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Grundzüge der Persönlichkeitspsychologie

Title: Grundzüge der Persönlichkeitspsychologie

Research Paper (undergraduate) , 2012 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kai Schneeweiß (Author)

Psychology - Personality Psychology
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Studienarbeit behandelt die Themen Persönlichkeitstheorien, das Circumplex-Modell, Unterschiede zwischen den Geschlechtern Mann und Frau und verschiedene Persönlichkeitsstörungen, wie zum Beispiel Borderline.

Die psychoanalytische Persönlichkeitstheorie wurde Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts von Sigmund Freud, einem österreichischen Psychologen, begründet. Kennzeichnend für die psychoanalytische Persönlichkeitstheorie ist die Annahme subjektinterner Determinanten des Verhaltens. Gleichzeitig wird im Rahmen dieser Theorie davon ausgegangen, dass die internen Verhaltensbedingungen zu großem Teil von unbewusster Natur sind. Nach Freuds Erkenntnissen bilden die bewussten Vorgänge keine lückenlosen, in sich abgeschlossenen Reihen, sondern gehen einher mit physischen oder somatischen Begleitvorgängen des Psychischen. Der unbewusste Teil wurde von Freud in zwei Teilsysteme gegliedert, nämlich das Vorbewusste und das eigentlich Bewusste. Das vorbewusste System definiert Freud als „alles Unbewusste, das [...] leicht den unbewußten Zustand mit dem bewußten vertauschen kann.“ Das eigentlich Unbewusste beschreibt er wiederum als „andere psychische Vorgänge und Inhalte (die) keinen so leichten Zugang zum Bewußtwerden haben“, sondern „erschlossen, erraten und in bewußtem Ausdruck ersetzt werden“ müssen. Insgesamt bestehen drei Modi des Bewusstseins, – das Bewusste, das Vorbewusste und das Unbewusste – die sich zu je unterschiedlichen Anteilen in der Psyche des Menschen wiederfinden. Freud bezeichnete diese unterschiedlichen Bereiche als das „Ich“, das „Es“ und das „Überich“. Das „Es“ stellt dabei die innersten und primitiven Triebe des Menschen dar und unterliegt im wesentlichen dem Unbewussten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Persönlichkeitstheorien

1.1 Freuds psychoanalytische Persönlichkeitstheorie

1.1.1 Vor- und Nachteile der psychoanalytischen Persönlichkeitstheorie

1.2 Die humanistische Persönlichkeitstheorie

1.2.1 Vor- und Nachteile der humanistischen Persönlichkeitstheorie

2. Person und Situation – Das Circumplexmodell

3. Frauen und Männer

3.1 Geschlechtsunterschiede nach dem psychoanalytischen Ansatz

3.1.1 Kritik am psychoanalytischen Ansatz der Geschlechtsunterschiede

3.2 Geschlechtsunterschiede nach dem behavioristischen Ansatz: soziales Lernen

3.2.1 Kritik am behavioristischen Ansatz des sozialen Lernens

3.3 Der biologische und evolutionäre Ansatz

3.3.1 Kritik am biologischen und evolutionären Ansatz

4. Stress und Gesundheit: Persönlichkeitsstörungen

4.1 Borderline

4.2 Paranoide Persönlichkeitsstörung

4.3 Schizoide Persönlichkeitsstörung

4.4 Narzisstische Persönlichkeitsstörung

4.5 Antisoziale Persönlichkeitsstörung

5. Kultur und Ethnizität: sozioökonomische Einflüsse auf die Persönlichkeit nach Marx

6. Entwicklungsgeschichtliche Erklärungen der Liebe

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit zentralen theoretischen Ansätzen der Persönlichkeitspsychologie und untersucht, wie verschiedene psychologische Modelle individuelle Charakteristika, Geschlechterunterschiede, Persönlichkeitsstörungen sowie sozioökonomische Einflüsse erklären. Ziel ist es, ein Verständnis für die wissenschaftliche Einordnung der menschlichen Persönlichkeit durch diverse psychologische Perspektiven zu vermitteln.

  • Grundlagen der psychoanalytischen und humanistischen Persönlichkeitstheorie
  • Analyse geschlechtsspezifischer Differenzen aus unterschiedlichen theoretischen Blickwinkeln
  • Erscheinungsformen und Charakteristika verschiedener Persönlichkeitsstörungen
  • Sozioökonomische Einflüsse auf die Persönlichkeitsentwicklung nach Karl Marx
  • Evolutionspsychologische Erklärungsmodelle für partnerschaftliche Bindungen und Liebe

Auszug aus dem Buch

1.1 Freuds psychoanalytische Persönlichkeitstheorie

Die psychoanalytische Persönlichkeitstheorie wurde Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts von Sigmund Freud, einem österreichischen Psychologen begründet. Kennzeichnend für die psychoanalytische Persönlichkeitstheorie ist die Annahme „subjektinterner Determinanten des Verhaltens.“ (Schneewind, Persönlichkeitstheorien I, 1982, S. 172) Gleichzeitig wird im Rahmen dieser Theorie davon ausgegangen, dass die internen Verhaltensbedingungen zu großem Teil von unbewusster Natur sind. (vgl. Schneewind, 1982, S. 173) Nach Freuds Erkenntnissen bilden die bewussten Vorgänge keine lückenlosen, in sich abgeschlossenen Reihen, sondern gehen einher mit physischen oder somatischen Begleitvorgängen des Psychischen.

