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Die Theorie des Funktionalismus in den Internationalen Beziehungen - umgesetzt durch das Konzept der europäischen Integration?

Title: Die Theorie des Funktionalismus in den Internationalen Beziehungen - umgesetzt durch das Konzept der europäischen Integration?

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M.A. Marc Brandstetter (Author)

Politics - Topic: European Union
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Analyse beschäftigt sich mit der Theorie des Funktionalismus der Internationalen Beziehungen im Rahmen der liberalen Friedenstheorien. Besonderes Aufmerksamkeit wird dabei auf die Frage geschenkt werden, ob man die Entstehung der Europäischen Union (EU) nach dem Zweiten Weltkrieg und den damit verbundenen europäischen Integrationsprozess mit dieser Theorie erklären kann. Eine eindeutige Ergebnisfindung gestaltet sich jedoch ausgesprochen schwierig, da eine empirische Beweisführung im Bereich der Theorie nicht immer gelingen kann. Wenn man aufgrund eines Fallbeispieles, das die Richtigkeit der Theorie zu belegen scheint, direkt auf die allgemeine Gültigkeit derselben schließt, ergeben sich oftmals nicht beachtete Differenzen. Denn oft genug sind ebenso viele die Theorie negierende wie positive Beispiele zu finden.

Die Arbeit wird im ersten Kapitel mit der Vermittlung der themenrelevanten Grundkenntnisse beginnen. In diesem ersten Teil der Arbeit soll die Theorie des Funktionalismus vorgestellt, sowie in den Gesamttheoriebereich der Internationalen Beziehungen eingeordnet werden. Hier empfiehlt sich zusätzlich ein kurzer Blick auf den Liberalismus als solchen; seine Herkunft und die Grundgedanken sollen nachgezeichnet werden. Anschließend wird ein kurzer historischer Exkurs über die Entstehung der Europäischen Union (EU) und über den dazugehörigen Integrationsprozess den ersten Teil der Arbeit abschließen. Hierzu gehört die Betrachtung der einzelnen Integrationsphasen, aber auch ein kurzer Blick auf die für die Union so wichtigen Verträge von Maastricht und Amsterdam. Zuletzt sollen die Motivationen für den europäischen Integrationsprozess diese Unterkapitel abschließen. Das zweite Kapitel des Hauptteils wird nun die angesprochen empirische Untersuchung der Funktionalismustheorie im Rahmen des europäischen Integrationsprozesses vornehmen.

Natürlich muss in diesem Zusammenhang hier die Frage nach der Motivation des Prozesses aufgegriffen werden, also, ob die Integration in erster Linie als friedensfördernde Maßnahme gesehen werden kann (wie dies der Funktionalismus behauptet) oder ob andere Motive, wie z.B. die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den beiden Supermächten USA und UdSSR ausschlaggebend waren. Entscheidend ist der Verlauf der Integration von einer Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft hin zu einer politischen Integration. Enden wird die Arbeit mit einem Fazit, in welchem über die Zukunft der Union spekuliert wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Themenrelevante Grundkenntnisse

II.1. Die Theorie des Funktionalismus

II.1.a. Der Versuch einer Definition

II.2.b. Kritik am Funktionalismus

II.2. Der Liberalismus

II.3. Die Europäische Integration

II.3.a. Historischer Exkurs

a. Inkubationsphase

b. Gründungsphase

c. Konsolidierungs- und Krisenphase

d. Erweiterung und Stagnation

e. Neuer Schub ab 1986

f. Der Vertrag vom Maastricht

g. Der Vertrag von Amsterdam

h. Der Aufbau der Europäischen Union

II.3.b. Motivation für den Europäischen Integrationsprozess

III. Theorieübertragung: Die Theorie des Funktionalismus in den Internationalen Beziehungen – umgesetzt durch das Konzept der europäischen Integration?

IV. Fazit

V. Bibliographie

V.1. Monographien und Sammelbände

V.1. Internet

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der Theorie des Funktionalismus auf die Entstehung und Entwicklung der Europäischen Union nach dem Zweiten Weltkrieg, um zu ergründen, ob der europäische Integrationsprozess als Bestätigung oder als utopische Abweichung dieser friedenswissenschaftlichen Theorie gewertet werden kann.

  • Grundlagen des Funktionalismus und des Liberalismus in den Internationalen Beziehungen
  • Historische Analyse der europäischen Integrationsphasen von 1945 bis zur Gegenwart
  • Untersuchung der Motive hinter dem europäischen Einigungsprozess
  • Kritische Reflexion der Theorieübertragung auf die reale politische Entwicklung
  • Bewertung der zukünftigen Herausforderungen für die europäische Integration

Auszug aus dem Buch

II.1.a. Versuch einer Definition

Im diesem Kapitel soll die Theorie des Funktionalismus kurz definiert werden. Hierzu werde ich mich besonders auf die Arbeit von Michael Henkel stützen. Der Funktionalismus ist im Kontext in die Theorieschule einzuordnen, die den Weltfrieden mit Hilfe eines ökonomischen Marktsystems zu erreichen versucht. Die Theorie des Funktionalismus selbst ist sehr viel umfangreicher, als sie in dieser Hausarbeit dargestellt werden kann. Deshalb wird sich die Analyse auf die ökonomische Dimension beschränken. Henkel verweist in diesem Zusammenhang auf die lange Tradition dieser Gedankengänge, die bis hin zum Liberalismus des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts reichen.

