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Schicksal oder Versagen - Eine Analyse des Bundestagswahlkampfes der CDU und mögliche Gründe für die Wahlniederlage

Title: Schicksal oder Versagen - Eine Analyse des Bundestagswahlkampfes der CDU und mögliche Gründe für die Wahlniederlage

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stephanie von Flotow (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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EINFÜHRUNG

Die Bundestagswahl von 1998 markierte einen deutlichen politischen Wechsel. Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wurde eine Regierung komplett abgewählt. Das Ergebnis dieser Wahl bedeutete das Ende einer 16- jährigen CDU/ FDP- Regierung und gleichzeitig das Ende der Ära Helmut Kohl. Wie es zu dieser Wahlniederlage kam und welche Gründe möglicherweise ausschlaggebend waren ist Bestandteil dieser Arbeit. In Zeiten von immer geringerer Parteibindung und –identifikation, bedingt durch sozio- strukturellen Wandlungs- und Individualisierungsprozessen innerhalb der Gesellschaft spielt der Wahlkampf und dessen Inhalt eine immer größere und entscheidendere Rolle. Im Bezug auf moderne Wahlkampfführung sollen im Folgenden relevante Faktoren aufgezeigt werden, welche der schwarz- gelben Regierung ein Ende setzten und deren Abwahl bedingten.

Den ersten Punkt in diesem Zusammenhang bilden die theoretischen Grundlagen von Wahlkampf und Wahlkampfsubjekt hin zu Modernisierungselementen des Wahlkampfes wie Professionalisierung, Personalisierung und Mediatisierung. Im zweiten Teil der Arbeit wird zunächst die Situation der CDU/ CSU vor dem September 1998 betrachtet. Die dominierenden Issues in der Bevölkerung, die Bewertung der Partei innerhalb der Bevölkerung und die innerparteiliche Situation stellen die relevanten Faktoren dar. Die Analyse des Wahlkampfes schließlich bildet den zweiten Punkt der Arbeit. Besondere Beachtung findet in diesem Zusammenhang die Wahlkampfstrategie der CDU, die von ihr ausgewählten Themenschwerpunkte und die Stellung Helmut Kohls als Spitzenkandidat. Anhand dieser Betrachtungen sollen schließlich mögliche Gründe für die Wahlniederlage entwickelt werden, wobei hier die schlechte Ausgangslage, die Wahl der Wahlkampfstrategie und die starke personelle Herausforderung von hervorgehobener Bedeutung sind

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I EINFÜHRUNG

II LITERATURBERICHT

III THEORETISCHE GRUNDLAGEN

1 DER WAHLKAMPF

1.1 Funktionen

1.2 Beginn und Phasen des Wahlkampfes

1.3 Parteiimage

1.4 Sachthemen

1.5 Kandidaten

1.6 Symbolische Politik

1.7 Wahlkampfmanagement

1.8 Wahlkampagne

2 WAHLKAMPFELEMENTE

2.1 Professionalisierung

2.2 Personalisierung

2.3 Mediatisierung

2.4 Angriffswahlkampf

IV DER WAHLKAMPF DER CDU UND MÖGLICHE GRÜNDE FÜR DIE WAHLNIEDERLAGE

3 DIE CDU VOR DER WAHL

3.1 Dominierende Issues

3.2 Standing/ Bewertung??? in der Bevölkerung

3.3 Situation innerhalb der Partei

4 ANALYSE DES WAHLKAMPFES DER CDU

4.1 Wahlkampforganisation

4.2 Wahlkampfprogramm

4.3 Wahlkampfstrategie

4.3.1 Personalisierung

4.3.2 Angriffswahlkampf

4.4 Wahlkampfkommunikation

4.5 Kohl als Spitzenkandidat

5 MÖGLICHE GRÜNDE FÜR DIE WAHLNIEDERLAGE

5.1 Demoskopische Ausgangslage

5.2 Falsche Wahlkampfstrategie

5.3 Starke personelle Herausforderung durch Gerhard Schröder

V SCHLUßBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Bundestagswahlkampf der CDU im Jahr 1998, um die Ursachen für die historische Wahlniederlage und den damit verbundenen Regierungswechsel zu ergründen. Dabei wird untersucht, wie strukturelle Probleme, eine mangelhafte Wahlkampfstrategie sowie die personelle Konstellation zur Abwahl der Regierung Kohl beitrugen.

  • Theoretische Grundlagen moderner Wahlkampfführung
  • Analyse der Ausgangslage der CDU vor der Wahl
  • Bewertung der Wahlkampfstrategie und Kommunikation der CDU
  • Die Rolle der Personalisierung und des Angriffswahlkampfes
  • Starke personelle Herausforderung durch Gerhard Schröder

Auszug aus dem Buch

4.1 Wahlkampforganisation

Offizielle Wahlkampfzentrale war 1998 das Konrad- Adenauer- Haus, doch zeichnete sich schon in den Jahren zuvor eine schleichende Entmachtung der Parteizentrale und eine Verlagerung wichtiger Wahlkampfentscheidungen ins Bundeskanzleramt ab. Auch 1998 war Helmut Kohl der eigentliche Wahlkampfleiter. Offizieller Wahlkampfmanager und Spin Doctor war, wie 1994 auch, der damalige Partei- Generalsekretär Peter Hintze. Doch wurden die Grundlinien und oftmals sogar Details durch den Kanzler selbst bestimmt, so dass es 1998 zum Phänomen der doppelten Wahlkampfführung der CDU kam. Kohl und sein engster Kreis aus dem Kanzleramt, zu dem auch externe Berater wie beispielsweise Hans Hermann Tiedje, ehemaliger BILD- Redakteur, als Medienberater zählten und die außerhalb jeder Hierarchie standen, griffen oft massiv und deutlich in die Wahlkampfführung ein.

