Die Szenarioanalyse als Instrument der Umweltanalyse


Seminararbeit, 2019
24 Seiten, Note: 1,6

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einführung
2.1 Problemstellung
2.2 Zielsetzung
2.3 Vorgehensweise

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Strategisches Management
2.1.1 Strategie
2.1.2 Management
2.1.3 Definition strategisches Management
2.2 Umweltanalyse
2.2.1 Chancen und Risiken
2.2.2 Definition Umweltanalyse
2.3 Szenarioanalyse
2.3.1 Definition
2.3.2 Methoden

3 Differenzierte Betrachtung der Szenarioanalyse
3.1 Grundlage der Szenarioanalyse
3.2 Vorgehen bei einer Szenarioanalyse
3.2.1 Fünf-Phasen-Modell nach Gausemeier
3.2.1.1 Szenario-Vorbereitung
3.2.1.2 Szenario-Feldanalyse
3.2.1.3 Szenario-Prognostik
3.2.1.4 Szenario-Bildung
3.2.1.5 Szenario-Transfer
3.2.2 Stochastische Szenarioanalyse
3.2.2.1 Grundlagen stochastischer Szenarioanalysen
3.2.2.2 Exkurs: Monte-Carlo-Simulation
3.2.2.3 Prozessschritte
3.3 Möglichkeiten und Grenzen der Szenarioanalyse

4 Abschlussbetrachtung
4.1 Erkenntnisse dieser Arbeit
4.2 Kritische Würdigung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Begriffsbestimmung Risiko

Abbildung 2: Trichtermodell zur Darstellung möglicher Szenarien

Abbildung 3: Grundsätzliches Vorgehen bei einer Szenario-Erstellung

Abbildung 4: Histogramm eines simulierten Szenarios, hier: Entwicklung EBT

Abkiirzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung

2.1 Problemstellung

Damit ein Unternehmen langfristig und erfolgreich am Markt agieren kann, bedarf es einer wegweisenden Strategie. Das Management definiert klare Ziele, Berechnungen und Vorgehensweisen, um möglichst konkrete Anweisungen für ein effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Mit der Entwicklung einer fundierten Strategie geht zwangsläufig die Be- trachtung der Unternehmensumwelt, also auch die Beschreibung möglicher zukünftiger Situationen einher.

Um möglichst präzise Aussagen über Entwicklungen oder Szenarien treffen zu können, bedient sich das Unternehmen daher sogenannter Szenarioanalysen, welche möglichst alle Alternativen für die Zukunft erfassen sollen. Mit einem sich ausweitenden Planungs- horizont steigt jedoch die Ungenauigkeit der zu beschreibenden Ereignisse. Durch die Auswahl geeigneter Methoden kann eine große Menge von Szenarien auf eine kleine Menge typischer Szenarien reduziert und anschließend interpretiert werden.

Zwar ist die Szenarioanalyse als strategisches Instrument in der Literatur unumstritten, doch scheint die Anwendung in der Praxis unterschiedlich häufig von Bedeutung zu sein.

2.2 Zielsetzung

Ziel dieser Seminararbeit ist daher die differenzierte Darstellung der Methodik, sowie der

Relevanz der Szenarioanalyse als strategisches Analyseinstrument.

2.3 Vorgehensweise

Die Seminararbeit ist in mehrere Kapitel gegliedert. Der erste Teil beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Szenarioanalyse. In diesem Zusammenhang wird so- wohl der Begriff des strategischen Managements, als auch die Thematik der Umweltana- lyse näher erläutert. Der darauffolgende Abschnitt betrachtet die Szenarioanalyse anhand zwei ausgewählter Methoden und deren Relevanz für das strategische Management. Zu- dem werden diesbezüglich Möglichkeiten und Grenzen für den praktischen Einsatz aufgezeigt. Im letzten Kapitel erfolgt eine Zusammenfassung der erworbenen Kenntnisse, sowie eine kritische Würdigung dieser Seminararbeit.

2 Theoretische Grundlagen

Im nachfolgenden Kapitel erfolgt die theoretische Aufarbeitung der Themengebiete stra- tegisches Management, Umwelt- und Szenarioanalyse.

2.1 Strategisches Management

Unternehmen stehen heute einer immer komplexer werdenden Umwelt gegenüber. Der rasante technologische Fortschritt, internationale Konkurrenz, der damit einhergehender Preiswettbewerb und ein sich verschärfender Fachkräftemangel sind nur einige wenige Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Eine Unternehmung kann sich diesen Um- ständen nicht gänzlich entziehen. Ebenso wenig kann bzw. sollte das Management diesen Sachverhalten tatenlos gegenüberstehen, sondern anhand geeigneter Methoden auf die neuen Einflüsse reagieren. Hier setzt das strategische Management an.1

Um strategisches Management näher definieren zu können, sollen im Vorfeld die Begriffe „Strategie“ und „Management“ erläutert werden.

