Die Jugendarbeit in Vereinen auf dem Land. Eine Problemanalyse


Bachelorarbeit, 2019

58 Seiten, Note: 2,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Rahmen
2.1. Was ist ein Verein?
2.1.1 Rechtliche Grundlagen und Formen von Vereinen
2.1.2 Mitgliederstrukturen von Vereinen
2.1.3 Der Wert der Vereine in der Gesellschaft Ein Exkurs
2.2. Die ehrenamtliche Tätigkeit
2.2.1 Das Ehrenamt im Verein
2.3 Die ländliche Jugendarbeit als Forschungsobjekt
2.3.1 Was ist der ländliche Raum?
2.3.2 Bedingungen der Jugendarbeit auf dem Land

3 Methodischer Teil Fallanalyse auf Basis von Erfahrungen
3.1 Hinweise zum Forschungsstand
3.2. Das Forschungsdesign
3.2.1 Die Forschungsmethode
3.2.2 Der Forschungsverlauf
3.2.3 Der Feldzugang

4 Die Falldarstellung
4.1. Die Vereinsorganisation
4.2 Die Finanzierung
4.3 Die verfügbaren Ressourcen
4.4 Die Mitgliedschaft und die ehrenamtliche Tätigkeit
4.5 Die Jugendarbeit

5 Die Falldiskussion

6 Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit

I. Abkürzungsverzeichnis

II. Literaturverzeichnis

III. Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

Ein wichtiger Bestandteil der Debatte um Jugendarbeit ist der Fokus auf ländliche Regionen. Jugendarbeit in ländlichen Regionen steht vor vielen Problemen, die vor allem strukturell bedingt sind, da der Fokus der Politik und Wirtschaft, eher auf territorial begünstigten städtischen Räume liegt (Vgl. Penke 2012, S.18). Die Jugendarbeit auf dem Land ist ein wichtiger Punkt, in diesem Problemkonstrukt. Ein wichtiger Aspekt hierbei, ist das Wegfallen von Aktivitäten und Räumen für die Freizeitgestaltung von Jugendlichen. Meist werden dort öffentliche Räume zweckentfremdet, da aufgrund von Konflikten und fehlenden Mitteln, keine neuen Einrichtungen errichtet werden können oder diese die Nachbarschaft stören könnten (Vgl. Deinet 2000, S. 7-8).

Gerade Vereine nehmen eine zentrale Rolle in Dörfern oder Gemeinden, in Sachen Freizeitgestaltung ein, da diese Angebote und Räume für junge Leute realisieren können. Sie können ein kontinuierliches Miteinander schaffen und eine längerfristige Begleitung von Jugendlichen gewährleisten (Vgl. Kuchenbaur 2004, S. 8). Wie steht es jedoch um Vereine im ländlichen Bereich?

Die Literaturlage zu ländlichen Vereinen zeigt sich defizitär. Es ist zu klären, inwieweit die Jugendarbeit in Vereinen auf dem Land von Problemen der Ländlichkeit betroffen ist und welche Relevanz sie haben.

Im Landkreis Harz ist der Verein ,,S.V. Germania Gernrode e.V.‘‘ gerade durch seine Vereinsabteilung der ,,Spielleute Gernrode‘‘ bekannt. Der Verein existiert seit 1957 und stellt für die Gemeinde Gernrode sowie für die Kultur, als Traditionsverein über mehrere Jahrzehnte hinweg, eine zentrale Rolle in Öffentlichkeits- und Jugendarbeit dar. In dieser Bachelorarbeit soll anhand einer Problemanalyse des Fallbeispiels, der ''Spielleute des S.V. Germania Gernrode e. V.'', dieser lückenhafte Aspekt der Vereine auf dem Land untersucht werden. Der ländlich angelegte Verein, aus dem Landkreis Harz weist viele strukturelle Besonderheiten und Probleme auf, die dazu verhelfen können, das Forschungsfeld der Vereine unter dem Aspekt der Ländlichkeit zu diskutieren. Unter anderem ist auch dieser Verein von zahlreichen Problemen wie fehlenden Räumen, Ressourcen, finanziellen Mitteln, Mitgliedern und dem Rückgang ehrenamtlicher Tätigkeit betroffen. Probleme, auf die auch andere Angebote der Jugendarbeit zutreffen und die die Jugendarbeit im Verein bedingen.

Im Hauptteil dieser Arbeit wird zunächst nach der Einleitung, der Forschungsstand des Vereines untersucht, um strukturelle Merkmale zu erörtern und ein Grundverständnis von herzustellen. Danach wird grundlegend auf die ehrenamtliche Tätigkeit eingegangen, die eine große Bedeutung besitzt. Grundzüge werden im Vergleich mit der Hauptberuflichkeit aufgemacht. Als letzten Teil des Theoriekapitels, wird die Ländlichkeit und ihre Auswirkungen auf die Jugendarbeit dargestellt.

