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Das Symbol "Tür“ im Religionsunterricht einer 3. Klasse als Zugang zu Advent und Weihnachten

Title: Das Symbol "Tür“ im Religionsunterricht einer 3. Klasse als Zugang zu Advent und Weihnachten

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sabine Föll (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Der Begriff „Symbol“ geht auf das griechische Wort „symballein“ zurück, das ursprünglich so viel wie „zusammenwerfen“, „zusammenfügen“ bedeutet. In der antiken Welt spielte das Symbol eine durchaus praktische Rolle. Ein Symbol war ein in zwei Teile auseinandergebrochener Gegenstand, z.B. ein kleines Täfelchen, ein Ring, ein Knochen. Gastfreunde, Boten, Vertragspartner... brachen den Gegenstand beim Abschied auseinander. Später konnte er zur Erkennung wieder zusammengefügt werden.

Heutzutage ist das Wort „Symbol“ angesichts verschiedenster psychoanalytischer, soziologischer, philosophischer, theologischer und sprachwissenschaftlicher Symboltheorien bedeutungsbreit. Ich möchte trotzdem versuchen, den Begriff „Symbol“ grob zu erläutern. Symbole sind eine besondere Gruppe von Zeichen. Sie „weisen auf etwas hin, was außerhalb ihrer selbst liegt.“ Jedes Symbol ist alsozweiteiligund besteht aus einer materiellen sowie einer immateriellen Ebene. Diematerielle Ebeneist etwas physisch Wahrnehmbares und wird Signifikant (das Bezeichnende) genannt, dieimmaterielle Ebeneist etwas physisch Nicht - Wahrnehmbares und wird Signifikat (das Bezeichnete) genannt. Zwischen dem Symbol und dem von ihm Repräsentierten besteht ein innerer Zusammenhang. In der Regel hat jedes Symbol eine Geschichte, in deren Verlauf es entstanden ist. Das Bezeichnete und das Bezeichnende lassen sich - im Gegensatz zum willkürlich gesetzten Zeichen - nicht austauschen. „Die Erscheinung des Symbols ist nicht etwas Zufälliges, sondern gehört letztlich zum Wesen der sich darstellenden Wirklichkeit" Paul Tillich bezeichnet diese Eigenschaft des Symbols als Selbstmächtigkeit.

Außerdem nennt er jedes Symbol uneigentlich, „es weist über sich hinaus auf das im Symbol Gemeinte, das Symbolisierte. Um des Symbolisierten willen muss es sich selbst ständig verneinen und überflüssig machen.“ Der eigentliche Sinn, auf den das Symbol verweist, kann nur dann wirklich zur Geltung kommen, „wenn das Symbol sich selbst in seiner direkten Anschaulichkeit und Gegenständlichkeit transzendiert.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Sachanalyse

1.1 Symbole

1.1.1 Allgemein

1.1.2 Religiöse Symbole

1.2 Symbol „Tür“

1.2.1 Allgemein

1.2.2 Christliche Bedeutung

1.3 Advent

2. Didaktische Überlegungen

2.1 Bedeutung von „Türen“ in der Lebenswelt der Kinder

2.2 Bedeutung der Unterrichtsstunde für die Kinder / Allgemein: Symbole im Religionsunterricht

2.3 Entwicklung des Symbolverständnisses bei Kindern

2.4 Unterrichtseinheit zum Thema „Tür“ in der Adventszeit

2.5 Einordnung des Themas in die Richtlinien des Bildungsplanes

2.6 Lernziele

3. Methodische Analyse

3.1 Unterrichtseinheit zum Thema „Symbol“

3.1.1 Erste Unterrichtsstunde

3.1.2 Zweite Unterrichtsstunde

3.1.3 Dritte (ausführliche) Unterrichtsstunde

3.1.4 Vierte Unterrichtsstunde

3.1.5 Folgende Unterrichtsstunden

4. Verlaufsplanung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit entwickelt einen ausführlichen Unterrichtsentwurf für den Religionsunterricht einer dritten Grundschulklasse, der das Symbol der „Tür“ als zentralen Zugang zur Advents- und Weihnachtszeit nutzt. Ziel ist es, den Kindern durch handlungsorientiertes Lernen ein tieferes Verständnis für religiöse Symbole zu vermitteln und die Bedeutung des Advents als Zeit des „Türen-Öffnens“ für Jesus und Mitmenschen zu erschließen.

