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Rhetorik rechtspopulistischer Parteien in Österreich

Die FPÖ in der Bundespräsidentenwahl 2016 und Nationalratswahl 2017

Titel: Rhetorik rechtspopulistischer Parteien in Österreich

Facharbeit (Schule) , 2019 , 51 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit der Rhetorik rechtspopulistischer Parteien. Dabei geht es grundsätzlich um eine gezielte Wortwahl, die bestimmte Reaktionen unter den Wählern, wie Bedenken und Angst, auslösen soll.

Rechtspopulisten greifen immer wieder auf rhetorische Mittel zurück, die ihren Ursprung in der Antike haben. Antike Schriftsteller und Philosophen haben die Rhetorik damals definiert und Strukturen festgelegt, wie etwa eine Rede auszusehen hat. Jene waren sich bereits damals bewusst, dass die Sprache zu deren Gunsten verändert werden kann. Dieser Gedanke findet heutzutage in der Politik wieder seinen Platz. Oftmals werden Rechtspopulisten von ihren Parteien in Rhetorik und Auftreten geschult. Die FPÖ ist daher für ihre Rhetorikseminare bekannt.

Ziel dieser Arbeit ist es, Aufschluss über die Auswirkung von Rhetorik in politischen Diskussionen zu geben. Zwei Videoanalysen sollen zeigen, wie die rechtspopulistische Rhetorik in der Praxis angewendet wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von „Rhetorik“

2.1 Begriff der Rhetorik

2.2 System der Rhetorik

2.2.1 Rede

2.2.2 Monolog

3. Politik des Rechtspopulismus

3.1 Definition des Rechtspopulismus

3.2 Mikropolitik des Rechtspopulismus

3.3 Politik der Identitäten

3.3.1 Definition der Identität

3.4 Politik der Ausgrenzung

3.4.1 Definition von Ausgrenzung

3.4.2 Strategien und ausgrenzende Argumentation

3.5 Politik des Nationalismus

3.5.1 Definition von Nationalismus

3.5.2 Nationalismus in der Gegenwart

3.6 Politik der Leugnung

3.6.1 Vorurteile

4. Sprache des Rechtspopulismus

4.1 Schlüsselbegriffe

4.1.1 Volk

4.1.2 völkisch

4.2 Topos

5. Bundespräsidentenwahl 2016

5.1 Kandidaten

5.1.1 Dr. Irmgard Griss

5.1.2 Ing. Norbert Hofer

5.1.3 Rudolf Hundstorfer

5.1.4 Andreas Khol

5.1.5 Dr. Alexander Van-der-Bellen

5.1.6 Richard Lugner

5.2 Ergebnisse

5.2.1 Erster Wahlgang

5.2.2 Zweiter Wahlgang

5.2.3 Wiederholung des zweiten Wahlgangs

5.3 Erste Elefantenrunde der Bundespräsidentenwahl 2016

5.3.1 Videoanalyse der Elefantenrunde vom 3.4.2016

5.3.2 Fazit zur Elefantenrunde vom 3.4.2016

6. Nationalratswahl 2017

6.1 Allgemeines zum Nationalrat

6.2 Kandidaten

6.2.2 Spitzenkandidaten

6.3 Ergebnisse

6.4 Erste Elefantenrunde der Nationalratswahl 2017

6.4.1 Videoanalyse der Elefantenrunde vom 24.9.2017

6.4.2 Fazit zur Elefantenrunde vom 24.9.2017

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die rhetorischen Strategien rechtspopulistischer Parteien in Österreich, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) und deren Auftreten in sogenannten „Elefantenrunden“ während der Bundespräsidentenwahl 2016 sowie der Nationalratswahl 2017 liegt. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Wortwahl und rhetorische Mittel politische Diskurse beeinflusst und beim Wähler Emotionen wie Bedenken oder Angst erzeugt werden.

  • Grundlagen der antiken und modernen Rhetorik
  • Politik und Sprache des Rechtspopulismus
  • Mikropolitik, Identitätsstiftung und Ausgrenzungsmechanismen
  • Analyse rhetorischer Taktiken in TV-Wahlkampfdiskussionen
  • Die Rolle der FPÖ in den österreichischen Wahlen 2016 und 2017

Auszug aus dem Buch

2.2.1.1 Die fünf Produktionsstadien einer Rede

Bereits in der Antike waren fünf Schritte der Rhetorik bekannt, nach welchen eine Rede verfasst und gehalten werden musste. Diese Schritte waren für eine Rede entscheidend und laut Cicero dürfe niemand, der Redner sein will, einen einzigen dieser Schritte vernachlässigen. Jene Schritte wären:

1. Die Stoffauffindung/Argumentfindung (lat.: inventio): Der erste Schritt für den Redner besteht darin, das eigene Thema zu finden und zu konkretisieren. Daraufhin gilt es für den Redner eine Hypothese aufzustellen, die er dann im Laufe der Rede mit Argumenten, die für und auch gegen die Hypothese sprechen, untermauert. In der Antike wurden Suchkategorien, die sogenannten Topik, erstellt, die bei der Argumentfindung helfen sollen. Die Topoi werden in verschiedene Themen, wie zum Beispiel Nationalität, Religion und Alter, geteilt.

