und Drang stammen soll bei der Analyse des Bruderkonflikts auch auf das ‚Genie‘ eingegangen werden. Zu diesem Zweck wird untersucht, ob man Guelfo und Karl Moor mit dem epochentypischen Begriff ‚Kraftkerl‘ bezeichnen kann. Der Begriff Kraftkerl beschreibt einen Menschen, der sich durch Tugenden wie Standhaftigkeit, Selbsttreue und Milde auszeichnet, der aber gleichzeitig auch Mut besitzt, um sich gegen die vorherrschende gesellschaftliche Ordnung zu erheben und seinen Menschengeist gegen sie durchzusetzen.3 Die Einordnung von Karl und Guelfo als Kraftkerl sowie die Epochenzuordnung werden weiterhin mit der Frage verbunden, wie sie sich auf die Darstellung des Bruderkonflikts auswirken.

Grundsätzlich wird als Erstes (nach chronologischer Ordnung) eine Analyse von Klinger Die Zwillinge durchgeführt. Diese richtet sich zuerst nach der Darstellung des Bruderkonflikts auf symbolischer Ebene. Danach wird der Bruderkonflikt auf zwischenmenschlicher Ebene analysiert. Dazu werden die Verhältnisse zwischen Guelfo, Kamilla und Ferdinando als Erstes untersucht, gefolgt von der Untersuchung des Vater-Sohn-Verhältnisses. Als Letztes wird in diesem Unterkapitel die Rolle von Grimaldi für den Verlauf des Bruderkonflikts thematisiert. Den Abschluss der Analyse von Die Zwillinge bildet die Frage nach dem Bruderkonflikt auf psychischer Ebene. Hier wird Guelfos Innenleben analysiert, um so einen Rückschluss auf seinen geistigen Zustand zu ziehen.

Als Zweites folgt eine Analyse von Schillers Die Räuber. Dort widmet sich das erste Unterkapitel der Vater-Sohn-Beziehung in diesem Drama. Daraufhin folgen nacheinander Analysen von Franz und Karl. Den Schluss in dieser Analyse ist eine Aufstellung der Unterschiede und Parallelitäten der beiden Brüder. Dies untersucht die Frage danach, wie sich diese Umstände innerhalb des Werks auf die Handlungen der Brüder auswirken und wie dies insgesamt den Bruderkonflikt beeinflusst.

Das vorletzte Kapitel ist ein Vergleich der Ergebnisse aus den beiden Analysen. Hier werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Brüderkonflikte gegenübergestellt, um auf diese Weise ein Bild der Darstellung in beiden Werken zu bekommen. So soll herausgearbeitet werden, in welchem der beiden Werke welche Elemente überwiegen und wie die Autoren in ihren Dramen die jeweiligen Schwerpunkte gesetzt haben. In diesem Kapitel wird durch den Vergleich ebenfalls untersucht, ob die Gemeinsamkeiten oder die Unterschiede zwischen den beiden Werken überwiegen. Anhand dieses Vergleichs soll gezeigt werden, dass es zwischen den beiden Werken einen großen Kontrast in der Darstellung des Bruderkonflikts gibt. Nach der Herausarbeitung dieses Kontrasts folgt im letzten Kapitel ein Fazit, welches die gewonnen Erkenntnisse zusammenfasst und die Darstellung des Bruderkonflikts in diesen beiden Dramen des Sturm und Drang reflektiert.