Daran schließt sich das Methodenkapitel an, welches der Anfang der empirischen Fallanalyse darstellt. An dieser Stelle wird das Forschungsdesign erklärt, die Methode erläutert, der Feldzugang beschrieben, sowie die Rahmenbedingungen des Falles näher betrachtet. Besonderheit an dieser Stelle der Arbeit, wird die Bezugnahme auf meine Rolle als Forscherin sein.

Daraufhin wird die Struktur des zu untersuchenden Vereins offengelegt, anhand von eigenen Erfahrungen, der Vereinssatzung und einem Gespräch mit der Leitung. Erst in der Falldiskussion wird vermehrt auf die Probleme des Vereines eingegangen und diese analysiert. Ziel der Forschung ist die Komplexität der Strukturen des Vereines im Hinblick auf zentrale Probleme zu lokalisieren und ebenso meine eigene Position dabei klar zu machen. Es wird hier vermehrt auf Grundzüge des dritten Sektors eingegangen und einer Studie von Baur, Koch und Telschow. Als Ausgangspunkt der Problemanalyse ist die Jugendarbeit im Verein, auf die immer wieder Bezug genommen wird, da sie von den Problemen negativ beeinflusst wird. Danach folgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse und die Klärung der Forschungsfrage: ,,Unter welchen strukturellen Gegebenheiten agiert der Verein und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die pädagogische Arbeit?‘‘, die den Leitfaden dieser Arbeit bildet.

2 Theoretischer Rahmen

2.1. Was ist ein Verein?

Der Verein stellt in vielerlei Hinsicht eine besondere Organisationsform dar. Nicht zuletzt dadurch, dass es keine einheitliche Definition dieser Form des Zusammenschlusses gibt. Das liegt unter anderem daran, dass es viele verschiedene Typologien und Formen von Vereinen gibt, die ganz unterschiedlich in der Gesellschaft agieren. Auch wachsen Vereine ständig mit ihren Mitgliedern und der Gesellschaft und befinden sich in einer ständigen Entwicklung, welches eine einheitliche Erfassung nicht möglich macht (Agricola 1997, S. 17) Diese Grundlage führt dazu, dass Vereine als Forschungsfeld und als Organisation heterogen sind. Der zu untersuchende Verein ist beispielsweise vom Typus her nicht leicht einzuordnen.

Die ,,Spielleute des S.V. Germania Gernrode e.V.‘‘, gründeten sich nicht nur als Traditionsverein 1957, sondern auch als eingetragener Sportverein (S.V.) zu seiner Zeit, in der Kategorie der Sportspielmannszüge. Spielmannszüge, wie die Spielleute aus Gernrode, spielten für den Sport eine maßgebliche Rolle, nicht nur weil sie selbst eine gewisse Bewegung mit Musik repräsentieren, sondern früher bei Sportveranstaltungen eine große Rolle, bei Eröffnungen, Festen und Umzügen einnahmen (Vgl. Uwe Klein 2006 Landesturnverband). Die einzelnen Gruppierungen der Spielleute, die sich im Laufe der Zeit zu Vereinen organisierten, wurden unter Verbänden wie dem ,,Deutscher Turn- und Sportbund (DTSB)‘‘ und dem ,,Landesturnverband‘‘ zusammengefasst (Vgl. Uwe Klein 2006 Landesturnverband). Strukturell gesehen, kann man also in Sportvereinen oder auch Verbänden nicht nur Sportvereine finden, sondern auch Vereine mit einer differenzierteren Ausrichtung und kann daher keine allgemeingültigen Aussagen treffen.

Im Fokus des Vereinsbegriffes steht vor allem die Interessenüberschneidung der Mitglieder. Vereine sind gekennzeichnet durch gleiche Interessen der Mitglieder, beispielsweise der Wunsch danach ein Instrument zu erlernen, sich musikalisch zu bilden oder mit anderen zusammen zu musizieren, wie es bei den Spielleuten der Fall ist.

,,Menschen gleichen Interesses und mit gleichartigen Problemen schließen sich zusammen, um ihre Absichten und Schwierigkeiten zu teilen.‘‘ (Agricola 1997, S. 17). Im Mittelpunkt eines Vereins steht ,,Engagement der Mitglieder‘‘ und die ,,demokratische Selbstverwaltung‘‘ (Agricola 1997, S. 17)

Auch als Untersuchungsgegenstand in der Soziologie oder im juristischen Bereich, aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung der Untersuchungen, bilden sich unterschiedliche Definitionsansätze heraus. So ist die juristische Vereinsdefinition, der ,,Verein im Sinne dieses Gesetzes ist ohne Rücksicht auf die Rechtsform jede Vereinigung, zu der sich eine Mehrheit natürlicher oder juristischer Personen für längere Zeit zu einem gemeinsamen Zweck freiwillig zusammengeschlossen und einer organisierten Willensbildung unterworfen hat.‘‘ (§21 VereinsG.), die Grundlage für die soziologische Vereinsdefinition, die als Definitionszusatz vom Zweck der Organisation für Mitglieder ausgeht und die ideellen Zwecke zum Wohle der Mitglieder hervorhebt. Der soziologische Ansatz ist somit ein gemeinschaftlicher Ansatz und tätigt vor allem eine Abgrenzung zu wirtschaftlichen Vereinen. Weitere Merkmale und unterschiedliche Formen der Vereine, ergeben sich aus den unterschiedlichen Rechtsformen.

2.1.1 Rechtliche Grundlagen und Formen von Vereinen

,,Grundsätzlich gilt in Deutschland gemäß Art. 9 Abs.1 GG die Vereinigungsfreiheit. Die konkrete Ausgestaltung der Vereine wird in den §§ 21-79 BGB geregelt.‘‘(Deutscher Bundestag 2008, S.

3). Die gesetzlichen Grundlagen für Vereine sind konkret im BGB §§21-88 geregelt. Aus diesen gesetzlichen Regelungen ergeben sich verschiedene Arten von Vereinen. Die verschiedenen Formen der Vereine bestimmen den Grad der Interessenvertretung seiner Mitglieder (Vgl. Agricola 1997, S. 17-18). Im Vereinsrecht wird zwischen rechtsfähigen und nicht-rechtsfähigen Vereinen, sowie den wirtschaftlichen und den ideellen Vereinen unterschieden. In der Vereinslandschaft sind vor allem ideelle Vereine vertreten und wirtschaftliche Vereine bilden eher eine Restkategorie (Vgl. Zimmer 1996, S.33). Eine genaue Aussage kann darüber jedoch nicht getroffen werden, die Vereinslandschaft in Deutschland ist schwer zu erfassen, da nicht alle Vereine im Vereinsregister eingetragen sind.

Die verschiedenen Formen werden ausführlicher in Annette Zimmer 1996 ,,Vereine als Basiselemente der Demokratie‘‘ und 2007 in ,,Vereine Zivilgesellschaft konkret‘‘, sowie in Sigurd Agricola 1997 ,,Vereinswesen in Deutschland : eine Expertise im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend‘‘ erläutert. Der Verein ,,Spielleute des S.V. Germania Gernrode e.V.‘‘ ist ein rechtsfähiger Verein. Sie sind eine Abteilung des ,,S.V. Germania Gernrode e.V.‘‘ und erlangten ihre Rechtsfähigkeit durch die Eintragung in das Vereinsregister des übergeordneten S.V. und erhielten somit auch als Abteilung das Kürzel e.V. (eingetragener Verein). Der Typus und die Ausrichtung der Spielleute passt auf die Vereinsform der ideellen Vereine, die Zimmer und Agricola ebenfalls näher erläutern. Begründen lässt sich dies grundlegend mit der nicht-wirtschaftlichen Ausrichtung des Vereins, sowie der Ausrichtung des Vereins auf Interessen und Gemeinwohl der Mitglieder, welches in der späteren methodischen Analyse noch deutlicher hervorgehoben wird.

Ideelle Vereine dürfen nicht wirtschaftlich tätig sein, es sei denn es dient dem Vereinszweck. Bis zu welchem Grad sie dies tun dürfen, ist nicht im Vereinsrecht aufgeführt und die rechtlichen Folgen sind je nach Fall unterschiedlich (Vgl. Bentem 2006, S. 44-45).

2.1.2 Mitgliederstrukturen von Vereinen

Ein wichtiges Strukturmerkmal, welches Vereine im Inneren als auch im Äußeren bedingt, sind Mitglieder und ihre verschiedenen Formen, am Vereinsleben teilzunehmen. Die Motive sich in einem Verein zu engagieren und als Mitglied zu wirken sind vielfältig, unterschiedlich und individuell. Meist sind Motive das Gefühl der Zugehörigkeit, Anerkennung und Engagement in und für der/die Gemeinde, Aneignen von Handlungsstrategien und Fähigkeiten.

Der Begriff der Mitgliedschaft ist, ähnlich wie der Begriff des Vereines, schwer zu erfassen. Es gibt daher keine einheitliche Definition, da jeder Verein unterschiedliche Ziele und Zwecke hat und sich demnach auch die Mitglieder in diesen Settings voneinander unterscheiden. Prinzipiell ist festzuhalten, dass die Mitgliedschaft auf Freiwilligkeit basiert. Es gibt einen Antrag der vom Vorstand genehmigt werden muss, der mit der Angabe von persönlichen Daten und der ersten Beitragszahlung verbunden ist. Es gibt aber schon Vereine, bei denen ein mündliches Einverständnis ausreicht und die Genehmigung des Vorstandes nicht mehr nötig ist. Die Bestimmung der Mitglieder erfolgt ohne Absicht und folgt keinem genauen System (Vgl. Bentem 2006, S. 69; Mayntz 1963, S. 46). Verträge gelten hier als Basis der Mitgliedschaft. Die Mitgliedschaft wird somit als juristische Verbindung zwischen Verein und Mitglied betrachtet, das Mitglied als ,,[…]Träger einer bestimmten, zuvor vertraglich geregelten Rolle […]‘‘(Bentem 2006, S. 70; Kieser/Kubicek 1992, S. 11ff )

Es gibt verschiedene Differenzierungen von Mitgliedern. Gerade für den untersuchten Verein, sind die formellen und nicht-formellen Mitglieder (Mitglieder und nichtMitglieder), sowie die ehren-korrespondierenden Mitglieder von Bedeutung. Die unterschiedlichen Mitgliedsformen, auch in wirtschaftlichen Vereinen, sind in Renate Mayntz 1963 ,,Soziologie der Organisation‘‘, Neil van Bentem 2006 ,,Vereine, eingetragene Vereine, Dritter-Sektor-Organisationen : eine empirische Analyse des lokalen Dritten Sektors‘‘ und in Kurt-Uwe Baldzuhn 2014 ,,Vereinslandschaft, Mitgliederstrukturen und Tätigkeitsfelder: die Heimat -, Geschichts- und Museumsvereine auf dem Gebiet des heutigen Landes Sachsen Anhalt von den Anfängen bis 1949.‘‘ zu finden.

2.1.3 Der Wert der Vereine in der Gesellschaft Ein Exkurs

Wie bereits deutlich wurde, haben Vereine eine hohe Stellung und einen gewissen Nutzen in der Gesellschaft, aus denen sich auch vielfältige Aufgaben für die Gemeinschaft ergeben, die in vielen verschiedene Bereichen agieren. Grundlegend haben Vereine eine stabilisierende Funktion, sowohl für die Mitglieder als auch für die Gesellschaft in Bereichen wie Markt, Soziales und Politik (Vgl. Zimmer 1996, S. 62). Sie bieten eine Möglichkeit der Eigeninitiative, bietet zahlreiche Dienstleistungen und auch Betreuungsmöglichkeit an (Vgl. Agricola 1997, S. 81-82). Vereine können:

- einen Flexiblen Einstieg ermöglichen und flexibel in der Zeitgestaltung sein
- Talente und Fähigkeiten der Mitglieder fördern und schätzen
- Mitarbeit und Partnerschaft ermöglichen
- Ort der Konfliktlösung und Möglichkeit mit Spannungen umgehen zu können
- Schutz und Möglichkeit in der Gesellschaft sein
- ein Ort mit Menschen gleicher Ansichten sein
- eine Möglichkeit sein, Freundschaften und soziale Kontakte zu pflegen und zu finden
- das Gefühl der Geborgenheit stärken

(Vgl. Agricola 1997, S. 82-84)

,,Vereine erzeugen in gewisser Weise eine soziale Nachbarschaft ihrer Mitglieder.‘‘(Agricola 1997, S. 83). Agricola betont unter anderem den Trend, der durch die zunehmende Technisierung der Gesellschaft ausgeht, dass man sich verstärkt Gruppen zugehörig fühlen will, die gleiche Ansichten haben. Dieser Trend führt zu der Zunahme von Vereinigungen und Zusammenschlüssen und dem steigenden Wert dieser Vereinigungen für die Gesellschaft (Vgl. Agricola 1997, S. 89). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man nicht alle Bereiche, in denen Vereine wertvolle Aufgaben übernehmen, erfassen kann. Die Stellung, die Vereine in der Gesellschaft einnehmen, ist allerdings sehr hoch.

Gerade als soziale Stütze, Hilfestellung und dadurch auch als Stabilisierung für den Markt, sind Vereine ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Sie fußen auf dem Grundgedanken der Solidarität und treten nicht nur als Unterstützer, sondern auch als Förderer, gerade für das Sozialkapital eines Staates auf. Durch die vielfältigen Bereiche, in denen Vereine angelegt sind, agieren sie auch oft als kulturelle Träger und Förderer von Traditionen durch Pflege, Praktizierung und Veranstaltungen, sowie Angeboten im kulturellen Bereich. Vereine stellen somit zusammengefasst eine vielfältige Stabilisierung dar, sowie den Erhalt von bestimmten gesellschaftlichen Bereichen, um nur einige Funktionen zu nennen.

2.2. Die ehrenamtliche Tätigkeit

Das Ehrenamt spielt, gerade im Hinblick auf Vereine, eine wesentliche Rolle. Etwas für andere Menschen auf freiwilliger Basis zu tun, ist ein wichtiger Grundpfeiler der solidarischen Gesellschaft. Immerhin haben sich bereits 2014 ca. 43,6% der Bevölkerung Deutschlands freiwillig engagiert und es ist eine steigende Tendenz zu erkennen (Vgl. Freiwilligen Survey 2016, S. 7).

Der Begriff des Ehrenamtes ist, wie der Begriff des Vereines, aufgrund seiner Vielfältigkeit und ständigen Entwicklung, schwer einheitlich zu erfassen, da auch dieser in vielen Bereichen einsetzbar ist. Daher ist ein Vergleich mit der Hauptberuflichkeit an dieser Stelle sinnvoll, um die Unterschiede und Besonderheiten, gerade im Sinne dieser Arbeit, deutlich zu machen.

Der Begriff des Ehrenamtes hat unterschiedliche Definitionsansätze. Grundsätzlich geht es dabei um eine ‚,nicht-professionelle sozialpädagogische Arbeit für Andere‘‘ (Thiersch 1992, S. 9). Das Ehrenamt stellt eine alternative Betätigungsform da, die eng mit bestimmten gesellschaftlichen und politischen Erwartungen verknüpft ist, die das Ehrenamt vor allem als Hilfs- und Ausfalldienst ohne Ansprüche, finanzielle Entlohnung und mit wenig Aufwand implizieren. Viele Tätige im Ehrenamt sind aber auch qualifiziert, man kann nicht durchgängig von einer nicht-professionellen Arbeit sprechen, sondern auch von einer unbezahlten qualifizierten Arbeit (Vgl. Thiersch 1992, S. 15). Das Ehrenamt stand schon früher für die Übernahme kostengünstiger Verwaltungsaufgaben. Diese ,,ehrenvollen‘‘ staatlichen Aufgaben wurden dem Bürger als freiwillige, aber trotzdem verpflichtende, Tätigkeit übergeben. Das Ehrenamt ist damit eine staatlich abgeleitete Tätigkeit und dem Staat untergeordnet (Vgl. Zimmer 2007, S. 98-99) RabeKleberg fasste 1992 das Ehrenamt als Übernahme von öffentlichen Aufgaben über freiwillige Laienarbeit und der Möglichkeit einer vorerst Ersatzkarriere zusammen (Vgl. Rabe-Kleberg 1992, S. 87).

Das Ehrenamt ist vor allem eine Tätigkeit, die ohne oder mit einem geringem Entgelt verrichtet wird, außerhalb der Erwerbstätigkeit. Die nicht-berufliche Beteiligung am Markt steht hier im Vordergrund (Vgl. Wohlfahrth 1995, S. 26). Man könnte die Erwerbstätigkeit und das Ehrenamt also als komplementäre Felder abgrenzen. Die Erwerbstätigkeit umfasst Menschen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen oder ein eigenes Gewerbe betreiben (Vgl. Meier 2005, S. 72). Hierbei geht es vor allem um den wirtschaftlichen Zweck und um eine wirtschaftliche Absicherung der beteiligten, welches in der Ehrenamtlichkeit nicht im Fokus steht. Auch ist die Erwerbstätigkeit nicht immer niedrigschwellig, hat bestimmte Zugangsvoraussetzungen1 und eine gewisse Verbindlichkeit, anstatt Freiwilligkeit.

Es gibt jedoch auch Parallelen der freiwilligen- und der beruflichen Tätigkeit. Professionelle und ehrenamtliche Arbeit kann im jeweiligen Feld eng zusammenarbeiten. Das Ehrenamt kann als Bereicherung und Ergänzung professioneller Arbeit dienen, die wiederum ehrenamtlicher Arbeit als Stütze dienen kann (Vgl. Thiersch 1992, S. 16). Auch sind beide Tätigkeiten vom gesellschaftlichen Wandel betroffen und haben mit ähnlichen Hürden zu kämpfen, gerade in der sozialen Arbeit (Vgl. Rauschenbach 1996, S. 94; Maier 2005, S. 72-73).

2.2.1 Das Ehrenamt im Verein

Besonders Vereine bilden für die ehrenamtliche Tätigkeit zentrale Orte und sind somit in der Debatte um Ehrenamtlichkeit als Verbindungsstück unerlässlich. Viele Positionen in Vereinen werden hauptsächlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern besetzt (Vgl. Deutscher Bundestag 2008 S. 4-5). Das Ehrenamt vereint Bewusstsein und eine gewisse Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft, sowie Verantwortung und Zivilcourage.

Vereine sind für den Erhalt dieser Eigenschaften in der Gesellschaft zuständig und vereinen diese in ihren zentralen Aufgaben (Vgl. Deutscher Bundestag 2008, S. 5). Das Ehrenamt auf dem Land ist hauptsächlich in Vereinsaktivitäten zu finden, wo hohe Tätigkeiten wie Vorstandshandlungen oder Leitungen von Ehrenamtlichen auf dem Land übernommen werden (Vgl. Stein 1992, S. 145).