Nicht Bestandteil dieses Kreises zu sein wurde nicht nur für Hintze, sondern auch für die Partei selber zu einem entscheidenden Nachteil. Die fehlende Kommunikation innerhalb der Parteispitze und dem eigentlichen Wahlkampfteam führte zu zahlreichen Unstimmigkeiten und Diskrepanzen. Beispielsweise verteufelte Hintze die Grünen nach ihrem Beschluss zur Anhebung des Benzinpreises auf 5 Mark als Steuererhöhungspartei und initiierte die „Lass Dich nicht anzapfen“- Kampagne, jedoch stellte wenig später Wolfgang Schäuble das Zukunftsprogramm der Union vor, in welchem eine zukünftige Energiebesteuerung vorgesehen war. Zunehmende Kritik an Hintze und seiner Wahlkampfarbeit aus den eigenen Reihen machte deutlich, dass er nicht über die nötige Autorität und Durchsetzungskraft vermochte, innerhalb der Partei und vor allem gegenüber Kohl wichtige Entscheidungen zu erreichen. Der Kanzler griff mit seinen Mitarbeitern aus dem Kanzleramt wiederholt in die Wahlkampfführung ein, so dass es wiederholt zu Abstimmungsschwierigkeiten innerhalb der Partei kam.

Zusammenfassung der Kapitel

I EINFÜHRUNG: Die Einleitung thematisiert den politischen Wechsel durch die Abwahl der Regierung Kohl 1998 und skizziert die methodische Vorgehensweise zur Untersuchung der Gründe für diese Niederlage.

II LITERATURBERICHT: Dieser Abschnitt ordnet die verwendete Fachliteratur ein, die sowohl theoretische Grundlagen des Wahlkampfes als auch spezifische Analysen des Bundestagswahlkampfes 1998 umfasst.

III THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Es werden zentrale Konzepte wie Funktionen von Wahlkämpfen, Professionalisierung, Personalisierung und die Mechanismen des Angriffswahlkampfes dargelegt.

IV DER WAHLKAMPF DER CDU UND MÖGLICHE GRÜNDE FÜR DIE WAHLNIEDERLAGE: Dieser Hauptteil analysiert die Situation der CDU vor der Wahl, die inhaltliche und strategische Gestaltung des Wahlkampfes sowie die Faktoren, die zur Niederlage führten.

V SCHLUßBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung fasst die Erkenntnisse zusammen und resümiert, dass die Niederlage primär durch konzeptionelle Fehler und das Fehlen einer zukunftsorientierten Strategie bedingt war.

Schlüsselwörter

Bundestagswahl 1998, CDU, Helmut Kohl, Gerhard Schröder, Wahlkampf, Wahlniederlage, Politische Kommunikation, Personalisierung, Angriffswahlkampf, Regierungswechsel, Parteien, Wahlkampfstrategie, Demoskopie, Politische Analyse, Professionalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Bundestagswahlkampf der CDU im Jahr 1998 und untersucht, welche Faktoren und Strategien zur historischen Wahlniederlage der Regierung Kohl führten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen moderner Wahlkampfführung, die interne Situation der CDU, ihre Wahlkampfstrategie sowie die personelle Herausforderung durch Gerhard Schröder.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für den Regierungswechsel 1998 aufzuzeigen, wobei insbesondere die Rolle der Wahlkampforganisation und -strategie der CDU kritisch beleuchtet wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine politikwissenschaftliche Literaturanalyse und die Auswertung von Umfragedaten und strategischen Wahlkampfdokumenten zur Identifikation der Ursachen für die Niederlage.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Ausgangslage der CDU, die Wahlkampforganisation, die inhaltliche Programmgestaltung sowie die speziellen Aspekte der Wahlkampfstrategie wie Personalisierung und Negative Campaigning detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bundestagswahl 1998, CDU, Helmut Kohl, Wahlkampfstrategie, Politische Kommunikation und Regierungswechsel.

Inwiefern spielte die Internetkommunikation eine Rolle?

Die Arbeit stellt fest, dass die CDU im Vergleich zur SPD technologisch unterlegen war, ihre Internetpräsenz fehleranfällig war und somit ein direkter Kanal zur Wählerschaft weitgehend ungenutzt blieb.

Warum wird Helmut Kohl als mitverantwortlich für die Niederlage gesehen?

Der Autor führt an, dass Kohl trotz schlechter Popularitätswerte an einer auf seine Person zentrierten Kampagne festhielt, was als "16-Jahre-sind-genug"-Gefühl in der Bevölkerung wahrgenommen wurde.

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Details

Title
Schicksal oder Versagen - Eine Analyse des Bundestagswahlkampfes der CDU und mögliche Gründe für die Wahlniederlage
College
University of Passau  (Lehrstuhl für Politik II)
Course
Wahlen und Wahlkämpfe in der BRD
Grade
1,7
Author
Stephanie von Flotow (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V51532
ISBN (eBook)
9783638474801
ISBN (Book)
9783656784333
Language
German
Tags
Schicksal Versagen Eine Analyse Bundestagswahlkampfes Gründe Wahlniederlage Wahlen Wahlkämpfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie von Flotow (Author), 2005, Schicksal oder Versagen - Eine Analyse des Bundestagswahlkampfes der CDU und mögliche Gründe für die Wahlniederlage, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51532
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