Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Geography / Earth Science - Miscellaneous

Mensch-Braunbär-Beziehungen in Rumänien vor dem Hintergrund der Akteurs-Netzwerk-Theorie

Handlungsempfehlungen zur Harmonisierung der europäischen Wildtierpolitik

Title: Mensch-Braunbär-Beziehungen in Rumänien vor dem Hintergrund der Akteurs-Netzwerk-Theorie

Term Paper , 2017 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Felix Loos (Author)

Geography / Earth Science - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Vor dem Hintergrund der Akteurs-Netzwerk Theorie soll im Fachbereich Mensch-Umwelt-Beziehungen, das Verhältnis von Menschen und Braunbären in Rumänien untersucht werden. Hieraus werden sich am Ende der Arbeit Handlungsempfehlungen zur Harmonisierung der europäischen Wildtierpolitik ableiten lassen.

In der Arbeit soll vor dem Hintergrund dieser Angriffe und der aktuellen Gesetzesentscheidung untersucht werden, welche Faktoren einen Einfluss auf die Wahrnehmung des Bären und somit auch dessen Populationsentwicklung in Rumänien haben. Hierbei sollen der aktuelle Diskurs über den Bären, dessen rechtlicher Status, seine Perzeption durch die rumänische Gesellschaft, sowie die wichtigsten handelnden Akteure untersucht werden. Als theoretischer Rahmen wird die Akteurs-Netzwerk-Theorie gewählt, die die Arbeit im zweiten Kapitel erläutert. Der Grund für diese Wahl war, dass der Diskurs um den Braunbären in Rumänien von vielen unterschiedlichen Akteuren und Akteurs-Netzwerken mit konträren Interessen geführt wird, wie die Arbeit im Folgenden zeigen soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Mensch-Braunbär-Konflikte in Rumänien

2. Die Akteurs-Netzwerk-Theorie

3. Mensch-Braunbär Beziehung in Rumänien

3.1 Geschichtliche Aspekte

3.2 Rechtlicher Status des Braunbären

3.3 Die wichtigsten menschlichen Akteure

3.3.1 Bauern und Schäfer

3.3.2 Jäger und Jagdverbände

3.3.3 Tierschutzaktivisten und NGOs

3.3.4 Politische Akteure

3.3.5 Die Zivilgesellschaft

3.4 Die Perzeption des Bären

3.4.1 Der Bär als mythisches Symboltier im rumänischen Volksglauben

3.4.2 Der Bär als Wildtier

3.4.3 Der Bär als touristische Attraktion

4. Erklärung der Populationsentwicklung durch den Einfluss der beteiligten Akteure

5. Angleichung europäischer Wildtierpolitiken als Handlungsempfehlung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht vor dem theoretischen Hintergrund der Akteurs-Netzwerk-Theorie die komplexen Mensch-Braunbär-Beziehungen in Rumänien, um Faktoren zu identifizieren, die sowohl die Wahrnehmung des Bären als auch dessen Populationsentwicklung maßgeblich beeinflussen.

  • Analyse des aktuellen Diskurses und der rechtlichen Rahmenbedingungen für Braunbären.
  • Untersuchung der Interessen und Rollen verschiedener Akteursgruppen (Bauern, Jäger, NGOs, Politik).
  • Betrachtung der unterschiedlichen Perzeptionen des Bären in der Gesellschaft.
  • Erforschung der Wechselwirkungen zwischen menschlichen Akteuren und dem Braunbären als nicht-menschlichem Akteur.
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Angleichung europäischer Wildtierpolitiken.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Bauern und Schäfer

Der ökonomische Schaden, den Bären durch Reißen von Weidevieh verursachen, war jahrhundertelang der Grund, dass sie gejagt worden sind. Dies führte dazu, dass sie in einigen Regionen ausgestorben oder auf einen kleinen Bestand reduziert worden sind. Daher sind in vielen dieser Regionen traditionelle Schutzmethoden, wie der intensive Herdenschutz durch Herdenschutzhunde, bereits verschwunden. Da Braunbären neuerdings aber in manche Regionen zurückkehren, sind unbewachte Herden in diesen Gebieten sehr anfällig für Angriffe (vgl. MERTENS & PROMBERGER 2001: 173). In Bereichen mit einer hohen Bärendichte kann so der durch diese Tiere verursachte Schaden relativ hoch sein. Dies führt dazu, dass die Haltung der betroffenen Personen (Bauern und Schäfer) gegenüber dem Bären häufig negativ ist (vgl. MAPDR & MMGA 2015: 35-36).

Bauern sind durch Angriffe auf ihre Herden ebenso betroffen wie Schäfer, da die Hälfte der über drei Millionen Rinder Rumäniens im Sommer in den Bergen gehalten wird (vgl. MERTENS & PROMBERGER 2001: 173) - dem Hauptsiedlungsort des rumänischen Braunbären (vgl. KALABÉR et al. 1994: 174). Bauern sind allerdings auch durch Schäden an ihren Feldern, ihrer Ernte und ihren Obstbäumen betroffen. Schäden an ihren Feldern oder ihrer Ernte sind relativ selten, da Bären hauptsächlich in großen Waldgebieten vorkommen (vgl. MAPDR & MMGA 2015: 37). Wie ROELLIG et al. (2014: 45) aber zeigen, kommen sie in Transsylvanien vermehrt auch in landwirtschaftlich genutzten Gebieten vor. Der größte Schaden an Ernte und Feldern wird durch in Weizenfeldern grasende Tiere verursacht. Dieser ist allerdings im Vergleich mit anderen Schadensformen relativ gering. Eine bedeutendere Schadensform, ist der Schaden an Fruchtbäumen, der durch das Abbrechen von Zweigen während der Nahrungssuche verursacht wird (vgl. ebd.: 37). Außerdem besteht die Gefahr, dass die Bauern und Schäfer selbst durch Bären angegriffen werden. Diese Gefahr steigt, seit der Mensch immer weiter in deren Lebensraum eindringt, beziehungsweise deren natürliches Habitat durch Abholzung und landwirtschaftliche Erschließung immer kleiner wird (vgl. OZSVÁTH 2014).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Mensch-Braunbär-Konflikte in Rumänien: Diese Einleitung thematisiert Bärenangriffe in Rumänien und führt die Forschungsfrage ein, welche Faktoren die Wahrnehmung des Bären und seine Population beeinflussen.