Das Vereinswesen hat ihren Ursprung in der Stadt. Durch den zunehmenden Wandel des Vereinswesens und der Ehrenamtlichkeit ist es allerdings vor allem ein typisches ländliches Merkmal (Vgl. Stein 1992, S. 145). Der Wandel des Ehrenamtes ist ein großes Thema, aufgrund der Modernisierung der Gesellschaft. Das Ehrenamt steht somit vor zahlreichen Herausforderungen und Veränderungen, die die freiwillige Tätigkeit strukturell verändern werden (Vgl. Rauschenbach 1996, S. 64). Das Vereinswesen steht dadurch ebenfalls vor zentralen Fragen, die sich vor allem um Qualifikation, Realisierbarkeit und Personal drehen (Vgl. Rauschenbach 1996, S. 64). Durch Kürzungen und Personalmangel ist die Frage nach dem bestehen von Vereinen, als eine mögliche Form sich ehrenamtlich zu engagieren, zentral. Auch veränderte Anforderungen an das Ehrenamt spielen eine primäre Rolle. Man möchte sich nicht binden oder sich in der Freiwilligkeit routiniert fühlen z.B. durch kontinuierliche Trainingseinheiten/Proben. Das Ehrenamt und Vereine wollen vor allem temporär genutzt werden (Vgl. Rauschenbach 1996, S. 70). Aber auch der Wunsch danach, seine Freizeitaktivität zum Beruf zu machen und sich wirtschaftlich abzusichern, führt zu Personalmangel, gerade in Sportvereinen (Vgl. Rauschenbach 1996, S. 68-69). Die zunehmende Zweckorientierung, für die investierte Zeit honoriert zu werden, sich abzusichern oder ein zumindest symbolisches Honorar zu erhalten, spielt mit hinein (Vgl. Rauschenbach 1996, S. 70). Auch die nichtwirtschaftliche Ausrichtung und die Niedrigschwelligkeit der Ehrenamtlichen in Vereinen, sowie die Übernahme von Aufgaben in Gemeinden, führt immer wieder zu Qualifikations- und Kompetenzstreitigkeiten.

Der Personalmangel im Ehrenamt wird nicht nur durch den demographischen Wandel und anderen sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Faktoren bedingt, sondern auch durch die Angebots- und Vereinsvielalt, die Teil der Modernisierung ist (Vgl. Rauschenbach 1996, S. 65). Viele Vereine in einer bspw. kleineren Gemeinde, wie z.B. Gernrode, weisen strukturell gesehen weniger Ehrenamtliche auf, als kleine Gemeinden mit nur einem Verein, da die Ehrenamtlichen stärker verteilt sind. Es gibt zwar eine große Angebotsvielfalt, aber zu wenig Jugendliche die diese nutzen können, gerade auf dem Land (Vgl. Rauschenbach 1996, S. 65).

Trotz dieser zahlreichen Krisen gibt es ein hohes Vereinsaufkommen und ehrenamtliche Tätigkeit in diesen Regionen (Vgl. Stein 1992, S. 147). Das Ehrenamt ist in vielerlei Hinsichten positiv. Der Staat spart Geld durch freiwilliges kostengünstiges Personal, welches gerade in Vereinen die Gemeinde und Öffentlichkeit pflegt. Ohne diese Tätigkeiten wären viele Organisationen, darunter auch Vereine, nie entstanden oder könnten bestehen. Der Markt und die Gesellschaft wird stabilisiert, durch die Modernisierung und Angebotsvielfalt differenzieren sich immer wieder neue Aufgaben, Methoden und Sachgebiete für Ehrenamtliche heraus (Vgl. Rauschenbach 1996, S. 6668; Stein 1992, S. 146). Daher ist diese Tätigkeit, gerade für Vereine, unerlässlich und überlebensnotwendig.

2.3 Die ländliche Jugendarbeit als Forschungsobjekt

2.3.1 Was ist der ländliche Raum?

Der Begriff der Ländlichkeit spielt in dieser Arbeit eine zentrale Rolle, nicht zuletzt weil er den Raum beschreibt, in welchem der untersuchte Verein agiert und somit ein Strukturmerkmal darstellt. Daher ist eine Begriffsbestimmung an dieser Stelle sinnvoll. Eine scharfe Trennung von Stadt und Land ist heute kaum noch möglich. Meist werden ländliche Räume eher negativ abgegrenzt, als nicht-Stadt (Vgl. Penke 2012, S.19). Stadt und Land sind allerdings kein Gegensatz oder in einem hierarchischen Verhältnis (Vgl. Faulde/Hoyer/Schäfer 2006, S. 11) Negative Merkmale wie Abgelegenheit, niedrige Bevölkerungsdichte und Abwanderung werden oft mit dem Begriff der Ländlichkeit konnotiert (Vgl. Faulde/Hoyer/Schäfer 2006, S. 12). ,,Die Bevölkerungsdichte ist extrem niedrig, die Versorgung mit technischer und sozialer Infrastruktur häufig unzureichend, das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln eingeschränkt, nur wenige Betriebe in der gewerblichen Fertigung […]. (John 2006, S. 12-13)‘‘

Der Begriff der Ländlichkeit ist allerdings nicht so einfach zu bestimmen, da er heterogen ist. Ländliche Räume können in ihrer Multifunktionalität als hochkomplexe Regionen auftreten und wichtige Funktionen einnehmen (Vgl. John 2006, S. 11; Faulde/Hoyer/Schäfer 2006, S. 12)

Der Raum in dem sich der untersuchte Verein befindet, bildet eine eigene Kategorie im ländlichen Raum. Kleinstädte wie die Stadt Quedlinburg oder der Ortsteil Gernrode gehören, laut der Reichsstatistik, zu den Kleinbis Mittelstädten und unterscheiden sich in ihrer Zentralität, Siedlungsstruktur und Einwohnerzahl von Dörfern und Großstädten (Vgl. Hannemann 2005, S. 105). Nicht nur das Merkmal der unterschiedlichen Einwohnerzahlen ist hier bedeutend, sondern auch geschichtliche Aspekte, bauliche, wirtschaftliche und infrastrukturelle Merkmale2. Ländliche Räume und ihre Städte kann man ebenfalls nach Peripherie und Zentralität kategorisieren (Vgl. Penke 2012, S. 19-20), demnach wäre anhand der Lage die Stadt Quedlinburg und die umliegenden Ortsteile im peripheren Raum ansässig, abgelegen von Ballungszentren wie Magdeburg oder auch Halle (Saale) (Vgl. Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung 2005, S. 19), welches Nachteile für die Infrastruktur mit sich bringen könnte. Jedoch sind nicht alle Kleinstädte trotz ihrer peripheren Lage unbedingt dezentral. Städte wie Quedlinburg oder auch Gernrode, die durch ihre touristische Attraktivität, Räume für Erholung und Kultur bieten, sowie auch Schulstandorte für umliegende Städte darstellen, können dadurch ebenfalls zentral erscheinen (Vgl. Hannemann 2005, S. 106).

2.3.2 Bedingungen der Jugendarbeit auf dem Land

In der Forschung zeichnet sich immer wieder das gleiche Bild von Jugendarbeit auf dem Land ab. Ländliche Jugendarbeit weist viele Merkmale auf, die sich vor allem aus ihren Problemen und Hindernissen ergeben, die eng an die Merkmale der Ländlichkeit angelehnt sind. Die wissenschaftliche Fachdiskussion beschränkt sich auf Bereiche, wie Schule oder städtische Sozialraumorientierung (Vgl. Faulde/Hoyer/Schäfer 2006, S. 910). Jugendliche in ländlichen Räumen sind selten ein Teil dieser Debatte. Die Diskussion um ländliche Jugendarbeit wurde erst durch ihre Krisen vorangetrieben, daher rücken vor allem immer wieder ihre Probleme in den Fokus (Vgl. Müller 1989, S. 16) Nicht zuletzt findet in der Problematisierung der ländlichen Jugendarbeit immer wieder auch Kritik an der Politik statt, die als verantwortlich gesehen wird. Deinet, Sturzenhecker, Diebel, Faulde, bspw. fordern in ihrer Forschung zu ländlicher Jugendarbeit immer wieder die Wichtigkeit ländlicher Räume zu erkennen und eine Teilhabe ihrer Jugend zu fördern, vor allem durch soziale Arbeit, die dies ermöglichen kann.

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal der Jugendarbeit auf dem Land ist es, diese Teilhabe zu ermöglichen (Vgl. Hafeneger/Niebling 2006, S. 184 ff.). Unter anderem hat PeterUlrich-Wendt die Bedingungen und die sich daraus ergebenden Merkmale der Jugendarbeit auf dem Land passend zusammengefasst, die in der übrigen Literatur ebenfalls immer wieder erwähnt werden. Primär gibt es vier zentrale Probleme der Jugendarbeit. 1. die zunehmende Mobilisierung der Jugendlichen (Vgl. Wendt 2012, S. 123-124) Jugendliche sind ständig in Bewegung und können sich auch außerhalb ihres Wohnortes beschäftigen und ihre Freizeit gestalten. Sie sind die meiste Zeit nicht in ihrem gewohnten Raum, fallen in diesem Raum aus dem Blick und werden als Minderheit angesehen (Vgl. Wendt 2012, S. 124) Die Jugendarbeit versucht dem entgegenzuwirken und als Freizeitgestalter im Wohnort aufzutreten. 2. der Demographischer Wandel. Dadurch stellt sich die Frage, inwiefern sich Jugendarbeit in betroffenen Regionen noch rentiert, wendet den Blick der Politik auf diese Regionen ab und sorgt für finanzielle Einbußen dieser Bereiche (Vgl. Wendt 2012, S. 125) Dadurch ist die Jugendarbeit gekennzeichnet durch Ressourcenknappheit und es ist für die verbliebene Jugend schwieriger sich in Gemeinden zu integrieren die nur noch wenig Ressourcen für Jugendliche aufweist. Auch dies führt zu einer weiteren Bedingung, dem Problem der Integration und dem Abbau von finanziellen Mitteln und Fachpersonal. Der Druck auf die Jugend sowie auf die ländliche Jugendarbeit steigt (Vgl. Wendt 2012, S. 125-126). Durch die fehlenden Möglichkeiten der Integration für die Jugend, sieht Wendt vor allem das Problem der Herausbildung rechter Jugendgruppen durch Abbau und Perspektivlosigkeit (Vgl. Wendt 2012, S. 126). Die Aufgabe ländlicher Jugendarbeit ist es, rechten Jugendgruppen auf dem Land entgegenzutreten. Durch fehlende Mittel und Personal ist dies jedoch nicht immer möglich.

