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CO2-Abgabe vs. Klimarappen

Title: CO2-Abgabe vs. Klimarappen

Seminar Paper , 2005 , 24 Pages , Grade: gut

Autor:in: Marco Fuchs (Author)

Economy - Environment economics
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Einleitung

Der schwedische Wissenschaftler Svante Ahrrenius hat schon 1898 davor gewarnt, dass Kohlendioxidemissionen zur globalen Erwärmung führen können. Aber erst in den 70er Jahren, durch das wachsende wissenschaftliche Verständnis des Systems der Erdatmosphäre, erfuhr dieses früher eher unbekannte wissenschaftliche Gebiet grössere Beachtung.

Als Folge von jahrelangem, unbedachtem Verbrauch von fossilen Brennstoffen und anderen Verschmutzungen der Umwelt, stieg die Lufttemperatur kontinuierlich an. Horrorszenarien wie starke Stürme, Überschwemmungen und Dürreperioden wurden Wirklichkeit. Das sind nur einige Szenarien, die auf das „global warming“ infolge übermässigen Ausstosses von Treibhausgasemissionen zurückzuführen sind. Aufgrund dieser Entwicklungen entschieden sich die Industriestaaten gegen diesen Missstand zu kämpfen. Mit der Klimarahmenkonvention wurde der Grundstein für das heutige Kyoto-Protokoll gelegt, mehr dazu in Kapitel 2. Mit der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls und der Verabschiedung des CO2-Gesetzes, trägt auch die Schweiz ihren Teil zur Reduktion der Treibhausgasemissionen bei. In dieser Semesterarbeit werden die verschiedenen Instrumente, welche die Schweiz einsetzen wird, näher erläutert und gegenüber gestellt. Um dieses Ziel effizient zu erreichen wurden 4 Varianten eruiert, welche wie folgt aussehen:

I. Erhebung einer CO2-Abgabe auf Treib- und Brennstoffen
II. Erhebung einer CO2-Abgabe auf Treib- und Brennstoffen; Teil-Zweckbindung für den Einkauf von ausländischen Emissionszertifikaten
III. Einführung eines freiwilligen Klimarappens auf Treibstoffen, CO2-Abgabe auf Brennstoffen
IV. Einführung eines freiwilligen, integralen Klimarappens, wobei der Zuschlag nur auf Treibstoffen erhoben wird

Die Varianten I und IV sind so genannte „Reinformen“. Bei der Variante II und III handelt es sich um „Mischformen“ der Instrumente. In erster Linie konzentrieren wir uns auf die Gegenüberstellung der „Reinformen“, sprich Variante I (CO2-Abgabe) und IV (Klimarappen). In Kapitel 3.3 setzen wir uns zudem mit der Variante III auseinander, da diese ein wichtiger Bestandteil der schweizerischen Umweltpolitik ist. Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, beschränkt sich die Arbeit vor allem auf die Gegenüberstellung der beiden Reinformen mit ihren Vor- und Nachteilen. Die Recherchen berücksichtigen aktuelle Vorkommnisse bis zum 20.04.2005

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kyoto-Protokoll

3. Die nationale Klimapolitik

3.1. CO2-Gesetz der Schweiz

3.2. Reduktionsziel der Schweiz

3.3. Die Varianten und der Weg der Schweiz

4. Staatliche CO2-Abgabe

5. Klimarappen

5.1. Handel mit Emissionszertifikaten

5.2. Förderung von CO2-Reduktionsmassnahmen im Inland

6. Welches der Instrumente schneidet am besten ab?

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert und vergleicht die ökonomische Effizienz und ökologische Wirksamkeit verschiedener klimapolitischer Instrumente in der Schweiz, insbesondere der CO2-Abgabe und des freiwilligen Klimarappens, vor dem Hintergrund der durch das Kyoto-Protokoll gesetzten Reduktionsziele.

  • Analyse der klimapolitischen Rahmenbedingungen in der Schweiz
  • Gegenüberstellung von CO2-Abgabe und Klimarappen als Steuerungsinstrumente
  • Bewertung der Kosteneffizienz nationaler Reduktionsmassnahmen
  • Untersuchung der flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls
  • Diskussion des Verursacherprinzips versus freiwilliger Massnahmen

Auszug aus der Arbeit

5.1. Handel mit Emissionszertifikaten

Das Kyoto-Protokoll sieht vor, dass die Staaten, die den Vertrag ratifiziert haben, einen Teil ihrer Verpflichtung zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im Ausland vornehmen können. Dazu stehen die so genannten „flexiblen Mechanismen“ zur Verfügung. Davon gibt es drei verschiedene Arten:

Joint Implementation (JI): Ein Investorland und ein anderes Land, welche beide der Reduktionspflicht unterstehen, setzen ein gemeinsames Projekt zur Verminderung der Treibhausgas-Emissionen um. Das Investorland erhält die erzielte Emissionsreduktion teilweise gutgeschrieben. Solche Emissionsrechte werden „Emission Reduction Units“ (ERU) genannt. Voraussetzung für die Anerkennung von JI-Projekten ist, dass die Investition des Inverstorlandes tatsächlich zu einer Reduktion der Emissionen geführt hat, welche ohne eine solche Investition nicht stattgefunden hätte.