2. Die Akteurs-Netzwerk-Theorie: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Grundlage der Arbeit, insbesondere das Konzept, Nicht-Menschen wie den Braunbären als handelnde Akteure in sozialen Netzwerken zu begreifen.

3. Mensch-Braunbär Beziehung in Rumänien: Dieses umfangreiche Kapitel analysiert die historischen Aspekte, den rechtlichen Status sowie die verschiedenen gesellschaftlichen Akteursgruppen und deren unterschiedliche Perzeption des Bären.

4. Erklärung der Populationsentwicklung durch den Einfluss der beteiligten Akteure: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt und erläutert, wie der Diskurs und die Handlungen der verschiedenen Akteurs-Netzwerke die Bärenpopulation beeinflussen.

5. Angleichung europäischer Wildtierpolitiken als Handlungsempfehlung: Das Fazit empfiehlt einen Erfahrungsaustausch mit anderen europäischen Ländern und betont die Notwendigkeit von Entschädigungszahlungen und präventiven Maßnahmen zum Herdenschutz.

Schlüsselwörter

Braunbär, Rumänien, Akteurs-Netzwerk-Theorie, Mensch-Wildtier-Konflikt, Populationsentwicklung, Jagdverbot, Naturschutz, Perzeption, Wildtierpolitik, Ökotourismus, Herdenschutz, soziale Netzwerke, Biodiversität, Karpaten, Trophy Hunting.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die komplexen sozialen und ökologischen Beziehungen zwischen Menschen und Braunbären in Rumänien vor dem Hintergrund aktueller Konflikte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle des Braunbären als Akteur in sozialen Netzwerken, die Auswirkungen von Jagdverboten und die verschiedenen Interessen von Akteuren wie Landwirten, Jägern und Tierschützern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu verstehen, wie menschliche Akteure und deren Wahrnehmung des Bären die Populationsentwicklung in Rumänien beeinflussen und welche Schlussfolgerungen für die Wildtierpolitik gezogen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt als theoretischen und methodischen Rahmen die Akteurs-Netzwerk-Theorie, um die Interaktionen zwischen Menschen und Nicht-Menschen (dem Bären) zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der historische Kontext, der rechtliche Status des Bären, die wichtigsten Akteursgruppen und deren spezifische Sichtweisen auf den Bären sowie dessen Wahrnehmung als Symboltier oder Wildtier detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Braunbär, Rumänien, Akteurs-Netzwerk-Theorie, Mensch-Wildtier-Konflikt, Jagdverbot, Naturschutz und Populationsentwicklung.

Warum spielt die Akteurs-Netzwerk-Theorie eine so zentrale Rolle?

Sie ermöglicht es, den Bären nicht nur als passives Objekt, sondern als aktiven Akteur zu begreifen, dessen Handeln und Existenz die Bildung sozialer Netzwerke zwischen Menschen maßgeblich mitbestimmt.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise der Stadt- von der Landbevölkerung?

Während die Stadtbevölkerung kaum Berührungspunkte hat und das Jagdverbot oft unterstützt, ist die Landbevölkerung durch direkte Konflikte, etwa durch Schäden an Vieh und Ernte, oft negativ eingestellt und lehnt das Verbot häufig ab.

Welchen Einfluss hatte das kommunistische Regime auf die Bärenpopulation?

Unter der Diktatur von Ceausescu nahm die Zahl der Bären stark zu, da nur er das Jagdrecht besaß; nach dem Ende der Diktatur wurde der Bestand bewusst durch die Vergabe von Jagdlizenzen reduziert.

Welche Empfehlung gibt der Autor zur Verbesserung der Situation?

Es wird empfohlen, effektive Methoden zur Schadenskompensation zu entwickeln und finanzielle Unterstützung für präventive Schutzmaßnahmen, wie sie teilweise bereits in Deutschland praktiziert werden, einzuführen.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Mensch-Braunbär-Beziehungen in Rumänien vor dem Hintergrund der Akteurs-Netzwerk-Theorie
Subtitle
Handlungsempfehlungen zur Harmonisierung der europäischen Wildtierpolitik
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Grade
1,3
Author
Felix Loos (Author)
Publication Year
2017
Pages
18
Catalog Number
V509401
ISBN (eBook)
9783346071736
ISBN (Book)
9783346071743
Language
German
Tags
mensch-braunbär-beziehungen rumänien hintergrund akteurs-netzwerk-theorie handlungsempfehlungen harmonisierung wildtierpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Loos (Author), 2017, Mensch-Braunbär-Beziehungen in Rumänien vor dem Hintergrund der Akteurs-Netzwerk-Theorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509401
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint