Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Whistleblowing – "Petze" oder sinnvolles Instrument?

Sinnhaftigkeit, Vor- und Nachteile und gesellschaftlicher Umgang mit Whistleblowing

Titel: Whistleblowing – "Petze" oder sinnvolles Instrument?

Hausarbeit , 2019 , 27 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Tobias Grüner (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Forschungsfrage dieser Seminararbeit beschäftigt sich mit der Sinnhaftigkeit, der Vorteile und Nachteile sowie dem gesellschaftlichen Umgang mit Whistleblowing.
Durch die Phrase „Petze oder sinnvolles Instrument“ werden zwei Kontraste einander gegenüber gestellt.

Ist Whistleblowing eher das Petzen (Duden: Mitteilen, dass ein anderer etwas Unerlaubtes, Unrechtmäßiges tut), welches negativ belastet ist, oder ein sinnvolles Instrument, welches einen positiven Beitrag und Mehrwert in die Gesellschaft einbringt? Ferner stellt sich die Frage, wie mit Whistleblowing umgegangen wird und welche Art von Whistleblowing erlaubt oder gar gefördert werden kann. Auch die Einstellung der Gesellschaft gegenüber Whistleblowern spielt hierbei eine wichtige Rolle.
Die Forschungsfrage erlaubt ein Abwägen in Für und Wider und lässt durch die systematische Bearbeitung des Themas auch eine Bewertung eines Praxisbeispiels zu.

Diese Seminararbeit soll das Thema des Whistleblowing in ausgewählten Dimensionen auf theoretischer Ebene beleuchten.

Hierzu werden im zweiten Kapital zuerst die grundlegenden Definitionen geklärt. Ferner werden einführend Grundlagen zum Begriff „Whistleblowing“ beschrieben. Als besonderen Aspekt werden die Hintergründe des Whistleblowing, die gesellschaftliche Reaktion darauf und die Gefahren für Whistleblower beschrieben. Ebenfalls soll auf sachlicher Ebene systematisch die Grundproblematik des Whistleblowing erklärt werden.

Im dritten Kapitel werden die wichtigsten Vor- und Nachteile des Phänomens Whistleblowing beschrieben. Hierzu werden verschiedene Ausdehnungsbereiche über privatwirtschaftlich agierende Unternehmen, staatliche Institutionen sowie Politik betrachtet.

Das vierte Kapitel erlaubt es die herausgearbeiteten Gedanken auf ein ausgewähltes Praxisbeispiel zu übertragen. Der konkrete Fall Eduard Snowden soll noch einmal das Konfliktpotential verdeutlichen und die verschiedenen möglichen Standpunkte aufzeigen.

Das fünfte und letzte Kapitel fasst die bisher gesammelten Informationen in Form eines Fazits und eines Ausblicks zusammen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Forschungsfrage

1.2 Legitimation und Relevanz der Arbeit

1.3 Vorgehensweise

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Definitionen

2.2 Was ist Whistleblowing

2.3 Prozess des Whistleblowing

3 Erörterung der Vor- und Nachteile

3.1 Vorteile

3.2 Nachteile

3.3 Grenzen

3.4 Fazit

4 Praxisbeispiel: Eduard Snowden

4.1 Key Facts

4.2 Analyse und Einordnung der Geschehnisse

5 Fazit

5.1 Positive Aspekte

5.2 Negative Aspekte

5.3 Apell

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der Sinnhaftigkeit von Whistleblowing, untersucht die damit verbundenen Vor- und Nachteile und beleuchtet den gesellschaftlichen Umgang mit diesem Phänomen. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob Whistleblowing als notwendiges Instrument für Transparenz und Ethik oder als negativ belastete Denunziation ("Petzen") zu bewerten ist.

  • Begriffsbestimmung und theoretische Einordnung des Whistleblowings.
  • Analyse der Vor- und Nachteile im wirtschaftlichen und politischen Kontext.
  • Untersuchung gesellschaftlicher Wertesysteme (Kollektivismus vs. Individualismus).
  • Praktische Fallanalyse anhand des Beispiels von Eduard Snowden.
  • Erörterung rechtlicher Rahmenbedingungen und Schutzmechanismen für Whistleblower.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Voraussetzungen für Whistleblowing

Eine einheitlich in der Literatur verankerte Definition für Whistleblowing gibt es bislang nicht.9 Briegel (2009) fasst eine anerkannte Definition von Whistleblowing anhand drei grundlegender Merkmale, die einen Whistleblower auszeichnen, wie folgt zusammen.

1. Das kritisierte Verhalten ist „illegal, unmoralisch oder illegitim“.10

2. Der Whistleblower, der ein Fehlverhalten kommuniziert, muss Mitglied der entsprechenden kritisierten Organisation sein.11

3. Der Adressat der Information (Stelle oder Institution) ist in der Lage, die bemängelte Verhaltensweise zu beeinflussen.12

Ebenfalls kann bei Whistleblowing von einer bewussten Handlung ausgegangen werden. Diese kann nicht nur Kritik, sondern auch eine Gefahr für die entsprechende Institution (oder Unternehmen) sein.13 Whistleblower können ferner auch (teilweise) an der berichteten Straftat beteiligt sein.14

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Kontroverse um Whistleblowing ein, definiert die Forschungsfrage und erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2 Theoretischer Hintergrund: Hier werden grundlegende Definitionen, der Prozess des Whistleblowings sowie der Einfluss gesellschaftlicher Wertesysteme auf das Phänomen erörtert.

3 Erörterung der Vor- und Nachteile: Dieses Kapitel wägt die Argumente für Whistleblowing als Instrument zur Transparenz gegen die Vorwürfe von Verrat und Illoyalität ab.

4 Praxisbeispiel: Eduard Snowden: Anhand des Falls von Eduard Snowden wird das theoretisch erarbeitete Wissen auf ein konkretes, weltweit bekanntes Beispiel angewendet und analysiert.

5 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die positiven sowie negativen Aspekte und formuliert einen Appell für einen verbesserten Umgang mit Whistleblowing.

Schlüsselwörter

Whistleblowing, Whistleblower, Transparenz, Ethik, Petzen, Eduard Snowden, Organisation, Compliance, Gesellschaft, Wertesystem, Missstände, Schutzmaßnahmen, interne Meldewege, Korruptionsbekämpfung, Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen Whistleblowing und hinterfragt, ob es sich dabei um ein sinnvolles Instrument zur Aufdeckung von Missständen oder um moralisch verwerfliches "Petzen" handelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Definition, der Prozess des Whistleblowings, die ethische Abwägung von Vor- und Nachteilen sowie rechtliche Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Sinnhaftigkeit des Whistleblowings zu evaluieren und herauszuarbeiten, welche Bedingungen erforderlich sind, damit es eine positive gesellschaftliche Wirkung entfalten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse kombiniert mit einer systematischen Erörterung sowie einer Fallstudie zum Praxisbeispiel Eduard Snowden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Erörterung von Vor- und Nachteilen im beruflichen und gesellschaftlichen Kontext sowie eine Analyse des Falls Snowden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Whistleblowing, Transparenz, Ethik, gesellschaftliche Verantwortung, Compliance und Unternehmenskultur.

Inwiefern beeinflusst das gesellschaftliche Wertesystem das Whistleblowing?

Die Arbeit zeigt auf, dass kollektivistische Gesellschaften Whistleblowing eher ablehnen und als Verrat werten, während individualistische Kulturen den Akt eher als couragiert und positiv anerkennen.

Welche Rolle spielen Schutzsysteme für Whistleblower?

Funktionierende Schutzsysteme werden als essenziell identifiziert, um die Hemmschwelle für das Aufdecken von Missständen zu senken und Anreize für Integrität innerhalb von Organisationen zu setzen.

Warum wird der Fall Eduard Snowden als Praxisbeispiel genutzt?

Snowden dient als ideales Beispiel, um die internationale Kontroverse, das Spannungsfeld zwischen Zivilcourage und rechtlichem Bruch sowie die gesellschaftliche Ambivalenz gegenüber Whistleblowern zu verdeutlichen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für die Zukunft?

Es wird appelliert, professionelle interne Meldesysteme zu etablieren, um externe Konflikte zu vermeiden und ein Umfeld zu schaffen, in dem verantwortungsvolles Handeln gefördert wird.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Whistleblowing – "Petze" oder sinnvolles Instrument?
Untertitel
Sinnhaftigkeit, Vor- und Nachteile und gesellschaftlicher Umgang mit Whistleblowing
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen; Standort Nürtingen
Veranstaltung
Führung und Ethik
Note
1,7
Autor
Tobias Grüner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
27
Katalognummer
V513940
ISBN (eBook)
9783346107657
ISBN (Buch)
9783346107664
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Whistleblowing Snowden Assange Wikileaks Whistleblower Ellsberg Petze Enthüllung Enthüller Insiderhandel Insider Affäre Watergate
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Grüner (Autor:in), 2019, Whistleblowing – "Petze" oder sinnvolles Instrument?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513940
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  27  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum