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Die Jenaplan-Pädagogik und die Regelschule im Vergleich

Kann die staatliche Schule Elemente des Jenaplan-Konzepts übernehmen?

Titel: Die Jenaplan-Pädagogik und die Regelschule im Vergleich

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Reformpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird die Jenaplan-Pädagogik untersucht. Dazu muss zunächst das Leben von Peter Petersen betrachtet werden, welches großen Einfluss auf sein Konzept hatte. Danach werden die Schwerpunkte des Plans vorgestellt. Anschließend wird der Aufbau der Regelschule knapp erläutert und abschließend mit den wichtigsten Punkten des Jenaplans verglichen. Die zentralen Fragestellungen lauten hierbei: Konnte und kann das Konzept von Petersen als Ersatz für die staatliche Schule dienen? Kann die staatliche Schule Elemente der Pädagogik nach Petersen übernehmen beziehungsweise inwieweit tut sie das bereits?

Heute erleben die Kinder und Jugendlichen die Schule oft als eine notwendige Pflicht, um später im Leben etwas zu erreichen. Durch das zu lernende Fachwissen, den Leistungsdruck und die Erwartungen der Eltern und Lehrkräfte wird die Arbeitsfreude der Schülerinnen und Schüler oftmals gebremst. So wird immer häufiger der Wunsch nach einer Alternative zur staatlichen Schule laut. Diese Alternativen gibt es durchaus und sie verfolgen meist ganz andere pädagogische Konzepte als die Regelschule.

Die aktuelle Situation legt nahe, sich mit einem der führenden Reformpädagogen zu beschäftigen. Denn laut Peter Petersen können Schulen auch anders sein, indem sie den Jugendlichen ausreichende Freiräume eröffnen, damit sie zu Selbsttätigkeit sowie auch zu gemeinschaftlichen Unternehmungen angeregt werden. Wesentlich bei der Schulreform ist die Auflockerung der Schule als Institution zu einer freien Lebensstätte der Jugend. Der Jenaplan als reformpädagogisches Schulkonzept wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Peter Petersen begründet. Er ist eine Zusammensetzung aus verschiedenen Entwicklungslinien der Reformpädagogik und sieht eine freie, allgemeine Volksschule vor, welche von der Elternschaft und den Erziehern getragen wird, in der Jungen und Mädchen unabhängig von ihrem sozialen Stand, ihrer Religion oder ihrer Begabung gleichermaßen miteinander lernen können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Jena Plan Schule

2.1.1 Biographie Peter Petersens

2.1.2 Grundlagen der Jenaplan- Pädagogik

2.1.3 Bildungsgrundformen Gespräch, Spiel, Arbeit und Feier

2.1.4 Der Unterricht in Stammgruppen

2.1.5 Wochenarbeitsplan

2.1.6 Die Arbeits- und Leistungsberichte

2.1.7 Schulwohnstube als Raum für soziale und stille Erziehung

2.1.8 Elternschaft

2.2 Das bayrische Schulsystem

2.3 Vergleich Jena- Plan Schule und staatliche Schule

3. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das reformpädagogische Konzept des Jenaplans von Peter Petersen und analysiert dessen Umsetzbarkeit sowie Relevanz im Vergleich zum modernen staatlichen Schulsystem, insbesondere in Bayern. Dabei wird erforscht, inwieweit Elemente der Jenaplan-Pädagogik bereits in Regelschulen integriert sind und ob das Konzept als vollständiger Ersatz dienen kann.

  • Lebensweg und pädagogische Beweggründe von Peter Petersen
  • Die vier Bildungsgrundformen: Gespräch, Spiel, Arbeit und Feier
  • Struktur des Jenaplans (Stammgruppen, Wochenarbeitsplan, Schulwohnstube)
  • Vergleichende Analyse zwischen Jenaplan und bayerischem Schulwesen
  • Evaluation der Übertragbarkeit reformpädagogischer Ansätze in die staatliche Schule