Doch auch die heutige Forschung hat sich exemplarisch mit der Friedensschaffung durch Ökonomie beschäftigt. Wichtig Namen, in diesem Zusammenhang zu nennen, sind: Ernst-Otto Czempiel oder auch Joseph A. Schumpeter.

Nach David Mitrany des der Funktionalismus in erster Linie eine Theorie des internationalen Friedens. Die Ursachen von Krieg sollen auf die Weise beseitigt werden, dass die kriegsauslösenden Motive beseitigt werden. Mitrany sieht die Kriegsursachen nun vor allem in den unterschiedlichen ökonomischen und sozialen Lebensbedingungen der Menschen verankert. Diese umfangreichen Probleme seien allerdings nicht mehr von den heutigen Nationalstaaten zu lösen. An die Stelle dieser solle eine „funktionale Organisation“ treten, die eine zunehmende Interdependenz, besonders im ökonomischen Bereich, nach sich ziehen soll. Dadurch soll die internationale Zusammenarbeit, auch über politische Grenzen hinweg, intensiviert werden. Dies soll zunächst bei technischen Fragen und in Fragen der Wohlfahrt der Fall sein. Durch eine solche Vernetzung „entwickeln sich mit der Zeit Strukturen und Muster internationaler Kooperation und Solidarität, welche eine tragfähige Grundlage für friedliche Beziehungen zwischen den Staaten (...) abgeben“.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Forschungsvorhaben, den europäischen Integrationsprozess theoretisch durch den Funktionalismus zu beleuchten, und stellt die Schwierigkeiten einer empirischen Beweisführung dar.

II. Themenrelevante Grundkenntnisse: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Unterbau, indem es den Funktionalismus, den Liberalismus und die historische Entwicklung der EU von 1945 bis in die 1990er Jahre detailliert darlegt.

III. Theorieübertragung: Die Theorie des Funktionalismus in den Internationalen Beziehungen – umgesetzt durch das Konzept der europäischen Integration?: Hier erfolgt die eigentliche Analyse, bei der die theoretischen Annahmen des Funktionalismus den historischen Fakten des europäischen Integrationsverlaufs gegenübergestellt und kritisch gewürdigt werden.

IV. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Funktionalismus im globalen Maßstab utopisch bleibt, während er im regionalen europäischen Rahmen Teilaspekte der Realität korrekt abbildet.

Schlüsselwörter

Funktionalismus, Europäische Integration, Internationale Beziehungen, Liberalismus, Friedenstheorie, David Mitrany, Interdependenz, Europäische Union, supranationale Organisationen, Spillover-Effekt, Ökonomische Kooperation, Politische Integration, Friedenssicherung, Europäischer Binnenmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert, inwieweit die politikwissenschaftliche Theorie des Funktionalismus als Erklärungsmodell für die Entstehung und den Prozess der europäischen Integration dienen kann.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Friedenssicherung durch wirtschaftliche Interdependenz, die Geschichte der EU-Verträge und die theoretischen Grundlagen des Funktionalismus sowie des Liberalismus.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit stellt die Frage, ob die Entstehung der EU nach dem Zweiten Weltkrieg als praktische Umsetzung der funktionalistischen Theorie zur Friedenssicherung verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine theoretische Einordnung vorgenommen, gefolgt von einer empirischen Untersuchung, bei der die historische Entwicklung der europäischen Integration an den Kriterien der Funktionalismustheorie gemessen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil vermittelt zunächst Grundkenntnisse, erläutert die historische Entwicklung der EU in verschiedenen Phasen und prüft im Anschluss die Übertragbarkeit der Funktionalismustheorie auf die Realität des Einigungsprozesses.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Funktionalismus, europäische Integration, Interdependenz, Friedenssicherung und supranationale Zusammenarbeit.

Wie bewertet der Autor den Erfolg des europäischen Projekts?

Der Autor konstatiert, dass die EU eine zweifelsfreie Erfolgsgeschichte als Friedensraum in Kerneuropa darstellt, obwohl der Prozess der politischen Integration langsamer und zäher verlief, als es die Theorie vorsieht.

Gilt die Theorie des Funktionalismus als für die Zukunft der EU geeignet?

Der Autor ordnet die Theorie eher im Bereich der Utopien ein, betont aber, dass sie dennoch zur Orientierung für die Ausgestaltung von Strukturen und internationaler Kooperation hilfreich bleibt.

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Details

Title
Die Theorie des Funktionalismus in den Internationalen Beziehungen - umgesetzt durch das Konzept der europäischen Integration?
College
University of Trier
Course
Strategien und Theorien Internationaler Sicherheit
Grade
2,0
Author
M.A. Marc Brandstetter (Author)
Publication Year
2002
Pages
26
Catalog Number
V52180
ISBN (eBook)
9783638479585
ISBN (Book)
9783656562238
Language
German
Tags
Theorie Funktionalismus Internationalen Beziehungen Konzept Integration Strategien Theorien Internationaler Sicherheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Marc Brandstetter (Author), 2002, Die Theorie des Funktionalismus in den Internationalen Beziehungen - umgesetzt durch das Konzept der europäischen Integration?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52180
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