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Die Integration von Compliance in die Organisationsstruktur internationaler Konzerne

Titel: Die Integration von Compliance in die Organisationsstruktur internationaler Konzerne

Seminararbeit , 2019 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Florian Dick (Autor:in)

BWL - Unternehmensforschung, Operations Research
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zentrum der Arbeit steht die Analyse ausgewählter wesentlicher Herausforderungen internationaler Konzerne bezüglich einer effektiven Implementierung von Compliance in die Organisationsstruktur. Dabei werden mögliche Handlungsempfehlungen und deren Vor- und Nachteile für Unternehmen anhand der gängigen Literatur hergeleitet. Unter diesem Aspekt wird auch das Spannungsverhältnis von wachsenden Anforderungen an die Compliance auf der einen und Kostenkalkül sowie Gefahr einer Überregulierung auf der anderen Seite kritisch gewürdigt.

Ob Geldwäsche- und Korruptionsskandale bei der Deutschen Bank oder die systematische Manipulation von Abgaswerten bei Volkswagen, Beispiele für sogenannte Compliance-Skandale finden sich immer wieder bei international agierenden Unternehmen und zeigen die Aktualität dieser Problematik. Die strikteren Verhaltensanforderungen in nationalen und internationalen Rechtsordnungen führen zu einer steigenden Bedeutung einer guten Corporate Compliance. Die schwerwiegenden Konsequenzen von "Non-Compliance", wie Schäden durch wirtschaftskriminelle Handlungen, Strafen die durch Rechtsverstöße auferlegt werden oder Rufschädigung zeigen in besonderem Maße die praktische Relevanz.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Grundlagen

2.1 Compliance und internationale Konzerne

2.2 Ziele und Funktionen von Compliance

2.3 Compliance-Maßnahmen

2.4 Compliance-Organisation

3. Analyse der Compliance-Herausforderungen bei internationalen Konzernen

3.1 Bedeutung verschiedener Einflussgrößen der Compliance-Organisation

3.2 Zentrale und dezentrale Compliance-Organisationsstrukturen

3.2.1 Vertikale Zentralisierung der Compliance-Organisation

3.2.2 Konzerninterne Zentralisierung der Compliance-Organisation

3.3 Compliance-Herausforderungen durch länderspezifische Besonderheiten

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen bei der Implementierung von Compliance-Systemen in internationalen Konzernen. Dabei wird untersucht, wie eine effektive Organisationsstruktur gestaltet sein muss, um rechtliche Verstöße zu verhindern, und wie internationale Konzerne ein Spannungsfeld zwischen globalen Standards und landesspezifischen Besonderheiten bewältigen können.

  • Grundlagen der Compliance in internationalen Konzernen
  • Strukturelle Gestaltung der Compliance-Organisation
  • Zentrale versus dezentrale Organisationsansätze
  • Einfluss von Landeskulturen und lokalen Besonderheiten
  • Abwägung zwischen Standardisierung und Flexibilität

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Vertikale Zentralisierung der Compliance-Organisation

Die vertikale Zentralisierung gibt an, in welchem Ausmaß die Compliance-Aufgaben in der Unternehmensspitze konzentriert sind. Je höher das Maß der vertikalen Zentralisierung eines Unternehmens desto eher werden Compliance-Aufgaben von der Unternehmensleitung ausgeführt und desto steiler ist die Hierarchie. Eine zentralisierte Compliance-Stabstelle, die mit dem Compliance- Officer direkt dem Vorstand unterstellt ist, wird in diesem Zusammenhang als vertikal zentralisiert angesehen. Bei einer dezentralen vertikalen Compliance-Struktur übernehmen eher die unteren Managementebenen sowie operativen Teilbereiche die für ihren Bereich relevanten Compliance-Aufgaben.

Die additive Übernahme der Compliance-Aufgaben (zusätzlich zu den originären Aufgaben) durch die jeweiligen Abteilungen hilft eine komplikationsfreie Informationsgewinnung zu schaffen. und bezieht mehr Mitarbeiter im Unternehmen als aktive Akteure in die Compliance-Organisation mit ein. Die Erreichung einer allgemein anerkannten Compliance-Kultur kann so leichter erreicht werden. Nachteile entstehen durch eine Verteilung der Compliance-Kompetenzen auf viele Akteure und eine schwierige Koordination der Verantwortlichkeiten. Entscheidend für eine erfolgreiche vertikale Delegation der Compliance ist, dass die jeweiligen Zuständigkeiten eindeutig festgelegt werden und keine Doppelzuständigkeiten entstehen. Eine entsprechende Kommunikation und Dokumentation der Verantwortungsbereiche ist zwingend notwendig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die praktische Relevanz von Compliance vor dem Hintergrund zahlreicher Skandale und definiert das Ziel der Arbeit, Compliance-Strukturen in internationalen Konzernen zu analysieren.