2. Die Gliederung (lat.: dispositio): Der nächste Schritt der Vorbereitung bestand darin die Argumente, die mithilfe der Topik ermittelt wurden, zu sortieren bzw. zu gliedern. Bei der Sortierung oder Gliederung geht es nicht darum, einen logischen Aufbau zu verfolgen, sondern die Argumente so anzuordnen, dass das Interesse und die Aufmerksamkeit des Zuhörers aufrecht bleiben. Um dafür zu sorgen, werden verschiedene Methoden verwendet. Diese Methoden sind die zweigliedrige antithetische Anordnung (gegen-für), die dreigliedrige Anordnung (für-gegen-für) und die fünfgliedrige Anordnung (für-gegen-für-gegen-für), bei der das zweitstärkste Argument am Anfang und das stärkste Argument am Ende steht. Die Redner bzw. die Rhetoriker waren sich schon damals bewusst, dass die Aufmerksamkeit der Zuhörer mit der Länge der Rede abnimmt. Aus diesem Grund waren bzw. sind sich die meisten Redner einig, dass eine Rede nicht mehr als fünf Argumente (gegebenenfalls 3 für und 2 gegen) beinhalten sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit analysiert die Rhetorik rechtspopulistischer Parteien mit dem Ziel, die Auswirkungen gezielter Wortwahl in politischen Diskussionen anhand von Videoanalysen zu beleuchten.

2. Definition von „Rhetorik“: Es werden die begrifflichen Grundlagen der Rhetorik erläutert, ihr Ursprung in der Antike dargelegt sowie das System der Rede und des Monologs detailliert beschrieben.

3. Politik des Rechtspopulismus: Dieses Kapitel definiert den Rechtspopulismus und untersucht dessen mikropolitische Strategien wie die Politik der Identitäten, Ausgrenzung, Nationalismus und Leugnung.

4. Sprache des Rechtspopulismus: Hier werden zentrale Schlüsselbegriffe wie „Volk“ oder „völkisch“ sowie argumentative Strategien (Topoi) analysiert, die für die rechtspopulistische Propaganda wesentlich sind.

5. Bundespräsidentenwahl 2016: Es erfolgt eine detaillierte Aufarbeitung der Kandidaten, der Wahlergebnisse sowie eine Videoanalyse der ersten Elefantenrunde zur Darstellung der rhetorischen Taktiken Norbert Hofers.

6. Nationalratswahl 2017: Dieses Kapitel stellt die Spitzenkandidaten und Ergebnisse der Wahl vor und analysiert in einer Videoanalyse das rhetorische Verhalten von Heinz-Christian Strache in der Elefantenrunde.

7. Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung der rhetorischen Ausbildung in politischen Parteien und bestätigt, dass die analysierten FPÖ-Vertreter typische, erfolgreiche rechtspopulistische Rhetorik-Muster anwendeten.

Schlüsselwörter

Rhetorik, Rechtspopulismus, FPÖ, Wahlkampf, Identität, Ausgrenzung, Nationalismus, Elefantenrunde, Norbert Hofer, Heinz-Christian Strache, Sprachanalyse, Politische Rhetorik, Populismus, Propaganda, Österreich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rhetorik rechtspopulistischer Parteien in Österreich und analysiert deren Methoden in politischen Wahlkämpfen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Rhetorik, die Mechanismen rechtspopulistischer Politik (Ausgrenzung, Nationalismus, Identität) sowie deren sprachliche Umsetzung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Aufschluss über die Auswirkung von Rhetorik in politischen Diskussionen zu geben und zu zeigen, wie rechtspopulistische Rhetorik in der Praxis angewendet wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf theoretische Grundlagen der Rhetorik und führt zur praktischen Untersuchung zwei Videoanalysen von „Elefantenrunden“ durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Rhetorik und Rechtspopulismus sowie die empirische Analyse der Bundespräsidentenwahl 2016 und der Nationalratswahl 2017.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rhetorik, Rechtspopulismus, FPÖ, Identität, Ausgrenzung, Nationalismus und Wahlkampf charakterisiert.

Welche rhetorischen Taktiken werden bei Norbert Hofer identifiziert?

Es werden vor allem das Verunsichern anderer Kandidaten durch inhaltliche Korrekturen und das Einnehmen einer Retterrolle thematisiert.

Welche Merkmale rechtspopulistischer Rhetorik zeigt Heinz-Christian Strache in der Analyse?

Strache fällt durch Unterbrechungen, provokante Zwischenfragen, Unterstellungen gegenüber politischen Gegnern und geschickte Themenwechsel auf.

Wie bewertet der Autor den Erfolg dieser Rhetorik?

Der Autor stellt fest, dass durch das Schüren von Angst und das Anbieten scheinbar einfacher Lösungen eine positive Wirkung auf das Wählerverhalten erzielt wird.

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Details

Titel
Rhetorik rechtspopulistischer Parteien in Österreich
Untertitel
Die FPÖ in der Bundespräsidentenwahl 2016 und Nationalratswahl 2017
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
51
Katalognummer
V510849
ISBN (eBook)
9783346096784
ISBN (Buch)
9783346096791
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Strache Hofer FPÖ Rhetorik Rechtspopulismus VWA Ibiza
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Rhetorik rechtspopulistischer Parteien in Österreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510849
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Leseprobe aus  51  Seiten
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