2.1.1 Strategie

Die Strategie ist „ein möglichst vollständiger, zielgerichteter Handlungsplan …, der als Lösung für eine eindeutig identifizierte Problemstellung steht und der unter bestimmten Bedingungen zur Realität, also operationalisiert werden kann.“2 Unter Zuhilfenahme der Strategie können vorab definierte Ziele, Unternehmensvisionen, Werte und Leitbilder in konkretes Handeln umgesetzt werden. Die Steuerung und Kontrolle des Strategieprozes- ses obliegt dabei dem Strategiemanagement.3

Die vorab festgelegte Strategie hat dabei einen Planungshorizont von etwa zwei bis drei Jahren. Störeinflüsse und Widerstände machen eine permanente Überarbeitung der defi- nierten Ziele notwendig. Zudem haben – je nach Unternehmensform – unterschiedliche Traditionen und Werte Einfluss auf die Strategieentwicklung. So verfolgen beispiels- weise Familienunternehmen häufig auch nicht-monetäre Ziele, wohingegen Börsenunter- nehmen häufig rein betriebswirtschaftliche Finanzziele anstreben.4

2.1.2 Management

Das Management sichert die zielgerichtete Gestaltung und Steuerung von Funktionsbe- reichen und Abläufen innerhalb einer Unternehmung. Dabei wird zwischen der instituti- onalen und funktionalen Ebene unterschieden.5

Während das Management als Institution alle Instanzen beschreibt, welche die notwendi- gen Entscheidungs- und Weisungskompetenzen für eigene Abläufe und untergeordneter Stellen beinhalten, umfasst das Management als Funktion „alle zur Festlegung, Steuerung und Koordination von Abläufen notwendigen Aufgaben, die nicht ausführender Art sind.“ Die Planung betrieblicher Ziele gehört ebenso zu den Phasen des Managements, wie de- ren Umsetzung und anschließender Kontrolle.6 Dabei sollen mögliche Potentiale und Chancen des Unternehmens erkannt, bewertet und genutzt werden.7

2.1.3 Definition strategisches Management

Legt man die vorangegangene Betrachtung der Begriffe „Strategie“ und „Management“ zugrunde, können nachfolgende Merkmale festgehalten werden:8

- Strategisches Management dient dem Aufbau, der Pflege und Nutzung von Er- folgspotentialen, sowie deren Konkretisierung.
- Strategisches Management schafft mittels langfristiger, expliziert formulierter Ziele einen Orientierungsrahmen für unternehmensinterne Funktionsbereiche und Abläufe.
- Strategisches Management steuert und unterstützt Anpassungsprozesse aufgrund sich stetig ändernde interne und externe Rahmenbedingungen

2.2 Umweltanalyse

Das nachfolgende Kapitel setzt sich mit der Umweltanalyse als Teil des strategischen Managements auseinander. Einleitend sollen die Begriffe „Chancen“ und „Risiko“ als wichtiger Betrachtungsfaktor im Rahmen der Umweltanalyse näher erläutert werden, um anschließend auf das Instrumentarium selbst einzugehen.

2.2.1 Chancen und Risiken

Unter einem Risiko werden Unsicherheiten bzw. Abweichungen zusammengefasst, wel- che im Rahmen von Entscheidungsfindungen oder Verläufen auftreten können. Diese Un- gewissheiten können in negative Abweichungen (Gefahr) oder positive Abweichungen (Chancen) gegliedert werden. Die Auseinandersetzung mit diesen Unsicherheiten ist Teil des Risikomanagements.9

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Begriffsbestimmung Risiko

Quelle: Hoffmann, W., Risikomanagement, 2017, S. 2.

2.2.2 Definition Umweltanalyse

Die Umweltanalyse betrachtet das unternehmensnahe und -ferne Umfeld anhand geeig- neter Methoden, nebst sich abzeichnender Trends und Entwicklungen und den daraus erkennbaren Chancen und Risiken für eine Unternehmung. Da die Unternehmensumwelt im Ganzen einen nahezu grenzenlosen Blickwinkel erlaubt, unterscheidet man im We- sentlichen zwischen der globalen und partiellen Umweltanalyse.10

Eine globale Umweltanalyse liegt dann vor, wenn das allgemeine Umfeld eines Unter- nehmens betrachtet wird. Hier werden Entwicklungstendenzen hinsichtlich ökologischer, technologischer oder gesamtwirtschaftlicher Zustände analysiert. Um aussagekräftige Untersuchungsergebnisse zu gewährleisten, erfolgt meist eine geografische Abgren- zung.11

