Die Leugnung der Wahrheit über unsere Existenz. "Die Wahrheit ist hässlich. Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen" (Friedrich Nietzsche)


Facharbeit (Schule), 2019

2 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

„Die Wahrheit ist hässlich. Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen“. -Friedrich Nietzsche

Die Leugnung der Wahrheit über unsere Existenz

Wir leben in einer Welt, die auf geglaubten Wahrheiten basiert. Es ist die Unwissenheit, die uns eine Notwendigkeit vortäuscht, Dinge wissen zu müssen, um von der Wahrheit abzulenken. Die Wahrheit über das Leben existiert nicht, da eine Wahrheit Beweise voraussetzt, die diese belegen können. Gibt es jedoch auch keine Aussage, die die Wahrheit falsifiziert, so kann maximal eine Vermutung aufgestellt, aber sicherlich keine auf Fakten basierte Realität hergestellt werden.

Was nun real und was surreal ist können wir nicht wissen. Wir beschäftigen uns bevorzugterweise mit Dingen, die wir wissen können und in einem Grad nachvollziehbar sind, der uns den tatsächlichen Sinn dahinter begreifen lässt. Zudem neigen wir dazu, uns selbst von den Dingen abzuwenden, die Unruhe im Gemüt schaffen. Ein Schutzreflex, der von der wahren Ahnungslosigkeit und aus der daraus resultierenden Unsicherheit ablenkt. Ein Mechanismus des Körpers, der eine Illusion von Schutz entstehen lässt. Wie eine Luftpolsterfolie wickelt sie sich um uns und bewahrt unser Innerstes vor Veränderung, vor der Umstellung und vor der nackten Wahrheit. Die Wahrheit, dass unser Universum und unsere Existenz im speziellen nicht zu etwas höherem bestimmt sind, als wir es vielleicht gerne hätte, wobei dieser höhergestellte Sinn nicht weiter definiert ist. Ist es nun die Hoffnung auf ein besseres Leben, oder ist es die Apathie, die Wurschtigkeit des Seins, die uns daran hindert uns selbst das Leben zu nehmen? Denn was ist das Leben wert ohne einen Wert? Ist das Leben überhaupt sinnvoll gelebt zu werden, ohne den Sinn davon zu erkennen? Dennoch, jede einzelne Zelle unseres Körpers will leben und das hat einen Grund. Auch wenn das Leben scheinbar keinen Sinn liefert, gibt es ihn dennoch. Ist es doch irgendwie die Sinnlosigkeit, die dem Leben einen Sinn gibt, da sie das höchste Gut schafft, das Menschen anstreben könnten- Freiheit. Die Vollmacht über die Entscheidungen des eigenen Lebens und das zu tun, wonach einem der Sinn strebt.

Die Freiheit sich dort auszuleben, wo man nicht aufgehalten werden kann, sei das mit Hilfe der Musik, der Malerei oder Literatur. Ein weißes Blatt Papier oder eine leere Leinwand bieten eine unendliche Freiheit, die es uns möglich macht, die Person zu sein, die wir sein wollen und die Gedanken zu äußern, die in unserer Gesellschaft nicht akzeptiert werden wollen. Der Wunsch besteht daraus, sich eine andere Welt vorzustellen, die nichts mit unserer gemein hat. Aus diesem Grund schreiben, malen und träumen wir, um die Wahrheit zu ignorieren. Die Wahrheit, darüber dass wir zu nichts höherem bestimmt sind, als schlicht und einfach Mensch zu sein, als im Leben die Achterbahn der Gefühle zu fahren und um anschließend der Erde wiedergegeben zu werden.

Viele Religionen reden von einem Leben nach dem Tod, doch sind auch diese Ideen sind Werkzeuge der Menschen, um von der Realität abzulenken. Die Geburt unserer Existenz konnte mit Hilfe der Wissenschaft rekonstruiert werden. Vom ersten Einzeller über die Entwicklung der ersten Säugetiere, vom ersten Affen bis hin zum homo sapiens, wobei „sapiens“ mit „klug“ und „verstehend“ übersetzt wird. Auch dieser ehrenvolle Beiname wurde dem Menschen vom Menschen selbst verliehen, etwa als Beleg für das unfehlbare Handeln dieser Spezies. Begründet wird dies mit dem bloßen Rang des homo sapiens in der Welt, welcher der Evolution verschuldet ist. Jener Entwicklungsgang, der uns zu den am weitesten entwickelten Primaten der Erde gemacht hat. Obwohl es keine fürchterliche Marter gibt als eine unnütze und aussichtslose Arbeit zu vollrichten, arbeiten heute werkstätige Menschen ein Leben lang, ohne das Ende, geschweige denn, den Sinn ihres Handelns zu erkennen. So kommt man zu dem Entschluss, dass es kein Schicksal gibt, das durch Verachtung nicht überwunden werden könnte. Wo ist nun das „Verstehende“ im homo Sapiens, der die banale Sinnlosigkeit seiner Arbeit nicht erkennt?

Eigentlich ist es uns nicht möglich irgendeine dieser Fragen zu beantworten. Deshalb wenden wir uns lieber den Dingen zu, die wir wissen können und lenken uns selbst von der Unbeantwortbarkeit jener Fragen ab, die uns innerlich zerschlagen. Schlussendlich bleibt uns nur mehr die Kunst, die uns daran hindert an der Wahrheit zugrunde zu gehen.

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Ende der Leseprobe aus 2 Seiten

Details

Titel
Die Leugnung der Wahrheit über unsere Existenz. "Die Wahrheit ist hässlich. Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen" (Friedrich Nietzsche)
Note
1,0
Jahr
2019
Seiten
2
Katalognummer
V518420
ISBN (eBook)
9783346118493
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sinn des Lebens, Friedrich Nietzsche, Wahrheit über unsere Existenz
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Die Leugnung der Wahrheit über unsere Existenz. "Die Wahrheit ist hässlich. Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen" (Friedrich Nietzsche), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/518420

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