Der Global Competitiveness Index
Þ Index des Weltwirtschaftsforums zur Analyse der Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften
Þ Grobgliederung der für den Index relevanten Wettbewerbsfähigkeits- faktoren
- Säule 1: Institutionen
- Säule 2: Infrastruktur
- Säule 3: Makroökonomie
- Säule 4: Gesundheit und Grundbildung
- Säule 5: Akademische Bildung und Aus-/Weiterbildung
- Säule 6: Markteffizienz
- Säule 7: Verfügbarkeit von Technologien
- Säule 8: Wirtschaftserfahrenheit
- Säule 9: Innovation
Þ Einzelindikatoren werden erfasst durch Realdaten und Umfragedaten (2005 Befragung von 11000 Führungskräften).
Þ Daten werden nach Erfassung mit folgender Formel in eine 1-7 Ranking- Skala formatiert:
Þ Anschließend wird das Gesamtranking des Landes durch folgende Gewichtung der einzelnen Rankingpunkte, je nach Entwicklungsstand des Landes, ermittelt:
Þ Ein anderer Index zur Analyse von Länderwettbewerbsfähigkeit ist der „Doing Business Index“ der Weltbank. Dieser Index beschreibt primär das Investitionsklima in einem Land (bewertet werden z.B. Faktoren wie „Eröffnung eines Unternehmens, „Schutz von Investoren“ oder „Kreditaufnahme“.
Inhaltsverzeichnis
1 EINFÜHRUNG
1.1 Allgemeines zum Global Competitiveness Index
1.2 Gründe für die Entwicklung des Global Competitiveness Index
2 STRUKTUR DES GLOBAL COMPETITIVENESS INDEX
2.1 Säule 1: Institutionen
2.2 Säule 2: Infrastruktur
2.3 Säule 3: Makroökonomie
2.4 Säule 4: Gesundheit und Grundbildung
2.5 Säule 5: Akademische Bildung und Aus-/ Weiterbildung
2.6 Säule 6: Markteffizienz
2.7 Säule 7: Verfügbarkeit von Technologien
2.8 Säule 8: Wirtschaftserfahrenheit
2.9 Säule 9: Innovation
3 TECHNISCHE HINWEISE ZUR ERSTELLUNG DES GLOBAL COMPETITIVFENESS INDEX
3.1 Kombination von Realdaten und Umfragedaten
3.2 Gewichtungsverfahren
4 GESAMTRANKING UND LÄNDERBEURTEILUNG
4.1 Gesamtranking des Global Competitveness Index
4.2. Länderbeurteilung
5 EXKURS:”DOING BUSINESS”; DER WETTBEWERBSFÄHIGKEITS-INDEX DER WELTBANK
6 FAZIT ZUM GLOBAL COMPETITVENESS INDEX
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert den Global Competitiveness Index (Global CI) als Instrument des Weltwirtschaftsforums zur Bewertung der nationalen Wettbewerbsfähigkeit. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie verschiedene ökonomische und strukturelle Faktoren zu einem umfassenden Länder-Ranking zusammengeführt werden.
- Strukturelle Analyse der neun Säulen des Global CI.
- Methodik der Datenerhebung durch Kombination von "hard data" und Expertenumfragen.
- Gewichtungsverfahren in Abhängigkeit von den drei wirtschaftlichen Entwicklungsstufen.
- Vergleichende Ländereinschätzungen, insbesondere mit Fokus auf Deutschland und Polen.
Auszug aus dem Buch
2.1 Säule 1: Institutionen
Das institutionelle Umfeld ist sehr wichtig, um einen entsprechenden Rahmen für zukünftige Entwicklungen zu schaffen. Die Qualität der öffentlichen und privaten Institutionen erzeugen die Rahmenbedingungen, in denen sich Wirtschaftsunternehmen bewegen können. Im öffentlichen Sektor ist das z.B. die Stärke der Eigentumsrechte. Denn Geschäfte werden i.d.R. nur getätigt, wenn die Rechte am Eigentum garantiert und sichergestellt werden können.
Darüber hinaus untergraben fehlende Transparenz staatlicher Handlungen und Hinweise auf Korruption das Vertrauen der Wirtschaft, was letzendlich zu einem Wohlfahrtsverlust und schlechterer Wettbewerbsfähigkeit führt.
Auch erkennbare Einmischung der Regierung in das Rechtssystem und durch die Regierung verursachte Ineffizienz (z.B. Bürokratie) führen zu steigenden Wirtschaftskosten. Ein weitere Faktor dieser Säule sind die zusätzlichen Kosten die der Wirtschaft durch Terrorismus, organisierter Kriminalität und fehlender Zuverlässigkeit der Polizei, aufgezwungen werden.