Im Rahmen einer partiellen Umweltanalyse liegt der Fokus auf der jeweiligen Branche bzw. dem Markt einer Unternehmung. Die Branchenanalyse umfasst den Wirtschafts- zweig als Ganzes, wobei hier das Augenmerk auf der Beobachtung von Konkurrenten und deren strategischer Ausrichtung liegt. Die Marktanalyse kann weiterhin in Beschaf- fungs-, Absatz- oder Kapitalmarkt untergliedert werden.12

Eine fundierte Umweltanalyse und die abschließende Interpretation der Ergebnisse sollten im Idealfall mögliche Risiken und Chancen für die Unternehmung hervorgebracht haben. Wie bereits unter 2.1 erwähnt, muss sich das Management mit diesen Risiken aus- einandersetzen.

2.3 Szenarioanalyse

Um die theoretischen Grundlagen abzurunden, wird nun abschließend die Szenarioanalyse kurz erläutert und deren unterschiedliche Ausprägungen aufgezeigt, um im darauffolgenden Kapitel die Methodik und die Möglichkeiten und Grenzen des Instrumentes zu vertiefen.

2.3.1 Definition

Die Szenarioanalyse – auch Szenariotechnik genannt – beschreibt ein Instrument zur „Er- stellung von allgemeinverständlichen, nachvollziehbaren und konsistenten Beschreibun-gen von zukünftigen Situationen, die auf einem komplexen Netz von Einflussfaktoren“ beruhen.13 Ausgehend von einer vorherrschenden Ist-Situation sollen unterschiedliche Systemzustände für zukünftige Zeitpunkte beschrieben werden. Da Unsicherheiten im Rahmen der Vorhersage mit fortlaufender Zeitspanne zunehmen, dehnt sich die Band- breite möglicher Entwicklungen trichterförmig aus. Während ein Trendszenario die Ist- Situation in die Zukunft extrapoliert, bilden ein Best-Case-Szenario und ein Worst-Case- Szenario als extremste Ausprägungen die äußeren Begrenzungen dieses Trichters. Die Entwicklung kann in Form eines s.g. Szenario-Trichters grafisch dargestellt werden.14

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Trichtermodell zur Darstellung möglicher Szenarien

Quelle: Teich, E. et al, Produktionsplanung, 2015, S. 62.

Im Rahmen der Entwicklung möglicher zukünftiger Szenarien ist die Szenarioanalyse nur eine von mehreren Prognoseinstrumenten. Sie zeichnet sich dabei durch einen hohen Grad der Formalisierung und einen langfristigen zeitlichen Horizont aus.15 Häufigstes Anwendungsgebiet dieser Analysemethode ist das Risikomanagement. Jedoch können auch alle anderen Unternehmensbereiche separat betrachtet werden, wie etwa Beschaf- fung, Produktion oder Absatz.16

[...]


1 Vgl. Ant, M., Management, 2018, S. 1 f.

2 Vgl. Ant, M., Management, 2018, S. 33.

3 Vgl. Abdelalem, T., Heuser, M., Management, 2018, S. 40 f.

4 Vgl. Kormann, H., Strategie, 2019, S. 72.

5 Vgl. Schnieder, L., Management, 2018, S. 15.

6 Vgl. Schnieder, L., Management, 2018, S. 15 f.

7 Vgl. Abdelalem, T., Heuser, M., Management, 2018, S. 40.

8 Vgl. Siegel, J.P., Management, 2019, S. 2.

9 Vgl. Hoffmann, W., Risikomanagement, 2017, S. 1 f.

10 Vgl. Rufo, M., Zerres, C., Marketing, 2017, S. 82.

11 Vgl. Thommen, J.-P. et al., Betriebswirtschaftslehre, 2017, S. 527.

12 Ebd.

13 Vgl. Siebe, A, Michl, C., Zukunftsmanagement, 2018, S. 14.

14 Vgl. Teich, E. et al, Produktionsplanung, 2015, S. 62 f.

15 Vgl. Siebe, A., Michl, C., Zukunftsmanagement, 2018, S. 13.

16 Vgl. Lübke, K., Papenhoff, H., Szenarioanalyse, 2015, S. 187.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Die Szenarioanalyse als Instrument der Umweltanalyse
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Aachen
Note
1,6
Autor
Jahr
2019
Seiten
24
Katalognummer
V506332
ISBN (eBook)
9783346060358
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Szenarioanalyse, Umweltanalyse
Arbeit zitieren
Daniel Ebert (Autor), 2019, Die Szenarioanalyse als Instrument der Umweltanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/506332

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