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Öffentlicher Personennahverkehr im ländlichen Raum. Grundprobleme und Verbesserungskonzepte

Título: Öffentlicher Personennahverkehr im ländlichen Raum. Grundprobleme und Verbesserungskonzepte

Trabajo Escrito , 1994 , 19 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Joachim Kolb (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Demografía, planeamiento urbanístico y ordenación territorial
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Diese Arbeit befasst sich mit der Situation und Problemen des öffentlichen Personennahverkehrs und stellt Verbesserungsvorschläge vor. Man unterscheidet zwei Arten der Verkehrsteilnahme. Eine Möglichkeit, am Verkehr teilzunehmen, ist der Individualverkehr, den man noch in den motorisierten (PKW) und den nicht-motorisierten Individualverkehr (zu Fuß, Fahrrad) untergliedern kann. Die andere Möglichkeit ist die Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs. Hier wird zwischen dem öffentlichen Personenfernverkehr und dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) unterschieden. Um nun den ÖPNV vom Fernverkehr abzugrenzen, hat man den ÖPNV als genehmigten Linienverkehr innerhalb einer Gemeinde oder einer Beförderungsstrecke von unter 50 km festgelegt.

Das vorherrschende Organisationsprinzip des öffentlichen Personenverkehrs ist die Eigentümerabhängigkeit und -haftung. Den Ordnungsrahmen für den ÖPNV bildet das Personenbeförderungsgesetz, welches ein Linienkonzessionssystem mit dem Ziel der Eigenwirtschaftlichkeit des ÖPNVs vorschreibt. Der ÖPNV ist, obwohl Bundesbahn und -post sowie kommunale Verkehrsbetriebe den öffentlichen Personennahverkehr durchführen, nicht als öffentliche Aufgabe der Daseinsversorgung geregelt.

Grundprobleme im ländlichen Raum sind erstens eine geringe Bevölkerungsdichte und zweitens disperse Siedlungsstrukturen, die beide als kosten- und risikobezogene Infrastrukturkriterien gelten. Weitere Probleme sind das Fehlen leistungsfähiger Oberzentren sowie die periphere Lage zu den Hauptwirtschaftszentren und Verdichtungsräumen des Bundesgebietes. Dies wird noch durch die fehlende oder nicht ausreichende Anbindung an das Fernverkehrsnetz verstärkt. Aus den erwähnten Grundproblemen des ländlichen Raumes ergeben sich auch Probleme für den ÖPNV, da durch die geringe Verdichtung die Zugänglichkeit der Verkehrsbedienung durch Massenverkehrsmittel erschwert wird. Massenverkehrsmittel sind aus technischen und ökonomischen Gründen auf die Bündelung der Nachfrage angewiesen. Daraus folgt, dass im ländlichen Raum der flexiblere Individualverkehr begünstigt wird und daher die individuelle Motorisierung im ländlichen Raum auch stärker ausgeprägt ist als in Ballungsgebieten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition

2.1 Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

2.2 Ländlicher Raum

3. Historische Entwicklung

3.1 Die Entwicklung des ÖPNV`s bis zum Ersten Weltkrieg

3.2 Die Entwicklung des ÖPNV`s nach dem Ersten Weltkrieg

4 Aktuelle Situation des ÖPNV`s im ländlichen Raum

4.1. Grundprobleme des ÖPNV`s im ländlichen Raum

4.2. Vorhandenes ÖPNV-Netz

4.2.1. Konzepte zur Verbesserung des vorhandenen ÖPNV-Netzes

4.2.1.1. Verkehrsverbünde

4.2.1.2. Großräumige Verkehrsgemeinschaften

4.3. Rahmenbedingungen des ÖPNV´s

4.3.1. Finanzierung

4.3.2. Rechtliche Grundlagen

5. Konzeptionelle Überlegungen einer Neuordnung des ÖPNV`s im ländlichen Raum

5.1. Alternative Formen der Verkehrsbedienung

5.2. Das mehrstufige differenzierte Bedienungsmodell

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation, die historischen Hintergründe sowie die konzeptionellen Herausforderungen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im ländlichen Raum unter Berücksichtigung struktureller und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

  • Historische Entwicklung des ÖPNV seit dem 19. Jahrhundert
  • Strukturelle Grundprobleme der Verkehrserschließung im ländlichen Raum
  • Analyse bestehender ÖPNV-Netze und Optimierungskonzepte
  • Rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen des öffentlichen Verkehrs
  • Modelle zur Neuordnung und zukünftige Bedienungsformen

Auszug aus dem Buch

4.1. Grundprobleme des ÖPNV`s im ländlichen Raum

Grundprobleme im ländlichen Raum sind erstens eine geringe Bevölkerungsdichte und zweitens disperse Siedlungsstrukturen, die beide als kosten- und risikobezogene Infrastrukturkriterien gelten. Weitere Probleme sind das Fehlen leistungsfähiger Oberzentren, sowie die periphere Lage zu den Hauptwirtschaftszentren und Verdichtungsräumen des Bundesgebietes. Dies wird noch durch die fehlende oder nicht ausreichende Anbindung an das Fernverkehrsnetz verstärkt.