  • Symboltheoretische Grundlagen und religiöse Bedeutung der „Tür“.
  • Entwicklungspsychologische Aspekte des Symbolverständnisses bei Kindern im Grundschulalter.
  • Einordnung des Themas in die gültigen Bildungspläne.
  • Konkrete methodische Umsetzung durch eine Unterrichtseinheit mit Bastel- und Singaktivitäten.
  • Förderung sozialer Kompetenzen und ganzheitlicher Erfahrungen im Religionsunterricht.

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Allgemein

Der Begriff „Symbol“ geht auf das griechische Wort „symballein“ zurück, das ursprünglich so viel wie „zusammenwerfen“, „zusammenfügen“ bedeutet. In der antiken Welt spielte das Symbol eine durchaus praktische Rolle. Ein Symbol war ein in zwei Teile auseinandergebrochener Gegenstand, z.B. ein kleines Täfelchen, ein Ring, ein Knochen. Gastfreunde, Boten, Vertragspartner... brachen den Gegenstand beim Abschied auseinander. Später konnte er zur Erkennung wieder zusammengefügt werden.

Heutzutage ist das Wort „Symbol“ angesichts verschiedenster psychoanalytischer, soziologischer, philosophischer, theologischer und sprachwissenschaftlicher Symboltheorien bedeutungsbreit. Ich möchte trotzdem versuchen, den Begriff „Symbol“ grob zu erläutern.

Symbole sind eine besondere Gruppe von Zeichen. Sie „weisen auf etwas hin, was außerhalb ihrer selbst liegt.“ Jedes Symbol ist also zweiteilig und besteht aus einer materiellen sowie einer immateriellen Ebene. Die materielle Ebene ist etwas physisch Wahrnehmbares und wird Signifikant (das Bezeichnende) genannt, die immaterielle Ebene ist etwas physisch Nicht – Wahrnehmbares und wird Signifikat (das Bezeichnete) genannt. Zwischen dem Symbol und dem von ihm Repräsentierten besteht ein innerer Zusammenhang. In der Regel hat jedes Symbol eine Geschichte, in deren Verlauf es entstanden ist. Das Bezeichnete und das Bezeichnende lassen sich - im Gegensatz zum willkürlich gesetzten Zeichen - nicht austauschen. „Die Erscheinung des Symbols ist nicht etwas Zufälliges, sondern gehört letztlich zum Wesen der sich darstellenden Wirklichkeit“ Paul Tillich bezeichnet diese Eigenschaft des Symbols als Selbstmächtigkeit. Außerdem nennt er jedes Symbol uneigentlich, „es weist über sich hinaus auf das im Symbol Gemeinte, das Symbolisierte. Um des Symbolisierten willen muss es sich selbst ständig verneinen und überflüssig machen.“ Der eigentliche Sinn, auf den das Symbol verweist, kann nur dann wirklich zur Geltung kommen, „wenn das Symbol sich selbst in seiner direkten Anschaulichkeit und Gegenständlichkeit transzendiert.“

Ein Symbol ist inhaltlich nicht eindeutig zu bestimmen. „Als prinzipiell unendlich interpretierbare Variable bedingt es sich in Abhängigkeit vom jeweiligen Kontext mit seinen möglichen Inhalten und Interpreten und kann so stets neue Bedeutungen erhalten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von Symbolen sowie die spezifische Bedeutung der „Tür“ und der Adventszeit aus theologischer und symboltheoretischer Perspektive.

2. Didaktische Überlegungen: Hier wird die Lebenswelt der Kinder analysiert, das Symbolverständnis im Kindesalter beleuchtet und das Thema in den Bildungsplan sowie die Lernziele der Unterrichtseinheit integriert.

3. Methodische Analyse: Dieser Teil beschreibt detailliert die konkrete unterrichtliche Umsetzung in vier Unterrichtsstunden, inklusive inhaltlicher Schwerpunkte wie das „Türen-Rätsel“ oder die kreative Arbeit am Lied „Macht hoch die Tür“.

4. Verlaufsplanung: Dieses Kapitel bietet eine tabellarische Übersicht des zeitlichen und methodischen Ablaufs für die ausführlich dargestellte dritte Unterrichtsstunde.

Schlüsselwörter

Symboldidaktik, Religionsunterricht, Tür, Symbol, Advent, Grundschule, Jesus, Lebenswelt, Ganzheitlichkeit, Unterrichtsentwurf, Transzendenz, Handlungsfähigkeit, Symbolverständnis, Weihnachten, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption einer Unterrichtseinheit für den Religionsunterricht in einer 3. Klasse, die das Symbol „Tür“ thematisiert, um einen Zugang zur Advents- und Weihnachtszeit zu finden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verbindet fachwissenschaftliche Symboltheorie mit didaktischen Überlegungen zur kindgerechten Vermittlung von Inhalten, wobei die Verknüpfung von Alltagserfahrungen der Kinder mit christlichen Glaubensinhalten im Zentrum steht.

Was ist das primäre Ziel des Unterrichtsentwurfs?

Das Hauptziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, die Adventszeit bewusst als Zeit der Vorbereitung zu erleben und sich symbolisch „für Jesus und andere Menschen zu öffnen“.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?

Die Autorin stützt sich auf die symboldidaktischen Ansätze renommierter Theologen wie Paul Tillich und Hubertus Halbfas und verknüpft diese mit dem handlungsorientierten Ansatz für den Grundschulunterricht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse, didaktische Begründungen und eine detaillierte methodische Ausarbeitung des Unterrichts, inklusive eines konkreten Verlaufsplans für eine Unterrichtsstunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Symboldidaktik, Religionsunterricht, das Symbol der Tür, die Adventszeit, kindliche Entwicklung, ganzheitliches Lernen und die Handlungsfähigkeit der Kinder.

Warum wird gerade das Symbol der „Tür“ gewählt?

Das Symbol der Tür ist in der Lebenswelt der Kinder präsent und bietet eine ideale Brücke zwischen alltäglichen Erfahrungen (Öffnen/Verschließen) und der religiösen Botschaft von Advent und Weihnachten.

Welche Rolle spielt der Adventskalender in der Unterrichtseinheit?

Der Adventskalender dient als konkreter Anknüpfungspunkt, um die Bedeutung von „Advent“ als Ankunft und die Vorbereitung auf das Fest der Geburt Jesu anschaulich zu verdeutlichen.

Was unterscheidet „sichtbare“ von „unsichtbaren“ Türen im Unterrichtskontext?

Sichtbare Türen sind physische Gegenstände, während unsichtbare Türen (wie die „Herzenstür“) symbolisch für die Bereitschaft stehen, sich gegenüber Gott und Mitmenschen zu öffnen.

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Details

Title
Das Symbol "Tür“ im Religionsunterricht einer 3. Klasse als Zugang zu Advent und Weihnachten
College
University of Education Ludwigsburg
Course
Symboldidaktik
Grade
1,0
Author
Sabine Föll (Author)
Publication Year
2002
Pages
19
Catalog Number
V53506
ISBN (eBook)
9783638489447
ISBN (Book)
9783656791324
Language
German
Tags
Symbol Symboldidaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Föll (Author), 2002, Das Symbol "Tür“ im Religionsunterricht einer 3. Klasse als Zugang zu Advent und Weihnachten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53506
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