Clean Development Mechanism (CDM): Dieser Mechanismus funktioniert sehr ähnlich wie die Joint Implementation. Beim Gastland des Projekts muss es sich jedoch um ein Schwellen- oder Entwicklungsland handeln, das keine eigene Reduktionsverpflichtung hat. Für die Anerkennung solcher Projekte, ist wie bei der „Joint Implementation“ der Nachweis der Umwelt-Additionalität entscheidend. Die über den CDM erworbenen Zertifikate werden „Certified Emission Reduction“ (CER) genannt.

International Emissions Trading (IET): Über den internationalen Handel haben Investorländer und private Investoren die Möglichkeit, Emissionsrechte aus ihren Projekten zu kaufen oder zu verkaufen (ERUs als auch CERs). Schöpft ein Land, die ihm vom Kyoto Protokoll zugeteilten Verschmutzungsrechte nicht aus, können diese ebenfalls gehandelt werden. Solche Emissionsrechte werden „Assigned Amount Units“ (AAU) genannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der globalen Erwärmungsproblematik und Einführung in die vier zur Debatte stehenden klimapolitischen Varianten der Schweiz.

2. Kyoto-Protokoll: Erläuterung der internationalen Vereinbarungen und der Voraussetzungen für das Inkrafttreten des Protokolls.

3. Die nationale Klimapolitik: Analyse der schweizerischen Gesetzgebung und der Zielvorgaben für die Reduktion von CO2-Emissionen bis 2010.

4. Staatliche CO2-Abgabe: Untersuchung der Funktionsweise und der ökonomischen Auswirkungen einer staatlichen Lenkungsabgabe auf fossile Energieträger.

5. Klimarappen: Beschreibung des Konzepts des freiwilligen Klimarappens und dessen Teilaspekten wie dem Zertifikathandel und der Inlandförderung.

6. Welches der Instrumente schneidet am besten ab?: Vergleichende Bewertung der Instrumente hinsichtlich Akzeptanz, Kosten und Lenkungswirkung.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Lösungsansätze und Ausblick auf die notwendige Verschärfung der Massnahmen.

Schlüsselwörter

Klimapolitik, Kyoto-Protokoll, CO2-Abgabe, Klimarappen, Treibhausgasemissionen, Emissionszertifikate, Nachhaltigkeit, Lenkungsabgabe, Umweltschutz, Kosteneffizienz, Reduktionsziel, Tanktourismus, Umweltbewusstsein, fossile Energieträger, Volkswirtschaftslehre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Semesterarbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der schweizerischen Klimapolitik und untersucht, wie die gesetzten CO2-Reduktionsziele im Rahmen des Kyoto-Protokolls effizient erreicht werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen der Vergleich zwischen einer staatlichen CO2-Abgabe und dem freiwilligen Klimarappen, sowie die Rolle internationaler Emissionszertifikate.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Gegenüberstellung der zwei "Reinformen" (CO2-Abgabe vs. Klimarappen), um zu bewerten, welches Instrument ökonomisch und ökologisch am sinnvollsten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es wird eine deskriptive und vergleichende Analyse auf Basis ökonomischer Studien, statistischer Daten und rechtlicher Rahmenbedingungen durchgeführt.

Welche Aspekte werden im Hauptteil vertieft?

Der Hauptteil behandelt die gesetzlichen Grundlagen, die Funktionsweise der Lenkungsabgabe, die flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls (JI, CDM, IET) und die Förderung inländischer Massnahmen.

Welche Schlüsselbegriffe definieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Lenkungsabgabe, Kosteneffizienz, Kyoto-Protokoll, CO2-Gesetz und ökologische Anreizwirkung.

Was ist das Hauptargument gegen den Klimarappen?

Der Autor führt an, dass beim Klimarappen jegliche Lenkungswirkung fehlt und er primär als Instrument zur Beruhigung der Wirtschaft dient, ohne eine tatsächliche Sensibilisierung zu fördern.

Warum wird die CO2-Abgabe trotz höherer Kosten bevorzugt?

Die CO2-Abgabe entspricht dem Verursacherprinzip und bietet durch die Verteuerung fossiler Brennstoffe einen stärkeren Anreiz für Investitionen in neue, umweltfreundlichere Technologien.

Wie schätzt der Autor die zukünftige Entwicklung ein?

Der Autor prognostiziert, dass eine obligatorische CO2-Abgabe auf Treibstoffen langfristig unvermeidbar sein wird, um die verfehlten Ziele der freiwilligen Massnahmen auszugleichen.

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Details

Title
CO2-Abgabe vs. Klimarappen
College
University of Applied Sciences Chur
Grade
gut
Author
Marco Fuchs (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V51725
ISBN (eBook)
9783638476140
ISBN (Book)
9783656779995
Language
German
Tags
CO2-Abgabe Klimarappen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco Fuchs (Author), 2005, CO2-Abgabe vs. Klimarappen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51725
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