Wendt erwähnt allerdings auch, was in der Fachdiskussion immer wieder hervorgehoben wird, dass es nicht nur Risiken, sondern auch Chancen durch Vereine und/oder verschiedene Projekte auf dem Land gibt, wie beispielsweise in Quedlinburg/Gernrode, bspw. durch die ,,Spielleute Gernrode.‘‘ Es muss ebenfalls untersucht werden, inwieweit mit diesen Problemen auf dem Land umgegangen wird und welche Handlungsstrategien sich Betroffene zur Lösung dieser Probleme angeeignet haben. Nicht in allen ländlichen Regionen werden diese Probleme wirklich als Problem wahrgenommen, sondern sie sind Bedingungen des alltäglichen Lebens. Es gilt mit diesen umzugehen.

3 Methodischer Teil Fallanalyse auf Basis von Erfahrungen

3.1 Hinweise zum Forschungsstand

In den folgenden Kapiteln soll auf den Forschungsstand zu Vereinen in ländlichen Regionen eingegangen werden. Wichtig ist zu sagen, dass die Literatur stark defizitär ist. Auch die Quellenlage zu Vereinen und ländlicher Jugendarbeit weist Defizite auf. Ursachen dafür liegen unter anderem in der Abwendung vom ländlichen Raum in den letzten Jahren und dem verlorenen Blick auf diese wichtigen Regionen. Das Forschungsfeld der Vereine, ist ein recht lückenhaftes und unübersichtliches Gebilde. Gerade auch die Betrachtung von Jugendarbeit in Vereinen wird komplett aus dem Blick gelassen, sowie strukturelle Bedingungen die durch den Standort der Vereine gegeben sind.

Grundsätzlich ist es schwer, Daten über Vereine zu erfassen. Es gibt viele Verzeichnisse und Handbücher aus der ersten Hälfte 20. Jahrhundert, die Akten der Vereinsregister befinden sich in den Landesarchiven von Sachsen-Anhalt, sind aber stark lückenhaft (Vgl. Baldzuhn 2014, S. 15-16). Die Quellen beinhalten nur Vereine aus dem Zeitraum von ca. 1900-1950 und auch nur eingetragene Vereine. Einen tatsächlichen Aufschluss über die Vereinslandschaft und die Erfassung aller Rechtsformen ist nicht zu erkennen (Vgl. Baldzuhn 2014, S. 15-16).

Bisher gab es auch nur Exkursionen der bestehenden Forschung in ,,Vereinsforschung‘‘. Es wurden eher geschichtliche, soziologische, kulturelle oder politische Aspekte, u.Ä. betrachtet (Vgl. Bentem 2006, S. 15). Die Bereiche haben Vereine allerdings nicht in ihrer Entwicklung, sondern immer nur Teilaspekte der untersuchten Vereine beleuchtet. Vereine unterscheiden sich sehr von bereits untersuchten, herkömmlichen Organisationen und müssen deshalb gesondert betrachtet werden. Es ist fraglich ob bereits bestehende Betrachtungen auf Strukturen der Vereine angewendet werden können (Vgl. Bentem 2006, S. 16).

[...]


1 Bestimmte Qualifikationen und Kriterien müssen vorhanden und erfüllt sein. Meist ist die Verbindlichkeit der Erwerbstätigkeit mit festen Verträgen und Vereinbarungen gekoppelt.

2 Viele Kleinstädte haben historische Schnittpunkte, da sie vor allem im Mittelalter entstanden, wie bspw. die Weltkulturerbestadt Quedlinburg. Baulich unterscheiden sie sich kaum von Städten und ihre Wirtschaft besteht nicht ausschließlich aus Agrarwirtschaft, sondern aus vielfältigen gewerblichen Unternehmen, die vor allem von Bewohnern dieser Räume geführt werden (Vgl. Hannemann 2005, S. 106).

Ende der Leseprobe aus 58 Seiten

Details

Titel
Die Jugendarbeit in Vereinen auf dem Land. Eine Problemanalyse
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Philosophische Fakultät III)
Note
2,0
Jahr
2019
Seiten
58
Katalognummer
V513302
ISBN (eBook)
9783346151155
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendarbeit auf dem Land, Vereinsarbeit, Problemanalyse, Spielleute, Musikverein, Spielmannszug, ländliche Jugendarbeit
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Die Jugendarbeit in Vereinen auf dem Land. Eine Problemanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513302

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