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Der Merit-Order-Effekt unter Betrachtung des erneuerbaren Energien Gesetzes

Erklärung und Darstellung

Titel: Der Merit-Order-Effekt unter Betrachtung des erneuerbaren Energien Gesetzes

Akademische Arbeit , 2016 , 13 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Maximilian Robl (Autor:in)

VWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Studienarbeit wird untersucht, was man unter dem Merit-Order-Effekt zu verstehen hat, was dessen Auswirkungen auf die Strompreisbildung sind und ob man mit kurz- und langfristigen Effekten rechnen kann.

Spricht man in der Energiebranche von Merit-Order, so meint es die Einsatzreihenfolge von stromerzeugenden Kraftwerken. Die Reihenfolge der Kraftwerke ergibt sich hierbei durch die unterschiedlichen Grenzkosten der Stromproduktion. Man kann es sich wie folgt vorstellen: Auf einem Markt gibt es eine gewisse Nachfrage nach Strom und es gibt Kraftwerke, welche unterschiedliche Grenzkosten der Stromerzeugung aufweisen. Beginnt man mit den niedrigsten Grenzkosten eines Kraftwerks, werden im Verlauf
Kraftwerke mit steigenden Kosten miteinbezogen, bis die Nachfrage nach Strom gedeckt ist. Der Strompreis ergibt sich also aus dem Kraftwerk mit den höchsten Grenzkosten. Daraus entsteht der „Market Clearing Price“, welcher in summa durch das letzte Gebot an der Strombörse den Strompreis festlegt. Im Folgenden wird auf das zentrale Thema der Studienarbeit, den sich daraus resultierenden Merit-Order-Effekt, eingegangen, dessen Wirkungsweise und verschiedene Formen dargestellt und kritisch analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Analyse des Begriffs Merit-Order

2. Der Merit-Order-Effekt mit Bezug auf das EEG

2.1 Grundlegende Darstellung des Effekts

3. Langfristige und kurzfristige Effekte

3.1 Kurzfristige Effekte

3.1.1 Internationaler Stromhandel

3.1.2 Korrelation von EE-Einspeisung und Last

3.1.3 Zusammensetzung des Kraftwerkparks und der variablen Kosten

3.2 Langfristige Effekte

3.3 Zusammenfassung

4. Berechnung des Merit-Order-Effekts

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Merit-Order-Effekts im Kontext der Strompreisbildung in Deutschland. Dabei wird insbesondere analysiert, wie die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die Großhandelsstrompreise beeinflusst, welche kurz- und langfristigen Wirkmechanismen dabei eine Rolle spielen und wie der Effekt quantitativ bestimmt werden kann.

  • Grundlagen und Definition des Merit-Order-Begriffs
  • Einfluss des EEG auf die Strommarktstruktur
  • Analyse kurzfristiger Effekte (internationaler Handel, Lastkorrelation, Grenzkosten)
  • Diskussion langfristiger Anpassungsprozesse im Kraftwerkpark
  • Methodik zur quantitativen Berechnung mittels Counterfactual-Szenarien

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Internationaler Stromhandel

In Abbildung 3 ist zu beobachten, dass sich die residuale Nachfrage nach Strom von N1 nach N2 verschiebt. Dies führt weiterhin zu einer Reduktion des Strompreises von p1 auf p2. Bei einem Preis von p2 steigt dagegen wieder die Nachfrage aus dem Ausland und die inländische Nachfrage erhöht sich auf N3. Zusammenfassend führt der Merit-Order-Effekt im Bezug auf internationalen Stromhandel also nicht wie angenommen zu einer Preisreduktion von p1 auf p2, sondern aufgrund der Nachfrage aus dem Ausland ergibt sich der Preis p3. Der Effekt ist damit geringer als angenommen, aber trotzdem nicht unwesentlich (vgl. M.Fürsch/ R. Malischek/. D. Lindenberger, S.5-6).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Analyse des Begriffs Merit-Order: Das Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Bedeutung des Merit-Order-Begriffs als Einsatzreihenfolge von Kraftwerken anhand ihrer Grenzkosten und umreißt die Zielsetzung der Arbeit.

2. Der Merit-Order-Effekt mit Bezug auf das EEG: Hier wird der Zusammenhang zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien durch das EEG und der resultierenden Verschiebung der residualen Nachfragekurve dargestellt.

3. Langfristige und kurzfristige Effekte: Dieses Kapitel differenziert zwischen kurzfristigen marktmechanischen Preisänderungen und den langfristigen Auswirkungen auf die Kraftwerksstruktur und Investitionsanreize.

4. Berechnung des Merit-Order-Effekts: Es wird die methodische Vorgehensweise zur Quantifizierung des Effekts mittels simulierter Counterfactual-Szenarien erläutert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Komplexität des Modells und weist auf die Notwendigkeit weiterer Forschung unter Berücksichtigung dynamischer Faktoren hin.

Schlüsselwörter

Merit-Order-Effekt, EEG, Erneuerbare Energien, Strompreisbildung, Grenzkosten, Großhandelsmarkt, Residuale Nachfrage, Kraftwerkpark, Stromhandel, Counterfactual-Szenario, Energiewende, Strommarkt, CO2-Preise, Markt Clearing Price, Lastkorrelation

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem sogenannten Merit-Order-Effekt, also der Veränderung der Strompreisbildung am Großhandelsmarkt infolge der priorisierten Einspeisung erneuerbarer Energien nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung des Merit-Order-Effekts, dessen Beeinflussung durch kurzfristige Marktfaktoren (wie Stromhandel und Last) sowie die langfristigen Auswirkungen auf den Kraftwerkpark.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Wirkungsweise des Merit-Order-Effekts zu erklären, dessen Ausmaß unter Berücksichtigung verschiedener Parameter kritisch zu analysieren und die Methoden zu dessen Berechnung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse sowie die Darstellung von ökonomischen Modellen, um die Verschiebung der Angebots- und Nachfragekurven auf dem Strommarkt zu veranschaulichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen, die Differenzierung zwischen kurz- und langfristigen Effekten sowie die mathematische Simulation des Effekts durch Counterfactual-Szenarien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Merit-Order, EEG, Grenzkosten, Strommarkt und Strompreisbildung beschreiben.

Warum reduziert sich der Merit-Order-Effekt durch internationalen Stromhandel?

Durch den internationalen Handel steigt bei einem sinkenden inländischen Strompreis die Nachfrage aus dem Ausland, was zu einem neuen, höheren Gleichgewichtspreis führt und den ursprünglichen Effekt abschwächt.

Welchen Einfluss haben CO2-Preise auf den Merit-Order-Effekt?

Höhere CO2-Preise erhöhen die variablen Kosten von Kohlekraftwerken stärker als die von Gaskraftwerken, was die Merit-Order-Kurve flacher macht und damit die preissenkende Wirkung erneuerbarer Energien tendenziell reduziert.

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Details

Titel
Der Merit-Order-Effekt unter Betrachtung des erneuerbaren Energien Gesetzes
Untertitel
Erklärung und Darstellung
Hochschule
Hochschule Deggendorf
Note
2,3
Autor
Maximilian Robl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V506939
ISBN (eBook)
9783346060013
ISBN (Buch)
9783346060020
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Merit-Order-Effekt VWL Volkswirtschaftslehre Erneuerbare Energien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Robl (Autor:in), 2016, Der Merit-Order-Effekt unter Betrachtung des erneuerbaren Energien Gesetzes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/506939
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Leseprobe aus  13  Seiten
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