2. Friedrich Maximilian von Klingers Die Zwillinge

Die Zwillinge von Friedrich Maximilian von Klinger gehört neben Goethes Drama Götz von Berlichingen und den Dramen Die Räuber, Don Karlos und Kabale und Liebe zu den wichtigsten dramatischen Texten der literarischen Epoche Sturm und Drang. Dieses Werk hat er bereits während seines Studiums verfasst und es wird heute zu seinen erfolgreichsten Jugenddramen gezählt.4 Es ist in fünf Aufzügen gestaltet und erfüllt die aristotelischen Anforderungen an die Gestaltung eines dramatischen Texts zu großen Teilen. Es beinhaltet nur acht Personen und die Handlungsdauer umfasst weniger als einen Tag. Einzig beim Punkt der Handlung sind einige Aspekte vorzufinden, die nicht konform mit der aristotelischen Poetik sind. Viele Teile der Handlung ereignen sich zwischen den Szenen und werden dem Rezipienten erst im Nachhinein zugänglich gemacht. Bedingt durch diesen Umstand wird die Verlässlichkeit der Erzählinstanzen in Frage gestellt und der Spannungsaufbau aus diesem Grund beeinträchtigt. Weiterhin ist die Frage nach dem Antagonisten der Handlung nur schwer zu beantworten. Es lässt sich nur schwer unterscheiden, ob Grimaldi oder Guelfo die Person ist, die die Handlung entscheidend vorantreibt. Beide sind sehr präsent und haben große Redeanteile innerhalb der Aufzüge. Ein weiterer Aspekt, der von Aristoteles abweicht, ist der Umgang mit dem Höhepunkt in diesem Drama. Bei diesem Höhepunkt handelt es sich um den Brudermord. Dieser geschieht allerdings bereits zwischen dem dritten und vierten Aufzug. Außerdem wird der Mord an Ferdinando nur in der Retrospektive erzählt und so dem Leser zugänglich gemacht. Somit ist kein richtiger Höhepunkt im Text vorhanden, der eigentliche Höhepunkt ist abwesend.

2.1 Der Bruderkonflikt auf symbolischer Ebene

Der Bruderkonflikt wird durch mehrere symbolische Instanzen vermittelt. Eine dieser Instanzen ist die häufig verwendete Blickmetaphorik. Diese offenbart sich bereits in den ersten Zeilen:

Grimaldi. Guelfo, du bist auf einmal wieder sehr wild ernsthaft geworden. Ich bitt dich, verscheuch diesen starren in sich nagenden Blick mit einigem Lächeln, das deiner großen Miene mehr Zierde gibt.

Guelfo: Still und trink!5

Die extreme Fixierung auf Guelfos Blick zieht sich durch das ganze Drama und wird immer wieder erwähnt.6 Dies ermöglicht dem Rezipienten einen Eindruck von Guelfos Innenwelt zu bekommen. Es zeigt auch, dass sein Blick nicht nur von anderen auf diese Weise wahrgenommen wird:

Grimaldi. […] Donner und Wetter! steh da, Guelfo! (Führt ihn an den Spiegel) Dieser Blick! Dieses Wesen! […]

Guelfo: […] Mein starrer Blick. […] ich will dich würgen wie Kain.

(S. 12f Z. 25-10)

An dieser Stelle wird ebenfalls eine direkte Verbindung zwischen Guelfos Blick und dem Brudermord hergestellt. Dadurch lässt sich durch die Blickmetaphorik außerdem eine psychologische Deutung von Guelfo ableiten. Durch sie wird der Neid und die Empörung, die Guelfo gegenüber seinem Bruder verspürt, dargestellt. Die Blickmetaphorik dient somit dazu, dem Leser im Verlauf der Handlung die Hintergründe für Guelfos Taten zu verdeutlichen. Insbesondere der Neid zeigt sich dabei als ausschlaggebend. In dieser Hinsicht ist auch die Frage von Guelfo an Grimaldi zu verstehen:

Guelfo. Schwinde immer mehr zusammen, und mein Bruder reitet auf einem Adler über mich hinaus. Aber herunterreißen will ich ihn, ihn im stolzen Schwung haschen, und niederschmettern. Kriechen soll er bey der Erde, und ich will schweben! […] Und warum denn nun? Grimaldi, warum hab‘ ich nichts, und er alles? (S. 8 Z. 16-33)

Diese Frage ist durch und durch von Empörung und Neid geprägt. An dieser Stelle zeigt sich ebenfalls eine verwendete Tiermetaphorik. Dabei stellt Guelfo Ferdinando als Adler dar, was einer Darstellung als König der Lüfte entspricht und somit seine Überlegenheit symbolisiert. Guelfo sieht sich in diesem Zusammenhang als Löwe und somit König der Erde, weshalb er Ferdinando als Adler herunterreißen und niederschmettern will.7 Er sieht Ferdinando in einer höheren Ebene und fühlt sich ihm unterlegen. Dies ist der Ausdruck seiner zwanghaften Unterordnung, die durch das patriarchalische Machtsystem entstanden ist. Da Ferdinando der Erstgeborene ist, gilt er als Nachfolger des Familienoberhaupts, wodurch er in der Familie über Guelfo steht.

