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Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas auf die internationale Arbeitsteilung

Title: Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas auf die internationale Arbeitsteilung

Seminar Paper , 2005 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefanie Bolemant (Author)

Economics - International Economic Relations
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Der wirtschaftliche Aufstieg Chinas ist mit Auswirkungen auf die internationale Arbeitsteilung verbunden. Einerseits werden andere am Außenhandel beteiligte Länder beeinflusst, andererseits schlägt sich Chinas Entwicklung in seinem eigenen Handelsmuster nieder. Während der erste Aspekt hier ausgeklammert wird, gilt der Fokus dieser Arbeit Chinas eigener Handelsstruktur. Zielsetzung ist es, die Rolle Chinas in der internationalen Arbeitsteilung und die mit seiner wirtschaftlichen Entwicklung verbundenen Änderungen seines Handelsmusters aufzuzeigen. Nach einem kurzen Überblick über den Reformprozess und die aktuelle Wirtschaftslage in China werden theoretische Begriffe wie horizontale und vertikale Arbeitsteilung, inter- und intrasektoraler Handel sowie das Prinzip des komparativen Vorteils erklärt, an denen später das chinesische Handelsmuster beschrieben wird. Im Anschluss wird ein Zusammenhang zwischen Handelsmuster und Direktinvestitionen präsentiert. Ferner wird ein speziell auf den südostasiatischen Raum bezogenes, bei uns wenig bekanntes, Entwicklungsmodell vorgestellt und seine Anwendbarkeit auf China diskutiert. Das vorletzte Kapitel behandelt potentielle Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf den chinesischen Außenhandel. Abschließend wird ein Fazit aus den vorangegangenen Beobachtungen gezogen.
Diese Arbeit erklaert insbesondere die stark angestiegenen Exporte der Elektronikindustrie Chinas in den vergangenen Jahren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 PROBLEMSTELLUNG UND VORGEHENSWEISE

2 CHINAS AUßENWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

3 ERKLÄRUNGSANSÄTZE ZUR INTERNATIONALEN ARBEITSTEILUNG

3.1 THEORIE KOMPARATIVER VORTEILE

3.2 DAS GÄNSEFLUG MODELL

3.3 GLOBALE AUFTEILUNG DER WERTEKETTE

4 AUSWIRKUNGEN AUF DIE INTERNATIONALE ARBEITSTEILUNG

4.1 HORIZONTALE ARBEITSTEILUNG

4.2 VERTIKALE ARBEITSTEILUNG

4.3 DIREKTINVESTITIONEN

4.4 ANWENDBARKEIT DES GÄNSEFLUGMODELLS

4.4.1 ANWENDBARKEIT AUF CHINA

4.4.2 ANWENDBARKEIT INNERHALB DER GRENZEN CHINAS

5 AUSBLICK

6 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle Chinas in der internationalen Arbeitsteilung sowie die durch seine wirtschaftliche Entwicklung hervorgerufenen Veränderungen der Handelsstruktur. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie sich China spezialisiert hat, inwieweit sein Handelsmuster klassischen Theorien folgt und wie sich Direktinvestitionen und Entwicklungsmodelle auf diesen Prozess auswirken.

  • Analyse der chinesischen Handelsstruktur und Außenwirtschaftsentwicklung.
  • Anwendung der Theorie komparativer Vorteile auf das chinesische Handelsmuster.
  • Untersuchung der Bedeutung der globalen Aufteilung der Wertekette und vertikaler Spezialisierung.
  • Diskussion des Gänseflugmodells im Kontext von Chinas wirtschaftlicher Entwicklung.
  • Evaluierung der Auswirkungen von Direktinvestitionen auf die industrielle Aufholjagd.

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Gänseflug Modell

Das Handels- und Entwicklungsmodell von Akamatsu Kaname für den südostasiatischen Raum hat sich ursprünglich auf die japanische Textilindustrie bezogen. Nach diesem Modell beruht wirtschaftliche Entwicklung immer darauf, dass ein führendes Industrieland auslaufende Industrien und das entsprechende Know-how an Länder der nächsten Entwicklungsgeneration weitergibt. Entwickelte Länder mit kapitalintensiven Industrien verlieren ihren komparativen Vorteil in arbeitsintensiven Sektoren und transferieren diese in weniger entwickelte Länder mit reichlich Arbeitskräften und niedrigeren Löhnen. Die „Leitgans“ gibt ihre arbeitsintensiven Industrien ab, um sich auf die Produktion von Investitionsgütern zu spezialisieren und diese zu exportieren. So kommt es zu einem wirtschaftlichen Aufholprozess der weniger entwickelten Länder. Diese regionale Arbeitsteilung kann sowohl horizontal (gesamte Industrie wird transferiert) als auch vertikal (nur einige Fertigungsprozesse werden transferiert) stattfinden.

Aus Sicht des Entwicklungslandes lässt sich das Modell in drei Phasen gliedern: Die erste Phase ist die Phase der Importe von Gütern aus Industrienationen. Akamatsu zeigt, dass der Import ausländischer Güter immer die Voraussetzung für den Aufbau einer eigenen inländischen Industrie ist, weil dadurch der Markt für solche (Konsum-) Güter geschaffen wird. Die zweite Phase ist die inländische Produktion dieser Güter, während der sich die Importstruktur verändert. Es werden nun verstärkt Technologien und Kapital (gegebenenfalls auch Rohmaterialien) importiert, die für die Produktion nötig sind.

Wenn die inländische Produktion soweit fortgeschritten ist, dass sie die inländische Nachfrage übersteigt, beginnt das Land in der dritten Phase diese Konsumgüter zu exportieren. Aufgrund des weiterhin hohen Bedarfs an Anlagen und Maschinen für die Herstellung von Konsumgütern wird das Land Investitionsgüter auch selber produzieren. Dafür muss es sich ein gewisses Maß an Technologie und Know-how aneignen. Der Zyklus ist abgeschlossen, wenn das Land Investitionsgüter nun auch in das Industrieland exportiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 PROBLEMSTELLUNG UND VORGEHENSWEISE: Einleitung in die Thematik der wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas und dessen Auswirkungen auf die internationale Arbeitsteilung unter Darstellung des methodischen Vorgehens.

2 CHINAS AUßENWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG: Überblick über das rasante Wachstum der chinesischen Handelsbeteiligung, die Reformen seit 1978 und den WTO-Beitritt.

3 ERKLÄRUNGSANSÄTZE ZUR INTERNATIONALEN ARBEITSTEILUNG: Darstellung theoretischer Grundlagen wie komparative Vorteile, das Gänseflugmodell und die globale Wertekette als Basis für die Analyse.

4 AUSWIRKUNGEN AUF DIE INTERNATIONALE ARBEITSTEILUNG: Detaillierte Untersuchung des chinesischen Spezialisierungsmusters im Bereich horizontaler und vertikaler Arbeitsteilung sowie der Rolle von Direktinvestitionen.

5 AUSBLICK: Einschätzung zukünftiger Entwicklungen Chinas mit besonderem Augenmerk auf den tertiären Sektor und potenzielle Wechselkursänderungen.

6 FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse, die Chinas erfolgreiche Integration in die globale Wirtschaft unter Ausnutzung komparativer Vorteile bestätigen.

Schlüsselwörter

China, internationale Arbeitsteilung, komparative Vorteile, Außenhandel, Gänseflugmodell, Direktinvestitionen, industrielle Entwicklung, Welthandel, vertikale Spezialisierung, Exportwachstum, Handelsstruktur, Wertekette, WTO, Textilindustrie, Elektroniksektor.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas auf die internationale Arbeitsteilung und analysiert die spezifischen Handelsmuster des Landes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Außenwirtschaftsentwicklung Chinas, theoretische Erklärungsmodelle zur Arbeitsteilung und die Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen für die industrielle Spezialisierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Rolle Chinas in der globalen Arbeitsteilung zu bestimmen und aufzuzeigen, wie sich das Handelsmuster durch die wirtschaftliche Entwicklung des Landes verändert hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse auf Basis klassischer Außenhandelstheorien und des Gänseflugmodells, flankiert durch die Auswertung empirischer Daten zur chinesischen Export- und Importstruktur.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung theoretischer Konzepte, die Analyse der horizontalen und vertikalen Spezialisierung Chinas sowie eine detaillierte Betrachtung der Direktinvestitionen und der Anwendbarkeit des Gänseflugmodells.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie internationale Arbeitsteilung, komparative Vorteile, Direktinvestitionen, Chinas Handelsstruktur und Globalisierung beschreiben.

Inwiefern beeinflusst der Elektroniksektor das chinesische Handelsmuster?

Der Elektroniksektor fungiert als treibende Kraft des Außenhandelswachstums, wobei China hier primär als Montageland (Assembly Country) agiert, das Komponenten importiert, verarbeitet und als Endprodukt exportiert.

Welche Rolle spielen Direktinvestitionen für Chinas wirtschaftliche Entwicklung?

Sie wirken handelsfördernd, indem sie technologisches Know-how übertragen und es China ermöglichen, die technologische Leiter zu erklimmen, ohne seine Stärken in arbeitsintensiven Sektoren sofort aufgeben zu müssen.

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Details

Title
Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas auf die internationale Arbeitsteilung
College
University of Bayreuth
Grade
1,0
Author
Stefanie Bolemant (Author)
Publication Year
2005
Pages
35
Catalog Number
V50657
ISBN (eBook)
9783638468398
ISBN (Book)
9783638731836
Language
German
Tags
Auswirkungen Entwicklung Chinas Arbeitsteilung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Bolemant (Author), 2005, Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas auf die internationale Arbeitsteilung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50657
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