Aber auch die Bedeutung von Qualität und Transparenz privater Institutionen wird berücksichtigt. Eine Wirtschaft ist demnach besser gestellt, wenn sie ehrlich geführt wird und z.B. Manager ethische Grundsätze bei Geschäften mit dem Staat berücksichtigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel erläutert den Hintergrund des Global Competitiveness Index und die Motivation des Weltwirtschaftsforums, den Index als umfassendes Analysewerkzeug einzuführen.
2 STRUKTUR DES GLOBAL COMPETITIVENESS INDEX: Hier werden die neun Säulen der Wettbewerbsfähigkeit detailliert beschrieben, die von institutionellen Rahmenbedingungen bis hin zu Innovationspotenzialen reichen.
3 TECHNISCHE HINWEISE ZUR ERSTELLUNG DES GLOBAL COMPETITIVFENESS INDEX: Dieses Kapitel erklärt die mathematische Transformation von qualitativen Umfragedaten und quantitativen Realdaten sowie das spezifische Gewichtungsmodell.
4 GESAMTRANKING UND LÄNDERBEURTEILUNG: Es erfolgt eine Darstellung des aktuellen Rankings sowie eine qualitative Analyse der Wettbewerbspositionen ausgewählter Staaten wie Deutschland und Polen.
5 EXKURS:”DOING BUSINESS”; DER WETTBEWERBSFÄHIGKEITS-INDEX DER WELTBANK: Dieser Abschnitt vergleicht den Fokus der Weltbank auf Investitionsklima-Faktoren mit dem breiteren methodischen Ansatz des Weltwirtschaftsforums.
6 FAZIT ZUM GLOBAL COMPETITVENESS INDEX: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des Global CI als zentralem Instrument für Standortentscheidungen und politische Reformprozesse.
Schlüsselwörter
Global Competitiveness Index, Weltwirtschaftsforum, Wettbewerbsfähigkeit, Institutionen, Infrastruktur, Makroökonomie, Markteffizienz, Innovation, Bildungsqualität, Wirtschaftsnetzwerke, Standortentscheidung, Global CI, Transformation, Länderranking, Investitionsklima.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Struktur und Methodik des Global Competitiveness Index, mit dem das Weltwirtschaftsforum die Wettbewerbsfähigkeit verschiedener Volkswirtschaften misst.
Was sind die zentralen Themenfelder des Index?
Die Themenfelder unterteilen sich in neun Säulen, darunter Institutionen, Infrastruktur, Makroökonomie, Bildung, Markteffizienz und Innovation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erläuterung, wie der Global CI durch die Kombination verschiedener Faktoren eine fundierte Bewertung der nationalen Wettbewerbsfähigkeit ermöglicht.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Index-Erstellung verwendet?
Es wird eine Kombination aus "hard data" (statistische Kennzahlen) und einer weltweiten Meinungsumfrage unter Führungskräften angewendet, die mittels spezieller Formeln vergleichbar gemacht werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung der neun Säulen, die technischen Schritte zur Berechnung des Rankings und eine Analyse des Gesamtrankings.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wettbewerbsfähigkeit, Innovationspotenzial, Institutionelle Rahmenbedingungen, Wirtschaftsnetzwerke und Standortqualität.
Wie unterscheidet sich der Global CI vom "Doing Business" Index der Weltbank?
Während der Global CI sehr breit angelegt ist, fokussiert der Doing Business Index der Weltbank primär auf das Investitionsklima und regulatorische Rahmenbedingungen für Unternehmen.
Warum spielt die wirtschaftliche Entwicklungsstufe eines Landes eine Rolle?
Die Gewichtung der Säulen erfolgt unterschiedlich, je nachdem, ob ein Land in einer "factor-driven", "efficiency-driven" oder "innovation-driven" Stufe agiert, da sich die Anforderungen an die Wettbewerbsfähigkeit unterscheiden.
Wie schneidet Deutschland in der Analyse ab?
Deutschland erreicht einen sehr guten sechsten Platz, wobei besonders die Stärke der Institutionen hervorgehoben wird, während die Arbeitsmarktflexibilität und Bürokratie als Wachstumsbremsen identifiziert werden.
- Arbeit zitieren
- Andre Rößing (Autor:in), 2005, Global Competitiveness Index - Index zur Beurteilung der Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50847