Der unbewusste Teil wurde von Freud in zwei Teilsysteme gegliedert nämlich das Vorbewusste und das „eigentlich Bewusste.“ (vgl. Freud, 1941, S. 82) Das vorbewusste System definiert Freud als „alles Unbewusste, das [...] leicht den unbewußten Zustand mit dem bewußten vertauschen kann.“ (Freud, Abriß der Psychoanalyse. Gesammelte Werke, 1941, S. 82) Das eigentlich Unbewusste beschreibt er wiederum als „andere psychische Vorgänge und Inhalte (die) keinen so leichten Zugang zum Bewußtwerden haben“ (Freud, Abriß der Psychoanalyse. Gesammelte Werke, 1941, S. 82) sondern „erschlossen, erraten und in bewußtem Ausdruck ersetzt werden“ (Freud, Abriß der Psychoanalyse. Gesammelte Werke, 1941, S. 82) müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Persönlichkeitstheorien: Einführung in die psychoanalytische und humanistische Theorie inklusive ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile.

2. Person und Situation – Das Circumplexmodell: Darstellung eines Modells zur Klassifizierung interpersonaler Aspekte der Persönlichkeit und deren Anwendung auf Gruppen und Familien.

3. Frauen und Männer: Untersuchung geschlechtstypischer Unterschiede basierend auf psychoanalytischen, behavioristischen sowie biologisch-evolutionären Ansätzen.

4. Stress und Gesundheit: Persönlichkeitsstörungen: Beschreibung spezifischer Störungsbilder wie Borderline, Paranoia, Schizoidie, Narzissmus und antisoziales Verhalten.

5. Kultur und Ethnizität: sozioökonomische Einflüsse auf die Persönlichkeit nach Marx: Analyse der Entfremdung des Menschen durch die kapitalistische Wirtschaftsstruktur.

6. Entwicklungsgeschichtliche Erklärungen der Liebe: Erläuterung des Phänomens Liebe als evolutionsrelevante Strategie der Partnerwahl und Bindung.

Schlüsselwörter

Persönlichkeitspsychologie, Psychoanalyse, Humanistische Psychologie, Circumplexmodell, Geschlechtsunterschiede, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Narzissmus, Soziales Lernen, Evolution, Partnerwahl, Entfremdung, Marx, Triebtheorie, Verhaltensanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Studienarbeit bietet einen Überblick über verschiedene psychologische Theorien zur Persönlichkeitsentstehung und untersucht deren Anwendung auf unterschiedliche Lebensbereiche wie Partnerschaft und Gesundheit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Persönlichkeitstheorie, dem Verständnis von Geschlechterdifferenzen, der Klassifikation von Persönlichkeitsstörungen sowie gesellschaftskritischen und evolutionären Erklärungsmodellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der existierende psychologische Modelle und Forschungsergebnisse renommierter Autoren zusammengeführt und kritisch gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die psychoanalytische und humanistische Theorie, beleuchtet Geschlechterrollen, definiert diverse Persönlichkeitsstörungen, analysiert das marxistische Konzept der Entfremdung und erklärt das Phänomen Liebe evolutionsbiologisch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Persönlichkeitstheorien, psychoanalytischer Ansatz, humanistische Psychologie, Geschlechterrollen, Persönlichkeitsstörungen, Evolution und Entfremdung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht in der fundierten theoretischen Aufbereitung und kritischen Einordnung grundlegender Modelle der Persönlichkeitspsychologie zur Klärung menschlichen Verhaltens.

Welchen Stellenwert nimmt das "Es", "Ich" und "Über-Ich" bei Freud ein?

Diese drei Bereiche bilden nach Freud die Struktur der menschlichen Psyche, wobei das "Es" die Triebe, das "Ich" das planende System und das "Über-Ich" die verinnerlichten gesellschaftlichen Normen repräsentiert.

Wie unterscheidet sich der biologische Ansatz von anderen Theorien bei der Erklärung von Geschlechterrollen?

Im Gegensatz zu Ansätzen, die Umwelteinflüsse oder Identifikationsprozesse betonen, führt der biologische Ansatz die Unterschiede auf genetische Faktoren und Hormone wie Testosteron sowie evolutionäre Anpassungszwänge zurück.

Was ist nach Marx die Ursache für die Entwicklung einer bestimmten Persönlichkeit?

Marx postuliert, dass die kapitalistische Wirtschaftsstruktur und die damit einhergehende Entfremdung des Menschen von seiner Arbeit maßgeblich zur Ausbildung von Unterwürfigkeit und Kreativlosigkeit beitragen.

Warum wird Liebe in der Arbeit als "Versicherung" bezeichnet?

Aus evolutionärer Sicht dient die langfristige emotionale Bindung (Liebe) beiden Geschlechtern als Sicherheitsgarantie: Männer sichern die Vaterschaft und die Investition von Ressourcen in den eigenen Nachwuchs, Frauen sichern sich die langfristige Unterstützung durch den Partner bei der Aufzucht.

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Details

Title
Grundzüge der Persönlichkeitspsychologie
College
University of Applied Management  (Sportmanagement)
Grade
1,3
Author
Kai Schneeweiß (Author)
Publication Year
2012
Pages
17
Catalog Number
V512373
ISBN (eBook)
9783346098290
ISBN (Book)
9783346098306
Language
German
Tags
Psychologie Persönlichkeitspsychologie Persönlichkeitstheorie Freud Behaviorismus Psychoanalyse Narzissmus Borderline Persönlichkeitsstörung Humanismus Definition Marx Liebe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kai Schneeweiß (Author), 2012, Grundzüge der Persönlichkeitspsychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512373
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