2. Grundlagen: Hier werden Definitionen von Compliance und Konzernstrukturen dargelegt sowie die Ziele, Funktionen und wesentliche Maßnahmen wie Risikoanalysen und Code of Conducts erörtert.

3. Analyse der Compliance-Herausforderungen bei internationalen Konzernen: Dieser Hauptteil untersucht die Bedeutung von Einflussgrößen wie Unternehmensgröße und Internationalisierung auf die Organisationsstruktur sowie die spezifischen Herausforderungen durch zentrale, dezentrale und länderübergreifende Ansätze.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die eine Tendenz zu einer Verpflichtung zur Einrichtung konzernweiter Compliance-Organisationen unter Berücksichtigung individueller Abwägungen aufzeigt.

Schlüsselwörter

Compliance, Internationale Konzerne, Corporate Governance, Compliance-Organisation, Zentralisierung, Compliance-Maßnahmen, Unternehmenserfolg, Risikomanagement, Fraud Triangle, Landeskulturen, Organisationsstruktur, Compliance-Kultur, Compliance Officer, Haftung, Konzernleitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der Compliance-Organisation in international agierenden Konzernen und untersucht, wie Compliance effektiv in deren komplexe Strukturen integriert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der Aufbau einer Compliance-Organisation, die Abwägung zwischen zentralen und dezentralen Strukturen sowie die Bewältigung länderspezifischer Besonderheiten in internationalen Konzernstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, auf Basis der Literatur Handlungsempfehlungen für eine effektive Implementierung von Compliance in die Organisationsstruktur internationaler Konzerne zu entwickeln und dabei das Spannungsfeld zwischen Regulierung und Kosten kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literaturanalyse, in der aktuelle Ansätze, theoretische Modelle und wissenschaftliche Erkenntnisse zur Compliance im internationalen Kontext zusammengeführt und kritisch bewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Einflussfaktoren auf die Compliance-Organisation, diskutiert die Vor- und Nachteile von zentralen versus dezentralen Organisationsmodellen und untersucht die Herausforderungen durch unterschiedliche nationale Kulturen und Rechtsrahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Compliance, Organisationsstruktur, internationale Konzerne, Zentralisierung, Compliance-Kultur und Konzernleitung charakterisiert.

Was versteht man in diesem Zusammenhang unter einer vertikalen Zentralisierung?

Vertikale Zentralisierung beschreibt das Ausmaß, in dem Compliance-Aufgaben in der Unternehmensspitze konzentriert sind, wobei eine engere Anbindung an den Vorstand bei steigendem Zentralisierungsgrad typisch ist.

Warum ist das Fraud-Triangle für die Compliance-Arbeit relevant?

Das Fraud-Triangle, bestehend aus Gelegenheit, Motivation und Rechtfertigung, dient als theoretische Grundlage, um die Ursachen für menschliches Fehlverhalten zu verstehen und Compliance-Maßnahmen präventiv darauf auszurichten.

Wie gehen internationale Konzerne mit unterschiedlichen Landeskulturen um?

Ein empfohlener Ansatz ist die Berücksichtigung der jeweiligen Landeskultur bei Schulungen und Kommunikation, um die Akzeptanz zu erhöhen, beispielsweise durch lokale Beratungs- und Meldestrukturen in der jeweiligen Landessprache.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Integration von Compliance in die Organisationsstruktur internationaler Konzerne
Hochschule
Universität Münster  (Lehrstuhl für BWL, insb. Internationale Unternehmensrechnung)
Veranstaltung
Aktuelle Entwicklungen in Corporate Governance, Rechnungslegung und Controlling
Note
1,7
Autor
Florian Dick (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
21
Katalognummer
V507969
ISBN (eBook)
9783346074195
ISBN (Buch)
9783346074201
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Compliance Internationale Konzerne Compliance-Organisation Organisationsstrukturen Einflussgrößen Compliance-Herausforderungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Dick (Autor:in), 2019, Die Integration von Compliance in die Organisationsstruktur internationaler Konzerne, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507969
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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