Weiterhin gibt es noch weitere Symboliken, die den Rezipienten im Verlauf der Handlung auf den Brudermord vorbereiten. Dabei sind besonders die Blut-, Natur-, und Jagdsymbolik zu erwähnen, da diese in Verbindung miteinander verwendet werden und der gesamten Handlung somit einen tieferen Sinn geben. Beginnend mit der Jagdsymbolik, stellt sich diese als „Symbol der Grenzüberschreitung, des Kriegerischen, des Teufels und des Dämonischen, aber auch der Freiheit sowie der Erkenntnis“8 dar. Dieses Symbol zeigt sich somit als ideal für den Brudermord. Es findet in diesem Werk auf zwei Ebenen Anwendung. Auf der Ebene der Handlung wird Ferdinando von seinem Bruder gejagt und schlussendlich getötet, auf der Ebene der Psyche zeigt sich aber Guelfo als der Gejagte. Er ist so sehr von seinen Gedanken an Rache und Vergeltung bestimmt, dass er sich in krankhafter Manier an diese Vorstellung klammert:

Guelfo. Ha! Verfolgt mich alles? Alle Dämonen und Gespenster der Nacht? Mein böser Geist hängt mir auf dem Nacken, er läßt mich nicht, stirrt mich aus allen Winkeln an. […] was martert den Guelfo? wen will Guelfo martern? […] Ferdinando, gib das Weib! Ferdinando, gib die Erstgeburt! […] ich will ihm den Schlaf von den Augen stehlen? […] Gott! daß ich bis morgen ausdaure! Der arme Guelfo wird sehr verfolgt, und gejagt! (S. 40 Z. 11-28)

Das Innere von Guelfo weist somit einen großen Drang auf. Dieser Drang lässt ihn in der stürmischen Nacht (S. 40 Z. 8) seinen Bruder jagen und töten. Der genannten Sturm ist Teil der Natursymbolik, welche die „Machtlosigkeit des Menschen gegenüber der zerstörenden Wirkung des Sturmes, sein unvermitteltes Hereinbrechen, seine unvorhersehbare Stärke und Vernichtungskraft sowie die nach dem Sturm einkehrende Ruhe“9 zeigt. Dieses Symbol steht hier für Fernandos Machtlosigkeit seinem Bruder zu entgehen aber auf der anderen Seite auch für Guelfos Machtlosigkeit seinen eigenen Rachegedanken zu widerstehen. Zudem findet Guelfo auch nach dem Tod seines Bruders keine Ruhe. Der „Sturm“ der über sie hereingebrochen ist, hinterlässt ausschließlich Zerstörung. Keine der Figuren des Stücks kann nach dem Vollzug des Brudermords noch Ruhe finden. Betrachtet man das Zusammenwirken der einzelnen Symbole untereinander so ergibt sich Folgendes:

Nachdem Guelfo seinen Bruder schon mehrmals mit seinem Blick ‚getötet‘ hat, ‚jagt‘ er ihn bei ‚Sturm und Nacht‘ im Wald in den Tod, wo unter einem Baum, einer Eiche, das Blut des Ferdinando fließt, was die Auslöschung der Familie und damit ihres Stammbaums zu Folge hat.10

Dies zeigt, dass die Vernetzung von Symbolen und Metaphern innerhalb des Werks eine große Rolle spielen und unabwendbar auf den Brudermord ausgerichtet sind.