Auszug aus dem Buch

2.1.7 Schulwohnstube als Raum für soziale und stille Erziehung

Die Schule und der Klassenraum sollen Lebens- und Lernort gleichermaßen sein, denn Schule ist für Peter Petersen „Lebensstätte" und damit ist es nötig, gemeinschaftliches Zusammenleben in der Schule und durch die Schule zu ermöglichen. Der Lernraum soll nach dem pädagogischen Konzept anregungsreich und wohnlich gestaltet werden.16 Da Petersen das alt bekannte Klassenzimmer mit seiner frontalen Ausrichtung kritisiert, werden ganz einfache Tische, ohne zusätzlichen Haken oder Fächern, mit freibewegliche Stühlen verwendet. So können die Tische und Stühle für eine neue pädagogische Situation ganz einfach umgestellt werden.17 Zudem ist Petersen der Meinung, dass für Gegenstände, welche willkürlich und lieblos in einem Raum herumstehen, nicht erwartet werden kann, dass die Schülerinnen und Schüler Verantwortungsgefühl für diesen Raum und die Dinge entwickeln können.18 Daher werden Arbeits- und Hilfsmittel in Schränken untergebracht, dort können die Schülerinnen und Schüler die Gegenstände je nach Bedarf holen.19 In eine solche Schulwohnstube gehören damit, neben Schulmöbeln und Lern-, Übungs- und Arbeitsmaterialien, zum Beispiel auch ein singender Vogel, eine tickende Uhr, Blumen und Wandschmuck, den die Schülerinnen und Schüler selbst herstellen. Dies bildet den Charakter einer wohnlichen Umgebung und die Kinder haben eine besondere Bindung zu den Gegenständen, die sie ihr Eigen nennen und mitgestalten dürfen.20 In dieser angenehmen Atmosphäre können die Jungen und Mädchen effektiver arbeiten und lernen. Doch um einen rundum gelungenen Schulalltag zu gewähren, sind auch die Eltern gefragt, welche sich aktiv einbringen sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung motiviert die Auseinandersetzung mit Alternativen zur Regelschule und definiert die Forschungsfrage nach der Anwendbarkeit des Jenaplans.

2. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert zunächst die theoretischen Grundlagen und die Biografie Peter Petersens, stellt die spezifischen Organisationsformen wie Stammgruppen und Wochenarbeitsplan dar und vergleicht diese anschließend kritisch mit dem bayerischen staatlichen Schulsystem.

3. Fazit: Das Fazit resümiert, dass der Jenaplan vor allem als Inspiration für Lehrkräfte dient, da das Konzept in staatlichen Strukturen oft eingeschränkt ist, während sich einige Methoden bereits erfolgreich im Schulalltag wiederfinden.

Schlüsselwörter

Jenaplan, Peter Petersen, Reformpädagogik, Stammgruppen, Wochenarbeitsplan, Schulwohnstube, Bildungsreform, Leistungsbericht, Schulentwicklung, Lernindividuum, Erziehungsgemeinschaft, staatliche Schule, Unterrichtsgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das reformpädagogische Schulkonzept des Jenaplans von Peter Petersen und setzt es in den Vergleich zum staatlichen bayerischen Schulwesen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die pädagogische Vision von Petersen, die Organisation des Schullebens durch Stammgruppen und Wochenarbeitspläne sowie der Vergleich von Leistungsbeurteilungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob das Konzept von Petersen als Ersatz für staatliche Schulen dienen kann und inwiefern moderne Regelschulen bereits Elemente daraus übernehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die pädagogische Theorien mit aktuellen Strukturen des bayerischen Schulsystems vergleicht.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Dort werden die Biografie Petersens, die Bildungsgrundformen, die Gestaltung der Lernumgebung (Schulwohnstube) sowie die Rolle der Elternschaft ausführlich erörtert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Reformpädagogik, Stammgruppen, Wochenarbeitsplan, Schulentwicklung und die Individualität des Lernenden.

Wie unterscheidet sich die Beurteilung der Schülerleistung?

Während der Jenaplan auf objektive Berichte und Selbstbeurteilung setzt, basiert das staatliche System auf Notengebung durch Vergleich von Sozial- und Kriteriennormen.

Inwiefern ähneln bayerische Schulen dem Jenaplan-Konzept?

Die Arbeit identifiziert Ähnlichkeiten in der "Flexiblen Grundschule", die Jahrgangsmischung und Lernentwicklungsgespräche als pädagogische Chance nutzt.

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Details

Titel
Die Jenaplan-Pädagogik und die Regelschule im Vergleich
Untertitel
Kann die staatliche Schule Elemente des Jenaplan-Konzepts übernehmen?
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
16
Katalognummer
V510573
ISBN (eBook)
9783346085726
ISBN (Buch)
9783346085733
Sprache
Deutsch
Schlagworte
jenaplan-pädagogik vergleich regelschule kann schule elemente jenaplan-konzepts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Die Jenaplan-Pädagogik und die Regelschule im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510573
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Leseprobe aus  16  Seiten
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