Aus den erwähnten Grundproblemen des ländlichen Raumes ergeben sich auch Probleme für den ÖPNV, da durch die geringe Verdichtung die Zugänglichkeit der Verkehrsbedienung durch Massenverkehrsmittel erschwert wird. Massenverkehrs- mittel sind aus technischen und ökonomischen Gründen auf die Bündelung der Nachfrage angewiesen. Daraus folgt, dass im ländlichen Raum der flexiblere Individualverkehr begünstigt wird und daher die individuelle Motorisierung im ländlichen Raum auch stärker ausgeprägt ist als in Ballungsgebieten. Hier ergibt sich ein weiteres Problem, da das Auto zur weiteren Zersiedlung der Landschaft beiträgt, entzieht es dem ÖPNV mehr und mehr die Basis. Weitere demographische und wirtschaftliche Einflussfaktoren sind z.B. die stark rückläufigen Schülerzahlen, der Rückgang der Gesamtbevölkerung und ein weiterer Anstieg der Motorisierung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Konzept der Grund-Daseinsfunktionen ein und grenzt den ÖPNV begrifflich sowie rechtlich vom Fernverkehr ab.

2. Definition: Hier werden die zentralen Begriffe „ÖPNV“ und „ländlicher Raum“ definiert, um eine gemeinsame Grundlage für die weitere Untersuchung zu schaffen.

3. Historische Entwicklung: Dieses Kapitel beleuchtet die Evolution des ÖPNV von den Anfängen der Postkutschen und Eisenbahnen bis hin zu den Veränderungen durch das Automobil nach den Weltkriegen.

4 Aktuelle Situation des ÖPNV`s im ländlichen Raum: Die Analyse der strukturellen Probleme, der Netzgestaltung und der rechtlich-finanziellen Rahmenbedingungen zeigt die prekäre Lage des öffentlichen Verkehrs im ländlichen Raum auf.

5. Konzeptionelle Überlegungen einer Neuordnung des ÖPNV`s im ländlichen Raum: Das abschließende Kapitel diskutiert notwendige politische Anpassungen, alternative Verkehrsformen und differenzierte Bedienungsmodelle zur Sicherstellung der Mobilität.

Schlüsselwörter

ÖPNV, ländlicher Raum, Daseinsvorsorge, Verkehrsverbünde, Personenbeförderungsgesetz, Infrastruktur, Individualverkehr, Linienkonzession, Mobilität, Verkehrsbedienung, Differenziertes Bedienungsmodell, Paratransit, Nahverkehrspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Problematik des öffentlichen Personennahverkehrs in ländlich geprägten Gebieten, insbesondere unter dem Aspekt der Erschließung und der wirtschaftlichen Tragfähigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Genese des Verkehrs, strukturelle Defizite, aktuelle Organisationsformen wie Verkehrsverbünde sowie rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es, die spezifischen Schwierigkeiten des ÖPNV im ländlichen Raum darzulegen und konzeptionelle Ansätze für eine zukunftsorientierte Neuordnung zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse verkehrsgeographischer Konzepte und struktureller Daten zur Verkehrsplanung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen für das aktuelle Minimalangebot, die Rolle von Verkehrsverbünden sowie die rechtlichen Grundlagen der Finanzierung und Steuerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind ÖPNV, ländlicher Raum, Daseinsvorsorge, Infrastruktur, Mobilität und differenzierte Bedienungsmodelle.

Warum ist eine "Zangenpolitik" laut Autor notwendig?

Der Autor fordert eine Kombination aus einer Attraktivitätssteigerung des ÖPNV und einer gleichzeitigen, durch Steuerungsinstrumente wie die Mineralölsteuer bewirkten, Attraktivitätsminderung des Individualverkehrs.

Welche Rolle spielt die Deutsche Bundesbahn für den ländlichen Raum?

Aufgrund des Sanierungsdrucks und des Defizits wird die Bundesbahn als Akteur für die Fläche im ländlichen Raum als zunehmend ungeeignet eingestuft, weshalb der Fokus auf den Straßenverkehr rücken muss.

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Detalles

Título
Öffentlicher Personennahverkehr im ländlichen Raum. Grundprobleme und Verbesserungskonzepte
Universidad
University of Trier
Curso
Geographie des ländlichen Raumes
Calificación
2,3
Autor
Joachim Kolb (Autor)
Año de publicación
1994
Páginas
19
No. de catálogo
V506754
ISBN (Ebook)
9783346053923
ISBN (Libro)
9783346053930
Idioma
Alemán
Etiqueta
ÖPNV ländlicher Raum öffentlicher Personennahverkehr Verkehrsplanung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Joachim Kolb (Autor), 1994, Öffentlicher Personennahverkehr im ländlichen Raum. Grundprobleme und Verbesserungskonzepte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/506754
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