2.2 Der Bruderkonflikt auf zwischenmenschlicher Ebene

2.2.1 Guelfo-Kamilla-Ferdinando

Innerhalb des Dramas wird das Bild einer Dreierkonstellation gezeigt. Dabei handelt es sich um die Brüder Ferdinando und Guelfo sowie Kamilla, die einen Tag vor der Heirat mit Ferdinando steht. Gualfos Interesse an Kamilla ist aber nicht die Liebe, wie sie es ei Ferdinando ist. Seine Motivation liegt eher darin, dass er Ferdinandos Besitz für sich selber haben möchte. Allerdings ist auch eine gewisse Zuneigung für Kamilla zu erkennen, so formuliert er in einem Monolog: „O ich küßte die Fingerspitzen der Kamilla, und war wonnetrunken; legte meine Rauhigkeit nieder, wie der Tiger, der Orpheu’s Sang hörte.“ (S. 22 Z. 25-28). Kamilla zeigt sich von ihrer Seite aus um Guelfo besorgt: „Ich will alles thun, ich bin ihm sehr gut“ (S. 50 Z. 23). Dies nimmt sogar noch größere Ausmaße an, als sie sich, auf gleicher Ebene wie seine Mutter, für sein gesundheitliches Wohlergehen verbürgt: „Der Ritter wird sanft werden und verträglich. Wir nehmens über uns.“ (S. 55 Z. 18-20). Es zeigt sich, dass Kamilla (wie auch Amalia) in diesem Stück als Therapiefigur eingesetzt wird. Beide Frauen sprechen davon, dass Guelfo krank ist. Während Amalia im vierten Auftritt des ersten Aufzugs die wütenden Gebärden von Guelfo mit seiner Krankheit erklärt, wird Kamilla später mit der Bestimmung der Krankheit konkreter. Dies zeigt sich am deutlichsten in der Kuss-Szene:

Kamilla. Guelfo was ist Ihnen? Sie sehn verstört – […] Sie sind irre. […] Sie sind fürchterlich mit Ihrem Lachen. […] Ja, Sie sind wirklich krank. Lassen sie mich! […] Ihre Krankheit ist von einer Art – ich will Ihren Bruder rufen. (S. 35-37)

Das Bild des (psychisch) kranken Guelfo setzt sich in der nächsten Szene fort, denn Kamilla und Ferdinando reagieren auf Guelfos Küsse sehr gelassen. Obwohl Guelfo weiterhin sehr provokant auftritt, zeigt sich Ferdinando sehr sanftmütig. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass auch er die gestörten Tendenzen seines Bruders bemerkt hat, was sein gezeigtes Fehlverhalten für ihn entschuldigt. Ferdinando zeigt dennoch eine gewisse Vorahnung, die sich mit seinem eigenen Tod beschäftigt:

Ferdinando. Es ist nun wieder vorüber. Es ist närrisch! Kamilla, ich wollte Dirs nicht gleich sagen, aber itzt lach‘ ich selbst drüber. Guelfo, als wir an die Eichen kamen, sah ich in der Ferne meine Gestalt aufsteigen, daß ich mich kannte, und wildes Geräusch schreckte mein Ohr.

Amalia. Deine Gestalt, Ferdinando?

Ferdinando. Lebendig! Meine Sinne können mich betrogen haben; ich vergeß‘ es schon wieder.

Alter Guelfo. Einbildung, Ferdinando! Nichts als Einbildung!

Ferdinando. So nehm‘ ichs auch. Mir ists nur leid, daß ich meine Kamilla erschreckte. Es ist vorüber, und war vorüber, da Du mir die Hand über die Stirne furhst, und riefst. Ich wachte auf, wie aus einem Schrecktraum, und schien mir in Himmer über zu gehen. (S. 29 Z. 13-28)

Obwohl er von den Gedanken seines Bruders nichts weiß, scheint Ferdinando seinen eigenen Tod vorauszudeuten. Dabei stirbt er in diesem Traum bei den Eichen, wo er auch im weiteren Verlauf tatsächlich den Tod finden wird. Eine weitere Vorausahnung zeigt sich bei der Mutter der Brüder am Vorabend des Mordes:

Amalia. Wenn Sie nur viel sprächen, und nicht so oft im Reden einhielten. Ich muß näher zu Ihnen rücken. Mir ist so bang, so gar ängstlich, wo ich mich hinwende. Kamilla! Ich möchte nichts, als weinen. Ich weiß nicht, warum?

So wird deutlich, dass der Rezipient durch verschiedene Perspektiven und Vorausahnungen auf den Brudermord vorbereitet wird.

Es zeigt sich im Verlauf der Handlung allerdings, dass die Einflüsse von Kamilla nicht ausreichen, um Guelfo von seiner blutigen Tat abzuhalten. Die emotionale Bindung von Guelfo an Kamilla ist für eine Änderung seines Verhaltens nicht stark genug. Sein Begehren gegenüber Kamilla fußt zu sehr auf seinem Neid um Fernandos Besitz.11 In dieser Dreierkonstellation werden somit die psychisch gestörten Tendenzen von Guelfo, die sich bereits in seinem Gefühl verfolgt zu werden angedeutet haben, weiter konkretisiert.

2.2.2 Guelfo-alter Guelfo

Ein weiterer wichtiger Punkt, der zur Entwicklung des Brudermords beiträgt, ist das Verhältnis von Guelfo zu seinem Vater. Zu beachten ist bei der Betrachtung dieser Beziehung allerdings, dass in diesem Drama keine gewöhnliche Familie dargestellt wird, sondern eine adelige mit vielen Besitztümern. Aus diesem Grund ist der alte Guelfo nicht nur der Vater von Guelfo, sondern in erster Linie auch sein Souverän. Dies ist für die Entwicklung des Bruderkonflikts von großer Bedeutung, da aus diesem Verhältnis heraus der Neid von Guelfo erst erwachsen kann. Jegliche Auflehnung gegenüber dem Herrscher kommt Hochverrat gleich, was auch der Grund dafür ist, dass Guelfo seinen Vater nicht nach der Erstgeburt fragt, sondern lediglich seine Mutter und den Arzt. Das Verhältnis von Sohn zu Herrscher ist schließlich auch dafür verantwortlich, dass der alte Guelfo seinen Sohn nach dem Mord an Ferdinando tötet beziehungsweise töten muss. Guelfo ist durch seine Bindung an die damalige patriarchalische gesellschaftliche Ordnung dazu gezwungen die Umstände zu akzeptieren. Da er sich aber durch seinen Vater und Ferdinando um sein Recht als Erstgeborener betrogen fühlt, ist er nicht dazu fähig dies zu tun. Dies führt zu seinem Auflehnen gegen den Vater und die Mutter. Die Entfremdung von seiner Familie ist der Grundstein dafür, dass er seine mörderischen Tendenzen überhaupt in dieser Form entwickeln kann.

Nicht nur die Frage nach dem Erstgeborenen spielt bei der Entfremdung von Guelfo zu seiner Familie eine Rolle. Generell hat Guelfo das Gefühl von seinen Eltern vernachlässigt zu werden, was sich bereits im ersten Auftritt deutlich zeigt: „Der Junge wird gekos’t, geleckt, geliebt, von Vater und Mutter, und ich steh‘ allenthalben in der Rechnung als ein garstiges Nichts.“ (S. 10 Z. 34-36). Dabei zeigt sich an dieser Stelle auch, dass Ferdinando nicht nur von den Eltern bevorzugt wird, sondern auch, dass Guelfo nach seiner Wahrnehmung als ein „Nichts“ gilt. Die Bevorzugung von Ferdinando begann nach Guelfo bereits in deren Kindheit und setzte sich so durchs ganze Leben fort: „Kriegten wir Spielzeug, Zuckerbrodt, das Beste hatt‘ er. Und so mit allen Dingen, wie wir heran wuchsen.“ (S. 13 Z. 22-25). Es zeigt sich in dem Umgang des Vaters mit Guelfo, dass die Bevorzugung von Ferdinando keine Erfindung von Guelfo ist. So nennt der alte Guelfo ihn im vierten Auftritt des ersten Aufzugs „Guelfos zweyten Sohn“ (S. 19 Z. 27, S. 21 Z. 20). In seiner Wut über die Laune des Sohns geht er sogar noch weiter und sagt „Du bist mein Sohn nicht.“ (S. 20 Z. 9f). In Anbetracht der Tatsache, dass er scheinbar Guelfos zweifelhaften Geisteszustand kennt (S. 20 Z. 6-8: „Ein böser Geist redet aus Dir! Du hast den Würgteufel, der Vater und Mutter nicht schont.“) trägt diese Art des Umgangs nicht zu einer Besserung bei. Ferdinando gegenüber ist der alte Guelfo wesentlich freundlicher, so nennt er ihn „Guelfos Zierde“ (S. 30 Z. 23). Auf diesen Ausspruch entgegnet Ferdinando, dass er es nicht allein ist, da der Vater auch noch einen anderen Sohn hat. Bei diesen Worten reagiert der alte Guelfo sehr überschwänglich:

Alter Guelfo. Bist Du’s nicht allein, der dem Vater gütlich thut? der des Vaters Wohlthat ist? der des Guelfos Haus erhebt, daß die Feinde vor Neid vergehen? Ja! sie werden sich verzehren in Marter, unser Haus so mächtig zu sehn. Ferdinando, Segen über Dich! (S. 30 Z. 25-30)

Als Ferdinando ihn kurz nach dieser Lobrede nach seinem Bruder fragt, spricht der Vater sehr negativ von diesem. Es zeigt sich somit, dass der Vater tatsächlich Ferdinando zu einem gewissen Grad bevorzugt. Dass er kein gutes Verhältnis zu Guelfo hat, bestätigen auch die Aussagen der Mutter. Sie spricht davon, dass der Vater „jeden Tag mehr aufgebracht“ (S. 17 Z. 19f) wird, da sich Menschen über Guelfo beschweren. Die Bevorzugung von Ferdinando zieht sich als Ausgangspunkt für den Bruderkonflikt durch das gesamte Drama. Das der Vater die Ursache für diesen Konflikt ist, zeigt sich, als Guelfo im dritten Aufzug seine Mutter zur Rede stellt und von ihr erfahren möchte, wer der Erstgeborene ist. Daraufhin antwortet die Mutter mit Ferdinando. In der weiteren Nachfrage von Guelfo wird auch zum ersten Mal das thematisiert, was der Titel des Werks bereits vermuten ließ: „wie er der Erstgeborne geworden ist? Wir sind Zwillinge?“ (S. 50 Z. 12f). Im weiteren Verlauf antwortet Amalia: „Ich weiß nicht – Dein Vater sagts.“ (S. 50 Z. 28). Beide Söhne sind im Prinzip gleichzeitig geboren, aber bereits direkt nach der Geburt scheint die Bevorzugung von Ferdinando durch den Vater begonnen zu haben, da der Vater ihn als Erstgeborenen auserkoren hat. Das weitere Neiden von Guelfo hat seinen gesamten Ursprung in dieser Bevorzugung, weshalb sie für die Entwicklung des Bruderkonflikts große Bedeutung hat.

In einem Gespräch zwischen Guelfo und seinem Vater lässt sich außerdem eine Parallele zu dem Kain-Abel-Mythos feststellen. Diese Referenz sorgt für die Verbindung des Dramas mit einem der bekanntesten Bruderkonflikte. Die Parallele liegt dabei darin, dass bei beiden eigentlich kein Konflikt zwischen den Brüdern selbst vorherrscht, sondern es um den Neid eines Bruders geht, der schlussendlich dazu führt, dass er den anderen Bruder ermordet. Eine weitere Parallele zeigt sich darin, dass die Tötung der Brüder passiert, nachdem sie zusammen in die freie Landschaft gegangen sind. Hier ist eine fast wortwörtliche Übernahme der Bibelstelle vorzufinden.12 Die betreffende Stelle aus der Bibel lautet

Da sprach der Herr zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er entgegnete: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein? Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Bluts deines Bruders schreit zu mir von der Erde.13

Diese Stelle ist im Dialog zwischen Vater und Guelfo folgendermaßen wiederzufinden:

Guelfo. Ich habe keinen erschlagen, weiß von keinem.

Alter Guelfo. Wo ist dein Bruder, Mann mit dem Feuerblick? Du mit dem rollenden Auge der Verzweiflung, wo ist dein Bruder?

Guelfo. Alter! Ich hatte keinen Bruder. (S. 64 Z. 9-13)

Es zeigt sich, dass hier zum einen eine inhaltliche Parallele vorzufinden ist, da Kain und Guelfo beide den Brudermord leugnen und keine Verantwortung übernehmen wollen. Guelfo hingegen geht sogar noch weiter und leugnet die Tatsache, jemals einen Bruder gehabt zu haben. Zum anderen ist auch eine wörtliche Übernahme der Zeilen festzustellen. Dies zeigt sich an der Zeile „Wo ist dein Bruder?“, die innerhalb des Dramas insgesamt an drei verschiedenen Stellen verwendet wird. Zum anderen wird an einer anderen Stelle auch die Zeile „Bin ich der Hüter meines Bruders?“ teilweise übernommen:

Guelfo. Bin ich der Hüter Deines Bräutigams, schönes Mädchen? Bin ich Hüter deines Sohns? – Hi! hi! Komm, Kamilla! schöne Kamilla! setz dich auf mit Ritter Guelfo durch die Welt! – He! Kamila, sieh nicht bleich! – Weg! rührt mich nicht an! Wo ist Ferdinando? Hi! hi! (S. 57/58 Z. 36-3)

Hier wird der Satz aus der Bibel fast ganz übernommen, allerdings sagt Guelfo nicht „Bruder“. Dieser Wortwechsel unterstreicht den tiefen Hass, den Guelfo gegenüber Ferdinando empfindet. Dies ist eine der Referenz auf den Kain-Abel-Mythos, innerhalb des Textes gibt es mehrere Stellen, die auf unterschiedliche Art und Weise auf diese Bibelstelle verweisen.

2.2.3 Guelfo-Grimaldi

Grimaldi hat eine äußerst wichtige Position innerhalb der Entstehung des Bruderkonflikts. Dabei stellt sich allerdings die Frage, ob Grimaldi die Funktion eines Vertrauten für Guelfo im Drama einnimmt, oder ob es sich bei ihm um einen Anstifter handelt, der wenigstens zum Teil eine Schuld am Brudermord trägt. Mattenklott konstatiert dazu: „nicht die Konfrontation der Brüder […], denen das Stück seinen Namen verdankt, sondern die von Guelfo und Grimaldi bestimmt das Drama“14. Einen Anhaltspunkt dafür benennt Poeplau: „beide sind die häufigsten Dialogpartner und ihre Zwiegespräche stehen an prominenter Stelle, indem sie etwa die ersten drei Akte eröffnen, in denen die Entscheidung zum Brudermord herbeigeführt wird.“15 Da Grimaldi für die Entwicklung des Brudermords essentiell ist, wird sein Verhältnis zu Guelfo in chronologischer Reihenfolge analysiert. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Frage gelegt, wie die Girmaldi-Figur die Handlung vorantreibt und wie groß seine Schuld am Brudermord schlussendlich ist.

Im 1. Aufzug eröffnet das Gespräch zwischen Grimaldi und Guelfo das Stück. Grimaldi offenbart in diesem Dialog eine melancholische Art. Er äußert dies sogar explizit mit den Worten: „Der traurige Mantel der Melancholie hat sich um mich geschlungen, ich will weinen.“ (S. 10 Z. 20f). Er agiert sehr passiv und hört Guelfo bei der Darlegung seiner problematischen Lage zu und versucht ihn positiv zu stimmen. Besonders herausstechend ist hier, dass Grimaldi in dieser Szene den mentalen Grundstein bei Guelfo für den Brudermord legt. Er spricht Guelfo zu, dass er sich an seinem Bruder rächen soll. Dabei formuliert er aber gleichzeitig Grenzen für diese Rache: „Aber nur die Nase muß er sich blutig fallen, Guelfo, mehr nicht; sonst wärs unbrüderlich.“ (S. 9 Z. 22f). Er ist also primär nur daran interessiert, dass Guelfo sich zu seinem Recht verhilft und Ferdinando bestraft wird, aber nicht, dass Guelfo seinen Bruder tötet. Um Guelfo dazu zu bringen, wendet Grimaldi einige Strategien an. Er strebt das Ziel an, Guelfo von seiner Familie zu trennen und er „fördert dadurch die Isolation Guelfos von der Familiengemeinschaft“16. Martini beschreibt, dass er „versucht Guelfo eine Unabhängigkeit von den Blutsbanden, die ihn von Natur her an die Eltern und den Bruder heften, zu suggerieren, um ihn als Werkzeug seiner Rache, aus den Klammern dieser Familie herauszulösen“17. Eine weitere Strategie äußert sich darin, dass er einen Vergleich von Grimaldi-Guelfo mit Brutus-Cassius anstellt. Dabei stehen die Cäsarenmörder nicht nur für die Auflehnung gegen das vorherrschende Machtgefüge, sondern er beabsichtigt damit ebenfalls, dass Guelfo sich mit Brutus identifiziert, um so seine Skrupel gegenüber der Rache an seinem Bruder zu beseitigen. Er spricht Guelfo mehrfach mit „Brutus“ an und hebt Brutus positiv hervor, indem er sagt: „Ich zieh‘ mir den Brutus vor“ (S. 5 Z. 24f). Bei dem Vergleich mit Brutus ergibt sich ebenfalls eine Parallele. Cäsar war von Brutus Verrat sehr enttäuscht, da er ihn wie einen Sohn geliebt hat. Am Ende des Stücks von Klinger ist es ebenfalls der Vater, der wegen eines Verrats große Enttäuschung empfindet, aber diesmal gegenüber seinem echten Sohn, Guelfo. Im 1. Aufzug wird im Gespräch zwischen Guelfo und Grimaldi erneut auf den Kain-Abel-Mythos referiert. Guelfo sagt:

[...]


1 Wenzel, Stefanie: Das Motiv der feindlichen Brüder im Drama des Sturm und Drang. Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 1993, S. 15.

2 Ebd.

3 Vgl. Willems, Marianne: zur Pathogenese der ‚Kraftkerle‘ im Sturm und Drang. In: Matthias Buschmeier, Kai Kaufmann (Hg.): Sturm und Drang. Epoche – Autoren – Werke. WBG, Darmstadt 2013, S. 160ff.

4 Vgl. Huyssen, Andreas: Drama des Sturm und Drang. Kommentar zu einer Epoche. Winkler, München 1980, S. 190.

5 Klinger, F. M.: Die Zwillinge. Reclam, Suttgart 2013, S. 4 Z. 6-11. Zitate werden im Folgenden mit Seiten- und Zeilenangaben im Text versehen.

6 „Blick“ wird innerhalb des Texts über 40 Mal verwendet.

7 Vgl. Butzer, Günter; Jacob, Joachim (Hg.): Metzler Lexikon literarischer Symbole. Metzler, Stuttgart 2008, S. 5. Im Folgenden als Metzler-Symbollexikon abgekürzt.

8 Ebd. S. 171.

9 Ebd. S. 375.

10 Merzwald, Eva: Die Wiederaufnahme des biblischen Kain-Abel-Mythos in der Tragödie „Die Zwillinge“ von F. M. Klinger. Dissertation. Viademica Verlag, Frankfurt an der Oder 1998, S. 93.

11 Wenzel 1993: S. 96ff.

12 Für eine umfangreiche Analyse siehe: Schmidt, Erich: Lenz und Klinger. Zwei Dichter der Geniezeit. Berlin 1878, S.99 ff. und Mann, Michael: Die feindlichen Brüder. In: Germanisch Romanische Monatsschrift Band 49. Winter Verlag, Heidelberg 1968, S.237.

13 1. Mose, 4, 9 und 10. Nachgelesen unter: https://www.bibleserver.com/text/LUT/1.Mose4 [Letzter Zugriff: 28.07.2019].

14 Mattenklott, Gert: Melancholie in der Dramatik des Sturm und Drang. Metzler, Stuttgart 1968, S. 64.

15 Poeplau, Anna: Die Ambivalenz des starken Charakters in den Zwillingen. In: Anna Poeplau: Selbstbehauptung und Tugendheroismus. Das dramatische Werk Friedrich Maximilian Klingers zwischen Sturm und Drang und Spätaufklärung. Königshausen und Neumann Verlag, Würzburg 2012, ­S.79.

16 Wenzel 1993: S. 98.

17 Martini, Fritz: Die feindlichen Brüder. In: Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft 16, Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1972, S. 235.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten

Details

Titel
Die Darstellung des Bruderkonflikts in Schillers "Die Räuber" und Klingers "Die Zwillinge"
Hochschule
Universität des Saarlandes
Veranstaltung
Hauptseminar "Sturm und Drang"
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
40
Katalognummer
V506106
ISBN (eBook)
9783346060730
ISBN (Buch)
9783346060747
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bruderkonflikt, Schiller, Klinger, Räuber, Zwillinge, Sturm und Drang, Sturm, Drang
Arbeit zitieren
Karsten Klein (Autor), 2019, Die Darstellung des Bruderkonflikts in Schillers "Die Räuber" und Klingers "Die Zwillinge", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/506106

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